Bangkok: Barken-Prozession auf dem Chao Phraya

Die königliche Barkenprozession in Bangkok ist eine sehr besondere und seltene Zeremonie mit einer großen religiösen und auch gesellschaftlichen Bedeutung. Hier findest du alles Wissenswerte zur Durchführung und den geschichtlichen Hintergründen.

Es gibt viele Feste, Feiertage und Veranstaltungen in Thailands Hauptstadt Bangkok. Die meisten davon haben ihren ganz eigenen Charme und sind ein unvergessliches Erlebnis. Die Prozession der königlichen Barken gehört dabei zu den absoluten Highlights.

Sollte sich bei dir die Gelegenheit ergeben, ihr beizuwohnen, hast du Glück! Abgehalten wird die Prozession nämlich nur zu ganz besonderen Anlässen, wie zuletzt der Krönung des thailändischen Königs Maha Vajiralongkorn im Dezember 2019.

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Der Suvarnabhumi Airport in Thailands Hauptstadt Bangkok ist einer der größten Flughäfen in Südostasien. Er ist mit vielen internationalen Flugverbindungen zu erreichen. Es gibt Nonstop-Flüge unter anderem von Frankfurt, Wien und Zürich. Beliebt sind zudem die meist günstigeren Verbindungen über die arabischen Drehkreuze Dubai oder Abu Dhabi.

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Was ist eine Barkenprozession?

Als Barke bezeichnet man ein kleines mastloses Boot, der Begriff umfasst alle Arten von kleineren Flussbooten.
Eine Prozession kennen manche von euch vielleicht aus dem Katholizismus, sie ist im Wesentlichen aber ein festlicher Umzug einer geistlichen Gemeinde – ganz gleich welcher Religion.

So handelt es sich um einen festlichen Umzug von kleinen Booten. Doch so lapidar dies auch zunächst klingen mag, die Barkenprozession ist kein Selbstzweck. 52 Barken mit über 2.000 Ruderern fahren die gesamte Strecke in einer festgelegten Formation. Hier wird nichts dem Zufall überlassen.

Es gibt eine kleine und eine große Formation, und sie alle unterliegen einer strengen Ordnung.

Für die sehr wichtigen Anlässe wird natürlich die große Formation, auch große Kampfformation genannt, angewendet. Sie besteht, kurz gesagt, aus Führungsbarken mit hochrangigen Offizieren, einigen Polizei- und Armeebarken, Barken für die Musiker sowie für ein Buddha-Bildnis und, last but not least, der Königsbarke mit ihrem gedeckten Thron.

Es gibt vorher diverse Generalproben, damit am großen Tag nichts schief läuft.

Anmerkung: Die Fotos dieses Artikels entstanden bei einer Generalprobe.

Wo findet die Prozession statt?

Die Boote starten vom Wasukri-Pier im Bezirk Dusit. Die Fahrt führt vorbei am Grand Palace zum Wat Arun. Nach der 4,2 Kilometer langen Flussfahrt wird dort die so genannte Kathin-Zeremonie durchgeführt.

Welchen Bezug zur Religion gibt es?

Die Kathin-Zeremonie gibt es in allen südostasiatischen Ländern, abgehalten wird sie zum Ende der Regenzeitklausur der Mönche. Im Rahmen dieser Zeremonie überreicht man den Mönchen Speisen und neue Roben, um ihnen den Dank für ihre Dienste zu erweisen, und Verdienste (Tham bun) für die Familie zu erwerben.

Am Ende der königlichen Barkenprozession ist es also der König, der den Mönchen ihre Roben überreicht und so Verdienste für die Familie (= das Königshaus) erwirbt.

Wo kann ich zuschauen?

Die Bevölkerung kann die Zeremonie vom Flussufer aus mitverfolgen. Aber das ist nicht einfach, da es entlang der Strecke kaum freie Flächen gibt.

Die aufgestellten Zuschauertribünen bieten nur einigen tausend Zuschauern Platz. Terrassen von Hotels und Restaurants dürfen meist nicht oder nur eingeschränkt benutzt werden.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr groß. Selbst bei Proben wird der Chai Phraya, auf dem sonst reger Schiffsverkehr herrscht, über Stunden gesperrt.

Wie oft findet die Prozession statt?

Die letzte große Barkenprozession vor der Krönung Maha Vajiralongkorns (2019) fand im November 2007 anlässlich des 80. Geburtstages von König Bhumibol statt.

Die Barkenprozession geht auf eine 700 Jahre alte Tradition zurück, Schätzungen zufolge fand die erste ihrer Art im 14. Jahrhundert in Ayutthaya statt.

In den folgenden Jahrhunderten wurde sie von verschiedenen Königen durchgeführt. Nach der siamesischen Revolution 1932 wurde, neben der absoluten Monarchie, auch die königliche Barkenprozession abgeschafft.

König Bhumibol ließ die Tradition anlässlich des Jahres 2500 im buddhistischen Kalender, das war das Jahr 1956 nach unserer Zeitrechnung, wieder aufleben. Seither fand sie 15-mal statt.

Barken-Museum

Wer tiefergehendes Interesse an den königlichen Barken hat, kann 51 von Ihnen im Royal Barge Museum bewundern. Zu finden ist das Museum in einer etwas versteckten Lage, weit weg von den touristischen Gegenden, am Kanal Bangkok Noi.

Bilder der Barkenprozession





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