Was du bei einer Inseltour auf Koh Phangan erleben kannst

Wenn du möglichst viel von Koh Phangan sehen möchtest, kannst du an einer Tagestour über die Insel teilnehmen. Zum Programm gehören einige der schönsten Strände sowie Tempel und ein Wasserfall.

Abgesehen von den Full Moon Partys am Haad Rin, wegen derer sich Koh Phangan einen einschlägigen Ruf erarbeitet hat, geht es auf der restlichen Insel eigentlich eher ruhig zu. Koh Phangan hat tolle Strände und Buchten, darüber hinaus eine wunderschöne und üppige Vegetation, aber wenige klassische Sightseeing-Highlights. Das macht gar nichts, denn die wenigen, die es gibt, sind sehr besonders.

Das Sightseeing-Programm kannst du kompakt im Rahmen einer Inseltour erleben, die sowohl von den Hotels, als auch von Agenturen in den kleinen Ortschaften angeboten wird. Wir haben eine solche Inseltour gemacht, und von meinen persönlichen Highlights möchte ich euch gerne berichten.

Inseltour Koh Phangan

Der Tag startete morgens in unserem Hotel, unser Guide begrüßte uns an seinem Jeep. Leider hatten wir, ausgerechnet an diesem Tag, nicht das beste Wetter. Es nieselte, der Himmel war grau – nun ja, im Juni ist eben Regensaison. Wir befanden uns im Nordosten der Insel, am Thong Nai Pan Noi Beach, und arbeiteten uns von hier aus teils querfeldein im Uhrzeigersinn, vor.

Than Sadet Beach und Wasserfall

Der erste Stop unserer Tour war der Than Sadet Beach, mit dem gleichnamigen Than Sadet Wasserfall. Beides gehört zum Than Sadet Nationalpark, genau so wie der Berg Kao Ra und ein Waldgebiet. Der Wasserfall Than Sadet ist der größte der Insel und hatte schon reichlich royalen Besuch. Angefangen mit König Rama V (18. Jahrhundert), der den Wasserfall zuerst besuchte, waren eine ganze Reihe ehemaliger Herrscher Thailands fasziniert von seiner Schönheit und pilgerten regelmäßig hierher – zuletzt auch der kürzlich verstorbene König Bhumibol. Vielleicht deshalb gilt das Wasser des Wasserfalls als heilig und wird bis heute in Zeremonien verwendet.

Nun hat so eine Regenzeit ja auch Vorteile, nämlich den, dass man sich an einem rauschenden Wasserfall erfreuen kann – in der Trockenzeit hingegen findet man hier mitunter nur kleine Rinnsale vor. Der Fluss des Wasserfalls mündet ein Stück weiter in der Bucht Had Than Sadet, die wirklich schön ist und selbst an regnerischen Tagen wie die perfekte Postkarte aussieht.

Chinesischer Tempel

Weiter ging es quer durchs Gelände, der nächste Halt war direkt mein persönliches Highlight des Tages – trotz Regenschauer, trotz grauen Himmels. Wir waren am Chinesischen Tempel angekommen. Der Chinesische Tempel wurde, so erzählte man uns, von einer Amerikanerin gegründet, die eines Nachts vom chinesischen Buddha Jaomae Kuanim träumte. Er gab ihr im Traum den Auftrag, den Tempel für ihre Mitmenschen zu erbauen.

Geträumt, getan – sie gründete daraufhin eine Stiftung zur Finanzierung und 1992 war der Bau des Tempels fertiggestellt. Es handelt sich hier also eher um eine spirituell-künstlerische Initiative, als um jahrtausendealte Geschichte – trotzdem sollte man den heiligen Stellenwert des Tempels nicht unterschätzen, und selbstverständlich sind auch hier beim Betreten die Schuhe auszuziehen, sowie Knie und Schultern zu bedecken.

Innerhalb des Tempels befindet sich ein Abbild von Guanyin, der chinesischen Göttin des Mitgefühls. Aber mal vom religiösen Part abgesehen: Der Kontrast des bunten Tempels zum üppigen Dschungel ringsherum ist schlicht atemberaubend. Noch heute erfreue ich mich der Fotos, die ich dort gemacht habe – trotz des nicht ganz optimalen Wetters. Ich empfehle einen Besuch sehr, und irgendwann komme auch ich noch einmal bei gutem Wetter hierhin zurück. Übrigens: der Tempel hat von morgens bis spät nachmittags geöffnet und man zahlt hier einen kleinen Eintritt (ich meine, es waren 40 Baht).

Wat Khao Tham Tempel

Weiter ging es Richtung Süden, zum Aussichtspunkt des Wat Khao Tham Tempels. Von hier aus kann man – theoretisch – in der Ferne Koh Samui sehen, aber wie ich ja schon erwähnte, war das Wetter nicht so gut. Deshalb wurden wir weder mit einer tollen Aussicht noch mit einem langen Aufenthalt beglückt.

Trotzdem ist die ganze Anlage sehr schön, extrem urig, und ein sehr spiritueller Ort. Begrüßt wurden wir von Schildern, die uns dazu ermahnten, still zu sein und nicht mit den Mönchen zu sprechen. Es handelt sich hier um ein Meditationszentrum, deshalb sind respektvolles Verhalten und absolute Stille bei einem Besuch unbedingt geboten.

Mittagspause in Thong Sala

Inzwischen war es Mittag und die Mägen knurrten, daher verschlug es uns in die Inselhauptstadt Thong Sala. Hier gibt es Märkte, viele kleine Restaurants, und vor allem den Pier für die ankommenden und abfahrenden Fähren. In Thong Sala lebt fast die Hälfte der Bewohner Koh Phangans, vielleicht hatten wir uns deshalb etwas mehr vom Ort versprochen. Letztendlich haben wir uns ausgeruht, etwas gegessen, und sind über den Markt gebummelt – aber zum Verweilen lädt Thong Sala nicht so richtig ein.

Mae Haad Beach

Nach der Stärkung fuhren wir weiter zum Mae Haad Beach – ein schöner Sandstrand, der durch eine Sandbank mit der Insel Koh Ma verbunden ist. Hier gibt es einiges zu sehen – allerdings eher unter der Wasseroberfläche. Zum Schnorcheln ist der Mae Haad Beach wunderbar; man begegnet hier vielen bunten Fischen und mit etwas Glück sogar Schildkröten oder kleinen Riffhaien. Generell herrscht auch hier eine entspannte, aber touristische Atmosphäre, wie an den meisten Stränden, die wir an diesem Tag besucht haben.

So auch am Malibu Beach, unser nächster Halt im Norden der Insel. Dieser befindet sich an der Bucht im kleinen Fischerdörfchen Chaloklum und hat seinen Namen vom Hotel Malibu Beach Bungalows, eine lokale Instanz, geführt von einer Thai-Familie. Den Strand finde ich irgendwie magisch, weil er einfach anders ist. Dicht bewachsen von verschiedensten Bäumen und Sträuchern, pudrig weiß, mit Aussicht auf das idyllische Örtchen – hier kann man verweilen, oder zumindest eine Vielzahl schöner Fotos machen.

Fazit Inseltour

Damit endete unsere Inseltour – wohl wissend, dass es noch viel mehr zu sehen gibt. Wir haben unterwegs auch an einigen Stränden mehr gehalten, als ich hier aufgezählt habe – jedoch konnte ich mir leider nicht jeden Einzelnen merken (und es war auch nicht jeder bemerkenswert). Zurück an »unserem« Strand, dem wunderbaren Thong Nai Pan Noi, zog ich folgendes Fazit:

Die Inseltour war schön, und man gewinnt einen guten Überblick, aber im Nachhinein hätte ich sie wahrscheinlich für mich persönlich etwas anders gestaltet. Ich hätte lieber mehr Tempel und Natur gesehen, denn davon hat Koh Phangan durchaus viel zu bieten. Weil jedoch die meisten Touristen ausschließlich wegen der Strände hierher kommen, kann es passieren, dass du, wie wir, von Strand zu Strand gefahren wirst. Ja, es gibt Schlimmeres, und die Strände sind zweifelsohne toll. Aber abhängig davon, ob man eher Strand- oder Kulturmensch ist, sollte man sein Tagesprogramm auf jeden Fall mitgestalten.

Ich werde irgendwann nochmal hierher zurückkommen und mir Zeit für alles nehmen, was ich verpasst habe. Koh Phangan ist einen weiteren Besuch auf jeden Fall wert und in meinen Augen deutlich schöner als Koh Samui. Es geht hier ruhiger zu, die Insel ist sehr viel grüner, und dabei tatsächlich nicht ganz so überrannt vom Tourismus. Wer feiern will, fährt meist direkt in den Süden zum Haad Rin, wo die Full Moon Partys stattfinden – überall sonst ist es, insbesondere in der Nebensaison, sehr entspannt.

Kosten Inseltour

Faul, wie wir in diesem Urlaub waren, haben wir die Inseltour übers Hotel gebucht – die einfachste, aber wahrscheinlich auch teuerste Variante. Je nach Dauer der Tour liegen die Preise, so meine ich mich zu erinnern, zwischen 35 und 75 Euro pro Person. Mit Sicherheit kann man diese irgendwo günstiger buchen, z.B. in Thong Sala, wo es viele Touranbieter gibt.

Hotels

Wir haben eine Woche im Hotel Panviman (hier anschauen bei Agoda bzw. booking.com) verbracht – ein eher teures Hotel, bei dem wir aber aufgrund der Nebensaison ein echtes Schnäppchen gemacht haben.

Wer sich, so wie wir zu diesem Zeitpunkt, mal richtig was gönnen will, sollte sich eine Villa mit privatem Pool buchen – ehrlich, das der Himmel auf Erden, ich träume heute noch davon.

Aber Achtung: Dies ist für Menschen mit Liebeskummer wahrscheinlich der schlimmste Ort der Welt, denn es handelt sich hier um ein typisches Honeymoon-Hotel, in dem alles nach Romantik schreit. Ich war mit meiner besten Freundin da, und ich bin mir sicher, dass uns viele eher für ein Paar als für Freunde gehalten haben. Auf jeden Fall war unser Bett entsprechend dekoriert.

Weitere Unterkünfte:

Reiseorganisation

Über Geldautomaten, sowie über die An – und Abreise, braucht ihr euch keine Gedanken machen. Koh Phangan mag nicht so aussehen, hat aber eine perfekte touristische Infrastruktur. Der nächste Flughafen befindet sich auf Koh Samui (Bangkok Airways) oder auf dem Festland in Surat Thani (Air Asia) – von beiden Orten gibt es in regelmäßigen Abständen Fährverbindungen, pragmatisch und perfekt organisiert, wie überall in Thailand.

Fährtickets kannst du u.a. bei 12go buchen.

Ihr solltet auf jeden Fall an DEET-Spray denken. Koh Phangans Natur ist mehr als wunderschön, beherbergt aber auch tag- und nachtaktive Moskitos jedweder Gattung. Alleine vom Weg zum Hotelzimmer zur Rezeption bin ich einmal so arg zerstochen worden, dass ich anschließend ein Mittel gegen Juckreiz eingenommen habe.

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