Khao Sok National Park Tour: Wunderschöne Tage auf dem Ratchaprapha See

Im Khao Sok Nationalpark hast du die Auswahl zwischen einer großen Anzahl an Touren. Beliebt ist der Ausflug zum Ratchaprapha See. Was dich dort erwartet, erfährst du hier im Reisebericht mit vielen Tipps und Fotos.

Der Khao Sok Nationalpark ist wegen seiner wunderschönen Landschaft ein beliebtes Reiseziel. Von Vorteil ist auch seine Lage, denn er ist in relativ kurzer Zeit unter anderem von Khao Lak, Phuket oder Krabi zu erreichen.

Kim Weisenberger war dort und hat an einer Zwei-Tagestour zum Ratchaprapha See teilgenommen. Nachfolgend findest du ihren Bericht. Mehr Reiseerlebnisse von Kim gibt es auf ihrem Blog EARTHtralia.

Und hier findest du mehr zu Nationalparks in Thailand.

Reisebericht Khao Sok Nationalpark

Ich hatte mehrfach gehört, dass der Khao Sok National Park zu den besten Nationalparks in Thailand gehört. Also habe ich mich von Bangkok aus mit dem Zug auf den Weg gemacht. Vor Ort buchte ich dann einen Zwei-Tages-Trip.

Es hat sich gelohnt, denn die Tour war eine der besten, die ich bisher in meinem Leben gemacht habe. Der Khao Sok Nationalpark gehört definitiv zu den schönsten Zielen in Thailand.

Am Ende des Textes findest du auch noch ein Video, das dich hoffentlich komplett davon überzeugt, diese tolle Tour bei deiner nächsten Reise einzuplanen.

Anreise mit dem Zug: Bangkok – Surat Thani – Khao Sok

Ich hatte viel Zeit im Gepäck und nahm daher einen Bummelzug über Nacht von Bangkok nach Surat Thani. Du hast bei Nachtzügen in der Regel die Wahl zwischen zwei Arten von Betten (oberes oder unteres Bett) oder auch drei Sitzkategorien. Du denkst dir jetzt sicher, dass das Bett bei einer Fahrt von 11,5 Stunden über Nacht die beste Wahl ist. Ich habe mich nach dem Ratschlag eines Freundes jedoch für ein Sitz-Ticket in der 2. Klasse entschieden (ca. 400 Baht/ungefähr 10 Euro).

Warum? Die Sitze sind einfach superbequem und auch noch günstiger als die Betten! Du hast dort viel Beinfreiheit und weit nach hinten verstellbare Ledersitze. Toll waren auch die old-school Ventilatoren. Der Zug ist die ganze Nacht mit offenen Fenstern gefahren, was schon sehr cool war. Einen Sonnenaufgang im Zug, während diese herrliche Landschaft an dir vorbeizieht, das ist etwas Besonderes.

In Surat Thani angekommen musst du dich zwischen einem unbequemen aber günstigen Local-Bus oder einem Minivan entscheiden. Ich dachte mir, dass die zwei Stunden leicht auszuhalten sind, daher habe ich für 150 Baht (ca. 3,75 Euro) den Bus nach Khao Sok genommen.

Du wirst am Bahnhof in Surat Thani wie immer energisch von Minibus-Fahrern zugeschwätzt. Daher musst du ebenfalls energisch nach dem Bus nach Khao Sok fragen. Irgendwo läuft dort jemand durch die Gegend und verkauft die Tickets.

Der Bus hält unterwegs überall, wo jemand ein- oder aussteigen möchte. Der Hauptstopp für Khao Sok ist ein kleiner staubiger Platz direkt an der Hauptstraße 401 in der Nähe des Khao Sok Tree House Resorts. Von dort wirst du je nach gebuchter Unterkunft entweder abgeholt oder musst dir ein Taxi nehmen.

Unterkunft für die erste Nacht

Es gibt dort nur wenige Hostels und günstige Unterkünfte. Zu zweit kannst du dir ein Doppelzimmer in einigen Resorts leisten, alleine wird es allerdings schon etwas teurer. Ich habe mir eine Nacht im „Green Valley Khao Sok“ gegönnt. Die Unterkunft war sehr schön, die Besitzerin superfreundlich, und es gibt gutes Essen.

Das Restaurant war aber doch etwas teurer als andere. Hier empfehle ich dir, ca. 10 Minuten Richtung Hauptstraße zum Restaurant „ThaiHerb“ zu gehen. Dort war das Essen günstiger und sehr lecker.

Rund um die Unterkunft und die Straße, an der sie liegt, gibt es nicht viel zu sehen. Du findest dort lediglich ein paar Restaurants und hier und da ein Minimarkt. Dafür kannst du vom „Green Valley“ aus allerdings gut ein paar Wasserfälle bewandern, da das Hotel nicht weit vom Parkeingang liegt.

Hinweis zur Unterkunftauswahl: Allgemein sollte dir bewusst sein, dass du in einem Dschungel schläfst, was bedeutet, dass es sehr viele Moskitos und auch anderes Krabbelviehzeug gibt. Wenn du einen Bambus Bungalow buchst, wirst du, sobald du abends das Licht einschaltest, vermutlich eine Menge Insekten im Zimmer haben. Achte auf Moskito Netze über dem Bett und gehe erst unter das Netz, wenn alle Lichter aus sind, da die Tiere sonst durch das Netz kommen (ja das war der Horror, glaub mir!).

Zwei-Tages-Tour zum Ratchaprapha See

Wie in anderen Nationalparks auch gehst du hier natürlich vor allem wandern, um den Dschungel zu entdecken. Von Halbtagestouren bis zu mehreren Tagen »Survival Training« gibt es so ziemlich alles. Am interessantesten fand ich allerdings die Zwei-Tages-Tour zum Ratchaprapha See.

Ich habe mich vor der Buchung genauer bei Tripadvisor informiert und dabei herausgefunden, dass es zwei Arten der Unterkunft für diese Zweitagestour gibt: entweder bei Ton Toey in schwimmenden Bambus Bungalows (eher schlechtere Bewertungen) oder alternativ die schwimmenden Smiley Lakehouses (gute Bewertungen).

Meine Empfehlung: Frage nach, wo übernachtet wird und buche die Tour mit Übernachtung in den Smiley Lakehouses (am besten zwei bis drei Tage im Voraus). Diese Unterkunft kannst du jedoch nicht überall buchen, da es darauf ankommt, mit wem dein Hotel bzw. Reisebüro einen Vertrag hat. Alternativ kannst auch direkt über deren Homepage anfragen.

Bootsfahrt auf dem Ratchaprapha See

Die nächsten zwei Tage waren eine der schönsten Touren, die ich jemals erlebt habe. Die Fahrt über den See mit dem kleinen coolen Longtailboot war atemberaubend. Du bist dort umgeben von großen mit Dschungel bewachsenen Kalksteinfelsen, und ich hatte das Gefühl im Film Avatar zu sein.

Die Lakehouses werden mit ein bis drei Personen belegt und sind einfach eingerichtet, aber sauber. Zwei recht bequeme Matratzen auf dem Boden und ein kleines eigenes Bad. Du kannst direkt vom Steg vor den Lakehouses in das fast schon warme Wasser des Sees hüpfen. Ein paar Kajaks stehen zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung und das Essen ist auch lecker.

Das absolute Highlight war die drei- bis vierstündige Wanderung. Es hatte allerdings am Tag zuvor viel geregnet und dementsprechend waren die Trampelpfade sehr, sehr matschig. Am Anfang sind alle noch um die Schlammlöcher herum gelaufen, aber nachdem wir nach ein paar 100 Metern den ersten Fluss hüfttief durchquert haben, sind alle mit Spaß durch die Schlammlöcher gestapft.

Einige Pfützen und Flussüberquerungen später kamen wir an einer Höhle an. Unser gesamtes Equipment musste nun in die wasserdichte Tasche des Guides. Das hatte einen guten Grund, denn nun sind wir mit Kopflampe ausgerüstet ein bis anderthalb Stunden durch die Höhle gelaufen. Wir mussten uns durch enge Spalten zwängen, Wasserlöcher und Flüsse durchqueren, einmal sogar drei Meter durch ein Wasserloch schwimmen und einen kleinen Wasserfall hochklettern.

Hier und da hingen Fledermäuse von der Decke und in einer großen Kammer wurden wir darauf hingewiesen, dass die leuchtenden Punkte Spinnen seien. Viele und große! Aber weit genug weg, keine Angst!

Nachdem wir völlig durchweicht waren, ging es wieder zurück zu den Lakehouses. Nach dem Abendessen folgte eine Nachtsafari, bei der wir Eulen und Baumkatzen gesehen haben. Danach konnten wir uns an der Bar noch ein Bierchen kaufen und mit der Gruppe zusammensitzen. Das haben wir alle sehr genossen, da es keine Moskitos oder sonstigen Stechtiere gab.

Wanderung zur Fledermaushöhle

Am nächsten Morgen stand vor dem Frühstück eine weitere Safari an, bei der wir sogar mehrere Affen sahen. Tiefe Wolken hingen über dem See, was dem Ganzen eine mystische Atmosphäre verlieh.

Es folgte eine weitere Wanderung, die allerdings nichts für schwache Menschen ist. Wir sind etwa eine Stunde bei extremer Hitze bergauf durch den Urwald gelaufen und waren froh, als wir an einer Höhle ankamen. Wir wurden zwar gut mit Wasser versorgt, aber die Wanderung hat mich an meine Grenzen gebracht. Bereite dich darauf vor, dass du zwei Stunden lang aus allen Poren schwitzen wirst.

In die Höhle sind wir nicht weit hineingelaufen. Wir haben uns dort aber eine riesige Kammer angeschaut, bevölkert mit Tausenden von Fledermäusen. Auch eine kleine Schlange kreuzte unseren Weg.

Der Rückweg war angenehmer, da es nur bergab ging. Am Ausgangspunkt wieder angekommen sind viele direkt in den See gesprungen, um sich abzukühlen. Nach dem anschließenden letzten Mittagessen ging es zurück zum Anleger.

Bewertung der Zwei-Tages-Tour zum Ratchaprapha See:

Gut:

  • netter und lustiger Guide, der viel erklärt und gut auf seine Gruppe aufpasst
  • eine Nacht in einem kleinen schwimmenden Haus
  • in den See springen, wann du willst
  • abenteuerliche, spannende und einmalige Wanderungen
  • leckeres Essen und erfrischendes Obst zu jeder Mahlzeit, Wasser + Kaffee + Tee jederzeit kostenlos

Schlecht:

  • (Wander-) Schuhe sind am 2. Tag noch nass von der Wanderung am Vortag, aber man gewöhnt sich dran …
  • Die Wanderung am 2. Tag war bei der Hitze bergauf extrem anstrengend, nicht für alte/schwache Menschen geeignet.

Fazit der Tour zum Ratchaprapha See (Khao Sok Nationalpark):

Ich hatte sehr viel Spaß bei der Tour und kann sie dir nur ans Herz legen, falls du planst, den Khao Sok National Park zu besuchen. Ein tolles Abenteuer wartet auf dich, das du so schnell nicht vergessen wirst.

Schau dir mein Video an, falls du noch nicht überzeugt bist:

Daten und Fakten zur Tour:

Hier eine genaue Beschreibung meines Ablaufplans:

Tag 1 der Tour zum Ratchaprapha See

08.30 – 09.00 Uhr:
Pick-up vom Hotel, Fahrt zum kleinen Anleger am See, 15 Minuten Stopp bei 7-eleven und einem Markt

10.00 Uhr:
Fahrt per Longtailboot zu den Lakehouses

11.30 Uhr:
Ankunft, Zeit zum Relaxen, schwimmen und Kaya fahren.

12.30 Uhr:
Mittagessen in Buffet-Form (drei verschiedene Currys, Reis, Omelette, Ananas, Wassermelone, Wasser)

13.15 Uhr:
Fahrt mit dem Longtailboot zum Ausgangspunkt der Wanderung.

13.45 Uhr:
Wanderung durch den Dschungel und eine Höhle

16.30 Uhr:
Rückfahrt zu den Lakehouses

17.00 Uhr:
Zeit zum Schwimmen und Relaxen

18.00 Uhr:
Abendessen in Buffetform (drei verschiedene Currys, Reis, Omelette, frittierter Fisch, Ananas, Wassermelone, Wasser)

19.00 Uhr:
Nachtsafari mit dem Longtailboot (3/4 Stunde)

Tag 2 der Tour zum Ratchaprapha See

07.00 Uhr:
Morgensafari mit dem Longtailboot

08.00 Uhr:
Frühstück (Rührei, Toast, Butter, Marmelade, Ananas, Wassermelone, Tee, Kaffee)

09.00 Uhr:
Abfahrt mit dem Longtailboat

09.30 Uhr:
Wanderung durch den Dschungel und Besichtigung der Fledermaushöhle

12.30 Uhr:
Lunchpaket (fried rice, Ananas, Wassermelone)

13.30 Uhr:
Fahrt zurück zum Steg.

14.00 Uhr:
Fahrt zurück zur Unterkunft.

15.00 Uhr: Drop-off an der Unterkunft

Preis der Tour:

2.500 Baht + 300 Baht Parkeintritt (insgesamt ungefähr 72,- Euro)

Ein super Preis-/Leistungsverhältnis für das, was du in den zwei Tagen geboten bekommst.

Ein abschließender Tipp:

Unbedingt mitbringen: Kleidung + Badesachen+ feste Schuhe zum Wechseln, Sonnencreme, Flip Flops (der Steg ist sehr heiß), Taschenlampe, geladene Kamera.

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