Chiang Mai: Geheimtipps abseits der Touristenmassen

Du suchst ein paar Geheimtipps für Chiang Mai? Hier findest du Infos zu interessanten Zielen abseits der Standardrouten.

Chiang Mai ist schon lange gleichsam bei ausländischen wie auch bei einheimischen Touristen beliebt. Die Rose des Nordens zieht vor allem in der kühlen Jahreszeit, wenn Loy Krathong den Himmel und die Flüsse erhellt oder das Blumen-Festival die Straßen in ein Blütenmeer verwandelt, unzählige Besucher an.
Nicht nur die faszinierenden Tempel locken die Besucher, sondern auch die wunderschöne Natur, in die Chiang Mai eingebettet ist.

Geheimtipps für Chiang Mai

Ich möchte dich heute aber zu den etwas versteckteren Orten der Stadt entführen. Eigentlich wollte ich diesen Ausflug mit dem Fahrrad unternehmen, was aber am Mangel an Leih-Fahrrädern gescheitert ist, worüber ich aber noch froh sein sollte.

Nachdem meine Unterkunft keine Fahrräder hatte und ich über eine halbe Stunde auf der Suche nach einem Drahtesel durch die halbe Altstadt geschickt wurde, habe ich mich dann doch für einen Roller entschieden. Es sei aber gesagt, dass ich dir einen Roller in Chiang Mai nur empfehlen kann, wenn du ein halbwegs sicherer Fahrer bist, denn der Verkehr in der Stadt ist mittlerweile enorm.

Zudem gibt es viele mehrspurige Straßen und Einbahnstraßen, was bedeutet, dass du oft U-turns fahren musst, um ans Ziel zu kommen. Außerdem solltest du die Karte auf jeden Fall als Offline-Version herunterladen, wenn du keine thailändische Simkarte hast. Oder die Google-Maps-Route mit GPS nachfahren, denn in den Gegenden, in die ich dich jetzt entführe, gibt es keine für uns lesbare Beschilderung.

Besuch beim großen Tiger – Kuan Im Chokchai

Aus der Altstadt führt der Weg südwärts. Am 3-spurigen Highway, der Mahidol Rd., biegst du kurz vor dem McDonalds rechts (Richtung Süden) in die erste Straße ab, denn die parallel verlaufende führt in eine Hotelanlage. Dann siehst du nach einigen hundert Metern auf der linken Seite einen Parkplatz und einen chinesischen Torbogen.

Im ersten Augenblick könnte man noch denken, dass es sich um einen gewöhnlichen chinesischen Tempel handelt, dann aber begrüßen dich im Garten ein überdimensionaler Tiger und Drachen. Das Beste daran ist, dass beide begehbar sind und wo kannst du sonst schon einem Drachen ins Maul klettern?

Die Tunnelwände sind mit sehr farbenfrohen Bildern aus dem Leben Buddhas bemalt und durch den Drachen gelangst du dann in den Tiger, der dich aus seinem Maul wieder „ausspuckt“. Am besten kannst du den Besuch des Tempels mit einer Hyperlapse-Aufnahme festhalten.

Der Tempel ist Guanyin gewidmet, einer der wichtigsten Gottheiten des chinesischen Buddhismus und steht unter anderem für Fruchtbarkeit und Barmherzigkeit und soll Reisende, Seefahrer und Bauern beschützen. Die Chancen stehen sehr gut, dass du hier der einzige Besucher bist. In Bangkok gibt es übrigens ebenfalls zwei Tempel dieser Organisation.

Ein Besuch hier lässt sich gut mit einem Abstecher zur ehemaligen Hauptstadt Wiang Kum Kam verbinden.

Wiang Kum Kam

Noch einige Kilometer südöstlich von Kuan Im Chokchai, auf der anderen Seite des Ping-Flusses, liegt diese ehemalige königliche Residenz, die im 13. Jahrhundert erbaut und fünf Jahre später bereits wieder von König Mengrai einige Kilometer weiter nördlich verlegt wurde. Das Ende der Siedlung war dann eine schwere Überschwemmung circa 300 Jahre später.

Heute kannst du immer noch den aus dieser Zeit stammenden und bis heute aktiven Tempel Wat Chedi Liam mit seinem beeindruckenden Chedi im Mon-Stil besuchen. Verziert ist dieser mit 60 Buddhastatuen und einem burmesischen Schirm, der wahrscheinlich auf die Restaurierung durch einen burmesischen Händler zurückzuführen ist.

Ebenfalls aus dieser Zeit und der wahrscheinlich bedeutendste Tempel des Komplexes ist Wat Khan Tom (Wat Chang Kham). Bei Ausgrabungen kamen hier viele Tontafeln zutage.

Komplett verschüttet in einer Obstplantage lag der Tempel Wat Pu Pia. Die Ruinen befinden sich an der westlichen Stadtmauer und erhielten ihren Namen von den Bewohnern, da kein Name überliefert war.

Waldtempel Umong

Jetzt geht es wieder zurück in die Stadt und an die Hänge des Doi Suthep. Hier liegt in der Nähe der Universität, versteckt in einem Wald, der sehr außergewöhnliche Höhlen- und Meditationstempel Umong.

Am besten nimmst du ein Tuk-Tuk oder einen Roller, um hierher zu kommen. Ende des 13. Jahrhunderts ließ König Mengrai den Tempel erbauen, der dann aber irgendwann von den Mönchen verlassen und erst 1940 wieder entdeckt und belebt wurde. Vom Parkplatz aus weisen dir überwachsene Buddhastatuen den Weg durch den Wald zu dem künstlich angelegten Hügel.

Ich war mir zuerst nicht sicher, welchen Weg ich nehmen sollte, aber am Ende führen alle ans Ziel. Besonders mystisch wird es, wenn du am späteren Nachmittag hierher kommst, du solltest aber einplanen, dass es vor allem hier im Wald schnell dunkel wird. Wat Umong ist bekannt für seine mehrtägigen Meditationskurse und den unterirdischen Teil des Tempels.

Auf dem riesigen Gelände, das größtenteils bewaldet ist, gibt es viel zu entdecken. So befindet sich vor der Höhle, von vier steinernen Löwen bewacht, die Nachbildung der indischen Ashok-Säule und auf dem Weg zum See stehen die „wisdom trees“ mit Sprüchen für die sinnsuchenden Besucher. Das Höhlenbauwerk aus Klinker ist von außen mit Moos überwachsen und im Inneren gibt es zahlreiche Gänge mit Gebetsnischen und Buddhastatuen.

Auf dem „Dach“ des Höhlentempels erhebt sich eine Stupa.

Cafes und Restaurants

In der Umgebung von Wat Umong gibt es zahlreiche nette Cafes und Restaurants wie das Begin Again, das Baan Kang Wat oder das No 39 Cafe das sich sehr malerisch um einen kleinen Teich gruppiert.

Silbertempel Sri Suphan

Dieser weitere außergewöhnliche Tempel liegt nur wenige Schritte außerhalb der Altstadt. Das Viertel rund um die Wualei Road ist bekannt für die Silberverarbeitung, die du bis heute in den kleinen Geschäften und Werkstätten sehen kannst. So ist auch der Ubosot des Tempels komplett mit kunstvoll geschmiedeten Silberplatten verkleidet worden und damit der einzige Tempel aus Silber im ganzen Land.

Leider ist der Zutritt zu diesem Gebäude für Frauen nicht erlaubt, aber der Tempel ist zum Glück von außen mindestens genauso sehenswert. Der Ursprung des Tempels reicht über 500 Jahre zurück, in denen er mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde, die Silberverkleidung hingegen ist jüngeren Datums.

Wat Pan Tao

Nicht mehr ganz so unbekannt, aber auf jedem Fall im Schatten des benachbarten Wat Chedi Luang, liegt dieser wunderschöne Teakholztempel im Lanna-Stil mitten in der Altstadt von Chiang Mai.

Er wurde ebenfalls im späten 14. Jahrhundert erbaut und diente der Versorgung des königlichen Tempels nebenan. Der hölzerne Wiharn war ursprünglich eine Thronhalle, die damals für jeden König neu erbaut wurde. Die „alte“ wurde zu diesem Wiharn “recycelt”.

Besonders sehenswert ist mit etwas Glück der Garten des Tempels, in dem die Mönche teils wunderschöne Szenarien aufbauen. Während des Yee peng Laternenfestivals erstrahlt er in einem Lichterzauber.

Hast du weitere Tipps für Chiang Mai?

 

Chiang Mai-Touren:

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