Bangkok: Streetfood-Tour durch Chinatown

Einen ganzen Abend lang habe ich in Bangkok rund um die Yaowarat Road geschlemmt. Im chinesischen Viertel warten kulinarische Highlights und eine ganz besondere Atmosphäre auf dich.

 

Ich liebe die thailändische Küche. Und nach mehreren Reisen in die Region kenne ich mich mittlerweile auch recht gut mit den verschiedenen Gerichten aus. Doch ich erinnere mich noch gut daran, als ich vor einigen Jahren in Bangkoks Stadtteil China Town war. Ich lief durch Straßen und Gassen und blickte neugierig auf die Grills und in die Auslagen. Die meisten Gerichte kannte ich nicht.

Als ich kürzlich mal wieder für ein paar Tage in Thailands Hauptstadt war, wagte ich einen neuen Anlauf. Dabei nahm ich an einer abendlichen Streetfood Tour von Green Tiger Travel teil. Wie es mir gefallen hat, erfährst du nun in meinem Erlebnisbericht.

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Streetfood Night Walk durch Chinatown

Zum Start der Tour treffen wir uns vor dem Wat Traimit Tempel am Rande von China Town, der alleine schon einen Ausflug wert ist.

Meinen Guide konfrontiere ich direkt zu Beginn mit dem Hinweis, dass ich Vegetarier bin (hier meine Top 10 der vegetarischen Gerichte in Südostasien). Ich erwarte einen Ausdruck des Entsetzens, doch die junge Frau, die neben ihrem Studium mehrmals die Woche Touristen durch Chinatown führt, bleibt cool. »Kein Problem«, sagt sie, das bekämen wir schon hin.

Bereits an der nächsten Ecke sind rund um einen Straßenstand einige Tische und Stühle aufgebaut. Yen Ta Fo heißt die pinkfarbende Nudelsuppe, die dort verkauft wird. Normalerweise wird sie mit Fischbällchen und Fleisch serviert, ich bekomme jedoch die vegetarische Variante. Sie hat eine angenehme Schärfe und enthält neben Tomatensauce, Wasserspinat und gelben Bohnen auch etwas Knoblauch – lecker!

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Bevor wir unsere Streedfood-Tour entlang der bekannten Yaowarat Road fortsetzen, schauen wir uns das China Town Gate und den benachbarten Tempel an. Ich bekomme einiges über die chinesische Community in Bangkok erklärt.

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Wie in einer anderen Welt

Als wir weitergehen, beginnt es bereits zu dämmern und die vielen chinesischen Shops schalten die Lichter ihrer Reklametafeln ein. Chinatown vermittelt eine ganz besondere Atmosphäre. Eben war ich noch in Bangkok, doch jetzt kommt es mir so vor, als wäre ich in einer anderen Stadt oder sogar in einem ganz anderen Land.

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Ich blicke in die Schaufenster der Geschäfte und bombardiere meinen Guide mit Fragen, die sie auch alle beantworten kann. So habe ich mir das vorgestellt.

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Im nächsten Restaurant, dem Canton House, gibt es Shrimps Shumai (Teigtaschen) mit einer scharfen Sauce aus Chili, Koriander, Knoblauch, Limette und Fischsauce. Ich bekomme Chinese Bun. Die Teigbällchen sind etwas süß und mit einer schwarzen Sesampaste gefüllt.

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Anschließend gehen wir in eine kleine Gasse zu einem Getränkeshop mit zwei verschiedenen Tees im Angebot. Ich probiere beide. Einer davon ist unglaublich bitter. 95 Prozent aller Tourteilnehmer würden dieses Getränk nicht austrinken, sagt sie mir. Ich kann die Quote nicht verbessern.

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Die besten Fischrestaurants in Bangkok

Weiter geht es durch enge Gassen. Die unterschiedlichsten Gerüche finden den Weg in meine Nase. Überall wird gegessen. Rund um zwei Straßenstände ist es besonders voll. Auch wir suchen uns hier einen Sitzplatz.

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Es handelt sich um Fischrestaurants. Das wären die Besten in Bangkok, verrät sie mir. Diese Einschätzung habe ich bereits von anderer Seite gehört, und der Andrang scheint die Aussage zu bestätigen.

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Normalerweise gäbe es für mich jetzt Tiger Prawns. Die vegetarische Variante beinhaltet gebratenen Reis und Thai Stir fried Water Mimosa (Wasserkresse, Chilli, Knoblauch). Dazu gibt es als Getränk eine Kokosnuss.

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Neben dem guten Essen gefällt mir hier besonders das Ambiente. Zudem lerne ich ein neues Kapitel in thailändisch-asiatischer Improvisationskunst: Am Nachbarstand reichen die Grills und Gaskocher nicht aus, um das gesamte Essen zu produzieren. Dafür scheint es in den oberen Stockwerken des Hauses, vor dem sich der Straßenstand befindet, eine größere Küche zu geben. An einer Schnur werden die Zettel mit den Bestellungen hinaufgezogen. Wenig später wird das Gericht in einer Plastiktüte hinabgelassen. Großartig!

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Leckerer Nachtisch

Weiter geht es durch Chinatown. Inzwischen ist es komplett dunkel und die Beleuchtung der Geschäfte hebt die chinesischen Schriftzeichen noch mehr hervor.

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Eigentlich gäbe es jetzt Guay Jab, eine klare Suppe mit gekochtem Ei und Schweinefleisch. Mangels vegetarischer Variante gehen wir ein paar Stände weiter.

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Mal wieder probiere ich Durian, die bekannte asiatische Stinkfrucht. Chinesen liebe sie, ich selbst kann mich auch dieses Mal nicht so richtig dafür begeistern.

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Anders sieht das bei Sticky Rice mit Mango aus – eines meiner Lieblingsgerichte. Die Frau am Stand macht mir netterweise eine besonders große Portion.

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Eigentlich bin ich nun endgültig satt. Umso besser, dass die nächste Station ein Eisstand ist. Das geht immer. Und bei den leckeren Sorten von Kokosnuss über Lychee bis hin zu Zitrone kann ich nicht nein sagen. Übrigens gibt es auch Durian-Eis.

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Die Tour beenden wir in einem Sushi Restaurant. Hier trinken wir zum Abschluss des Tages einen Ingwer-Tee, in dem sich mit Sesam gefüllte Teigbällchen befinden. Dabei sprechen wir noch ein wenig über Chinatown und Streetfood in Bangkok.

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Fazit zur Streetfood Tour durch Chinatown:

Ein toller Abend. Ich habe sehr gut gegessen und darüber hinaus einiges über die Kultur der Chinesen in Bangkok gelernt. Es ist durchaus mal eine schöne Sache, mit jemandem unterwegs zu sein, der alle Fragen beantworten kann. Die Tour hat mir eine neue Seite von Bangkok gezeigt, und auch ein Blick hinter die Kulissen dieses besonderen Stadtteils war möglich.

Zudem habe ich einige Gerichte probiert, die ich wahrscheinlich alleine nicht bestellt hätte. Schon deshalb hat es sich gelohnt. Die Streetfood Tour durch Chinatown kann ich daher als abwechslungsreiches Highlight für Bangkok-Reisende empfehlen.

 


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Weitere Fotos von der Streetfood Tour durch Chinatown:

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Hinweis: Ich wurde von Green Tiger Travel zur Streetfood Tour eingeladen. Auf meine Berichterstattung wurde kein Einfluss genommen.

 

 

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 4. Juni 2015. Zuletzt aktualisiert am 9. März 2017.

Kommentare (6)

  1. Bangkok steht ja noch auf meiner Bucket Liste, ausgerechnet auf die Idee einer China-Streetfood Tour wäre ich da nicht gekommen. Tolle Inspiration. Vor allem die Buns oder der Nachtisch würden mir jetzt auch gefallen.

    Das Pink der Suppe ist ja krass. Wo kommt denn die Farbe her? Das hat ja fast was Flamingomäßiges …

    An die Durian kann ich mich übrigens auch nicht gewöhnen. Tja, entweder man liebt oder man hasst sie … 🙂

    Viele liebe Grüße
    Tanja

  2. An einer Schnur werden die Zettel mit den Bestellungen hinaufgezogen. Wenig später wird das Gericht in einer Plastiktüte hinabgelassen. Großartig!

    Danke, sehr gut geschrieben. Musste ich erstmal drüber lachen

    Und danke für die Inspiration, werde die Tour auch mal in Angriff nehmen.

  3. Hallo,
    der Beitrag gefällt mir richtig gut! Kann die Tour auf der Homepage von green-tiger leider nicht finden. Kannst du mir evtl sagen, was die Tour kosten würde?
    Liebe Grüße,
    Kiki

  4. Hallo Kiki,

    schön das dir unsere Tour zusagt. Die Tour würde 114€ pro Person kosten. Dies wäre eine privatgeführte Tour mit englischsprachigen Guide und Abendessen inkl, sowie Abholung und Dropp-off am Hotel in einem privaten Auto.

    Die Tour können wir auch günstiger anbieten, dann wäre es aber eine Join-in Tour, also Gruppentour.

    Viele Grüße
    Muriel Philippi

  5. Wir sind gerade zum wiederholtem mal aus BKK zurück-der Rucksack ist noch gar nicht wieder ausgepackt! Das Essen in Thailand ist super-lecker und abwechslungsreich! Eine Streetfood -Tour habe ich allerdings noch nie gemacht-das traue ich mich eigentlich alleine… 114€-ist ja irre! 😉

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