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Taxi fahren in Bangkok: Diese Tipps und Infos solltest du kennen!

Unzählige bunte Taxis prägen das Straßenbild in Thailands Hauptstadt. Die Taxipreise sind günstig, doch wenn du dich nicht auskennst, zahlst du schnell zu viel. In unserem Taxiguide findest du elementare Tipps rund um Kosten, Betrügereien, Taxameter und den Flughafen-Transfer.

Das Taxi gehört zu den beliebtesten Verkehrsmitteln in Bangkok, trotz des vielen Verkehrs. In der Innenstadt sind Skytrain und Metro (U-Bahn) aber meist schnellere Alternativen. Und in der Altstadt sind die Express-Boote günstiger und erlebnisreicher. Auch Bus fahren in Bangkok kann preiswert und einfach sein.

Doch vor allem nachts oder mit viel Gepäck führt oft kein Weg am Taxi vorbei. Deshalb haben wir alles Wissenswerte sowie nützliche Tipps rund ums Taxi fahren in Bangkok zusammengetragen.

Du möchtest nicht nur Bangkok, sondern das ganze Land entdecken? Dann schau doch mal auf unserem Thailand-Blog vorbei. Hier findest du jede Menge Tipps für deine Reise.

Du träumst von Thailand, möchtest aber nicht selbst planen? Kein Problem, bei uns findest du auch geführte Thailand-Rundreisen.

Taxis in Bangkok: Das Wichtigste im Überblick

  • Kosten: Taxis sind günstig, für 2 Personen kaum teurer als der Skytrain
  • Staugefahr: Zu Stoßzeiten versinken große Teile Bangkoks im Verkehrschaos
  • Sicherheit: Bangkok ist eine sehr sichere Stadt, das gilt auch für Taxis
  • Sprachbarriere: Etwas Vorbereitung hilft Missverständnisse zu vermeiden
  • Alternativen: Rideshares sind toller Ersatz, Tuk-Tuks und Motorräder eher nicht

Unterkunftstipp für deinen Aufenthalt in Bangkok:
Das beliebte Hotel Villa De Khaosan hat moderne Zimmer, einen Außenpool und eine Top-Lage. Sowohl der Königspalast, viele weitere berühmte Tempel als auch die Party-Meile Khao San Road sind zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen. Und auch zum Chao Phraya Fluss ist es nicht weit. Hier findest du das Hotel bei Booking.com und hier bei Agoda. Weitere Hoteltipps in verschiedenen Preisklassen sowie Empfehlungen für Touren und alles Wissenswerte zur Anreise findest du am Ende des Artikels.

Tipps zum Taxi fahren in Bangkok

Grundsätzliches

Auf Bangkoks Straßen sind mehr als 80.000 Taxis unterwegs. Hinzu kommen über 70.000 Motorrad-Taxis und rund 10.000 Tuk-Tuks. In einer Stadt, in der die meisten Menschen kein eigenes Auto besitzen, sind diese Fortbewegungsmittel sehr beliebt.

Auch du wirst bei deiner Reise nach Bangkok sicher irgendwann ein Taxi nehmen. Verglichen mit europäischen Großstädten sind die Preise sehr günstig. Prüfe trotzdem vor einer Taxifahrt, ob der öffentliche Nahverkehr eine bessere Wahl ist. Beachte, dass das Taxi fahren in Bangkok vor allem im Berufsverkehr am Morgen und ab dem späten Nachmittag sehr langsam sein kann.

In den sozialen Netzwerken berichten außerdem viele Reisende von negativen Erlebnissen mit Taxifahrern. Die meisten Fahrer sind zwar ehrlich, aber die wenigen schwarzen Schafe warten gezielt auf Reisende in touristischen Gegenden. So entsteht leider der Eindruck, alle Taxifahrer wären Betrüger.

Auch die Sprachbarriere bereitet Probleme. Viele Taxifahrer sprechen kaum Englisch. Zudem kennen die Fahrer in dieser riesigen Stadt natürlich nicht jede Adresse. Merke dir daher bekannte Hotels, Sehenswürdigkeiten oder am besten Tempel in der Nähe, die du dem Taxifahrer als Orientierungspunkt nennen kannst. Ideal ist es, wenn du die passende Seitenstraße auf Thai aussprechen kannst, z. B. Sukhumvit Soi 55 (Ha-sip-ha).

Es kann hilfreich sein, den Zielort in einer Karten-App auf dem Smartphone aufzurufen und dem Fahrer zu zeigen. Das funktioniert aber nur, wenn der Name in thailändischen Buchstaben angezeigt wird oder wenn in der App Fotos deines Ziels zu sehen sind. Suche ansonsten gezielt nach dem Namen in thailändischer Schrift in einer Suchmaschine. Auch eine Übersetzungs-App kann bei der Vorbereitung helfen.

Wenn dir das alles zu stressig ist, sind Rideshare-Apps wie Grab oder Bolt vielleicht eine gute Alternative. Es schadet zumindest nicht, eine entsprechende App als Ass im Ärmel zu installieren, für den Fall, dass es mit den Taxis einfach nicht klappt. Zu den Rideshare-Apps später mehr.

Kosten, Taxipreis, Gebühren

Der für europäische Verhältnisse sehr günstige Taxipreis setzt sich aus einer Grundgebühr von etwa einem Euro und einem Preis pro Kilometer zusammen. Wenn das Taxi an der Ampel steht oder im Stau nur sehr langsam vorwärtskommt, kostet das außerdem jede Minute extra.

Tabelle der Taxigebühren

Grundgebühr: 35 Baht
weniger als 6 km/h Fahrgeschwindigkeit: 2 Baht pro Minute

Entfernung Preis pro Kilometer
1-10 Kilometer 5,5 Baht pro Kilometer
10-20 6,50 Baht pro Kilometer
20-40 7,50 Baht pro Kilometer
40-60 8 Baht pro Kilometer
60-80 9 Baht pro Kilometer
80+ 10,50 Baht pro Kilometer

Eine gute Faustregel ist, die Entfernung zum Ziel in Kilometern mit zehn Baht zu multiplizieren. Acht Kilometer Fahrdistanz kosten demnach etwa 80 Baht (ca. zwei Euro). Damit überschätzt du die tatsächlichen Taxikosten meistens ein wenig, hast aber die richtige Größenordnung im Kopf.

Bestehe immer auf das Einschalten des Taxameters. Die meisten Fahrer schalten es sofort ein, wenn du einsteigst. Wenn der Fahrer über den Preis diskutieren will, steige erst gar nicht ein oder steige sofort wieder aus. Ein Festpreis ist immer zu deinem Nachteil und oft um ein Vielfaches teurer. Nur bei weiten Fahrten in Nachbarprovinzen musst du dich eventuell auf einen Festpreis einlassen, da der Taxifahrer die Fahrt sonst möglicherweise nicht annimmt.

Eigentlich ist es illegal, das Taxameter zu verweigern. Wenn der Fahrer trotzdem auf einem Festpreis beharrt, könntest du ein Foto von der Fahrerlizenz machen, die vorne links hinter der Windschutzscheibe hängt, und die Touristenpolizei (1155) anrufen. Wir würden davon jedoch abraten. Es lohnt sich nicht, sich wegen so einer Kleinigkeit aufzuregen, und das nächste Taxi kommt oft eine Minute später.

Welches Taxi soll ich nehmen?

Freie Taxis erkennst du an der rot oder grün leuchtenden Schrift auf der Vorderseite links. Moderne Taxis haben zusätzlich einen LED-Anzeiger auf dem Dach. Dieser signalisiert, ob das Taxi „besetzt” ist, oder zeigt einen Smiley, wenn nicht. Freie Taxis halten fast immer an, wenn du per Handzeichen signalisierst, dass du mitfahren möchtest; besetzte Taxis natürlich nicht.

Um Diskussionen über das Taxameter zu vermeiden, solltest du möglichst fahrende Taxis heranwinken. Vor Hotels oder Sehenswürdigkeiten wartende Taxis machen dagegen fast immer Probleme. Manchmal musst du erst ein paar Schritte bis zur Hauptstraße laufen, um den lauernden Taxifahrern zu entgehen.

Um zusätzliche Kosten und Verzögerungen zu vermeiden, stelle dich gleich auf die richtige Straßenseite (Linksverkehr). Ansonsten muss das Taxi erst zum nächsten U-Turn fahren und den gleichen Weg zurücklegen. Wenn weit und breit kein Fußgängerüberweg zu sehen ist, hast du allerdings keine andere Wahl.

Am höflichsten ist es, das Taxi nur mit einer Hand heranzuwinken, während der Arm ausgestreckt bleibt. Ausländern verzeiht man aber auch, wenn sie eine wild gestikulierende Vollkörperakrobatik am Straßenrand vorführen, um das Taxi herbeizutanzen.

Taxi-Alternativen

Rideshares: Grab, Lineman, Bolt und inDriver

Den Rideshare-Dienst Uber kennt bei uns jeder. Den südostasiatischen Markt hat das Unternehmen hingegen vor einigen Jahren verlassen. Die Alternativen Grab, Lineman, Bolt und inDriver funktionieren ganz genauso: Über eine App auf dem Smartphone bestellst du einen Fahrer zu deinem aktuellen Standort. Manchmal sind es Privatleute mit ihrem Auto, manchmal aber auch normale Taxis. Teilweise kannst du sogar Motorradfahrer mieten, was etwas günstiger ist. Gegen einen Aufpreis kannst du auch ein größeres Auto für mehr Komfort mieten.

Ridesharing hat einige Vorteile, insbesondere die vereinfachte Kommunikation: Du kannst ohne Verständigungsprobleme dein Ziel eingeben. Außerdem zeigt dir die App sofort die Fahrtkosten an, sodass es zu keinen Feilschereien kommt. Wenn der Fahrer eintrifft, ist alles geklärt und es kann losgehen. Der Fahrer holt dich auch in Seitenstraßen ab, in denen normale Taxis nie auftauchen. Sogar eine Zahlung per Kreditkarte ist bei Grab und Lineman möglich, alternativ kannst du auch mit Bargeld bezahlen.

Dieser zusätzliche Komfort kostet allerdings extra. Ein normales Taxi von der Straße ist in Bangkok immer billiger als ein Rideshare. Ein weiterer Nachteil ist die geringere Anzahl an Fahrern. Ein normales Taxi ist meistens schneller zur Stelle. Grab und Lineman sind die Platzhirsche mit den meisten Fahrern und den höchsten Preisen. Bolt ist billiger, hat aber weniger Fahrer. InDriver lässt dich selbst ein Preisangebot machen und hat die wenigsten Fahrer.

Bangkok: Taxi oder Tuk-Tuk?

Die Taxis verdrängen die Tuk-Tuks zunehmend aus dem Stadtbild. Inzwischen gibt es deutlich mehr Taxis. Die meisten Tuk-Tuks im Stadtzentrum sehen sich gar nicht mehr als „Taxi light”, sondern haben sich auf die Unterhaltung von Touristen spezialisiert. Für viele Reisende gehört eine Fahrt mit dem ikonischen Zweitakter zu einem Bangkok-Besuch einfach dazu.

Abgesehen vom Erlebnisfaktor spricht jedoch alles gegen das Tuk-Tuk: Es ist immer teurer, da Touristen einen hohen Festpreis bezahlen. Anstatt in einem klimatisierten Taxi zu sitzen, brütest du in der Hitze, bist dem Verkehrslärm ausgesetzt und wirst von Abgasen umnebelt. Theoretisch kann das Tuk-Tuk in engen Gassen und im Stau schneller sein. Die dafür nötige Fahrweise sorgt aber garantiert für einen Adrenalinkick.

Am besten siehst du Tuk-Tuks in Bangkok also als Erlebnis und nicht als Transportmittel. Am meisten Sinn macht eine Tuk-Tuk-Fahrt in der Altstadt. Dort ist der Verkehr nicht so schlimm und es gibt links und rechts etwas zu sehen.

Motorrad-Taxis: Nur für die letzte Meile

In Bangkok gibt es fast so viele Motorrad- wie Auto-Taxis. Die Fahrer sind an ihren orangen Westen erkennbar und warten an festen Ecken an Kreuzungen, zu denen sie nach einer Fahrt zurückkehren. Wenn du zu einem Stand gehst, wird dich der erste Fahrer in der Schlange fragen, wohin du willst. Auch Fahrer, die gerade auf der Straße auf dem Rückweg von einem Auftrag sind, kannst du heranwinken.

Die sogenannten „Motosai” fahren zu Festpreisen von etwa 10 Baht pro Kilometer. An den Ständen hängt eine Liste der Fahrpreise für bestimmte Ziele, allerdings nur auf Thai. Trotzdem werden diese Preise fast immer respektiert und du musst nicht verhandeln. Da die „Motosai” nur für die letzte Meile gedacht sind, zahlst du meistens nur 20 Baht für eine Fahrt, höchstens 30 oder 40 Baht. Erkundige dich unbedingt vor der Fahrt nach dem Preis.

Gerade wenn du allein unterwegs bist, ist das Motosai eine günstige Alternative zum Taxi. Die Motorräder kommen in engen Seitenstraßen besser zurecht, und die Fahrer kennen oft Abkürzungen – beispielsweise durch Parkhäuser. Allerdings bekommst du keinen Helm und die Fahrweise ist schon gewöhnungsbedürftig. Für kurze Strecken in kleinen, verkehrsberuhigten Seitenstraßen ist das in Ordnung. Wir würden jedoch davon abraten, ein Motosai für eine halbstündige Fahrt quer durch die Stadt zu mieten. Das ist zwar möglich, aber da ist das Taxi die bessere Alternative.

Bangkok: Mit dem Taxi zum Flughafen

Die meisten Touristen nutzen für die Fahrt zu einem der beiden Flughäfen – Don Mueang oder Suvarnabhumi – ein Taxi. Das ist meistens auch am bequemsten. Mit dem Taxi zahlst du je nach Strecke zwischen 200 und 400 Baht.

Wenn du zum Suvarnabhumi International Airport möchtest, bietet sich dir als kostengünstige Alternative auch der Airport Rail Link an. Die schnelle Bahn-Verbindung kostet dich maximal 45 Baht. Allerdings musst du erst zum Airport Rail Link anreisen.

Auch zum Don Mueang International Airport gibt es mittlerweile einen Skytrain, die sogenannte Red Line. Hier kostet die Fahrt sogar nur 20 Baht. Du musst aber erst mit der MRT zum Bang Sue Hauptbahnhof fahren und dort in die Red Line einsteigen.

Bangkok: Mit dem Taxi vom Flughafen in die Innenstadt

Wenn du ein Taxi vom Flughafen nehmen willst, geht das nur über ein Ticket-System. Ziehe einen Zettel am Automaten und begib dich zum Taxistand mit deiner Nummer. Dieser Service kostet 50 Baht Flughafenzuschlag, den du zusätzlich zum Taxameterpreis bezahlen musst.

Falls dein Taxi über den kostenpflichtigen Expressway fährt, musst du die 50 Baht Mautgebühr pro Abschnitt zahlen. Der Fahrer fragt dich üblicherweise vorher, ob du die Mautstraße nehmen willst. Tagsüber ist das oft eine gute Idee, nachts meistens unnötig. Einige Taxis zahlen kontaktlos an der Mautstelle, andere bar. Manche Taxifahrer wollen das Geld dafür sofort, manche erst am Ende der Fahrt. Innerhalb der Stadtgrenzen bleibt es fast immer bei 50 Baht Gesamtmaut, vom Flughafen werden es aber 100 Baht.

Der Taxifahrer kann außerdem eine Gepäckgebühr zwischen 20 Baht und 100 Baht für Fahrten zum oder vom Flughafen berechnen. Für jedes Gepäckstück mit einer Länge oder Breite von mehr als 58 cm wird ein Aufpreis von 20 Baht erhoben. Bei 127 cm Übergröße beträgt die Gebühr 100 Baht. Nicht kostenpflichtig sind bis zu drei kleine Handgepäckstücke und Rollstühle oder Ähnliches.

Hier findest du alternative Möglichkeiten, wie du vom Flughafen Suvarnabhumi in die Innenstadt kommst, wie beispielsweise vorab gebuchte private Flughafen-Transfers.

Sicherheit und Betrügereien

Bangkok: Ist Taxi fahren sicher?

Taxifahrer in Bangkok müssen ihre Lizenz mit Foto und Namen vorne links an der Scheibe befestigen. Während der Fahrt kannst du alle Angaben lesen. Allerdings kann es gut sein, dass die Lizenz einem anderen Taxifahrer gehört. An der Innenseite der Tür hinter dem Beifahrersitz ist außerdem eine Kopie des Nummernschilds angebracht. Falls es zu Schwierigkeiten kommt, kannst du davon ein Foto machen, um das Taxi später zu identifizieren.

Die Taxi-Beschwerde-Hotline erreichst du unter der Telefonnummer 1584, die Tourist-Police unter 1155. Zudem gibt es eine App, mit der du den QR-Code der Lizenz scannen kannst. Du hast also einige Möglichkeiten, gegen Abzocke vorzugehen – das wissen selbstverständlich auch die Fahrer. Oft reicht es aus, bei Problemen darauf hinzuweisen. Der beste Weg, einen Streit mit einem Taxifahrer zu vermeiden, ist es jedoch, gar nicht erst zu streiten.

Die größten Gefahren bei Taxis sind die normalen Risiken im Stadtverkehr von Bangkok. Steige am Straßenrand nie auf der Fahrerseite aus. Selbst auf der Beifahrerseite musst du darauf achten, ob nicht gerade ein Moped kommt. Auch in Thailand gibt es eine Art TÜV. Es kommt selten vor, dass Taxis unsicher aussehen.

Ein abschließender Tipp: Vergiss besser keine Sachen im Auto. Die Chancen, dass du das Taxi oder der Fahrer dich wiederfindet, sind nahezu aussichtslos.

Bangkok: mit dem Taxi zum Schneider

Es gibt Taxifahrer, die ganz eigene Vorstellungen von deinem Reiseziel haben. Meist sprechen sie sehr gut Englisch und berichten dir von erstklassigen Schneidern, Reisebüros oder Juweliergeschäften. Ohne weitere Kosten würden sie dich gerne dorthin bringen (only looking!). Diese Fahrer erhalten von den Geschäften eine Provision für jeden Kunden, den sie dorthin bringen. Im Laden wirst du dann massiv unter Druck gesetzt, etwas zu kaufen.

Wenn du als Mann allein unterwegs bist, kann es dir im Taxi hin und wieder passieren, dass du mit ganz anderen Angeboten konfrontiert wirst. Plötzlich geht es dann um „beautiful girls” oder „body-to-body-Massagen” oder gar die berühmt-berüchtigte „Ping-Pong-Show”, untermalt von einem Schnalzen mit der Zunge. Auch hier erhofft sich der Fahrer eine Provision. Lehne solche Angebote am besten ab.

Die Tricks der Taxifahrer

Wie gesagt: Die meisten Taxifahrer in Bangkok machen einen sehr guten Job. Es gibt aber einige schwarze Schafe, die rund um Touristengebiete geballt auftreten. Die meisten Tricks umgehst du, indem du stehende Taxis in der Nähe touristischer Attraktionen und Hotels meidest und darauf bestehst, dass das Taxameter benutzt wird.

Einige weitere Betrugsmaschen sind:

  • Taxifahrer-Öffnungszeiten: Dein Fahrziel soll heute geschlossen sein oder es gibt angeblich eine viel bessere Alternative. Wenn du darauf eingehst, landest du wahrscheinlich beim Schneider und beim Juwelier, siehe oben.
  • Taxi-Verkaufsgespräch: Immer dann, wenn der Taxifahrer dir ein Gespräch in verständlichem Englisch aufdrückt, ist Vorsicht geboten. Das gilt besonders dann, wenn er irgendeinen Freund hat, der irgendwas verkauft oder vermitteln kann. Fragen, wo du herkommst und welche deine Lieblings-Fußballmannschaft ist, sind natürlich harmlos.
  • Umwege sind auch Wege: Im Zeitalter von Smartphones kannst du die Route nachvollziehen und absichtliche Umwege gibt es eigentlich kaum noch. Wenn das Taxi aber partout nicht in die richtige Richtung fährt, sprich den Fahrer darauf an. Vielleicht hat er dich auch falsch verstanden.

Natürlich kannst du Taxifahrer bei der Hotline und über die App anschwärzen oder die Touristenpolizei rufen. Doch überleg dir gut, ob sich der Aufwand lohnt. Um welche Summe geht es überhaupt? Oder geht es nur ums Prinzip? Denke dabei auch an die wertvolle Urlaubszeit, die du so verlierst.

Fragen und Antworten rund ums Taxifahren in Bangkok

Bangkok: Warum nimmt das Taxi mich nicht mit?

Eigentlich gibt es in Bangkok eine Beförderungspflicht. Aber genauso wie bei der Taxameter-Pflicht sehen nicht alle Taxifahrer das so genau. Es kommt leider immer wieder vor, dass ein freies Taxi trotz Herbeiwinkens einfach an einem vorbeifährt. Vielleicht hat der Taxifahrer dich nicht gesehen, es kann aber auch andere Gründe haben.

Viele Taxifahrer sprechen kein Englisch, und diese Sprachbarriere kann abschreckend wirken. Es kann aber auch sein, dass du an einer zu gefährlichen Stelle wartest oder es für einen Spurwechsel zu spät ist. Warte möglichst an einer übersichtlichen Stelle, an der du Taxis schon von weitem sehen kannst, und winke so früh wie möglich. Gut geeignet sind zum Beispiel Bushaltestellen oder Einfahrten.

Dass Taxifahrer dich nicht zu einem bestimmten Ziel bringen wollen, kommt eigentlich kaum noch vor. Falls doch, warte einfach auf das nächste Taxi. Es lohnt sich nicht, sich darüber aufzuregen.

Mit Bargeld/Kreditkarte zahlen?

Am Ende deiner Fahrt wird der auf dem Taxameter angezeigte Betrag fällig. Halte das Geld am besten bereits vor dem Ziel bereit, um Zeit zu sparen und nicht lange gefährlich am Straßenrand zu parken.

Wenn das Taxi über den Expressway gefahren ist, werden die dort gezahlten Gebühren noch auf den Preis aufgeschlagen. In der Regel streckt der Taxifahrer diesen Betrag an den Kontrollpunkten vor. Einige Fahrer wollen das Geld jedoch bereits an den Mautstellen von dir. Beides ist in Ordnung.

Versuche, möglichst passend mit kleinen Scheinen zu zahlen. Einen Hunderter können Taxifahrer in der Regel wechseln, einen Fünfhunderter oder gar Tausender jedoch nur selten. Im Seven-Eleven bekommst du zur Not immer Kleingeld.

Anders als zum Beispiel in Singapur kannst du in Bangkok in Taxis derzeit nur bar bezahlen. Eine Kreditkartenzahlung ist nicht möglich.

Bekomme ich eine Quittung?

In den meisten Taxis ist es nicht möglich, eine Quittung zu erhalten.

Bangkok: Trinkgeld im Taxi?

Bei Thais ist es üblich, den Betrag auf den nächsten 5er- oder 10er-Schritt aufzurunden. Vermeide es besser, ein großes Trinkgeld zu geben, außer du warst aus einem bestimmten Grund wirklich zufrieden mit dem Service. Obwohl das nett gemeint ist, reißt eine solche Praxis schnell ein und irgendwann erwarten Taxifahrer, dass Touristen extra Trinkgeld zahlen.

Bangkok: Wie viele Passagiere passen in ein Taxi?

Das Standard-Taxi hat neben dem Fahrersitz noch vier weitere Plätze, nämlich den Beifahrersitz und die Rückbank. Allerdings ist im Kofferraum meist wenig Platz, da sich dort der Gastank befindet. Bei mehr als drei Personen mit Gepäck wird es daher sehr unbequem.

Gibt es Großraumtaxis?

Am Flughafen stehen auch einige größere Taxis, die jedoch etwas teurer sind. Bei viel Gepäck (z.B. Reisen mit Kindern) kommt evtl. ein Limousinen-Service als Alternative in Betracht.

In der Stadt sind größere Taxen sehr selten. Ab und zu findest du sie an großen Shopping Malls.

Bangkok: Was bedeuten die Farben der Taxis?

Während Taxis in den meisten Ländern eine einheitliche Farbe haben, sind die Autos in Bangkok bunt gemischt. Mal ist das Taxi pink, mal orange, mal blau, mal gelb-grün, rot-weiß oder knallgrün. Die Farben bedeuten aber nichts, die Preise sind in allen Taxis gleich.

Taxi nachts/früh am Morgen

Auch nachts oder am frühen Morgen ist es kein Problem, entlang der Hauptverkehrsadern ein Taxi zu bekommen. Wenn du etwas abseits oder tief in dunklen Nebenstraßen wohnst, bittest du die Leute in deinem Hotel am Abend vorher, dass sie dir ein Taxi zur gewünschten Uhrzeit bestellen.

Weite Strecken

Die touristischen Ziele im erweiterten Umland von Bangkok erreichst du zum Beispiel mit dem Bus oder der Bahn. Doch auch eine Taxifahrt nach Ayutthaya (80 Kilometer), Hua Hin (200 Kilometer) oder Pattaya (150 Kilometer) ist möglich. Die Preise sind Verhandlungssache. Hier geht es dann um Festpreise. Für Ayutthaya solltest du rund 800 Baht rechnen, Pattaya ab 1.200 und Hua Hin ab 1.800 Baht.

Das sind zumindest die Preise, die ich in Erfahrung bringen konnte. Solltest du andere Erfahrungswerte haben, freuen wir uns über ein kurzes Feedback.

Taxi fahren in Bangkok – was hast du erlebt?

Hotels & Touren

Zum Abschluss noch ein paar Tipps für deine Anreise und deinen Aufenthalt in Bangkok.

 

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