Update Dezember 2018: Geld abheben auf Reisen – was ist die beste Kreditkarte für Thailand und Südostasien?

Du suchst die optimale Kreditkarte für deine Reisen? Hier erfährst du, mit welchen Anbietern du im Ausland weiterhin viel Geld sparen kannst. Ich habe die Kreditkarten miteinander verglichen und zeige dir, mit welchen Karten du außerhalb Europas kostenlos Geldabheben und in Fremdwährung bezahlen kannst. Und natürlich auch, wer dir die Fremdgebühren der einheimischen Banken erstattet.

Lange vorbei sind zum Glück die Zeiten, in denen du dir Gedanken machen musstest, wie Traveller-Schecks funktionieren und wie viel Bargeld du mit auf deine Reise nehmen musst. Mit Myanmar hat schon vor einiger Zeit auch das letzte südostasiatische Land Geldautomaten eingeführt. In anderen Staaten wie Thailand oder Vietnam gibt es bereits seit vielen Jahren eine gute Abdeckung.

Dementsprechend kann dir, wenn du deinen Reisepass und eine Kreditkarte dabei hast, unterwegs nicht mehr viel passieren.

Auf Grundlage meiner Erfahrungen sowie intensiver Recherche ist dieser umfangreiche Beitrag entstanden. Wenn dir gerade die Zeit fehlt, ihn komplett zu lesen, hier eine kurze Zusammenfassung:

Die wichtigsten Infos zu Reisekreditkarten auf einen Blick

  • Mit der Wahl der richtigen Kreditkarte kannst du bei deinen Reisen weiterhin viel Geld sparen.
  • Die Fremdgebühren von bis zu 5,- Euro pro Abhebung, die beispielsweise an Geldautomaten in Thailand oder auf den Philippinen anfallen, werden seit 2016 von den Banken comdirect und DKB nicht mehr erstattet.
  • Derzeit erhältst du diese Fremdgebühren nur noch mit der 1plus Visa Card von Santander zurück. Sie ist damit die einzige Karte, mit der für dich wirklich in keinem Land der Welt durch das Abheben von Bargeld Kosten entstehen.
  • Zudem ist mit der Santander-Kreditkarte auch ein gebührenfreies Bezahlen in Fremdwährung möglich, was nur wenige andere kostenfreie Kreditkarten ermöglichen (zum Beispiel wenn du Hotels, Flüge, Touren etc. außerhalb Europas in Landeswährung bezahlst).
  • Angestellte können die Santander-Kreditkarte beantragen. Oft fordert die Bank dabei die Gehaltsnachweise der letzten drei Monate ein. Es gibt jedoch noch keine verbindliche Aussage, in welchem Fall Azubis und Studenten die Karte bekommen. Die Santander-Kreditkarte ist auch für Studenten erhältlich und kann grundsätzlich auch an Selbstständige herausgegeben werden.

Für den Fall, dass du auch ein Girokonto benötigst oder dein Antrag bei Santander abgelehnt wird, gibt es weitere attraktive Angebote:

  • Wenn du kein Girokonto brauchst, sondern nur eine gute Kreditkarte, bietet die im August 2018 neu eingeführte Barclaycard Visa das beste Angebot. Du kannst damit weltweit kostenfrei Bargeld abheben und weltweit kostenfrei in Fremdwährungen bezahlen. Die Jahresgebühr für die Karte beträgt 0,- Euro. Lediglich die in wenigen Ländern fälligen Fremdgebühren werden nicht erstattet. (Aktuell gibt es auch noch 25,- Euro Startguthaben. Die Bedingungen dafür sind auf der Barclaycard-Seite beschrieben)
  • Wenn du auch ein kostenloses Girokonto benötigst, empfehle ich dir die beliebte Kreditkarte der DKB, die aufgrund des attraktiven Gesamtpakets sowohl für Reisen als auch den Alltag zu Hause interessant ist. Jedoch seit 2017 nur noch dann, wenn du das Konto “aktiv” nutzt. Damit ist gemeint, dass darauf mindestens Eingänge von 700,- Euro pro Monat zu verzeichnen sind. Wenn du diese Anforderung erfüllst, kannst du auf Reisen kostenlos in Fremdwährung bezahlen und Geld abheben (bis auf die Fremdgebühren). Update Mai 2018: Ab sofort bietet die DKB bei diesem Konto besondere Angebote für Studenten an (ISIC-Studentenausweis mit vielen Vorteilen).
  • Wenn du ein Girokonto benötigst, auf dem du beispielsweise Geld für deine Reisen sparst, das aber viele Monate im Jahr unbenutzt bleibt, ist comdirect die bessere Wahl. Mit dieser Karte kannst du weltweit kostenfrei Bargeld abheben und du hast ein kostenloses Girokonto ohne Verpflichtungen. Hier empfehle ich jedoch zusätzlich die Kreditkarte von Santander oder die Barclaycard Visa, damit du auch in Fremdwährung kostenfrei bezahlen kannst (in Restaurants, Hotels, etc.).
    Grundsätzlich ist der Einsatz mehrerer Kreditkarten ratsam. Weiter unten nenne ich weitere interessante Kreditkarten.

Tipps und Infos zu Kreditkarten auf Reisen

Der nachfolgende Artikel ist recht lang. Wenn du dich mit Themen wie Fremdgebühren, Fremdwährung etc. schon auskennst und dich hier nur auf den aktuellen Stand bringen möchtest, kannst du direkt über das Inhaltsverzeichnis zu den Vor- und nachteilen der einzelnen Karten springen.

Wofür brauche ich überhaupt eine Kreditkarte?

Folgende Tätigkeiten kannst du mit einer Kreditkarte Zuhause und unterwegs in der Welt erledigen:

An Geldautomaten:

  • Bargeld abheben

Im Internet:

  • Flüge, Zimmer, Touren buchen und bezahlen. Dasselbe gilt für eVisa-Anträge.
  • Reservierungen vornehmen (oft wird die Kartenummer nur als Sicherheit benötigt)

In Hotels, Restaurants, Geschäften, Autovermietungen, etc.:

  • Rechnungen bezahlen
  • Sicherheiten hinterlegen (so werden zum Beispiel bei der Miete eines Autos und an Rezeptionen von teuren Hotels die Kreditkartendaten eingelesen)

Was ist der Unterschied zu einer EC-Karte?

Mit der EC-Karte kannst du im Gegensatz zur Kreditkarte auf vielen Seiten im Internet nicht bezahlen oder Buchungen vornehmen. Bei Reisen durch Südostasien kannst du sie zudem nicht nutzen, um zum Beispiel im Hotel oder Supermarkt an der Kasse zu bezahlen.

Mit EC-Karten mit Maestro- oder Cirrus-Symbol kannst du allerdings an Geldautomaten (ATM) Bargeld abheben. Dafür werden jedoch hohe Gebühren durch deine Bank berechnet. Karten mit V-Pay-Symbol sind in Südostasien nutzlos. Das Zahlungssystem wird dort nicht akzeptiert.

Eine oder mehrere Kreditkarten mitnehmen?

Ich nehme immer zwei Kreditkarten von verschiedenen Anbietern mit auf eine Reise. Es kann immer mal passieren, dass es beim Geld abheben zu Problemen kommt. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Mal wird eine Karte nicht akzeptiert, mal ist der Automat kaputt. Es kann aber auch sein, dass es ein Problem mit deinem Konto gibt. Vielleicht hast du eine Abbuchung vergessen und jetzt deinen Kreditrahmen ausgeschöpft. Oder deine Karte wurde aufgrund verdächtiger Kontobewegungen gesperrt. Dann ist es von Vorteil, wenn du noch eine zweite Option hast.

Übrigens: Für den Notfall habe ich auch immer noch 150,- Euro in bar dabei, die ich wechseln kann, wenn es keine Möglichkeit mehr gibt, Geld abzuheben. Das ist aber in all den Jahren noch nie passiert.

Visa, Mastercard oder American Express in Südostasien?

Sowohl Visa als auch Mastercard sind in Südostasien weit verbreitet und haben ein dichtes Netz an Akzeptanzstellen. Weniger gut ist die Verbreitung bei Amex und Diner´s Club.

Bei allen gängigen Hotel- und Flugbuchungsportalen ist eine Zahlung mit Visa oder Mastercard möglich.

Auf welche Kosten muss ich bei der Wahl einer Kreditkarte achten?

Für die Wahl deiner Kreditkarte solltest du dir ein wenig Zeit nehmen. Denn Kosten lauern überall. Je nach Anbieter können das u.a. sein:

  • Ausstellungsgebühren für die Konto-Eröffnung
  • Erstellungskosten für die Kreditkarte
  • Kontoführungsgebühren (oft wird ein monatlicher Mindesteingang gefordert, um diese zu umgehen)
  • Gebühren für Zahlungen in einer Fremdwährung
  • Gebühren für Bargeld-Abhebungen
  • Fremdgebühren am Geldautomaten

Die Santander-Kreditkarte ist derzeit die Einzige, bei der keine dieser Gebühren anfallen und die Fremdgebühren erstattet werden.

Jahresbeitrag

Viele Anbieter von Kreditkarten berechnen, spätestens ab dem 2. Jahr, Gebühren von bis zu 100,- Euro und mehr für die jährliche Nutzung ihrer Karte. Doch es gibt auch eine ganze Reihe Anbieter, die ihre Karten kostenlos anbieten. Um diese zu vergleichen, solltest du einen Blick auf die folgenden Punkte werfen.

Abhebegebühren

Viele Anbieter von Kreditkarten berechnen dir Gebühren, wenn du im außereuropäischen Ausland Bargeld am Automaten ziehst. Die Höhe orientiert sich am abgehobenen Betrag. Hier ein paar Beispiele, was große deutsche Banken für das Geldabheben, beispielsweise in Thailand, berechnen (jeweils auf den Gesamtbetrag bezogen):

  • Deutsche Bank: bis zu 1,75 %
  • Sparkasse: bis zu 3,5 %
  • Postbank: bis zu 1,85 %
  • Commerzbank: bis 3,5 %

Bei den Kreditkarten, die ich unter Punkt 6 vorstelle, ist das Geldabheben hingegen weltweit kostenlos!

Fremdgebühren in Südostasien

Unabhängig davon, ob dir deine Bank für Geldabhebungen außerhalb Europas Gebühren berechnet, kommt es in einigen Ländern vor, dass die Betreiber der Geldautomaten dir eine zusätzliche Gebühr berechnen.

Beispiel:
Du hebst 5.000 Baht (ca. 128,87 Euro) an einem Geldautomaten in Bangkok ab. Die thailändische Bank berechnet dir für diese Abhebung zusätzlich 180 bis 220 Baht (das sind ca. 4,74 bis 5,79 Euro).

Die Gebühren sind unabhängig davon, wie hoch der Betrag ist, den du abhebst. Und sie werden bei jeder weiteren Abhebung erneut fällig! Selbst wenn von deiner Bank keine Kosten hinzukommen, ist das schon ein ganzer Haufen Geld. Wenn du in einem dreiwöchigen Urlaub alle drei Tage Geld abhebst, kommen da schon rund 25 Euro zusammen.

Die einzige Bank, die dir diese Summe auf Antrag künftig noch erstattet, ist die Santander Bank. Die comdirect Bank hat diese aus Kulanz getätigten Zahlungen am 15.2.2016 eingestellt, die DKB am 01.06.2016.

In folgenden Ländern Südostasiens wird zusätzlich eine Fremdgebühr pro Abhebung erhoben:

  • Kambodscha 4 – 5 US-Dollar (3,34 € – 4,17 €)
  • Laos 20.000 – 40.000 KIP (2,01 € – 4,01 €)
  • Myanmar: 5.000 Kyat (3,09 €)
  • Philippinen 200 PHP (3,23 €)
  • Thailand 180 – 220 Baht (4,74 € – 5,79 €)
  • Vietnam: 20.000 – 50.000 Dong (0,73 € – 1,83 €)

Hinweise:

  • Wechselkurse vom 06.05.2018
  • Es gibt in einigen Ländern vereinzelte Banken in den genannten Ländern, an deren Automaten das Geldabheben kostenlos ist.

Zahlung in Fremdwährung

Die meisten Banken berechnen dir eine zusätzliche Gebühr für den Auslandseinsatz, wenn du nicht in Euro, sondern in jeweiligen Landeswährung (»Fremdwährung«) bezahlst.

Beispiel:
Die Rechnung für dein Hotel in Thailand oder deinen Tauchkurs in Indonesien zahlst du mit Kreditkarte. Der Betrag wird in der Landeswährung »Baht« bzw. »Rupie« ausgewiesen. In diesem Fall musst du bei fast allen Banken Gebühren zwischen 1,5 und 2 Prozent des Rechnungsbetrags bezahlen.

Ausnahmen bilden u.a. Santander, die DKB und Barclaycard (siehe unten).

Welche Kreditkarte ist die beste für Thailand und andere Länder in Südostasien

Ausschlaggebend für »am besten« ist in diesem Fall für mich die sofortige Kostenvermeidung. Es gibt Kreditkarten, mit denen du an Bonusprogrammen teilnimmst oder Vergünstigungen erhältst. Darauf gehe ich in Punkt 9 ein.

Nachfolgend geht es aber darum, wie du sofort Geld sparen und Gebühren vermeiden kannst. In dieser Frage war hier die Visakarte der DKB lange das Nonplusultra. Doch seit die Fremdgebühren nicht mehr erstattet werden, lohnt sich ein zusätzlicher Blick auf andere Karten. Neben der DKB sind das die Kreditkarten von Santander, comdirect, N26 und Barclay.

Vor- und Nachteile der einzelnen Kreditkarten

Santander 1plus VISA Card

Vorteile:

  • keine Jahresgebühr
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben.
  • Fremdgebühren werden dem Karteninhaber auf Antrag erstattet.
  • weltweit ohne Gebühr in Fremdwährungen (Landeswährungen) bezahlen.
  • 1 % Rabatt beim Tanken weltweit (sofern mir der Santander Visa Card bezahlt wurde, maximal 400 Euro Umsatz im Monat)
  • Du kannst dein bestehendes Girokonto für die Abbuchungen nutzen.

Nachteile:

  • 13,16 % Sollzins, wenn du dein Konto nicht fristgerecht komplett ausgleichst
  • Anmeldung nur über Post-Ident (dauert eine gewisse Zeit)
  • vergleichsweise hohe Gebühren für Sonderleistungen (Ersatzkarte, neue Pin-Nummer, etc.)
  • Bargeld-Abhebung maximal 300 € pro Tag
  • abgebucht wird im Rahmen der monatlichen Abrechnung nur 5 % des Betrags. Den Rest musst du per Hand überweisen. Andernfalls werden Zinsen fällig.
  • keine verbindliche Aussage, ob und zu welchen Konditionen Studenten, Auszubildene, Arbeitslose etc. die Karte beantragen können.

Fazit:

Ohne Frage ist die Kreditkarte der Santander Bank klasse. Weltweit kostenlos Geld abheben, Erstattung der Fremdgebühren und keine Gebühren auf Kreditkarten-Zahlungen in anderen Landeswährungen. Das sind die Voraussetzungen für die ideale Reisekreditkarte.

Allerdings hat natürlich auch die Santander Bank nichts zu verschenken. Wenn du es mal nicht schaffst, dein Kreditkartenkonto rechtzeitig auszugleichen, werden dir recht hohe Sollzinsen von 13,6 % berechnet. Das ist fast doppelt so viel wie bei der DKB. Auch die Gebühren für Sonderleistungen wie Kartenersatz, Pin-Bestellung etc. sind hier wesentlich höher. Trotzdem ist die Santander-Kreditkarte für mich die neue Nummer 1 bei den Reisekreditkarten für Südostasien. Sie ist auch die Richtige für dich, wenn du häufig in Ländern wie Thailand, Vietnam oder Kambodscha Geld abhebst und zudem auch vor Ort oder im Internet Hotels, Flüge, Touren oder Restaurants in der jeweiligen Landeswährung bezahlst. Behalte dabei aber immer im Blick, wo Kosten entstehen können, und setzte die automatische monatliche Abbuchung nach Erhalt der Karte sofort auf 100 % deiner Ausgaben hoch (5 % ist voreingestellt), überweise fristgerecht den von dir ausgegebenen Betrag, um Sollzinsen zu vermeiden.

-> Santander 1plus VISA Card jetzt beantragen

Achtung: Noch unklar ist, ob du zum Zeitpunkt der Antragsstellung einen festen Job haben musst. Einige Studenten berichten, dass ihr Antrag abgelehnt wurde. Eine Anfrage bezüglich einer offiziellen Stellungnahme an Santander wurde von mir bereits verschickt. Ich freue mich diesbezüglich auch über Erfahrungsberichte.

Update 02.12.2016: Selbständige haben die Karte wiederholt ausgestellt bekommen.

Update 01.08.2018. Nach Auskunft der Bank erhalten auch Studenten die Karte.

Barclaycard Visa

Vorteile:

  • keine Jahresgebühr
  • weltweit kostenfrei Bargeld abheben
  • weltweit ohne Gebühr in Fremdwährungen (Landeswährungen) bezahlen.
  • schnelle Anmeldung mit Video-Ident
  • Aktuelle Aktion: 25 Euro Startguthaben (Das Startguthaben erhältst du ca. 8 Wochen nach dem ersten Karteneinsatz als Gutschrift auf deinem Kreditkarten-Konto. Voraussetzung hierfür ist, die Karte innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt einzusetzen. Das Angebot gilt ausschließlich für Neukunden. Neukunden sind in diesem Fall Kunden, die innerhalb der letzten 6 Monaten kein Barclaycard Kunde waren. Barclaycard behält sich vor, das Angebot zu ändern oder zu beenden.)

Nachteile:

  • Sollzinsen mit 16,99 % recht hoch
  • keine Erstattung der Fremdgebühren
  • Es ist nicht möglich, den Betrag deiner getätigen Umsätze automatisch und in voller Höhe einziehen zu lassen (nur 3,5 % bzw. 10%). Um Sollzinsen zu vermeiden, musst du daher entweder den Betrag nach Erhalt der Abrechnung “per Hand” überweisen oder, wahrscheinlich die einfachere Variante, dich auf der Barclaycard-Seite einloggen und dort einen “Soforteinzug” der gewünschten Summe veranlassen.

Fazit: Seit August 2018 bietet die Barclaycard Visa eines der besten Angebote auf dem Markt. Bis auf die Fremdgebühren am Automaten, die nur in wenige Ländern anfallen, ist alles kostenfrei. Da keine Mindestummsätze erforderlich sind, kannst du die Barclaycard Visa auch gut als Zweitkarte nutzen (ich reise nie ohne Ersatzkreditkarte). Achte darauf, dass beim monatlichen Einzug der von dir getätigten Umsätze nur ein Teilbetrag eingezogen wird. Du kannst das aber auch 100 % einstellen lassen und vermeidest so Sollzinsen.

-> Barclaycard Visa jetzt beantragen

DKB VISA Card

Die DKB hat ihr Geschäftsmodell zuletzt mehrfach geändert. Obwohl die Fremdgebühren nicht mehr erstattet werden, handelt es sich weiter um ein attraktives Gesamtpaket. Eine wichtige Änderung trat zum 01.12.2016 in Kraft: Die DKB möchte mehr Aktivkunden haben, die das Konto auch wirklich im Alltag nutzen und nicht nur drei Wochen im Jahr während der Urlaubszeit.

Ein Aktivkunde ist für die DKB jemand mit monatlich mindestens 700,- Euro Eingang auf dem Konto. Als Dankeschön dafür entfallen künftig die Gebühren für Zahlungen in Fremdwährung (zum Beispiel in einem Hotel in Thailand). Das ist eine deutliche Verbesserung. Diese Regelung gilt im ersten Jahr auch für Neukunden unabhängig von der Höhe des Geldeingangs.

Danach gilt jedoch: Ohne die 700,- Euro monatlichen Geldeingangs musst du für einige Leistungen Gebühren zahlen (1,75 auf Abhebungen außerhalb Europas und 1,75 % auf Zahlungen in Fremdwährung). In diesem Fall bist du beim Angebot von Santander bzw. Barclaycard oder – sofern du dort keinen Vertrag bekommst – bei comdirect besser aufgehoben.

Studenten erhalten ab sofort bei Vertragsabschluss einen Gutscheincode für den internationalen Studentenausweis von ISIC (für ein Jahr). Damit sparst du Geld in ausgewählten Online-Shops, Restaurants und Bars (mehr als 150.000 Vergünstigungen in über 130 Ländern). Zudem gibt es Studentenflüge zu günstigen Konditionen, Services bei Auslandsaufenthalten sowie eine günstige Auslandsreiseversicherung. Um den Gutschein zu erhalten, musst du bei der Kontoeröffnug als Tätigkeit „Studenten“ angeben. Die Zusendung erfolgt dann per Mail und dauert etwa drei Wochen.

Vorteile:

  • keine Jahresgebühr
  • besondere Angebote für Studenten
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben (Fremdgebühren fallen jedoch in einigen Ländern an)
  • kostenloses Girokonto
  • weltweit ohne Gebühr in Fremdwährungen (Landeswährungen) bezahlen.
  • 0,7 % 0,4 % Zinsen auf Guthaben auf der Kreditkarte
  • mit 6,9 % niedrigster Sollzins
  • Cashback in vielen Geschäften, Restaurants und Online-Shops
  • Schnelle Anmeldung mit Video-Indent

Nachteile:

  • keine Erstattung der Fremdgebühren
  • 700 Euro Geldeingang im Monat sind Pflicht, andernfalls werden 1,75 % bei Bezahlung in Fremdwährung und 1,75% Gebühren bei Abhebungen im außereuropäischen Ausland fällig

Fazit:

Das Angebot der DKB ist weiterhin klasse. Zwar fällt die Erstattung der Fremdgebühren weg, die gerade in Südostasien ein wichtiger Vorteil war, dafür bietet es dir jedoch viele andere Vorzüge. Nicht ohne Grund wurde das DKB-Girokonto von Focus Money (Ausgabe 16/2015) als „Bestes Girokonto“ in der Kategorie Online-Konten ausgezeichnet. Auch beim Test von n-tv landete DKB-Cash auf Platz 1. Die Möglichkeit, als Aktivkunde seit dem 01.12.2016 auch noch in Fremdwährung kostenfrei zu bezahlen, macht die Karte zu einem Top-Produkt.

Die DKB-Karte ist der Santander vorzuziehen oder in Kombination mit ihr zu nutzen, wenn es bei dir gelegentlich mal vorkommt, dass du die Kreditkarten-Ausgaben nicht sofort begleichen kannst oder du zusätzlich noch ein gutes Giro-Konto benötigst und vielleicht gar nicht so oft in Thailand & Co bist.

Kannst du – aus welchem Grund auch immer – keine 700,- Euro im Monat auf das Konto einzahlen, würde ich die DKB-Kreditkarten in Südostasien nicht nutzen. Bekommst du das hin, ist die DKB eine gute Wahl

-> DKB VISA Card jetzt beantragen.

Comdirect (VISA)

Vorteile:

  • keine Jahresgebühr
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben (Fremdgebühren fallen jedoch in einigen Ländern an)
  • kostenloses Girokonto
  • kostenlose Girocard
  • 100,- Euro Startguthaben (Prämie) + 24 Monate lang je 2 Euro Kontogutschrift pro Monat (Aktion ab 4.12.2018).

Nachteile:

  • Fremdgebühren werden nicht erstattet
  • 1,75 % bei Bezahlung in Fremdwährung

Fazit:

Das Angebot der comdirect ist ähnlich gut wie das der DKB. Es ist besser, wenn du das Konto nicht so regelmäßig nutzen möchtest und weniger als 700,- Euro im Monat einzahlst. Hast du dagegen Eingänge in dieser Höhe oder mehr, ist das DKB-Angebot attraktiver. Dafür gibt es bei comdirect jedoch als Startguthaben derzeit 100,- Euro, sobald du das Konto nutzt, plus 24 Monate jeweils 2 Euro Kontogutschrift. Wegen der Gebühren bei Zahlungen in Fremdwährung lohnt sich dann eine Kombination mit Santander oder Barclaycard.

-> comdirect VISA Card jetzt beantragen

Kreditkarte von N26

Weil das N26-Konto in Foren und Gruppen immer wieder empfohlen wird, führe ich das Angebot hier auf:

Vorteile:

  • keine Jahresgebühr
  • Gute App mit vielen Optionen
  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten
  • kostenfrei in Fremdwährung bezahlen

Nachteile:

  • Fremdgebühren werden nicht erstattet
  • 1,7 % Gebühr für Abhebungen in Fremdwährungen, sofern du nicht den Tarif N26 Black hast (derzeit 5,- Euro im Monat)

Fazit:

Ein interessantes Konto des jungen Unternehmens. Vor allem die vielen Features der App machen es interessant. Als Reisekreditkarte für Südostasien ist N26 jedoch nur im Black-Tarif zu empfelhlen

-> N26 jetzt beantragen

Norisbank (Mastercard)

Vorteile

  • Weltweit kostenfrei Geld abheben mit der Mastercard
  • deutschlandweit kostenfrei Geld abheben mit der Maestrocard.
  • kostenloses Girokonto und kostenlose Kreditkarte.

Nachteile:

  • Fremdgebühren werden nicht erstattet
  • 1,75 % bei Bezahlung in Fremdwährung
  • Verfügungsrahmen der Kreditkarte beginnt bei 500,- Euro und erhöht sich erst nach drei Monaten bei regelmäßigem Geldeingang. Du kannst den Rahmen nicht durch Überweisungen erhöhen.

Fazit:

Das Angebot der Norisbank ist attraktiv, wenn du auch ein kostenloses Girokonto benötigst. Mit der Maestrocard kannst du an Automaten der Cashgroup kostenfrei Geld abheben. Als Reisekreditkarte ist die Mastercard der Norisbank vor allem in Ländern ohne Fremdgebühren attraktiv. Der zum Start niedrige Verfügungrahmen ist ein Nachteil für Kurzentschlossene.

-> Norisbank Mastercard jetzt beantragen

Zusammenfassung und Empfehlung

In der Tabelle findest du noch mal die wichtigsten Punkte im Überblick.

BankGebühren für Geldabheben außerhalb EuropasErstattung Fremd- gebühren?Gebühren für Bezahlen in FremdwährungSollzins
Santander0,00 €ja0 %13,6 %
DKB0,00 €nein0 oder 1,75 %6,9 %
comdirect0,00 €nein1,75 %8,95 %
Barclaycard Visa0,00 €nein0 %16,99 %
N260 € - 1,75 %nein0 %8,9 %

Der Kreditkartenmarkt bleibt in Bewegung. Nachdem DKB und comdirect lange Jahre DIE Traveller-Kreditkarten waren – hochgelobt von Reiseblogs und -Magazinen – stehen wir jetzt vor einer neuen Situation. Die in Südostasien immer wieder verlangten Fremdgebühren werden von beiden Banken nicht mehr erstattet. Die spanische Santander-Bank hat 2016 genau den gegenteiligen Schritt gemacht und übernimmt diese Kosten. Wird sie daher die neue Nummer 1 unter den Reisenden?

Durch die zusätzliche Möglichkeit, auch Bezahlungen in Landeswährungen ohne Zusatzkosten durchzuführen, bietet sie dafür beste Voraussetzungen. Wer sofort sparen möchte, wird daher über die hohen Sollzinsen und die ebenfalls hohen Kosten für Kartenersatz etc. hinwegsehen.

Wer den Kreditkartenvertrag mit Santander nicht abschließen will oder kann, ist bei Barclaycard (ohne Girokonto) oder DKB (mit Girokonto / alternativ: comdirect) gut aufgehoben. Grundsätzlich empfehle ich sowieso, zwei verschiedene Kreditkarten mit auf deine Reise zu nehmen.

Die richtige Karte für dich:

Empfehlung 1: Santander – für alle, denen es nur um eine gute Kreditkarte zum Reisen geht.

Empfehlung 2: Santander und DKB – wenn du neben der Reisekreditkarte auch noch ein gutes Giro-Konto benötigst.

Empfehlung 3: Barclaycard Visa – wenn du die Santander-Karte nicht bekommst oder nicht nutzen möchtest und du kein Girokonto benötigst

Empfehlung 3: DKB – wenn du die Santander-Karte nicht bekommst oder nicht nutzen möchtest oder du auch ein Girokonto brauchst, auf dem du mindestens 700,- Euro Eingang im Monat hast.

Empfehlung 4: comdirect und Santander oder Barclaycard Visa, wenn du ein Girokonto benötigst und keine 700,- Euro Eingang pro Monat garantieren kannst.

Alternativen: ADAC & Meilen oder Punkte sammeln

Andere Kreditanbieter werben damit, dass du mit Umsätzen Bonus-Meilen, Payback-Punkte etc. sammeln und später in attraktive Prämien eintauschen kannst. Falls dich das interessiert, rechne in jedem Fall einmal genau durch, …

  • ob es sich für dich wirklich lohnt (schon mal versucht Flugmeilen einzutauschen?)
  • wie viel Bonus du dadurch hast (in bar)
  • und wie viel Geld du mit einer anderen Kreditkarte in derselben Zeit gespart hättest.

Und bedenke: Für das Abheben am Automaten gibt es keine Punkte. Wenn du jedes Mal drei bei vier Euro Gebühren zahlst, da kommt schnell eine ordentliche Summe zusammen. Außerdem habe ich ja schon geschrieben, dass du verschiedene Kreditkarten zeitgleich nutzen kannst. Zum Beispiel eine, mit der du zuhause deine Einkäufe tätigst und dabei Punkte sammelst, und eine, mit der du im Ausland das Geld am Automaten ziehst.

Wenn du viel mit dem Auto fährst, kann zum Beispiel auch eine ADAC-Kreditkarte sinnvoll sein, bei der du zwar Jahresgebühren zahlen musst, dafür aber Rabatte auf Mietwagen und Tankumsätze sowie Versicherungsleistungen erhältst

Andere Banken werben mit attraktiven Prämien, die du bekommst, wenn du ein Konto abschließt. Klar klingen 100,- Euro Startguthaben attraktiv. Beachte jedoch auch, was du langfristig davon hast!

Es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, aus welcher Kreditkarte du für dich das Beste herausholen kannst. Zu unterschiedlich sind die individuellen Anforderungen und Wünsche. Um das rauszufinden, kannst du dich tagelang durch die Tiefen von AGBs und Prämien wühlen.

Tipps zur Nutzung und Sicherheit von Kreditkarten

  • Keine Panik, wenn mal kein Geld aus dem Automaten kommt. Die Ursachen können unterschiedlichster Natur sein. Einfach den nächsten Automaten ausprobieren.
  • Nimm die Nummern mit, die du benötigst, um dein Konto im Falle des Verlusts der Karte sperren zu lassen. Die zentrale Rufnummer in Deutschland lautet: 0049 / 116 116
  • Du hast bei der DKB-Karte, aber auch bei vielen anderen Anbietern, ein Guthaben, über das du verfügen kannst. Da die Kosten im Urlaub manchmal höher ausfallen, solltest du vorab Geld von deinem Bank-Konto auf das Visa-Konto überweisen. So erhöhst du deinen Verfügungsrahmen und verhinderst, dass du mal am Automaten stehst und nichts bekommst.
  • Bei einer Zahlung mit der Kreditkarte verdient natürlich auch die Kreditkartenfirma. Wenn du zum Beispiel eine Summe von 1.000 Baht bezahlst, behält die Bank 2-4 Prozent ein, bevor sie den Rest an den Händler überweist. Daher schlagen kleinere Restaurants, Hotels, Tauschulen etc. diese Summe manchmal auf den Preis auf. Meistens wird bereits auf Schildern oder Speisekarten darauf hingewiesen.

Tipps zum Thema Geld & Finanzen Zuhause und auf Reisen

  • Wenn du auch deine EC-Karte nutzen möchtest, um im außereuropäischen Ausland Geld abzuheben, solltest du deine Bank vorab über das Ziel deiner Reise und deren Dauer informieren.
  • Erfrage bei deiner Bank zudem, ob es für Abhebungen im außereuropäischen Ausland ein Tages- bzw. Wochenlimit gibt. Das kannst du vorübergehend hochsetzen lassen.
  • Geld wechseln vor der Reise – das war mal. Die Wechselkurse bei uns zuhause sind so mies, da lohnt es sich einfach nicht. Ich gehe immer am Flughafen zum Automaten und ziehe dort etwa 200,- Euro in der Landeswährung.
  • Wenn du im Reiseland Euro oder Schweizer Franken in die Landeswährung wechseln möchtest, meide die Flughäfen. Hier bekommst du am wenigsten für dein Geld.

Fazit zur besten Reise-Kreditkarte

Die Santander-Kreditkarte bietet für mich derzeit das beste Angebot für Südostasien-Reisende. Das liegt an den enormen Summen, die du bei Fremdgebühren und beim Bezahlen vor Ort sparen kannst.

Hier kannst du die Santander-Kreditkarte kostenlos beantragen.

Es gibt allerdings unterschiedliche Bedürfnisse eines jeden Reisenden. Prüfe daher anhand der oben genannten Punkte genau, was für dich wichtig ist. Mit der DKB-Kreditkarte bzw. der Barclaycard Visa kannst du nicht viel falsch machen. Vor allem, wenn es schnell gehen muss, sind beide wegen des Video-Ident-Verfahrens eine attraktive Option.

Welche Erfahrungen hast du mit Kreditkarten auf Reisen gemacht?

Hinweis: Der Artikel wurde mit großer Sorgfalt erstellt. Regelmäßig prüfe ich, ob sich die Nutzungbedingungen der genannten Anbieter ändern. Zudem recherchiere ich nach neuen Angeboten. Solltest du etwas entdecken, was nicht mehr aktuell ist, freue ich mich über einen entsprechenden Kommentar.

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