Thailand-Urlaub: Tipps, Planung, Reisevorbereitung

Hier findest du nützliche Tipps & Checklisten für deine Thailand-Reise. Alles Wissenswerte zur Reiseplanung, zur besten Reisezeit, zu Einreise, Kosten, Impfungen, Hotels und vieles mehr.

Thailand – allein der Name klingt nach Sonne, Palmen und weißen Stränden, nach Tropen, Fernreise, fremder Kultur und Abenteuer. Nicht umsonst ist das südostasiatische Land mit seinen (vor Corona) rund 40 Millionen Touristen pro Jahr das fünftbeliebteste Reiseziel weltweit.

Für Asien-Neulinge ist Thailand das klassische Einsteigerland, was zum einen sicher an der hervorragend ausgebauten Infrastruktur liegt, zum anderen aber auch daran, dass Thailand es schafft, fast jeden Reisenden glücklich zu machen.

Es immer warm, es ist ein im globalen Vergleich günstiges Reiseland, und es wird für jeden Reisegeschmack etwas geboten – egal, ob du lieber an gut erschlossene Orte reist, oder selbst noch richtig was entdecken willst.

Im „Land des Lächelns“ sind Touristen gern gesehen und werden herzlich empfangen. Darüber hinaus gehört die berühmt-berüchtigte Landeshauptstadt Bangkok zweifelsohne auf jede Bucketlist. All das (und noch viel mehr) macht Thailand für uns zum perfekten Reiseziel. Wie du dich auf deine Reise vorbereitest und was es vor Ort zu beachten gilt, erfährst du hier.

Reiseplanung Thailand: die ersten Schritte

Du hast dich für eine Reise nach Thailand entschieden, und wir können dazu nur sagen: Perfekte Wahl! Um in die Planung einzusteigen, solltest du dir nun erst einmal Gedanken über die Reisezeit, dein Budget und die grundlegende Organisation machen.

Beste Reisezeit

Klimageografisch gehört Thailand zu den Ländern, in denen das so genannte tropische Wechselklima herrscht. Das bedeutet zum einen, dass die Temperaturen ganzjährig etwa gleich hoch sind und nur geringen Schwankungen unterliegen.

Zum anderen teilt sich das Jahr in eine Regen- und eine Trockenzeit. Die Regenzeit in Thailand geht von Mai bis Oktober, von November bis April dagegen herrscht Trockenzeit. Als die beste Reisezeit und damit als Hauptsaison gelten klassischerweise die Monate Dezember, Januar und Februar.

Aber auch im November und März herrscht vielerorts gutes Reisewetter. Der April dagegen gilt als der heißeste Monat, auch der Mai und der Juni könnten dich noch sehr ins Schwitzen bringen. Der meiste Regen fällt von Juni bis Oktober.

Bedenke aber bei deiner Reiseplanung unbedingt, dass das Wetter sich in der Realität nicht an Tabellen hält und es auch regional zu Abweichungen kommen kann. Informiere dich auf jeden Fall immer gesondert für dein spezielles Reiseziel.

Im Übrigen heißt Regenzeit nicht, dass es wie bei uns von morgens bis abends vor sich hinregnet. Der tropische Regen funktioniert ein bisschen anders. Er kommt meist früh morgens und abends, gelegentlich auch mal tagsüber, aber immer sehr kurz und sehr heftig. Ein bisschen so, als würde jemand einen Eimer Wasser über dir ausgießen.

Reisen in der Nebensaison hat übrigens viele Vorteile: günstigere Preise, weniger Publikum bei den Sehenswürdigkeiten, mehr Auswahl bei Unterkünften.

Es gibt noch viel mehr zu sagen zur Regenzeit und regionalen Besonderheiten, doch dafür gibt es einen eigenen Artikel rund um das Klima und die beste Reisezeit für Thailand.

Reiseführer

Wozu eigentlich noch Reiseführer in Zeiten des Internets mit all seinen Reiseblogs? Weil man einfach nicht vergessen darf, dass die Menschen, die Reiseführer schreiben, teils jahrelang in den entsprechenden Ländern unterwegs sind, dort immer wieder vor Ort recherchieren und Entwicklungen im Blick haben.

Es ist ein großer Unterschied, ob man Monate oder eine Woche an einem Ort zugebracht hat, und auch, ob man dort gezielt recherchiert oder einfach Urlaub gemacht hat. Zudem ist die redaktionelle Qualität eines Reiseführers häufig eine ganz andere, da hier keine Privatpersonen am Werk sind, sondern richtige Verlage. Dafür sind die Informationen in Reiseblogs natürlich oft aktueller. Wenn irgendwo ein Hotel schließt oder eine neue Sehenswürdigkeit eröffnet, dauert es viel länger, dies in ein Buch zu bringen, als ins Internet.

Wir finden, Reiseführer und Internetangebote ergänzen sich hervorragend, und deshalb haben Reiseführer nach wie vor absolut ihre Berechtigung – besonders zur Vorbereitung.

Empfehlen können wir an dieser Stelle die Reiseführer von Stefan Loose, die wir selbst seit langer Zeit nutzen. Inzwischen haben wir die Bücher auch in unseren Shop aufgenommen. Innerhalb Deutschlands fallen keine Versandkosten an. Hier eine Übersicht aller Südostasien-Titel von Stefan Loose.

Packliste

Die einen lieben es, die anderen hassen ist: Koffer packen. Für viele Reisende ist es heutzutage aber weit mehr als ein Punkt auf der To-Do-Liste. Allein beim Wort „Koffer“ geht es ja schon los – wer packt heute schon noch Koffer?

Wir packen Rucksäcke mit mehr oder weniger Litern Fassungsvermögen, wir packen Daypacks, Weekender, Trolleys, Koffertrolleys oder sonstige Hybridprodukte. Dein Reisegepäck identifiziert dich mit einer Reiseart. Ihr liegt im Kern eine Frage zugrunde: Wie viel zu Hause nehme ich mit auf meine Reise?

Und das hängt natürlich zum einen von der persönlichen Präferenz bzw. vom „Lifestyle“ ab, zum anderen aber auch vom Reiseland, seinen Temperaturen und seiner Infrastruktur. Und Thailand ist hier die ganz unkomplizierte Variante.

Es sind weder dicke Klamotten noch die halbe Drogerieabteilung mitzunehmen. In jedem einigermaßen gut ausgestatteten Hotel findest du Duschprodukte, einen Föhn, Handtücher und Bettbezüge. Leichte Sommerklamotten reichen, und davon auch nicht zu viele, denn die Reinigungsservices vor Ort sind super.

Long story short: So lange du deinen Reisepass, deine Flugtickets und deine Kreditkarte dabei hast, kann dir nicht viel passieren, denn den Rest kannst du zur Not vor Ort kaufen. Eine Kamera wäre auch nicht schlecht.

Wenn du trotzdem vorher eine Checkliste durchgehen möchtest, bei der an wirklich alles gedacht ist, hier unser Vorschlag für eine Packliste für Thailand.

Budget/Kosten

Eine der am häufigsten gestellten Fragen zum Thailand-Urlaub ist: Wie teuer wird die Reise sein? Wie viel Budget muss ich einplanen? Und darauf gibt es eine ganz einfache Antwort, die aber dennoch so unbefriedigend ist: Das liegt bei dir.

Thailand ist ein Land, in dem du mit 15 Euro am Tag satt wirst und auch einen Schlafplatz findest – in dem du aber auch Urlaube machen kannst, die sich kein Normalsterblicher leisten kann. Und alles dazwischen. Wir empfehlen, dir vorher zu überlegen, was dir wichtig ist und wofür du gerne Geld ausgeben möchtest – um dies vielleicht an anderer Stelle zu sparen.

Die gute Nachricht ist, dass auch wirklich gute Unterkünfte in Thailand günstig sind – zumindest aus unserer europäischen Perspektive. Um einigermaßen menschenwürdig zu schlafen, musst du gar nicht so viel Geld einplanen, wie du vielleicht erst denkst.

Der teuerste Posten ist und bleibt der Flug, der günstigste wird wahrscheinlich das Essen sein. Eine Hauptmahlzeit an einer von Thailands berühmten Garküchen ist schon ab umgerechnet 70 Cent zu haben.

Unsere Empfehlung für einen entspannten Urlaub, bei dem du dir eine gute Unterkunft leisten und auch den einen oder anderen Ausflug machen kannst, ist ein Budget von 50-100 Euro pro Reisetag. Zudem kann eine Rücklage für Unvorhergesehenes nicht schaden.

Thailand-Tipps: Anreise und Einreise

Thailand, besonders der Hauptstadt-Flughafen, gehört zu den am häufigsten gebuchten Reisezielen überhaupt. Um ein paar Euros zu sparen und auf die Einreise gut vorbereitet zu sein, haben wir nachfolgend einige Tipps zusammengestellt.

Flüge buchen

Nichts ist so einfach wie die Flugreise nach Thailand, denn der Suvarnabhumi International Airport in Bangkok ist das Drehkreuz schlechthin für Südostasien. Es gibt kaum eine internationale Airline auf der Welt, die ihn nicht bedient.

Deshalb gibt es massig Verbindungen und die Flugpreise sind, verglichen mit einem Flug nach Vietnam oder Kambodscha, echt moderat. Zudem bieten fast alle großen Airlines auch Direktflüge nach Bangkok an, so dass du gar nicht unbedingt zwischenlanden musst, wenn du es nicht möchtest.

Wenn du nicht so genau auf den Euro achten musst und gerne durchfliegst, könntest du zum Beispiel von Deutschland aus ab Frankfurt mit Thai Airways fliegen. Hier gibt es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – und natürlich schon Urlaubsstimmung vorab.

Verbindungen mit Zwischenlandung haben allerdings den Vorteil, dass sie häufig deutlich günstiger sind. Ein seit Jahren konstant gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit moderater Umsteigezeit bieten z.B. die Golf-Carrier (Emirates, Etihad, Oman Air, Qatar Airways, etc.).

Da es aber so viele Verbindungen gibt und Preise sich täglich ändern können, solltest du vor deiner Buchung unbedingt die Flugsuchmaschine anwerfen und die Angebote vergleichen. Wir empfehlen hierfür wärmstens Skyscanner.

Generell kann man sagen, dass ein Flug nach Thailand 600 – 800 Euro kostet. Klar kann man mal einen Schnapper für 400 bis 500 Euro machen, je nach Airline, Verbindung und Sitzklasse sind nach oben die Grenzen natürlich immer offen.

Wie du möglichst günstig an ein paar Flugtickets kommst, haben wir hier zusammengefasst.

Durch Corona wurde die Zahl der Flüge nach Thailand deutlich reduziert. Die Folge des verringerten Angebots sind gestiegene Flugpreise. Wann das Angebot wieder das Niveau aus der Zeit vor der Pandemie erreicht, ist aktuell nicht absehbar.

Einreise und Visum

Unter geneigten Thailand-Reisenden ist das Land nicht nur für sein Lächeln, sondern auch für seine Bürokratie bekannt, die selbst uns Deutsche manchmal vor Herausforderungen stellt. Das liegt nicht daran, dass die Bestimmungen für Visum und Einreise besonders kompliziert wären – im Gegenteil – sondern daran, dass sie nicht besonders beständig sind.

Mit anderen Worten: Thailand hat seine Einreisebestimmungen in den letzten Jahren immer mal wieder geändert. Doch das ist für dich kein Problem, denn es gibt ja uns. Wir bleiben am Ball, halten euch über alle Aktualisierungen ständig auf dem Laufenden.

Woran sich eigentlich noch nie etwas geändert hat: Als Deutscher, Österreicher oder Schweizer darfst du für 30 Tage ohne Visum im Thailand bleiben. Das bedeutet, du brauchst zu Hause erst einmal nur an deinen Reisepass denken, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss.

Pro-Tipp: Steck unbedingt einen Kugelschreiber in dein Handgepäck. Im Flugzeug wird dir nämlich eine Einreisekarte ausgehändigt, die du in jedem Fall ausfüllen musst (und im Flieger sind die Kulis immer knapp). Die Einreisekarte und deinen Pass legst du zusammen am Immigration-Schalter des Airports vor und zack – willkommen in Thailand!

Die 30-tägige Aufenthaltserlaubnis kann vor Ort verlängert werden. Reisen über 30 Tage sind Visa-pflichtig. Alles dazu kannst du ebenfalls im oben verlinkten Artikel nachlesen.

Natürlich kannst du auch immer gut beim Auswärtigen Amt nachlesen.

Reisevorbereitung rund um das Thema Gesundheit

Bei so manchem fängt der Magen schon an, zu rebellieren, wenn nur das Wort „Tropen“ fällt. Doch gibt es dafür überhaupt einen Grund? Viele Behauptungen zum Thema Krankheiten und Hygiene sind heute veraltet oder waren schon immer falsch.

Und eines können wir direkt vorwegnehmen: Thailand ist ein hoch entwickeltes Land. In Bangkok gibt es einige Krankenhäuser und viele Ärzte von Weltrang. Und auch die thailändische Bevölkerung lebt nicht unterm Stein, was Hygiene angeht.

Trotzdem ist Thailand auch nicht Deutschland, was man beispielsweise immer dann merkt, wenn es um das Thema Trinkwasser geht. Deshalb gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten, die wir dir im Folgenden mitgeben wollen.

Bedenke: Wir sind ein Reiseblog und keine Ärzte. Deshalb empfehlen wir immer, vor jeder Reise in die Tropen bei einem ausgebildeten Tropenarzt vorbeizuschauen. Dort erfährst du alles, was du zum Thema Prophylaxe, Impfungen und Hygiene wissen musst. Über die Arztsuche bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin findest du sicher jemanden in deiner Nähe.

Auch das Auswärtige Amt hat viele allgemeine und auch länderspezifische Informationen zum Thema Gesundheit und Reiseimpfungen.

Impfungen

In Thailand ist man teilweise mit Krankheiten konfrontiert, von denen man vorher noch nie etwas gehört hat – gegen einige davon kannst du dich aber zum Glück impfen lassen. Welche Impfungen für deine Reise konkret empfohlen werden, solltest du immer mit einem Arzt klären, denn die Empfehlung hängen auch von deiner Reiseart ab.

Ein All-Inclusive-Urlaub auf Phuket ist natürlich risikoärmer als eine Reise in ländliche Gebiete und Nationalparks. Immer empfohlen werden Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A. Je nach „Risikoprofil“ werden zudem Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Japanische Enzephalitis und Tollwut empfohlen.

Bedenke, dass zwar viele Impfungen kurzfristig verabreicht werden können, einige aber mehrere Dosen brauchen, um den vollen Schutz zu entfalten (z.B. Tollwut). Deshalb schadet es nicht, wenn du dich schon etwa drei bis vier Monate vor deiner Reise beim Arzt vorstellst, sofern möglich.

Um eines solltest du dir auch keine Gedanken machen: Kosten. Die allermeisten Krankenkassen erstatten dir die Kosten für ärztlich verordnete Impfungen. Am besten klärst du das aber einmal vorher ab. Meist findest du auf der Website der Krankenkassen schon eine Information darüber, wie Reiseimpfungen gehandhabt werden.

Hier findest du alles Wichtige zu Impfungen und weitere Gesundheitstipps.

Malaria, Dengue und andere Krankheiten

Geht man nach Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung/Infektion, belegt eine „Krankheit“ ganz klar Platz Eins der Rangliste: Reisedurchfall. So harmlos und doch so nervig. Kaum ein Reisender kommt um ihn herum, und es ist besser, ihn einzuplanen und zu akzeptieren, als ihn mit Kohletabletten zu bekämpfen.

Dass so viele Reisende in den ersten Urlaubstagen Durchfall haben, liegt daran, dass es sich lediglich um eine Anpassungsreaktion des Körpers handelt, die nach ein paar Tagen abgeklungen sein sollte. Ist sie das nicht, und kommen vielleicht noch andere Symptome hinzu – bitte abklären lassen.

Die zweite wirklich reale Gefahr findet sich schon in der Überschrift. Gegen die beiden am häufigsten durch Mücken übertragene Krankheiten gibt es leider auch keine Impfung. Die Rede ist von Malaria und dem Dengue-Fieber.

Malaria ist eine wirklich ernste Erkrankung, die zwar seltener wird, aber bei weitem noch nicht ausgerottet ist. Übertragen wird sie durch nachtaktive Mücken.

Das Dengue-Fieber wird von der tagaktiven Mücke übertragen, ist als Krankheit nicht ganz so ernst und wird meist ohne Probleme überstanden – dennoch liegst du mit schweren, grippeartigen Symptomen etwa eine Woche deiner Reise flach.

Die schlechte Nachricht ist, dass die Zahlen der Dengue-Fieber-Infektionen global eher steigen als sinken, das gilt auch für Thailand. Vor einer Infektion kannst du dich nur schützen, indem du dich vor Stichen schützt (Expositionsprophylaxe).

Benutze vor Ort DEET-haltiges Mückenspray und trage in der Natur lange, helle Kleidung. Sei achtsam, aber werde auf keinen Fall panisch bei jedem Summen im Ohr. Nicht jeder Mückenstich überträgt gleich eine Krankheit, meistens jucken sie nur wie die Hölle. Der beste Indikator ist die eigene Körpertemperatur. Bei Fieber in den Tropen bitte immer zum Arzt gehen.

Weiterhin wollen wir an dieser Stelle kurz darauf aufmerksam machen, dass HIV/AIDS leider noch ein großes Problem in Thailand ist, was leider oft verdrängt und über das selten gesprochen wird. Urlaubsromanzen sind immer toll, aber bitte nur mit Schutz.

Reisekrankenversicherung

Da unsere Krankenversicherung in so genannten Drittstaaten (wie Thailand) nicht greift, ist jede medizinische Leistung direkt vor Ort zu bezahlen. Das ist in Thailand meist nicht teuer, deshalb hört man oft, dass man sich eine Auslandskrankensicherung sparen kann.

Wir möchten dir an dieser Stelle aber ganz dringend empfehlen, eine abzuschließen. Wenn nämlich der Arzt vor Ort deine Behandlung nicht durchführen kann, weil er schlecht ausgestattet ist und du verlegt werden musst, wird aus einem Kleinstbetrag schnell dein halbes Sparbuch.

So bitter das ist, wenn du eine Reisekrankenversicherung hast, kannst du dir die Kosten zumindest hinterher erstatten lassen. Hierfür ist es erforderlich, alle Behandlungsbelege aufzuheben und diese nach deiner Reise einzureichen.

Auslandskrankenversicherungen kosten dabei meist keine 20 Euro im Jahr. Eine kleine, aber sehr sinnvolle Investition zum Schutz der eigenen Ersparnisse, finden wir.

Hier findest du ausführliche Informationen zum Thema Reisekrankenversicherung für Thailand.

Reiseapotheke

Vorweg: In Thailand gibt es Apotheken. Es gibt sie zahlreich, sie sind sehr gut ausgestattet, und die Preise für Medikamente sind natürlich günstiger als bei uns. Schlepp also nicht zu viel mit!

Trotzdem kann es natürlich nicht schaden, eine kleine Reiseapotheke dabei zu haben, für die schnelle Hilfe bei einfachen Wehwehchen und einfach auch deshalb, weil die englischen Sprachkenntnisse für eine medizinische Beratung in vielen Apotheken nicht wirklich ausreicht.

Letztendlich kennst du dich selbst am besten und weißt, was deine Achillesferse ist. Kriegst du schnell Magenbeschwerden? Oder Kopfschmerzen? Nimmst du jede Erkältung mit, die irgendwo rumfliegt? Nimmst du vielleicht sogar regelmäßig ein bestimmtes Medikament? Hast du Allergien oder Unverträglichkeiten? Je nachdem, was zutrifft, solltest du deine Reiseapotheke bauen. Denk hierbei auch an Verhütung. Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Hier findest du alles Wissenswerte und viele Tipps zur Reiseapotheke für Thailand.

Hygiene-Tipps

„Peel it, cook it, boil it or forget ist“ – haben wir alle schon gehört und selbst selten befolgt. Gemeint ist die Empfehlung der WHO, dass Speisen in tropischen Ländern immer gut gewaschen (oder geschält) und/oder gut durchgegart sein sollte, und ansonsten drauf verzichtet werden sollte. Auch wird immer dazu geraten, auf Eiswürfel zu verzichten.

So viel zu Theorie. Nun ein kleiner Ausflug in die Realität. Ja, Leitungswasser kannst du nicht trinken, da es nicht als Trinkwasser aufbereitet wird. Gilt auch beim Zähneputzen zu beachten. Auf Eiswürfel zu verzichten, ist aber zum einen schwierig (zumindest, wenn man mal Shakes oder Cocktails genießen will) und zum anderen (meist) gar nicht nötig.

Denn, Überraschung: Die Thais wissen, dass man Leitungswasser nicht zur Herstellung von Eiswürfeln verwenden kann. Die Eiswürfel, die für Drinks verwendet werden, kommen in 99,9% aller Fälle aus staatlich kontrollierten Eiswürfelfabriken.

Ähnlich sieht es mit der oben erwähnten WHO-Empfehlung aus. Natürlich werden Speisen durchgegart serviert. Zumindest mit einer Gewissenhaftigkeit, die keine andere ist, als bei uns. Die Menschen in Thailand haben genau so wenig Lust auf eine Lebensmittelvergiftung wie wir.

Wirklich Abstand halten sollte man lediglich von rohem Fisch oder Meeresfrüchten, auch wenn es Regionen gibt, in denen dies eine Delikatesse ist. Hier lauern wirklich fiese Parasiten.

Natürlich kann es immer passieren, dass man sich den Magen verdirbt, in Thailand, in Deutschland und überall sonst auf der Welt. Aber wir empfehlen wirklich, sich insbesondere in Thailand vor Sorge nicht selbst um kulinarische Erlebnisse zu bringen und die weltberühmte Thai-Küche ausgiebig zu genießen.

Thailand: Tipps für deine Reise

In Thailand rumzureisen, ist das einfachste auf der Welt. Überspitzt formuliert, könnte man sagen: Stell dich irgendwo hin und mach ein fragendes Gesicht. Es wird keine zehn Minuten dauern, bis dir geholfen wird. In der Bevölkerung ist die Hilfsbereitschaft, insbesondere gegenüber offensichtlich Fremden, extrem groß.

Zudem herrscht in der Dienstleistungsbranche, mit der man als gemeiner Tourist viel zu tun hat, ein extrem hoher Anspruch an die Kundenzufriedenheit. Doch die Unterschiede beziehen sich nicht nur auf dein Touristen-Dasein. Wie alle Reisenden vor dir wirst du feststellen, dass in Thailand viele Dinge flexibel und pragmatisch gehandhabt werden, die bei uns zu Hause eher starren Abläufen und Zuständigkeiten unterliegen.

Grob gesagt, kannst du jeden jederzeit mit jedem Anliegen behelligen. Wenn irgend möglich, wird man dir selbst direkt weiterhelfen – oder dich ansonsten an jemanden verweisen, der es kann.

Das führt zu den lustigsten Reiseanekdoten, bei denen ein Kioskbesitzer kurz seinen Laden schließt, um dich persönlich mit dem Roller zum nächsten Geldautomaten zu fahren – und dergleichen mehr. Und weiterhin führt es dazu, dass man Thailand und seine Bewohner für immer ins eigene Herz schließt.

Geld abheben und Bezahlen in Thailand

Die thailändische Landeswährung ist der Baht (THB). Es sind 20, 50, 100, 500 und 1.000 Baht-Scheine im Umlauf, so wie 1,2,5 und 10 Baht Münzen. Vereinzelt befinden sich auch noch 25- und 50-Satang-Münzen (100 Satang ergeben einen Baht) im Umlauf.

In Thailand ist Bargeld gern gesehen und insbesondere auf Märkten und in kleinen Geschäften unverzichtbar. Geldautomaten findest du an jeder Ecke und in 99% aller Fälle funktionieren diese problemlos.

Deine erste Abhebung kannst du direkt am Flughafen tätigen. Akzeptiert werden alle gängigen Kreditkarten, sowie auch EC-Karten. Die thailändischen Banken berechnen für jede Abhebung 3,50 – 4,60 EUR Gebühr, diese werden seit dem Jahr 2020 auch von keiner Bank mehr erstattet.

Trotzdem solltest du Kreditkarten vergleichen, denn nicht alle Anbieter verzichten auf ihre eigenen Gebühren für Abhebungen im Ausland. Hier findest du einen stets aktuellen Vergleich zur besten Reisekreditkarte für Thailand.

Übrigens: Es kann nicht schaden, die Hausbank darüber zu informieren, dass du im Urlaub bist. Manche Banken sind sehr vorsichtig und sperren die Karten, wenn sie ungewöhnliche Aktivitäten (wie viele Auslandsabhebungen) vermuten.

Oft hört man, dass man unbedingt eine Bargeldreserve in US-Dollar oder Euro mitnehmen soll. Das stimmt für viele Länder, für Thailand hingegen würden wir sagen: Geschmacksache. Erforderlich ist es auf keinen Fall, da die Abdeckung mit funktionierenden Geldautomaten wie bereits erwähnt hervorragend ist.

Zudem gilt der Thai-Baht im Gegensatz zu vielen Nachbarwährungen als ziemlich stabil, so dass Fremdwährungen einfach nicht so begehrt sind. Wenn du eine Vorsichtsmaßnahme ergreifen willst, könntest du eher eine zweite Kreditkarte mitnehmen.

Hier findest du weitere praktische Tipps und Informationen rund um das liebe Geld in Thailand. Falls du Geld nach Thailand überweisen möchtest, verraten wir in diesem Artikel, welche günstigen Optionen es gibt.

Kultur in Thailand: Do’s & Dont‘s

Thailand, Land des Lächelns, oder? Definitiv, aber das allgegenwärtige Lächeln ist erst einmal reine Höflichkeit, nicht mehr und nicht weniger. Dahinter kann sich von Freude bis Wut jede Emotion verbergen.

Genau diese Höflichkeit ist aber der Schlüssel, überhaupt ernst genommen zu werden. Bedeutet: Wenn du eine Beschwerde vortragen oder deinen Ärger ausdrücken willst, bleibe gelassen, trage dein Anliegen mit ruhiger Stimme vor und schaue freundlich.

Große Emotionen bringen dich kein Stück weiter. Im Gegenteil: Ausfallendes Benehmen führt dazu, dass dein Gegenüber „sein Gesicht verliert“, der worst case im menschlichen Miteinander. Sein Gesicht zu verlieren bedeutet in etwa, dass man Ansehen oder Würde einbüßt, und es ist extrem schambehaftet. Dies passiert zum Beispiel, wenn man öffentlich jemandem einen Fehler vorwirft oder sich lautstark beschwert.

Eine weitere wichtige Säule der thailändischen Kultur ist der Buddhismus. Der Stellenwert der Religion im Land ist sehr viel größer als bei uns, und wir können dir nur eindringlich dazu raten, diesen stets zu respektieren.

Sicher wirst du auf deiner Reise einige Tempel besuchen. In diesen gilt folgende Kleiderordnung: Schultern und Knie sind zu bedecken, die Schuhe sind auszuziehen. Kleidest du dich zu freizügig, wird dir der Einlass entweder verwehrt oder, in sehr touristenfreundlichen Tempeln, „schicke“ Leihkleidung zur Verfügung gestellt.

Weitere wichtige Do’s & Dont’s:

  • Small Talk: Ein paar Worte der Landessprache zu lernen, ist immer ein Türöffner. Kommst du mit Thais ins Gespräch, gilt die globale goldene Regel des Small Talk: Keine Gespräche über Politik oder Religion anfangen. Du läufst bei direkter Kritik am Königshaus oder am Buddhismus sogar Gefahr, dich strafbar zu machen. Gute Themen hingegen sind die Familie, der Beruf und ein Schwank aus der Heimat. Einheimische werden dich immer zuerst nach diesen Dingen fragen.
  • What to wear: Man kann es ja nicht oft genug sagen, aber Bikini und Badehose gehören an den Strand. Achte auch unbedingt auf die oben beschriebenen Kleidungsvorschriften in Tempeln und sonstigen heiligen Stätten. Im persönlichen Kontakt ist es gut zu wissen, dass ordentliche und saubere Kleidung ein Zeichen der Wertschätzung ist und Thais es zwar nie offen kritisieren würden, aber dennoch zur Kenntnis nehmen, wenn man in kaputten oder dreckigen Klamotten herumläuft.
  • Please don‘t touch: Für Berührungen gibt es viele ungeschriebene Regeln in Thailand und im Zweifel behältst du am besten einfach deine Finger bei dir, insbesondere dann, wenn irgendwie Religion im Spiel ist. Nicht berühren solltest du zum Beispiel Mönche (besonders wenn du eine Frau bist), den Kopf von Kindern, Buddha-Bildnisse in Tempeln sowie Geisterhäuschen und Hausaltäre. Über die Religion hinaus gilt für Körperkontakt ebenfalls: Weniger ist mehr. Reist ihr als Paar, spart euch wildes Knutschen und alles darüber hinaus bitte fürs Hotelzimmer auf. Es ist nicht strafbar, aber auch nicht gern gesehen. Und schließlich: In Thailand begrüßt man sich mit dem Wai, einer Verbeugung mit vor der Brust gefalteten Händen. Da man als Fremder hierbei aber mehr falsch als richtig machen kann, und er auch nicht erwartet wird, raten wir Reisenden, es bei einem Lächeln und Kopfnicken zu belassen.

Abschließend sei gesagt: Einen kleinen Fehltritt deinerseits verzeihen Thais sofort, in den meisten Fällen werden sie sogar so tun, als hätten sie diesen nicht bemerkt – damit du dein Gesicht wahrst.

Essen und Trinken in Thailand

„Essen“ gibt es in Thailand nicht. Die Thai-Sprache kennt nur „gin khâo“, was wörtlich übersetzt “Reis essen” bedeutet. Reis ist Grundnahrungsmittel und integraler Bestandteil der Thai-Küche.

Darüber hinaus kommt oft der Wok zum Einsatz, in dem Gemüse, Fisch, Fleisch und Soßen zu den verschiedensten Gerichten verarbeitet werden. Auch wird viel gegrillt und frittiert. Zahlreiche Gewürze wie Knoblauch, Zitronengras, Chili, Tamarinde, Limette, Ingwer, Thai-Basilikum und natürlich Soja-Sauce verfeinern die Speisen.

Das, was der Thai-Küche ihren typischen, herzhaften und zunächst ungewohnten Geschmack verleiht, ist Fischsauce oder auch Shrimps-Paste. Ein Koch versucht stets, alle Geschmacksrichtungen zu kombinieren, so dass jedes Gericht sauer, salzig, süß und scharf zugleich schmeckt.

Zu herzhaften Gerichten wird für die saure Note oft Limette gereicht, in süßer Limonade ist oft eine Prise Salz enthalten, und auf jedem Restauranttisch befindet sich „prik nam pla“, eine Mischung aus Fischsauce und Chilis – quasi das thailändische Salz und Pfeffer, mit dem man fast alles nachwürzen kann.

Da Thailand ein sehr großes Land ist, gibt es natürlich viele regionale Unterschiede und Spezialitäten. Die Küche Zentralthailands mit ihren Ein-Teller-Wok-Gerichten und Curries gilt als klassisches Thai-Essen.

Die allgegenwärtigen Straßenimbisse, Garküchen genannt, sind Bestandteil der Landes-Identität. Da thailändische Wohnungen oft keine oder nur eine sehr kleine Küche haben, versorgen sich hier vornehmlich die Einheimischen – Touristen sind ein Zusatzgeschäft. Deshalb ist das Essen nirgends günstiger, besser und frischer.

In Thailand isst man eher fünf bis sechs kleine Mahlzeiten am Tag, als drei große. Es gibt keine feste Menüfolge, was oft bei Touristen zu Irritationen führt, wenn z.B. das Dessert vor der Hauptspeise serviert wird.

Auch hat nicht jeder sein eigenes Tellerchen. Es wird gemeinsam bestellt, alles kommt auf den Tisch, und jeder bedient sich an allem. Gegessen wird mit Löffel und Gabel, wobei die Gabel nur benutzt wird, um das Essen auf den Löffel zu schieben. Ein Messer suchst du vergebens, und es ist auch nicht erforderlich, da Fleisch und Gemüse bereits vom Koch in mundgerechte Stücke zerkleinert werden.

Zum Essen bestellen Thais oft einfach stilles Wasser, manchmal natürlich auch Softdrinks. Alkohol zum Essen zu bestellen, ist eher unüblich.

Hier findest du weitere Infos zum Thema Essen und Trinken in Thailand.

Märkte in Thailand

Neben den Garküchen gehören Märkte zum Straßenbild in Thailand. Dabei kann es sich um Freiluftmärkte, auch oft „Walking Street“ genannt, Nachtmärkte, sowie schwimmende Märkte und Marktstände in einem Shopping Center handeln.

Auf Märkten gibt es meist ein buntes Sortiment, von Lebensmitteln und fertigen Speisen über Kleidung und Haushaltswaren, bis hin zu Souvenirs und Kuriositäten.

Zu den bekanntesten und beliebtesten Märkten zählen der Chatuchak Weekend Markt (Bangkok), das MBK Shopping Center (Bangkok), der Damnoen Saduak Floating Market (Ratchaburi) sowie die Nachtmärkte und Walking Streets in den größeren Orten wie Chiang Mai, Pattaya, Phuket und auf den größeren Inseln.

Märkte gibt es aber auch in jedem kleinen Ort, da sich die Locals in der Regel dort versorgen, und wir können nur empfehlen, sich einfach mal auf einen Markt zu begeben, sich treiben zu lassen und ganz viel zu probieren. Nirgends lernst du Land und Leute besser kennen.

Auf Märkten ist handeln üblich und erwünscht, und das solltest du auch tun. Da du nämlich ein Tourist bist, kannst du davon ausgehen, dass der Preis, den man dir z.B. für ein T-Shirt nennt, doppelt oder sogar dreimal so hoch ist, wie üblich.

Trotzdem wirst du natürlich immer mehr bezahlen als ein Einheimischer. Das ist okay, du bist schließlich wesentlich wohlhabender, und trotzdem sind die Preise aus unserer Sicht unschlagbar günstig. Wenn man richtig gekonnt handelt, tut es am Ende beiden Seiten ein bisschen weh, und trotzdem hatten alle auch ein bisschen Spaß.

Bleib bitte immer freundlich, selbst wenn du den Verkäufer unverschämt findest. Und überlege dir, wie ernst deine Kaufabsicht ist. Aus Spaß handeln, den gewünschten Preis bekommen, und dann nicht kaufen, ist ein absolutes No-Go!

Touren und Ausflüge buchen

Ob Regenwald oder Großstadtdschungel, ob Strand oder Berge, Sport oder Wellness, Kultur oder Action – in Thailand gibt es nichts, was es nicht gibt. Das Land ist für seine prächtigen Tempel, historischen Ruinenstätten, lebendigen Märkte und seine unglaubliche Natur bekannt.

Unter den Sehenswürdigkeiten gibt es natürlich einige Klassiker, aber auch noch viele Geheimtipps. Einsteiger beginnen meist mit dem Königspalast und einigen schönen Tempeln in Bangkok, die sich alle vollkommen zurecht so großer Beliebtheit erfreuen.

Je nachdem, wohin dich die weitere Reise verschlägt, warten viele weitere Highlights auf dich.

Touren buchen ist genau so einfach wie alles andere in Thailand. Du kannst an jeder Hotelrezeption deine Wünsche äußern und in der Regel wird man alles für dich in die Wege leiten.

Zudem gibt es in jedem Ort „travel agencies“, kleine Reiseagenturen bzw. Touranbieter, die man schon an den farbenfrohen Plakaten mit ihren Angeboten erkennt. Du kannst sie nicht verfehlen. Hier gibt’s meist die besten Preise, aber manchmal auch schwarze Schafe.

Um auf Nummer sicherzugehen, schau dir Bewertungen im Internet an und höre dich vor Ort um. Zu vielen Zielen und Attraktionen kannst du auch problemlos auf eigenen Faust fahren, mit dem Tuk-Tuk, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Roller.

In Bangkok zum Beispiel erreichst du viele Highlights problemlos ohne Touranbieter. Tickets gibt’s immer vor Ort, und wenn gewünscht, meisten auch Guides.

Selbstverständlich kannst du Touren und Erlebnisse auch online buchen und dir vorab die Bewertungen durchlesen. Für Thailand zu empfehlen sind:

Tuk-Tuk und Taxi

Um in einer Stadt bzw. einem Ort umherzufahren, wirst du wahrscheinlich Tuk-Tuk und Taxi fahren. Besonders die landestypischen Tuk-Tuks sind günstig und die Fahrt macht einen Riesenspaß. Was das Ganze so kostet und was es zu beachten gilt – Stichwort Betrügereien – erfährst du hier.

Unseren Übersichts-Artikel zum Thema Taxi fahren solltest du dir ebenfalls einmal zu Gemüte führen, denn trotz aller Bemühungen seitens der Regierung, die Taxi-Mafia in den Griff zu bekommen – es gibt sie noch und du solltest dich nicht übers Ohr hauen lassen.

Hotels/Unterkünfte buchen

Wenn es um eine Unterkunft geht, hast du die Qual der Wahl. In Thailand profitierst du von der langjährigen und ausgeprägten Erfahrung mit Touristen, was Angebot und Preise angeht.

Geboten werden Luxushotels der Extraklasse, die sich ein Normalverdiener überhaupt nicht leisten kann (immer mal wieder zu sehen in Castingshows und Realityformaten), Mehrbettzimmer mit Ventilator und Matratzen – und alles Denkbare dazwischen.

Thailand ist ein tolles Ziel, wenn man nicht viel Geld für Unterkünfte ausgeben kann – oder will. Auch mit normalem Reisebudget sind eigentlich fast immer drei bis vier Sterne drin, manchmal findet man sogar ein Fünf-Sterne-Schnäppchen – und manchmal gibt es auch Hotels mit weniger Sternen, die dich trotzdem irgendwie mehr ansprechen.

Wir empfehlen, dich im Kopf nicht zu sehr vorab festzulegen, sondern dich bei deiner Buchung auf Buchungsportalen inspirieren zu lassen. Die besten Angebote für Thailand bieten folgende Plattformen:

Zum Buchungszeitpunkt lässt sich sagen: Der liegt bei dir. Klar, die besten Schnäppchen gibt’s in der Nebensaison und entweder ein paar Monate vor deiner Reise oder ganz kurz vorher.

Zur Hauptsaison wird’s natürlich an den beliebten Zielen voll und wenn du dann spontan sein willst, musst du vielleicht nehmen, was übrig bleibt. Das muss aber keinesfalls schlecht sein. Und am Ende des Tages ist Thailand auch das perfekte Ziel für alle, die gern ohne Plan drauflosreisen, denn irgendwo unterkommen kann man aufgrund der Vielzahl an Unterkünften immer.

Mehr zu Preisen und Tipps zur Buchung erfährst du hier: Hotels und Unterkünfte in Thailand finden.

Inlandsflüge

Die wohl angenehmste Überraschung erleben Thailand-Neulinge bei der Buchung von Inlandsflügen, wenn man z.B. von Bangkok auf eine Insel oder in den Norden weiterreisen möchte. Diese Flüge sind nämlich unfassbar günstig.

So günstig, dass man sich erst einmal fragt, ob das denn mit rechten Dingen zugehen kann. Antwort: Ja, tut es. Du kannst vollkommen bedenkenlos mit den lokalen Billigairlines wie Air Asia oder Nok Air fliegen.

Ganz im Sinne des hohen thailändischen Dienstleistungsanspruchs bieten sie häufig nicht nur Flüge, sondern ganze Reisen an. Du kannst also bei der Buchung eines Fluges von Bangkok nach Koh Samui die Fähre nach Koh Phangan und den Transport zur Fähre gleich mit buchen und musst dich so um gar nix mehr kümmern. Cool, oder?

Flüge sind dabei schon ab 30 Euro pro Strecke zu haben. Inlandsflüge ab Bangkok werden übrigens meist nicht vom Suvarnabhumi Airport abgewickelt, sondern vom kleineren Don Mueang Airport. Von hier operieren Air Asia und andere Billigflieger.

Jede größere thailändische Stadt hat einen kleinen Airport, weshalb fliegen meist die bequemste und schnellste Form des Reisens ist. Hier kannst du mehr Wissenswertes zu Inlandsflügen in Thailand nachlesen.

Zugtickets, Bustickets, Fährtickets buchen

Noch günstiger reist du über Land und Wasser, und zwar mit Bus, Zug und Fähre. Es dauert wesentlich länger als Fliegen, aber es entschleunigt dadurch ungemein und man bekommt viele unvergessliche Eindrücke vom Land.

Zudem haben thailändische Reisebusse, zumindest wenn man einen Euro mehr ausgibt, jeden Komfort, den man sich vorstellen kann. Breite Sitze, Klimaanlage, Schlafposition und vieles mehr. Außerdem: Manchmal kommt man um eine Busfahrt auch gar nicht herum, denn nicht jeder Winkel des Landes wird angeflogen.

Bustickets gibt’s auch für lange Strecken, z.B. nach Chiang Mai, schon für unter 10 Euro. Hier haben wir alles Wichtige zum Thema Busfahren in Thailand zusammengefasst.

Ein ebenfalls sehr wichtiges Verkehrsmittel ist der Zug. Das Bahnnetz zieht sich durchs ganze Land, sowohl in den Süden als auch in den Norden sowie an die westliche und östliche Landesgrenze. Das Zentrum des Bahnnetzes ist Bangkok, genauer gesagt die Bang Sue Grand Station, von dort aus ziehen sich die Strecken sternenförmig durchs Land:

  • Die Northern Line bringt dich über Ayutthaya nach Chiang Mai
  • Die North Eastern Line verläuft über Udon Thani bis an die laotische Grenze. Ein zweiter Ast führt auch noch in den unbekannten Osten.
  • Die Eastern Line führt via Aranyaprathet zum Grenzbahnhof bei Kambodscha. Ein weiterer Ast führt nach Pattaya.
  • Die Southern Line steuert Hua Hin, Chumphon, Surat Thani und Hat Yai an und endet an der Grenze zu Malaysia. Ein zweiter Ast führt nach Kanchanaburi.

Zug fahren kann dabei extrem angenehm sein, wenn du in den modernen und klimatisierten Schlafwagen reist, oder extrem abenteuerlich, wenn du die dritte Klasse mit Holzbänken und offenen Fenstern buchst. Beide Varianten haben ihren Charme und am Ende des Tages ist es einfach Geschmacksache.

Tickets gibt’s online oder natürlich am Bahnhof – hüte dich aber vor Schleppern, die dir überteuerte Tickets, und dazu noch Hotels und Ausflüge andrehen wollen. Geh direkt zum Fahrkartenschalter und nie mit jemandem in seine „Reiseagentur“.

Möchtest du ab auf die Insel, kommst du meistens um eine Fahrt mit der Fähre nicht herum. Macht auch nichts, denn eine kleine Fahrt übers Wasser ist doch eigentlich immer ganz schön und bietet immer hübsche Fotomotive.

Zudem sind Fähren zwar teils sehr langsam, aber auch sehr günstig und bestens etabliert. Beliebte Fährverbindungen sind z.B. die von Phuket nach Koh Phi Phi, von Phuket nach Koh Lanta, oder die Verbindungen zwischen den Golfinseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao.

Wer auf Komfort verzichten kann und sich eine Nacht im Hotel sparen will, kann auch z.B. nach Koh Samui mit der Night Ferry fahren. Tickets gibt’s an jedem Fährhafen, bei jeder Travel Agency sowie online.

Tickets für Busse, Züge und Fähren online buchen:

Die besten Plattformen sind:

Auto oder Motorrad mieten

Wenn du es dir zutraust, kannst du dich auch als Fahrer in den thailändischen Verkehr stürzen. Aber beachte, dieser Verkehr ist nichts für Anfänger und hat mit unserer deutschen Straßenverkehrsordnung nichts zu tun.

Es gilt das Gesetz des Stärkeren oder Schnelleren, alles wuselt durcheinander, es wird wild gehupt und die Ampelfarbe wird eher als Empfehlung betrachtet. Nicht umsonst ist Thailand bei den Ländern mit den meisten Verkehrstoten vorne mit dabei. Trotzdem kann ein Roadtrip auch eine ganz wunderbare Erfahrung sein, ob mit dem Auto oder dem Motorrad.

Ein Auto oder Motorrad zu mieten, ist überhaupt kein Problem. Du benötigst lediglich ein Ausweisdokument und einen internationalen Führerschein, den du für 15 Euro bei jeder Führerscheinstelle bekommst. Das Mindestalter für die Vermietung hängt vom Anbieter ab.

Unter 21 Jahren ist es fast unmöglich, bist du 25 oder älter, ist es kein Problem. Empfohlen wird, sein Auto bei einem namhaften Autovermieter zu buchen, und nicht beim Privatmann um die Ecke. Und am Versicherungsschutz inklusive Notfallnummer sollte man ebenfalls nicht sparen.

Beachte bei deinem Roadtrip bitte, dass in Thailand Linksverkehr herrscht und gib unbedingt immer auf die allgegenwärtigen Roller Acht. Diese fahren bei Dunkelheit auch gern mal ohne Licht. Und wenn du nicht in die Fänge der Polizei geraten willst, halte dich stets ans Tempolimit und an andere Verkehrsregeln. Ausländer am Steuer sind ein gefundenes Fressen für korrupte Cops.

Inspiration: Sehenswürdigkeiten und Highlights

Nun hast du einen Überblick, was für die Organisation deiner Reise wichtig ist. Möchtest du direkt weitermachen und die Route plan? Dann kannst du hier weiterlesen:

Du möchtest deine Reise nicht selbst planen? Hier findet du attraktive Thailand-Rundreisen, die sich individuell anpassen lassen.

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