Koh Tao: Zum Schnorcheln nach Hin Wong

Die Unterwasserwelt hat die felsige Bucht zu einem beliebten Ausflugsziel für Tauchboote und Schnorcheltouren gemacht. Wer etwas Ruhe sucht, der kann direkt für ein paar Tage hier bleiben. Zwei Bungalowanlagen bieten Seeblick und Erholung. Nur mittags wird es etwas hektisch.

Nach meinen positiven Schnorchel-Erlebnissen in der Tanote Bay ist es dieses Mal an der Zeit, eine andere Bucht auszuprobieren.

Koh Tao: Ao Hin Wong

Die Ao Hin Wong liegt im Nordosten der Insel und ist – wie so mancher Ort auf Koh Tao – nur über abenteuerliche Straßen zu erreichen.

Damit wir unterwegs nicht verloren gehen, holt uns jemand vom Resort direkt nach der Ankunft am Hafen ab. Auf der Ladefläche des Pickups arrangieren wir uns mit dem dort getürmten Gepäck und halten uns gut fest, als es die steilen Pisten rauf und wieder runter geht. Manchmal scheint es, als würden wir senkrecht fahren.

Bungalows mit Ausblick

Am Zielort angekommen macht sich ein Glücksgefühl breit. Das liegt jedoch nicht daran, dass wir die Anreise überstanden haben, sondern am hervorragenden Ausblick, der sich uns eröffnet, als wir die ersten Bungalows erreichen. Das gesamte View Rock Resort ist an einem steilen Hang gebaut, so dass es von jedem Haus eine fast ungehinderte Sicht auf das Meer gibt.

Das Wasser sieht aus wie glatt gezogen, Tauchboote liegen vor Anker. Am Ufer der kreisförmigen Bucht sind einige Felsen zu erkennen, dahinter liegt dichter Wald. Neben dem View Rock Resort am nördlichen Ende gibt es auch noch das eher in der Mitte der Bucht gelegene Hin Wong Resort. Ein dahinter stehendes mehrstöckiges Gebäude scheint leer zu stehen.

Unser Bungalow liegt weit oben am Berg. Das freut uns in diesem Moment. Und zwar nicht nur wegen der guten Aussicht. Wir sind froh, dass wir mit unserem Gepäck nicht weiter die steilen Treppen hinunter müssen.

Der Steinbungalow hat wie allen anderen einen Balkon mit zwei Stühlen und einem Tisch. Im Inneren ist er sauber und gepflegt, über dem Bett hängt ein Moskito-Netz. Zudem befinden sich dünne Plastikgitter vor den Fenstern, so dass diese auch abends geöffnet werden können, ohne die Mücken der Bucht zu einer Vollversammlung einzuladen. Strom gibt es von 18 Uhr bis 6 Uhr.

Korallen und Fische direkt am Ufer

Bevor wir alles auspacken, gehen wir hinunter zum Meer, um die ersten Schnorchel-Eindrücke zu sammeln. Am View Rock Resort gibt es statt eines Strands lediglich eine Steinterrasse mit rund 15 Liegen. Von dort führen ein Steg und eine Leiter ins Wasser.

Dort werden die Erwartungen nicht enttäuscht. Links an den Felsen entlang wimmelt es von Halsband-Anemonenfischen. Und auch sonst würde sich die Bezeichnung Fischsuppe als zutreffend erweisen. Rund um den Steg haben sich tausende kleiner Fische zu einem riesigen Schwarm zusammengetan, der sich beim hinein schwimmen öffnet und hinter mir wieder schließt. Ich bin zufrieden.

Nach einem Snack im Restaurant, das direkt über der Terrasse liegt, geht es zurück zum Bungalow. Die Lage hoch oben am Hang, über die wir uns eben noch gefreut haben, ist nun von Nachteil. Als wir keuchend oben ankommen, zittern die Knie. Aber die Aussicht entschädigt für alles. In den nächsten Tagen wird unsere Kondition zwar etwas besser, trotzdem überlegen wir uns jedes Mal genau, ob wir noch mal hoch laufen, wenn wir etwas vergessen haben.

Die Tage in der Ao Hin Wong verlaufen alle nach dem gleichen Schema. Nach dem Frühstück im Restaurant, das Essen ist gut und die Preise trotz des Monopols fair, folgt die erste Schnorchelrunde. Mittags lesen wir etwas und später geht es dann noch mal ins Wasser. Die Bucht verfügt über einige schöne Stellen, so dass es beim Schnorcheln nicht langweilig wird. Wir sehen jede Menge bunte Korallen und Fische, zum Beispiel Zackenbarsche, Wimpel- und Kaiserfische sowie einige Drücker (mehr Unterwasserbilder am Ende des Artikels).

Der für Motorboote abgesperrte Bereich auf der Südseite der Bucht lohnt sich. Um dort hin zu gelangen, solltet ihr euch ein Kajak im Restaurant ausleihen. Zum Hin Wong Resort kann auch geschwommen oder geschnorchelt werden. Einen Fußweg am Ufer gibt es nicht.

Viel Ruhe – außer mittags

Was mir gut gefallen hat, war die nette Atmosphäre im Restaurant. Die Getränke kann man sich selbst aus dem Kühlschrank holen, bezahlt wird erst am letzten Tag. Die Bucht eignet sich gut, um ein paar Tage runter zu kommen. Wer Party sucht, ist hier falsch. Es ist eher ein Ort, an dem man früh ins Bett geht.

Gestört wird die Beschaulichkeit allerdings in der Mittagszeit. Dann kommen jede Menge (Speed-)Boote in die Bucht, zum Teil sogar von Koh Samui. Nach dem Schnorcheln besuchen einige Gruppen das View Rock Resort. Da kann es passieren, dass auf der eben noch verwaisten Terrasse rund 50 Leute sitzen und ihr Mittagessen einnehmen.

Nach etwa zwei Stunden verschwinden die Boote jedoch nach und nach und die Ruhe legt sich wieder über die Bucht.

Weitere Tipps zur Hin Wong Bucht

  1. Der Preis für einen Bungalow mit Doppelbett und Ventilator beginnt je nach Saison bei etwa 400 bis 500 Baht pro Nacht. Zudem gibt es Familienbungalows mit Klimaanlage ab ca. 2.000 Baht.
  2. Die Tauchschule im View Rock Resort hat geschlossen. Das nette Personal vermittelt jedoch Tauchgänge und stellt Equipment zur Verfügung.
  3. Auch zum Schnorcheln könnt ihr euch hier alles ausleihen. Von der Brille bis zu den Flossen, die es für 100 Baht am Tag auch in Schuhgröße 47/48 gab.
  4. Kreditkartenzahlung ist gegen einen Aufschlag von 5 Prozent möglich. Einen Geldautomaten gibt es in der Bucht nicht. Daher notfalls rund um den Fähranleger noch mal Geld abheben, bevor es nach Hin Wong geht.
  5. Im Restaurant gibt es kostenloses WiFi, das jedoch – vor allem zur Abendessenszeit – sehr langsam ist.
  6. Das Tauschregal verfügte bei unserem Besuch über eine hohe Anzahl deutscher Bücher.
  7. Wer vom View Rock Resort zum Hin Wong Resort schwimmt oder schnorchelt, kommt am einzigen kleinen Sandstrand der Bucht vorbei. Dort befindet sich Mol´s Bar. Wer sich dort hinlegen will, wird bisweilen recht schroff aufgefordert, 50 Baht zu bezahlen oder sich ein Getränk zu kaufen.

Weitere Infos:

Weitere Bilder von Ao Hin Wong

Unterwasserbilder

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