Malaysia-Urlaub: Tipps, Planung, Reisevorbereitung

Hier findest du nützliche Tipps & Checklisten für deine Malaysia-Reise. Alles Wissenswerte zur Reiseplanung, zur besten Reisezeit, zu Einreise, Kosten, Impfungen, Hotels und vieles mehr.

Kann ein Land noch vielfältiger sein als Malaysia? Kaum vorstellbar. Was das Land so besonders macht, ist zum einen der spannende Mix der Kulturen. In einer Selbstverständlichkeit und Friedfertigkeit, die neidisch machen kann, leben Malaien, Inder, Araber, Chinesen und dazu viele Minderheiten zusammen und praktizieren vollkommen unbehelligt ihre Religionen.

Die kolonialen Einflüsse Portugals, Großbritanniens und der Niederlande sind regional zudem noch sehr spürbar. Die halbe Welt in einem Land also? Ja, ein bisschen fühlt es sich danach an. Zum anderen ist das Land an sich aber auch extrem facettenreich.

Du findest in Malaysia zum anderen eine atemberaubende Flora und Fauna, sowohl an Land als auch unter Wasser, sowie traumschöne Strände und Inseln. Auch Fans des Großstadtdschungels werden in der Metropole Kuala Lumpur alles finden, was ihr Herz begehrt.

In George Town und anderen Städten wird zudem jede Menge Geschichte, Kunst und Kultur geboten. Dabei ist Malaysia extrem unkompliziert zu bereisen, und dennoch auf dem etwas abgeschlagenen 40. Platz der beliebtesten Reiseziele weltweit. Wir finden, dass Malaysia sowohl für Einsteiger als auch für Reise-Profis ein tolles Ziel ist.

Reiseplanung Malaysia: die ersten Schritte

Wenn du dich dafür entschieden hast, Malaysia zu bereisen, hast du sicher viele Fragen. Wann fliege ich am besten? Was nehme ich mit? Und wie teuer wird der ganze Spaß eigentlich? Diese und viele weitere Fragen klären wir für dich im Folgenden.

Beste Reisezeit

Die Frage nach der besten Reisezeit lässt sich im Falle von Malaysia nicht pauschal beantworten, denn es kommt darauf an, in welche Region du reist. Grundsätzlich zählt Malaysia zu den Ländern mit tropischem Wechselklima. Das bedeutet, dass sich das Jahr im Prinzip in Regen- und Trockenzeit aufteilen lässt, und nicht in vier Jahreszeiten wie bei uns.

Außerdem sind die Temperaturen ganzjährig relativ konstant hoch. Malaysia liegt noch näher am Äquator als Thailand oder Vietnam, und das merkt man einfach. Die Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen sind durchschnittlich höher, es herrscht oft ein Waschküchen-Klima.

Die Besonderheit Malaysias liegt in der Regenzeit, genauer gesagt in der Zeit des Monsuns – es gibt nämlich verschiedene Monsunphasen im Land. Die Westküste Malaysias, also zum Beispiel Kuala Lumpur, Penang und Langkawi, ist eigentlich ganzjährig gut zu bereisen.

Die beste Reisezeit ist von November bis März, in unseren Sommermonaten hingegen regnet es vermehrt im Westen Malaysias. Es regnet dabei nicht den ganzen Tag über, wie man es zu Hause kennt. Der Regen kommt kurz und heftig, meistens abends oder am frühen Morgen.

Im Osten des Landes, also beispielsweise auf den Perhentian Islands und auf Tioman, sieht es genau entgegensetzt aus: Unsere Sommermonate sind hier die beste Reisezeit mit wenig Niederschlag und angenehmen Temperaturen. Die Monsunzeit, die sich hier auch heftiger auswirken kann, geht von November bis März. Zu dieser Zeit haben viele Resorts sogar geschlossen.

Übrigens: Mit Ostküste ist nicht Borneo gemeint! Auf Borneo regnet es jeden Monat, und es ist immer heiß.
Mehr zum Monsun und den regionalen Besonderheiten erfährst du in unserem eigenen Artikel zu dem Thema.

Reiseführer

Reiseführer – ein Relikt aus vergangenen Zeiten ohne Internet. Oder? Nun, wir finden, dass Reiseführer und die Informationen im Web sich prima ergänzen und deshalb beides seine Daseinsberechtigung hat. Das Internet ist natürlich schneller und dadurch viel aktueller, wenn es um neue Informationen zu den Reisezielen geht. Doch die Informationen in Reiseführern gehen tiefer, sind viel ausführlicher recherchiert und mit einem ganz anderen Hintergrundwissen unterlegt.

Die Autoren sind oft viele Monate oder gar Jahre vor Ort, haben engen Kontakt zu den Einheimischen und schauen sich alles, worüber sie schreiben, ausführlich mit eigenen Augen an. Da hinter Reiseführern zudem ein Verlag steht, ist auch die redaktionelle Qualität eine ganz andere.

Uneingeschränkt empfehlenswert finden wir immer wieder den Klassiker “Malaysia, Brunei, Singapur” von Stefan Loose, den wir deshalb auch in unseren Shop aufgenommen haben. Für die eigene Reisevorbereitung kann man also getrost sowohl das Internet als auch Bücher zu Rate ziehen.

Packliste für Malysia

Koffer packen – das macht ja niemand mehr. Heute ordnen wir unser Reisegepäck in Packing Cubes und Travel Organizer, um diese wiederum in Backpacks, Daypacks, Weekender und Trolleys zu verstauen. Ganze Blogs handeln davon, möglichst smart zu packen, um dein Hab und Gut zum einen unbeschadet und zum anderen möglichst organisiert ans andere Ende der Welt zu verfrachten.

Das Gepäck identifiziert dich mit deiner Art, zu reisen. Bist du ein klassischer Backpacker in Malaysia, bist du ein Pauschaltourist oder etwas dazwischen? Und überhaupt: Wie viel Zuhause möchtest du eigentlich mitnehmen?

Um die Frage zu beantworten, spielt nicht nur deine persönliche Präferenz, sondern auch die Infrastruktur im Reiseland eine Rolle – ist ja doch ein kleiner Unterschied, ob man nach Dänemark oder Papua-Neuguinea reist.

Da du dich für Malaysia entschieden hast, brauchst du dir um das Thema aber gar keine Gedanken machen. Als Grundausstattung reichen ein paar Sommerklamotten, die nötigsten Drogerie-Produkte, Pass, Kreditkarte und die Flugtickets. Klingt spartanisch, aber alles darüber hinaus packst du aufgrund deiner persönlichen Vorlieben ein, und nicht, weil die Reise es erfordert.

So herum gedacht, kannst du beim Packen eine Menge Kilos sparen. In Malaysia kannst du alles nachkaufen, sogar meist günstiger als bei uns, und selbst die bescheidensten Hotels sind super ausgestattet. Für deine Kleidung gibt es tolle Reinigungen in jeder Stadt und in jedem Hotel.

Lediglich wenn du ins Hochland, die Cameron Highlands, fährst, empfehlen wir, einen dicken Pulli einzupacken, da es hier besonders am Abend frisch werden kann. Hier ist unser Vorschlag für eine Packliste, bei der an wirklich alles gedacht ist.

Budget/Kosten

Und wie teuer wird denn nun der ganze Spaß eigentlich? Die schlechte Nachricht: Das können wir dir nicht sagen. Denn, und das ist die gute Nachricht, das ist deine eigene Entscheidung.

Wenn du mit schmalem Budget reist, ist Malaysia auf jeden Fall ein hervorragendes Ziel. Die Kosten für Unterkunft, Essen und Transport innerhalb des Landes sind extrem niedrig, im Vergleich zu dem, was wir sonst so kennen.

Ein Bett im Schlafsaal gibt es schon für 5 Euro pro Nacht und ein leckeres Garküchen-Gericht kostet nicht mehr als einen Euro. Natürlich gibt es auch die andere Seite der Medaille, die Welt der Luxushotels und teuren Restaurants. Da aber das Essen an den Garküchen sowieso besser ist, und es gar nicht so viele Luxushotels der unbezahlbaren Sorte wie z.B. in Thailand gibt, behaupten wir, dass man sich schon anstrengen müsste, um in Malaysia ein Vermögen auszugeben.

Allein ausgiebiges Feiern, verbunden mit ausgiebigem Alkoholgenuss, könnte dein Budget extrem schröpfen, denn beides ist in Malaysia sehr teuer – besonders wenn man in schicke Nachtclubs gehen möchte.

Für einen schönen Urlaub mit mehreren Stationen, komfortablen Unterkünften und Ausflügen ist ein Budget von ungefähr 50 Euro am Tag empfehlenswert. Wenn du ein bisschen sparsam bist, reichen auch 30 Euro am Tag. Zudem raten wir immer dazu, eine Rücklage für Notfälle einzuplanen.

Details zu Preisen in Malaysia kannst du hier nachlesen: Geld, Finanzen und Budget für deine Malaysia-Reise

Malaysia-Tipps: Anreise und Einreise

Auch wenn Malaysia selbst nicht unbedingt zu den meistbesuchten Ländern der Welt gehört, was Touristen-Zahlen angeht, ist der Hauptstadtflughafen Kuala Lumpur von überall hervorragend zu erreichen. Warum das so ist und was du alles bei An – und Einreise beachten musst, erfährst du im Folgenden.

Flüge buchen

Der Kuala Lumpur International Airport ist neben dem Changi Airport in Singapur und Bangkok Suvarnabhumi Airport eines der wichtigsten Flug-Drehkreuze Asiens. Er wird nicht nur von allen Langstrecken regelmäßig bedient, er dient auch als beliebter Umstieg für eine Weiterreise mit der in Südostasien weit verzweigten Budget-Airline AirAsia, die hier ihre Basis hat.

Natürlich operieren auch alle anderen regionalen Low-Coast-Carrier von hier aus. Dabei ist es nicht unerheblich, die beiden Terminals KLIA und KLIA2 zu kennen, denn AirAsia und Co starten und landen in letzterem.

Neben dem Kuala Lumpur International Airport gibt es vier weitere internationale Flughäfen: Penang, Langkawi, Kuching und Kota Kinabalu. Das bedeutet, dass du theoretisch direkt dort einreisen und deinen Stempel im Pass bekommen kannst.

Warum theoretisch? Naja, es braucht natürlich auch immer eine internationale Airline, die den Airport ansteuert. Die gibt es von Europa aus eher weniger. Reist du aber aus einem südostasiatischen Nachbarland ein und möchtest nur eine Stippvisite in Georgetown einlegen, braucht es den Umweg über Kuala Lumpur nicht, da du den Flug direkt nach Penang buchen könntest.

Tickets nach Malaysia gibt es normalerweise zu etwa den gleichen Kursen wie nach Bangkok, das heißt, je nach Verbindung und Airline im Schnitt 600 – 800 Euro. Wenn du flexibel hinsichtlich Saison, Abflughafen und Airline bist, gibt’s auch oft tolle Schnäppchen für 500 Euro oder weniger. Allerdings sind die Preise derzeit aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der gestiegenen Energiekosten derzeit etwas höher.

Von Deutschland aus gibt es die günstigsten Flüge, meist von Frankfurt, da hier die Anzahl der Airlines am größten ist. Doch der Blick auf andere große Flughäfen wie München oder Hamburg kann sich preislich trotzdem lohnen. So oder so empfehlen wir immer, die Flugpreise zu vergleichen und auch mal die Suchparameter zu variieren, um die besten Preise zu ergattern. Dafür bietet sich Skyscanner hervorragend an. Wie das mit den Suchparametern ist und wie du generell an günstige Flüge kommst, kannst du hier nachlesen.

Einreise und Visum

Malaysia ist einer der Staaten, bei denen du dir in Sachen Einreiseformalitäten kaum Gedanken machen musst, hier ist nämlich die so genannte visumfreie Einreise möglich. Es genügt, einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass mit freien Seiten vorzulegen, daraufhin einen Stempel im Pass zu erhalten und zack, willkommen in Malaysia.

Und es wird noch besser: Du erhältst die Aufenthaltserlaubnis für ganze 3 Monate, nicht, wie in vielen anderen Ländern üblich, für 30 Tage. Wenn du also viel Zeit und wenig Lust auf Papierkram hast, könnte Malaysia ein tolles Ziel für dich sein.

Lediglich eine Sonderlocke solltest du kennen, wenn es dich in den Bundesstaat Sarawak auf Borneo verschlägt: Du bekommst hier automatisch ein separates Visum ausgestellt, welches „nur“ 30 Tage gültig ist. Um Sarawak zu erkunden, reicht das dreimal. Hier findest du unseren Artikel mit allen aktuellen Informationen und weiterführenden Links zur Einreise nach Malaysia.

Reisevorbereitung rund um das Thema Gesundheit

„Eine Reise nach Malaysia? Das wäre mir gesundheitlich ja zu riskant, da holt man sich ja sonstwas weg!“ Hast du das, so oder so ähnlich, schon einmal gehört und warst daraufhin vielleicht ein bisschen verunsichert?

Atme erst einmal durch, im folgenden Abschnitt erfährst du vieles, was du zum Thema Reisegesundheit in Malaysia wissen musst. Wir räumen mit Mythen auf und ordnen die gesundheitlichen „Risiken“ für dich ein. Aber: Wir sind keine Ärzte. Wir raten allen Lesern dazu, sich 3-4 Monate vor einer Reise in die Tropen bei einem ausgebildeten Tropenmediziner vorzustellen, um eine wirklich fundierte Beratung zu erhalten.

Jeder Mensch ist anders, jeder Reisende hat ein anderes „Risikoprofil“ und viele dieser Risiken sind eher von der körperlichen Verfassung als vom Reiseziel abhängig. Deshalb schau am besten mal über die Arztsuche bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin nach dem nächstgelegenen Tropen-Doc und vereinbare einen Termin. Auch das Auswärtige Amt hat viele allgemeine und auch länderspezifische Informationen zum Thema Gesundheit und Reiseimpfungen.

Vorab schon einmal so viel: Malaysia ist bei weitem kein Entwicklungsland. Die medizinische Versorgung ist, besonders in der Hauptstadt, hervorragend. Die Ärzte erhalten eine Ausbildung, die der bei uns sehr ähnlich ist, und zudem hat Malaysia den Vorteil, dass man sich uneingeschränkt auf Englisch verständigen kann.

Im Übrigen ist insbesondere Kuala Lumpur auch ein sehr beliebtes Ziel für den so genannten „Medizintourismus“ – also dafür, sich für eine bestimmte medizinische Behandlung gezielt in ein anderes Land zu begeben, weil dort die Qualität genau so gut, die Kosten aber weitaus geringer sind. Extrem nachgefragt sind zum Beispiel zahnmedizinische und kardiologische Eingriffe, aber auch allgemeine Vorsorgeuntersuchungen.

Kann also alles so schlimm nicht sein, oder? Warum Malaysia aber trotzdem nicht vergleichbar mit der Situation bei uns ist, erklären wir dir hier:

Impfungen

Beim Thema Impfungen wird meist nach Standardimpfungen und individuellen Empfehlungen unterschieden. Die Standardimpfungen meinen nichts anderes als die Grundimmunisierung, die man ab dem Kindesalter erhält (gegen Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung und Wundstarrkrampf) sowie die Impfungen gegen Hepatitis A und B.

Viele Menschen haben diese Impfungen sowieso, und wer sie nicht hat, für den werden sie empfohlen – unabhängig von jeder Reise.

Die individuellen Empfehlungen für deinen Malaysia-Urlaub spricht ein Arzt aus. Sie sind abhängig von der Art und Dauer deiner Reise sowie auch von dir und deiner Verfassung. Nun ist Malaysia nicht unbedingt ein Pauschalreiseziel, wenn du dich aber nur kurz im Land aufhältst, und z.B. nur Kuala Lumpur und vielleicht noch Penang oder Langkawi besuchst, wirst du weniger Impfungen empfohlen bekommen, als wenn du z.B. viel in der Natur und in ländlichen Gebieten unterwegs bist.

Insbesondere bei Reisen nach Borneo wird man dir sicher auch Impfungen gegen Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfehlen, zudem wahrscheinlich auch Malaria-Prophylaxe. Darüber hinaus kann es sein, dass aufgrund individueller Faktoren noch zusätzliche Impfungen empfohlen werden.

Bedenke bei deiner Planung, dass viele Impfungen mehrere Dosen brauchen, um den vollen Schutz zu entfalten, so dass du mit den Terminen etwa 3-4 Monate vor deiner Reise beginnen solltest. Die Kosten für Reiseimpfungen werden, sofern vom Arzt per Rezept verordnet, übrigens sehr oft von der Krankenkasse erstattet. Ein kurzer Anruf oder eine Recherche auf deren Website genügt, um sich dessen sicher zu sein.

Hier findest du alles Wichtige zu Impfungen für Malaysia und weitere Gesundheitstipps.

Malaria, Dengue und andere Krankheiten

Wenn es um die Frage geht, welche Krankheiten konkret in Malaysia lauern, wird vielen zunächst Malaria einfallen. Malaria ist eine Infektionskrankheit, die durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen und im schlimmsten Fall tödlich verlaufen kann.

Malaysia ist zum Teil ein Malaria-Risikogebiet. Das heißt, an den Küsten und in den Städten brauchst du dir eher weniger Sorgen machen, in Naturschutzgebieten und insbesondere auf Borneo hingegen ist das Risiko durchaus vorhanden. Führt dich deine Reise nach Borneo, wird dir der Tropen-Arzt wahrscheinlich auch ein Malaria-Medikament verschreiben, welches du entweder als Prophylaxe einnehmen oder als Stand-By einfach dabei haben solltest. Die genaue Empfehlung erhältst du natürlich beim Arzt.

Die Anopheles-Mücken sind nachtaktive kleine Biester, deshalb ist ab dem Zeitpunkt der Dämmerung in den einschlägigen Gebieten besondere Vorsicht angesagt.

Ein weiteres, unschönes Kapitel aus dem Themenpark „Mücken“ ist das Dengue-Fieber. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Infektionskrankheit, übertragen durch die sogenannte „Tigermücke“ (Aedes), welche zwar für gesunde Menschen nicht tödlich ist, dich aber trotzdem für eine Woche deines Urlaubs niederstrecken kann.

Die schlechte Nachricht lautet: Die Dengue-Fälle nehmen weltweit rasant zu, das gilt auch für Malaysia. Das Risiko ist im ganzen Land gleich hoch, und die Mücken sind tagaktiv. Weder gegen Malaria noch gegen das Dengue-Fieber gibt es Impfungen. Deshalb lautet die Devise: Mückenschutz! Schütze dich am besten mit DEET-haltigem Mückenspray davor, überhaupt gestochen zu werden (Expositionsprophylaxe) und trage in der Natur am besten lange, helle Kleidung, z.B. aus Leinen.

Wenn es allerdings nach der Statistik geht, belegt eine „Krankheit“ ganz klar den ersten Platz der Hitliste: Reisedurchfall. Es gibt kaum einen Reisenden, der ihn nicht bekommt, und am besten akzeptierst du dieses Schicksal einfach und bekämpfst es nicht. Was raus muss, muss raus. Reisedurchfall ist eine normale Anpassungsreaktion des Körpers auf ungewohnte Temperaturen und Bakterien, und nach etwa drei Tagen ist er meist abgeklungen.

Im Falle von Malaysia möchten wir allen Wasserratten, Schnorchlern und Tauchern noch mitgeben, auch im Wasser stets die Augen offen zu halten. Neben vielen harmlosen Lebewesen gibt es auch einige giftige Gesellen wie Quallen, Seeigel und Steinfische.

Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp: Bekommst du in den Tropen Fieber, also 38 Grad Celsius und aufwärts, stell dir lieber einmal mehr als zu wenig beim Arzt vor. Fieber ist ein erstes Symptom vieler unerfreulicher Krankheiten – besonders dann, wenn es recht schnell ansteigt.

Reisekrankenversicherung

Medizinische Behandlungen direkt zu bezahlen, das kennt man ja von zu Hause gar nicht. Macht ja die Krankenkasse. Im Ausland läuft das allerdings ein bisschen anders, erst recht als Tourist und erst recht in Drittstaaten (Länder außerhalb der EU).

Klebt dir nur jemand ein Pflaster auf, bekommst du direkt eine Rechnung ausgestellt, denn deine Krankenversicherung greift hier leider nicht. Nun sind kleine Behandlungen natürlich bezahlbar, in Südostasien sowieso, aber das Geld fehlt trotzdem in der Urlaubskasse.

Zudem können eventuelle Verlegungen oder zusätzliche Konsultationen schnell richtig teuer werden. So bitter das erst einmal auch ist, wenn du eine Reisekrankenversicherung hast, kannst du dir deine Auslagen immerhin erstatten lassen.

Dazu ist es zwingend nötig, alle Rechnungen und Behandlungsbelege aufzuheben, so dass diese nach deiner Reise eingereicht werden können. Reisekrankenversicherungen kosten übrigens keine 20 Euro im Jahr.

Aus all diesen genannten Gründen empfehlen wir jedem, eine Versicherung abzuschließen.

Reiseapotheke

Bei einer Reise nach Malaysia ist es absolut nicht erforderlich, die Riesen-Reiseapotheke mit sich herumzuschleppen, die oft empfohlen wird. Du brauchst nicht gegen alles ein Mittel. Denn zum einen gibt es Apotheken in Malaysia. Es gibt sie zahlreich, die sind super ausgestattet, die Preise für Medikamente sind viel niedriger als bei uns und die Verständigung auf Englisch geht meist problemlos über die Bühne.

Zum anderen kennst du dich und deine Verfassung selbst am besten und weißt ja, zu welchen Wehwehchen du neigst. Du bekommst nie eine Erkältung? Dann kannst du das dritte Hustenmittel vielleicht zu Hause lassen. Kopfschmerzen kennst du nicht? Dann brauchst du auch in Malaysia keine Familienpackung Paracetamol.

Andersherum nimmst du vielleicht regelmäßig bestimmte Medikamente, hast Allergien oder bekommst gelegentlich Migräne? Dann solltest du die entsprechende Ausstattung auf keinen Fall vergessen. Hierzu zählt im Übrigen auch Verhütung. Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Hier findest du alles Wissenswerte und viele Tipps zur Reiseapotheke für Malaysia.

Hygiene-Tipps

Schaut man während seiner Recherche aufs Thema Gesundheit, begegnet einem ein Merksatz immer und immer wieder: „Peel it, cook it, boil it or forget it“. Dahinter steckt der Grundsatz der WHO für die Ernährung in tropischen Ländern. Um Durchfall und sonstige Erkrankungen zu vermeiden, sollte man seine Speisen geschält und auf irgendeine Weise durchgegart essen.

Auch wird man bei jeder Gelegenheit ermahnt, Leitungswasser auf keinen Fall zu trinken und am besten auch auf Eiswürfel zu verzichten. Diese Empfehlungen möchten wir an dieser Stelle gern ein bisschen einordnen, damit du nicht in Panik verfällst und dich nur noch von Cola und Frittiertem ernährst.

Erstens: Die Empfehlung stammt von einer Behörde (WHO) und wird durch andere Behörden (z.B. Auswärtiges Amt) weitergetragen. Diese sind dazu verpflichtet, immer in Worst-Case-Szenarien zu denken und vor allen möglichen Gefahren zu warnen.

Zweitens: Überraschung, auch die Malaysier verderben sich nicht gerne den Magen, deshalb werden Speisen natürlich gewissenhaft zubereitet und gegart serviert. Richtige Lebensmittelvergiftungen kommen daher auch gar nicht so häufig vor.

Was manchmal für eine Lebensmittelvergiftung gehalten wird, ist Reisedurchfall, der jedoch nichts mit verdorbenem Essen zu tun hat. Und jeder, der beides schon einmal gehabt hat, kennt den Unterschied ganz genau.

Leitungswasser, ja, das solltest du nicht trinken und auch nicht zum Zähneputzen verwenden. Es wird einfach nicht auf Trinkwasserqualität aufbereitet und enthält viele Keime, die nichts in deinem Körper verloren haben.

Eiswürfel hingegen werden industriell hergestellt, deshalb finden wir sie relativ unbedenklich. Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, steht es dir natürlich frei, die Regeln der WHO zu befolgen, dann bist du auf der sicheren Seite.

Aber es ist möglich, dass du dich dabei um kulinarische Erlebnisse bringst, und das muss einfach nicht sein.

Einzige Ausnahme, bei der wir wirklich in aller Vehemenz vom Verzehr abraten möchten, ist rohes Seafood – also Fisch, Garnelen oder sonstige Meeresfrüchte. Diese können üble Parasiten übertragen.

Malaysia: Tipps für deine Reise

So viel zur Vorbereitung. Wie du dich verhältst und was es zu essen und zu bestaunen gibt, erfährst du natürlich auch bei uns. Darüber hinaus geben wir dir einen Überblick, wie du am besten im Land herum kommst. Lies hierfür auch gern in unserem Artikel über Verkehrsmittel in Malaysia.

Geld abheben und Bezahlen in Malaysia

Die Landeswährung in Malaysia ist der Ringgit (MYR oder RM abgekürzt). Ein Ringgit teilt sich in 100 Sen. Du wirst vermutlich mehr mit Scheinen als Münzen hantieren, von daher solltest du wissen, dass es diese in der Höhe 1,2,3,10,50 und 100 gibt.

Geldautomaten gibt es praktisch an jeder Straßenecke, zum Abheben kann jede gängige Kreditkarte und meistens auch deine EC-Karte genutzt werden. Die ATMs spucken bevorzugt 50 – oder 100-Ringgit-Scheine aus, diese sind jedoch meist zu groß, um damit an Garküchen oder auf Märkten zu bezahlen.

In Supermärkten und bei 7-Eleven werden diese jedoch problemlos akzeptiert, so dass du dort am besten deine Scheine klein machen kannst. Die gute Nachricht ist, dass malaysische Banken keine Fremdgebühr für das Geld abheben erheben – natürlich ist es aber möglich, dass deine Bank bzw. dein Kreditkartenanbieter ihrerseits eine Gebühr für das Abheben im Ausland verlangen. Deshalb solltest du immer Kreditkarten vergleichen, um dies zu vermeiden. Hier findest du die besten Reisekreditkarten ohne Auslandsgebühr.

Übrigens: An den Geldautomaten gibt es ein Limit von 1500 Ringgit (etwa 300 Euro) pro Abhebevorgang. Das führt oft dazu, dass Reisende mehrmals nacheinander Geld abheben, wenn sie zum Beispiel ihre Hotelrechnung bar begleichen oder weitere Abhebungen vermeiden wollen. Diese mehrmaligen Abbuchungen im Ausland können dazu führen, dass deine Bank ungewöhnliche Aktivitäten mit deiner Karte vermutet, und diese vorsichtshalber sperrt.

Wir empfehlen zum einen, die Hausbank einmal kurz darüber zu informieren, dass man in Malaysia unterwegs ist und zum anderen, nicht so viel Bargeld mit sich herumzutragen. Hotelrechnungen können meist direkt mit der Karte beglichen werden und Geldautomaten gibt es auch überall. Viel Bargeld zieht zudem gern die unerwünschte Art der Aufmerksamkeit auf sich.

Es ist empfehlenswert, eine Bargeldreserve mit in den Urlaub zu nehmen, am besten in US-Dollar. Für Malaysia ist dies aber nicht unbedingt erforderlich. Einen Notgroschen in der Socke zu haben, schadet natürlich nie, dabei ist die Währung aber egal. Da der Ringgit eine vergleichsweise stabile Währung ist, sind Fremdwährungen gar nicht so begehrt.

Möchtest du deinen Notgroschen ausgeben und tauschen, tu das am besten am Flughafen oder an offiziellen Wechselstuben – auf keinen Fall irgendwo auf der Straße. Statt des Notgroschens in bar könntest du natürlich auch eine zweite Kreditkarte nehmen.

Kultur in Malaysia: Do’s & Dont‘s

Das Leben und das tägliche Miteinander der Malaysier ist geprägt von unterschiedlichen Kulturen. Das Land ist ein multireligiöser Vielvölkerstaat, von dessen entspannten und friedvollen Miteinander sich einige andere Länder eine Scheibe abschneiden könnten.

Du begegnest hier im Allgemeinen extrem freundlichen und aufgeschlossenen Menschen, die gutes Englisch sprechen, und die zudem auch noch freundlichen Smalltalk sowie den Kontakt zu Reisenden schätzen. Kurzum: Der Kontakt zu Einheimischen ist unkompliziert herzustellen und es macht total Spaß, sich zu unterhalten.

Beachte dabei nur bitte immer die globale Regel des Smalltalks: Wir reden nicht über Politik oder Religion. Gesprächspartner werden dich immer zuerst nach deiner Familie und deinem Beruf fragen, das sind also immer gute Themen – auch, um selbst Fragen zu stellen. Darüber hinaus haben wir noch ein paar kleine Tipps, wie du Fettnäpfchen umgehen kannst:

  • Let me see you smile: Der größte Türöffner ist ein Lächeln. Grummelige Gesichter wirst du hier selten sehen, denn der Umgang der Malaysier miteinander ist stets geprägt von respektvoller Freundlichkeit. Das gilt auch für Touristen. Selbst wenn du eine Beschwerde vortragen oder auf einen Missstand hinweisen möchtest, tu dies bitte mit einem freundlichen Gesicht, ruhiger Stimme und ohne große Gestik. Es ist nicht nötig, dein Anliegen akustisch oder gestisch zu untermalen. Auch in Malaysia führen öffentlich vorgetragene große Emotionen zu einem Gesichtsverlust – und auf jeden Fall dazu, dass du nicht ernst genommen wirst.
  • Show some respect: Insbesondere in Bezug auf die mannigfaltigen Religionen im Land. Der Islam in Malaysia wird zwar eher moderat gelebt, trotzdem solltest du nicht wie selbstverständlich in jede Moschee marschieren (erkundige dich vorher, ob es als Nicht-Muslim okay ist) oder muslimischen Frauen einen Handschlag zur Begrüßung anbieten. Auch den Austausch von Zärtlichkeiten solltet ihr euch für das Hotelzimmer aufheben – ihr werdet dafür nicht bestraft, aber gern gesehen ist es definitiv auch nicht. Besonders beim Besuch einer Moschee solltet ihr eure Hände komplett bei euch lassen. Ansonsten gelten beim Besuch von Gotteshäusern – ganz gleich ob Moscheen oder Tempel – Kleidungsvorschriften. Mindestens sind Schultern und Knie zu bedecken, in Moscheen als Frau auch der Kopf. Informiert euch vorher unbedingt vor Ort und haltet euch genau an die Vorschriften. Hast du das Glück und bist bei einer malaysischen Familie zu Hause eingeladen, ziehe vor dem Eintritt auf jeden Fall die Schuhe aus. Das ist die absolute Knigge-Mindestsprunghöhe, auch für Touristen. Last but not least: Der Bikini und die Badehose gehören an den Strand, nicht ins Straßencafé – in Malaysia und überall sonst auf der Welt. Kann man ja nicht oft genug sagen.
  • Mind your drink: Eins ist klar: Wenn du auf der Suche nach einem Party-Urlaub bist, ist Malaysia nicht das beste Ziel für dich. Wie bereits erwähnt, ist Feiern in Nachtclubs hier nicht nur teuer, besonders die Drinks. Sich komplett zu betrinken und in dem Zustand draußen herumzulaufen, ist nicht üblich und auch nicht gern gesehen. Natürlich kannst du in eine Bar gehen und ein paar Bier trinken, wenn dir danach ist. Aber wir raten, besonders im Kontakt zu Locals und in muslimischen Gegenden, den Alkoholkonsum auf einem moderaten Niveau zu belassen – oder auf ihn zu verzichten.

Essen und Trinken in Malaysia

So vielfältig wie die Kulturen sind, so vielfältig ist auch die Küche in Malaysia, klar. Es gibt nicht die eine, malaysische Küche – obgleich es natürlich landestypische Gerichte gibt. Ansonsten sind die chinesischen und indischen Einflüsse natürlich durchaus spürbar, außerdem werden fast überall die muslimischen Speisevorschriften umgesetzt.

Die reichhaltige und vielfältige Küche genießen die Locals am liebsten an so genannten „food stalls“, also Garküchen bzw. Straßenimbissen – hier gibt es eine Übersicht der besten Streetfood-Adressen in Kuala Lumpur.

Darüber hinaus sind Food Courts in Einkaufszentren extrem beliebt, so wie natürlich „richtige“ Restaurants. Du siehst, auch in Malaysia ist auswärts essen oder zumindest essen zu holen Bestandteil der Esskultur. Besonders am Mittag und am Abend ist Essen nicht einfach Nahrungsaufnahme, sondern soziale Interaktion. Gegessen wird gern in großen Gruppen, alle Speisen kommen auf den Tisch, jeder bedient sich an allem.

Eine feste Menüfolge oder die Hoheit über einen Teller – das kennt man hier eher nicht. Malaysier essen traditionell mit der rechten Hand – und zwar nur mit der rechten, denn die linke gilt als unrein. Die Handinnenfläche nimmt die Speise auf, und der Daumen hilft, sie in den Mund zu befördern. Doch keine Bange, niemand erwartet von dir, dass du ebenfalls auf diese Weise isst. Löffel und Gabel sind eigentlich überall verfügbar (erst recht dort, wo es auch Touristen gibt), darüber hinaus liegen für die chinesischen Mitbürger immer Stäbchen bereit. So schön und einfach kann die multikulturelle Vielfalt sein.

Zum Essen gibt es, wie du dir mittlerweile fast denken kannst, keinen Alkohol. Trotzdem ist er, vorrangig für Touristen und sonstige Reisende, stets überall zu hohen Preisen verfügbar. Malaysier trinken neben stillem Wasser und Kaffee gern (auch kalten) Tee, der ja auch in ihrem Land angebaut wird. Auch frisch gepresste Fruchtsäfte sind überall zu bekommen.

Zu den bereits erwähnten muslimischen Speisevorschriften zählt im weitesten Sinne auch der Ramadan, der Fastenmonat, der in Malaysia natürlich spürbar ist. Muslime essen und trinken in dieser Zeit von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts. Das bedeutet aber keineswegs, dass du während dieser Zeit auf irgendetwas verzichten musst.

Klassische malaysische Gerichte, die du auf jeden Fall immer und überall bekommst und wirklich probiert haben solltest, sind zum Beispiel Nasi Goreng (gebratener Reis) und Mee Goreng (gebratene Eiernudeln), sowie Nasi Lemak (Reis, Sambal, gekochtes Ei, Gemüse und Erdnüsse), Laksa (Suppe mit viel Einlage) und Satay (Fleischspieße mit Erdnusssauce). Aber auch darüber hinaus gibt es so viel Leckeres zu entdecken. Hier erfährst du mehr zum Thema Essen und Trinken in Malaysia.

Märkte in Malaysia

Handeln gehört zum Marktbesuch ganz selbstverständlich dazu, und doch bringt es für uns Europäer, die dies eher nicht gewohnt sind, vor allem große Unsicherheit mit sich. Wir haben immer Angst, viel zu viel auszugeben oder viel zu wenig anzubieten. Deshalb genieren sich viele Reisende, überhaupt damit anzufangen.

Und ja, Handeln ist für uns tricky. Das wissen auch die Verkäufer und rufen deshalb manchmal das Dreifache des eigentlichen Preises auf. Du musst wissen: Dass wir Touristen überhaupt handeln, geschweige denn auf Augenhöhe, erwartet niemand. Wenn es dazu kommt, ist man eher überrascht, aber nicht auf eine negative Weise. Denn auch die Locals handeln untereinander, und das mitunter auch ziemlich lange.

Natürlich geht es dabei um ganz andere Beträge. Das ist auch okay, denn du musst bedenken, dass ein durchschnittlicher Europäer sehr viel wohlhabender ist als der durchschnittliche Malaysier. Und: Immerhin konntest du dir den Flug leisten, also lebst du wohl nicht am Existenzminimum. Das wissen natürlich auch die Verkäufer.

Trotzdem sind die Waren aus unserer Perspektive unschlagbar günstig, selbst mit Touristenaufschlag. Möchtest du dennoch gut verhandeln, geben wir dir folgende Tipps: Sei stets respektvoll, mach dich nie lustig und rede die Waren schlecht – selbst wenn du dein Gegenüber einfach nur unverschämt findest und dich über einen Preis ärgerst.

Wer richtig handelt, der handelt vor allem höflich und auf Augenhöhe. Mach deinen Frieden damit, dass du immer etwas mehr bezahlen wirst, als der Einheimische vor dir. Wenn es dir wirklich zu teuer ist und keine Chance auf Einigung besteht, verabschiede dich freundlich und geh einfach, statt stundenlang auf die Tränendrüse zu drücken.

Verhandle unbedingt nur über etwas, was du wirklich kaufen möchtest. Zum Spaß handeln, ein gutes Angebot bekommen und dann nicht kaufen, ist ein absolutes No-Go! Und last but not least: Wenn es gut lief, tut das Geschäft am Ende beiden ein kleines bisschen weh, und trotzdem hatten beide auch ein bisschen Spaß dabei.

Die größten Märkte hat auf jeden Fall die Hauptstadt Kuala Lumpur, aber auch jeder kleine Ort hat zumindest einen Lebensmittelmarkt, denn hier versorgen sich auch die Malaysier.

Märkte sind der Umschlagplatz für lokal angebaute Waren, hier treffen sich Erzeuger und Konsumenten. Auf vielen Märkten gibt es auch Kleidung, Souvenirs und zudem jede Menge fertige Speisen. Wir empfehlen dir ausdrücklich, jeden Markt mitzunehmen, denn sie sind tolle Orte, um Land und Leute kennenzulernen.

Abgesehen von Märkten erfreuen sich auch große Einkaufszentren in Malaysia wachsender Beliebtheit. Sie sind oftmals Treffpunkte für Freunde und Familien, um zu bummeln und zu essen. In jedem Einkaufszentrum befindet sich, meist in den oberen Etagen, ein Food Court. Das Essen hier ist extrem vielfältig, günstig, und daher sehr beliebt bei den Locals.

Ausflüge und Touren buchen

Die Sehenswürdigkeiten sind ein Grund, Malaysia zu besuchen. Das Land hat so viel zu bieten, ob Naturschutzgebiete und Dschungel für Naturliebhaber, die Attraktionen in der Hauptstadt Kuala Lumpur oder viel Geschichte und Kultur in Penang. Natürlich gibt es auch darüber hinaus viel zu entdecken.

Malaysia ist groß und hat noch viele Geheimtipps auf Lager. Und übrigens: Auch für Taucher rund Schnorchler ist Malaysia ein beliebtes Reiseziel, die Sehenswürdigkeiten befinden sich also nicht nur an Land.

Wenn du bereits in Malaysia bist und Ausflüge buchen willst, wird dir das sehr einfach gemacht. Zum einen kannst du alles an jeder Hotelrezeption organisieren lassen, zum anderen findest du in jedem Ort, in den schon irgendwann mal ein Tourist verirrt hat, so genannte travel agencies.

Du erkennst sie an den schreiend-bunten Aufstellern und Plakaten vor ihrem Geschäft, auf denen Touren beworben werden. Wo du buchst, bleibt dir überlassen. Es gibt unter den travel agencies natürlich auch einige wenige schwarze Schafe, die eher ihren Umsatz als deine Zufriedenheit im Auge haben. Dafür ist es über das Hotel oft ein bisschen teurer.

Zu vielen Attraktionen kannst du auch auf eigene Faust fahren, mit dem Roller oder dem Bus. Eintrittstickets gibt’s vor Ort immer.

Es gibt aber auch Ausflüge, bei denen ein Guide bzw. eine gebuchte Tour erforderlich und/oder dringend anzuraten ist, z.B. bei Nationalparks oder Zielen im Dschungel. Lies dir am besten ein paar Rezensionen online durch und hör dich vor Ort um, um den besten Anbieter zu finden.

Absolut seriöse Angebote findest du auch online bei:

Taxi fahren

Gerade in Kuala Lumpur solltest du dir den Stress ersparen, selbst aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen – und mal ehrlich, was gibt es nach einem langen Flug Besseres, als sich auf den Rücksitz eines Autos fallen und die ersten Impressionen der Megacity auf sich wirken zu lassen?

Doch bevor du dies tun kannst, möchten wir dir ein paar Infos mitgeben. In Kuala Lumpur gibt es zwei Arten von Taxen: Die zweifarbigen und gelben, die quasi zum regulären Preis fahren, und die blauen, die doppelt so teuer sind. „Hä?“ – fragt man sich da – „warum sollte ich denn doppelt so teuer fahren wie normal?“. Die blauen Taxis sind neuer und besser ausgestattet, und in ihnen herumzufahren ist vor Ort natürlich auch eine Art Statussymbol. Ob du darauf Wert legst, musst du natürlich selbst wissen.

Jedes Taxi ist mit einem Taxameter ausgestattet, für das Heranwinken wird ein Aufschlag von 2% fällig, der Nachttarif kostet 50% extra. So viel zur Theorie. In der Praxis fahren die Taxifahrer nämlich ganz genau so ungern mit dem Taxameter, wie auch in Thailand oder anderen Ländern Südostasiens.

Gern wird ein Festpreis angeboten, der gerade für Touristen um ein Vielfaches höher liegt, als es der Taxameter-Preis täte. Selbst, wenn du den Preis ein bisschen runtergehandelt bekommst, zahlst du immer noch kräftig drauf. Der klassische Taxi-Nepp ist also auch hier Gang und Gäbe.

Und was machen wir also nun? Verlangen, dass das Taxameter angestellt wird, klar. Doch das ist manchmal leichter gesagt als getan. Manchmal möchte man einfach nur ins Hotel, oder man schlägt sich schon mit dem dritten Taxifahrer herum, der sich weigert. Auch rund um die Sehenswürdigkeiten und die großen Treffpunkte, wie die Ausgehmeile Changkat Bukit Bintang und das Einkaufszentrum KLCC, ist es als Tourist mindestens schwierig, einen Taxifahrer zu treffen, der bereit ist „by meter“ zu fahren.

Und ja, im Zweifel wirst du stehengelassen. In diesem Fall kannst du nur in den sauren Apfel beißen oder dir eine Alternative überlegen. Die könnte so aussehen, dass du öffentliche Verkehrsmittel benutzt, oder dir schnell eine Taxi-App herunterlädst und dir damit ein Taxi rufst. Das Problem wurde nämlich durchaus erkannt, und so wurde die App „myteksi“ geschaffen, die öffentliche Taxis für den regulären Preis vermittelt. Auch „Uber“ ist hier eine gängige Alternative.

Beides ist seriös, zuverlässig und erspart dir die grauen Haare, die man von Verhandlungen mit Taxifahrern bekommt. Die Apps sind neben Kuala Lumpur in allen größeren Städten wie z.B. Melaka, George Town oder Ipoh anwendbar. Außerhalb dieser Städte kann man es versuchen, es wird aber schwieriger sein.

Hotels/Unterkünfte buchen

Zu den günstigsten Betten Südostasiens zählen jene in Malaysia nicht – dennoch sind auch gute Unterkünfte hier immer noch sehr preiswert. Und schaut man auf die Nachbarn Singapur und Brunei, kommt man in Malaysia doch deutlich günstiger weg.

Die Anzahl und das Preisniveau der Unterkünfte hängen sehr von der Region ab, in der du dich bewegst. Den besten Kurs gibt’s natürlich in Kuala Lumpur, auch in allen anderen größeren Touristenorten ist es kein Problem, eine Unterkunft zu einem guten Preis zu finden. Was die Art der Unterkunft angeht, so wird auch in Malaysia alles geboten – vom Hostel über Boutique- bis hin zu Luxushotels, Strandbungalows, Ferienwohnungen, Dschungel-Lodges und dergleichen mehr.

Bei Ausflügen nach Sarawak oder Sabah (Borneo) ist auch eine Übernachtung im „Longhouse“ eine Idee für dich. Dabei handelt es sich um große Gemeinschaftshäuser, wie sie traditionell von den Locals genutzt worden sind. Heute sind sie oft Bestandteil geführter Touren und stehen damit auch Touristen zur Übernachtung offen.

Beachte bei deiner Unterkunftsbuchung, dass die Preise zu großen Feiertagen, wie dem chinesischen Neujahr, extrem hochschnellen können. Auch solltest du im Fall von Malaysia ein bisschen die Haupt- und Nebensaison im Blick haben, zumindest für manche Regionen in Ostmalaysia. Hier sind in der Nebensaison viele Unterkünfte geschlossen. Ansonsten spricht aber natürlich nichts dagegen, auch in der rainy season zu reisen, im Gegenteil: Zu dieser Zeit ist viel weniger los und die Preise für Unterkünfte sind spürbar niedriger.

Übrigens: Bekommst du bei deiner Übernachtung einen „tax and service“- Aufschlag und wird eine Sondersteuer von 10 Ringgit abgerechnet, wundere dich nicht. Das ist beides recht so.

Im Allgemeinen empfehlen wir dir, dich bei deiner Buchung von Unterkünften einfach mal inspirieren zu lassen. Das geht am besten auf Buchungsportalen.

Hier findest du die Malaysia-Übersicht bei Booking.com und hier bei Agoda. Und hier erfährst du mehr zu Preisen und Tipps für Hotelbuchungen in Malaysia.

Inlandsflüge

Von A nach B zu fliegen, ist bei der Größe und Weitläufigkeit Malaysias einfach nur praktisch und auch bei den Einheimischen beliebt. Im Land verkehren zahlreiche Budget-Airlines, allen voran AirAsia, die hier ihren Hauptsitz haben.

Darüber hinaus sind Firefly und Berjaya Air die gängigen Fluggesellschaften für Inlandsflüge. Bei der Buchung kann man sich als Südostasien-Neuling schon wundern, wie lächerlich niedrig die Preise teilweise sind – wie sprechen hier von 30 Euro und weniger für kurze Strecken. Das hat seine Richtigkeit und du kannst trotzdem bedenkenlos mit den genannten Airlines reisen.

Im Flieger bekommst du dann schon ein Gefühl dafür, warum du so wenig zahlen musstest. Von irgendeiner Art von Reisekomfort kann bei dem geringen Sitzabstand natürlich keine Rede sein, außerdem musst du alles extra dazukaufen: Gepäck, Sitzplätze, von Getränken und Snacks ganz zu schweigen. Aber trotzdem, schneller als mit dem Flieger geht es nicht. Inlandsflüge kannst du mit deiner Kreditkarte ganz einfach über die Website der jeweiligen Airline buchen.

Hier findest du eine Liste der wichtigsten Inlandsflughäfen und mehr Wissenswertes zu Inlandsflügen in Malaysia.

Zugtickets, Bustickets, Fährtickets buchen

Wenn du etwas mehr Zeit hast und unvergessliche Impressionen vom Land einsaugen möchtest, ist eine Fahrt mit dem Bus sehr empfehlenswert. Das dauert zwar wesentlich länger, entschleunigt aber auch ungemein.

Außerdem sind die Reisebusse in Malaysia teilweise mit ihren Klimaanlagen und breiten Sitzen fast luxuriös ausgestattet – zumindest, wenn man ein paar mehr Euro für die Kategorie VIP bzw. Super VIP ausgibt. Bustickets sind auch für längere Strecken schon für 10 Euro oder weniger zu haben. Zu kaufen gibt es sie online bei den Busgesellschaften, bei 12go.asia und bei BusOnlineTicket. Mehr Infos kannst du in unserem Artikel zum Thema Bus fahren in Malaysia nachlesen.

Auch eine Zugfahrt kann ein wunderbares Erlebnis sein. Zugfahrten sind sowohl innerhalb des Landes möglich, als auch von und nach Singapur und Thailand. Die Hauptlinie führt dich entlang der Westküste, durchs Landesinnere fährt die sogenannte „Junge Railway“.

Auch auf Borneo ist Zugfahren möglich. Zugpläne und Tickets für Fahrten im Inland findest du auf der hervorragenden Website der malaysischen Bahngesellschaft KTM. Die Informationen zu Bahnverbindungen ins Ausland sind ein bisschen kompliziert zu finden – aktuelle und übersichtliche Infos gibt’s auf der privaten Seite seat61.com. Außerdem bekommst du natürlich bei 12go.asia einen Überblick über alle Verkehrsmittel.

Zumindest erwähnen wollen wir an dieser Stelle noch den berühmten Eastern and Oriental Express – eine der luxuriösesten Bahnverbindungen der Welt. Er verbindet diverse Ziele in Thailand, Laos und Malaysia mit Singapur. Eine Fahrt ist für Normalverdiener fast unerschwinglich, aber natürlich ein unglaubliches Erlebnis – auch, wenn es natürlich ein bisschen in die Kategorie „special interest“ fällt, denn am Ende ist es immer noch eine Zugfahrt.

Hier findest du alle Infos zum Zugverkehr in Malaysia.

Eine Reise zu Wasser ist zwar nicht nötig, aber möglich. Du kannst mit der Fähre zum einen von und nach Thailand fahren, es gibt zwei regelmäßige Verbindungen zwischen Satun (Thailand) und Kuala Perlis (Malaysia) sowie nach Langkawi. In beiden Ländern befindet sich direkt am Pier ein Immigration Office.

Zudem gibt es eine ganze Reihe Fährverbindungen zwischen Malaysia und Indonesien, zum Beispiel nach Tanjung Balaj auf Nordsumatra. Diese Tickets bekommst du direkt am Bootsanleger. Erkundige dich am besten vor Ort, wann die Fähren fahren, da die Informationen im Internet nicht unbedingt aktuell sind.

Auto oder Motorrad mieten

Wer Linksverkehr und teils chaotischer Verkehr nicht scheut, kann sich auch einfach einen Mietwagen nehmen und einen Roadtrip durch Malaysia machen. Alle einigermaßen bekannten Ziele sind mit super ausgebauten Straßen und guter Beschilderung miteinander verbunden, insofern erst einmal keine schlechte Idee. Auch nach Hat Yai (Thailand) und Singapur besteht eine Autobahnverbindung.

Möchtest du ein Auto mieten, halte dich am besten an die großen, bekannten Firmen wie Sixt, Avis oder Europcar. Kleine, private Anbieter sind zwar günstiger, dafür aber auch oft weniger seriös.

Auch solltest du dir gut überlegen, ob du in Kuala Lumpur fahren möchtest. Der Verkehr ist hier genauso hektisch und unübersichtlich wie in anderen asiatischen Großstädten und du solltest immer hellwach und aufmerksam fahren. Außerhalb der Megacity geht es schon wesentlich entspannter zu.

Übrigens: Don’t drink and drive. Das gilt natürlich immer und überall, aber in Malaysia kann auch ein Bier im Blut drakonische Strafen nach sich ziehen. Weiterhin werden Mietwagen meist erst ab 21 vergeben.

Für kürzere Strecken und innerhalb von bestimmten Regionen, wie den Cameron Highlands oder in Städten wie George Town, ist es auch beliebte Praxis, sich einen Roller zu mieten. Auch hier gilt: Sei immer aufmerksam und trage einen Helm – safety first!

Außerdem ist es Gold wert, sich vorab gut zu informieren (vielleicht im Hotel oder bei anderen Reisenden vor Ort), welcher Rollerverleih gut und seriös ist. Für 6- 8 Euro kannst du entweder einen Haufen Schrott oder ein vernünftiges Gefährt erhalten – zudem möchtest du ja hinterher nicht übers Ohr gehauen werden, was eventuelle „Schäden“ angeht.

Ein internationaler Führerschein ist übrigens für beides erforderlich, genau wie die Vorlage deines Reisepasses.

Inspiration: Sehenswürdigkeiten und Highlights

Nun hast du einen Überblick, was für die Organisation deiner Reise wichtig ist. Möchtest du direkt weitermachen und die Route planen? Dann kannst du hier weiterlesen:

Du möchtest deine Reise nicht selbst planen? Hier findest du attraktive Malaysia-Rundreisen, die sich individuell anpassen lassen.

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