Bangkok Chinatown: Tempel, Streetfood und Märkte
Chinatown ist eines der beliebtesten Viertel Bangkoks und hat einiges zu bieten. Welche Sehenswürdigkeiten du bei einem Besuch nicht verpassen solltest, erfährst du in diesem Artikel. Dazu gibt es nützliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants.
Inhaltsverzeichnis
Chinatown liegt im Süden der Altstadt von Bangkok und ist eines der beliebtesten Viertel der Metropole. Es gilt als das größte und eines der ältesten Chinatowns der Welt. Leider schauen sich viele Besucher nur die zentrale Yaowarat Road an und stufen das Viertel dann mit „been there, done that“ ab. Das ist schade, denn Chinatown hat einiges mehr zu bieten.
Hier findest du nicht nur lebendige Straßenmärkte und vielfältiges Essen, sondern auch kuriose Läden und historische Tempel. Früher glich ein Besuch in Chinatown einer Zeitreise in die Vergangenheit. Besonders in Talat Noi, in der Soi Nana und in der Song Wat Road lassen sich jedoch immer mehr hippe Cafés, Restaurants und Bars entdecken.
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Reisetipps Chinatown – Das Wichtigste im Überblick
- Beste Reisezeit: Vom Dezember bis März ist es am schönsten in Bangkok. Ende Januar, Anfang Februar findet in Chinatown das Chinesische Neujahr statt.
- Budget: Die Preise in Chinatown sind in den touristischen Zonen wie Yaowarat Nachtmarkt oder Talat Noi eher hoch, in abgelegeneren Gegenden dafür um so niedriger.
- Unterkunft in Chinatown: Das Arun Sa Wad 103 NaNa ist in einem wunderschönen historischen Handelshaus untergebracht (Hotel ansehen bei: Booking / Agoda)
- Das solltest du gemacht haben: Du siehst die unzähligen Gerichte in den Garküchen, weißt aber nicht, was sich wirklich lohnt? Dann buche eine Streetfood-Tour in Chinatown.
- Weitere Ausflugsziele in der Nähe: Die nahegelegene Altstadt grenzt an Chinatown. Dort befinden sich unter anderem der Wat Pho und der Grand Palace.

Chinatown: Lage und Anreise
Der Bangkoker Bezirk Samphanthawong beherbergt auf circa zwei Quadratkilometern eines der größten Chinatowns der Welt. Es verläuft grob zwischen dem alten Hauptbahnhof Hua Lamphong und Phahurat (Little India) nördlich vom Fluss. Doch auch auf der anderen Flussseite sind mehrere Tempel und historische Häuser zu sehen, die den chinesischen Einfluss widerspiegeln.
Oft wird die Hauptschlagader Yaowarat Road mit ihrem touristischen Nachtmarkt fälschlicherweise mit Chinatown gleichgesetzt. Der größere Reiz des Bezirks liegt jedoch in den kleinen, verwinkelten Gassen mit ihrer langen Geschichte. Besonders hervorsticht hier die enge Sampeng Lane (Soi Wanit 1), das historische Herz von Bangkoks Chinatown.

Tagsüber erstreckt sich in der Sampeng Lane ein wuseliger und chaotischer Straßenmarkt, der sich rund 700 Meter parallel zum Fluss zieht. Er mündet im Yaowarat Old Market in die Yaowarat Road. In der Verlängerung durch die Soi Itsaranuphap geht das Markttreiben bis vor den chinesischen Tempel Wat Mangkon Kamalawat weiter.
Nach diesem Ausflug durch das historische Stadtzentrum bieten der Stadtteil Talad Noi und die Songwat Road einen interessanten Gegenpol. Gefühlt öffnet jede Woche ein neues, hippes Café in einem der historischen Gebäude, und es gibt immer neue Instagram-Fotospots mit Streetart. Während Talad Noi schon gentrifiziert ist, versucht sich die Songwat Road noch einen Namen zu machen.
Abends verlagert sich das Geschehen dann in die Soi Nana. In alten chinesischen Shop-Häusern bekommst du dort zu Livemusik oder DJs alkoholische Getränke. Einige der Bars haben Kultstatus, andere gibt es in dem sich stetig verändernden Barviertel noch nicht einmal ein Jahr.

Wie kommt man nach Chinatown?
Am schnellsten kommst du mit der U-Bahn, MRT nach Chinatown. Die Blue Line bringt dich direkt in das Gewusel an der Wat Mangkon Station. Auch die Sam Yot Station, westlich von Chinatown, ist nicht weit. Für Talad Noi steigst du am besten an der Haltestelle Hua Lamphong aus und läufst ein kurzes Stück. Am alten Hua Lamphong Bahnhof fahren nach wie vor einige Regionalzüge, vor allem die der Eastern Line.

Gemächlicher, aber interessanter ist die Anreise mit dem Chao Phraya Express Boat. Die lokalen Boote mit orangener Flagge halten am Marine Dept Pier direkt in Talad Noi. Auch nahe der Sampeng Lane und der Yaowarat Road halten sie am Ratchawong Pier. Auch das Touristenboot mit der blauen Flagge hält am Ratchawong Pier, aber nur dort.
Eine Anfahrt per Taxi in dieses Stadtviertel mit seinen engen Gassen ist nicht zu empfehlen. Besonders gegen Abend herrscht wegen dem Nachtmarkt in der Yaowarat Road Dauerstau. In Talad Noi sind die Straßen sogar so eng, dass Taxis dort gar nicht fahren können.
Die wendigeren Tuk-Tuks können den Verkehr teilweise umfahren und sind in Chinatown sehr beliebt. Allerdings musst du mit Touristenpreisen und einer gehörigen Portion Abgase rechnen. Nutze am besten die MuvMi App, um den üblichen Tuk-Tuk-Abzocken zu entgehen.

Chinatown: Infos und Erfahrungen
Chinatown ist wirklich etwas ganz Besonderes. Daran hat auch die fortschreitende Gentrifizierung nichts geändert. In manchen kleinen Gassen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Historische chinesische Handelshäuser prägen das Straßenbild, der Geruch von Kräutern aus den Apotheken liegt in der Luft und in den Schaufenstern hängen Haifischflossen und andere Kuriositäten.
Zwar ist Chinatown nicht mehr das Geschäftszentrum der Stadt, aber immer noch das Drehkreuz für die chinesische Kultur und den Handel. Es heißt, nicht alles, was glänzt, ist Gold, aber in Chinatown stehen die Chancen ziemlich gut. Immerhin gibt es dort noch weit über 100 Goldgeschäfte und eine Vielzahl glänzender Tempel.

Je nachdem, in welchem Teil von Chinatown du unterwegs bist, unterscheidet sich das Straßenbild. Auf der Yaowarat Road ist es ab dem späten Nachmittag laut und bunt. Überall leuchten die Neonschilder, der Verkehr ist – gelinde gesagt – chaotisch, und am Straßenrand wird gekocht, gebrutzelt und gegrillt. Dazu kommt der Geruch von Essen, der sich gerade frühmorgens und abends wie eine leckere Wolke über der Straße legt.
Die ehemalige Sampeng Lane ist nichts für Klaustrophobiker, denn mehr als zwei Personen passen hier nicht nebeneinander. Es wird gekauft und gehandelt, was das Zeug hält, und der Begriff „voll” bekommt hier eine ganz andere Dimension.
Talat Noi hingegen ist ein Paradies für alle, die Straßenkunst mögen. Kleine, labyrinthartig angelegte Gassen prägen das Viertel. Dazu kommen Wandmalereien und viele Handwerksbetriebe, die überwiegend mit Metall arbeiten. Dann gibt es noch die coole Soi Nana, in der sich eine Hipster-Cocktailbar an die nächste reiht und das entsprechende Publikum anzieht.

Chinatown ist zwar ganz anders als der Rest von Bangkok, aber trotzdem sehr vielseitig. Nimm dir auf jeden Fall Zeit, um dich ein bisschen zu verlaufen, zu bummeln und Fotos zu machen. An jeder Ecke erwartet dich eine kleine Zeitreise.

Chinatown: Sehenswürdigkeiten und Touren
Tempel in Chinatown
Es gibt einige schöne Tempel in Chinatown, wobei der Wat Traimit der bekannteste ist. Im Inneren sitzt der „Big Buddha“, der aus reinem Gold ist und 5,5 Tonnen wiegt. Der Tempel ist sehr touristisch und überteuert, aber ein Besuch des Goldenen Buddha und in dem angeschlossenen Chinatown Heritage Center lohnt sich trotzdem.
Wat Traimit auf Google Maps anschauen

Einer der ältesten Tempel Thailands von 1658 ist der Leng Buai La Schrein, gut versteckt im Straßenmarkt der Soi Itsaranuphap. Deutlich moderner, aber aus anderen Gründen interessant ist der Wat Chaiyaphum Karam ungewöhnlich gelegen im 7. Stock eines Parkhauses. Die Suche lohnt sich, denn von oben hast du einen tollen Blick über Chinatown zur Skyline Bangkoks.
Leng Buai La Schrein auf Google Maps anschauen
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Der vielleicht charakteristischste Tempel Chinatowns ist der Wat Mangkon Kamalawat, der „Dragon Lotus Temple“. Du siehst rote Laternen, viele Drachen und neben Buddhastatuen auch Guan Yin, die chinesische Göttin der Barmherzigkeit. Die typischen chinesischen Räucherstäbchen riechst du schon vor dem Betreten des Tempels.

Wat Mangkon Kamalawat auf Google Maps anschauen
Für Liebhaber kurioser Locations lohnt sich ein Abstecher hinter Wat Mangkon zum San Chao Pho Yi Ko Hong. Der kleine chinesische Tempel befindet sich auf dem Dach einer Polizeistation. Nimm einfach den Aufzug, es pilgern jeden Tag Hunderte Menschen dorthin.
San Chao Pho Yi Ko Hong auf Google Maps anschauen
Dem eindrucksvollen Chee Chin Khor auf der anderen Flussseite kannst du bei einer Bootsfahrt zuwinken. Aber auch ein Besuch dort lohnt sich, schon allein wegen des Blicks aus dem hohen Tempelturm über den Chao Phraya.
Chee Chin Khor auf Google Maps anschauen

Ein eher kurioser Tempel ist der Wat Chakrawat Rachawat Woramahawihan, der „Crocodile Temple“. Der ist das Zuhause für einige echte Krokodile. Zudem findet sich hier der ausgestopfte ‘Ai-bod’, ein einäugiges Krokodil, das aus dem Chao Phraya kam und hier Zuflucht fand.
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Der Besuch in den meisten Tempeln ist übrigens kostenlos, wobei man sich über eine Spende freut. Zudem ist angemessene Kleidung nötig.
Museen in Chinatown
Es gibt auch einige Galerien und Museen in Chinatown. Das wohl bekannteste ist das Yaowarat Chinatown Heritage Center, das im zweiten Stock des Wat Traimit untergebracht ist. Es ist zwar sehr touristisch, gibt aber trotzdem einen interessanten Einblick in die Entwicklung von Chinatown in Bangkok.
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Das Charoen Chai Museum in den engen Gassen am Wat Mangkon ist schwer zu finden. Das kleine Museum erklärt das Leben und die Geschichte der gleichnamigen Community. In dem Viertel lebten einst Schauspieltruppen für chinesische Opern. Viel größer und moderner, aber nur mäßig interessant ist das Talad Noi Museum.
Charoen Chai Museum auf Google Maps anschauen
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Kein richtiges Museum, aber trotzdem etwas ganz Besonderes, ist die So Heng Tai Mansion. Das Clanhaus ist schon über 200 Jahre alt und wirklich gut erhalten. Es liegt mitten in Talad Noi und beherbergt ein kleines Café. Dazu kannst du dir einige Räume des Hauses mit Schautafeln anschauen. Bei seinem letzten Bangkok-Besuch war auch Bundespräsident Steinmeier hier. Eine wirkliche Besonderheit ist der Pool im Zentrum der Mansion.
So Heng Tai Mansion auf Google Maps anschauen

Moderne Kunst auf fünf Etagen gibt es bei Over the Influence. Die Galerie bietet eine willkommene Abwechslung, wenn es dir bei deinem Chinatown-Besuch draußen zu laut und zu heiß wird. Außerdem gibt es Panoramafenster und damit einen tollen Blick über das Chinatown Gate und den Wat Traimit.
Over the Influence auf Google Maps anschauen

Shopping & Märkte in Chinatown
Die Sampeng Lane und der gleichnamige Markt sind wirklich ein absolutes Highlight, wenn du nach Chinatown kommst. Die kleine Gasse zieht sich über einen Kilometer, ist aber gerade mal breit genug für zwei Personen. Was gibt es zu kaufen? Die bessere Frage wäre – was gibt es nicht? Textilien, Kleidung, Keramik und Ramsch, Edelsteine, Uhren und dazwischen eine bunte Mischung an Souvenirs. Feilschen musst du hier nicht, denn alles ist unschlagbar günstig. Für eine Shoppingtour um Mitternacht öffnet der Sampeng-Nachtmarkt um 23:00 Uhr.
Sampeng Market auf Google Maps anschauen

In Chinatown gibt es aber nicht nur Billigware aus China. Das Klong Thom Center ist eine der besten Adressen in Bangkok für Elektronik, HiFi und Autozubehör. Kinderherzen schlagen dagegen im Mega Plaza höher. Die Mall hat sich ausschließlich dem Spielzeug verschrieben. Von Actionfiguren bis hin zu Bobbycars und Plüschtieren ist alles dabei. Auch „große Kinder“ kommen dank Sammelfiguren und Konsolen auf ihre Kosten.
Klong Thom Center auf Google Maps anschauen
Bist du auf der Suche nach asiatischen Antiquitäten, dann geh zur River City. Die Mall ist das Zentrum für antike asiatische Kunst in Thailand und es finden sogar regelmäßig Auktionen statt. Auch ein Besuch bei Tang Toh Kang darf in Chinatown nicht fehlen – es ist der älteste Goldschmied Bangkoks und in einem wunderschönen historischen Gebäude untergebracht.
River City auf Google Maps anschauen
Tang Toh Kang auf Google Maps anschauen

Immer mehr Shopping-Gelegenheiten gibt es außerdem in Talad Noi und in der Songwat Road. Der Laden im Photohostel & Photocafé hat ein gut kuriertes, aber touristisches Angebot, während es im Oyster and Things und in anderen Läden auf der Songwat Road eher ausgefallene Souvenirs gibt.
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Talad Noi Tour
Talad Noi ist ein ganz besonderes Viertel in Chinatown. Wenn du dich für Geschichte interessierst, solltest du unbedingt an einer geführten Tour teilnehmen. Der Guide erklärt dir mehr über die historischen Gebäude und zeigt dir die schönsten Ecken.
Neben Schreinen, Tempeln und alten Häusern ist Talad Noi auch für seine Straßenkunst bekannt. Überall findest du tolle Wandmalereien und Graffiti. Vergiss auf keinen Fall deine Kamera!

Chinatown Backstreets Food Tour
Auf der Yaowarat wird gegessen, bis der Bauch voll ist. Doch wo gibt es die besten Gerichte? Das erfährst du bei der „Backstreets Food Tour” von „A Chef’s Tour”. Die Tour führt durch die kleinen Gassen, die sich um Yaowarat schlängeln, um die besten Gerichte in den Küchen Chinatowns zu entdecken.
Auf dem Speiseplan stehen mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Dumplings, frische Meeresfrüchte, Satay-Spieße, Nudelsuppe mit Schweinebauch und leckere Hausmannskost. Aber auch einige gewöhnungsbedürftige Dinge stehen auf dem Programm, wie die berühmt-berüchtigte Durian, knusprige Heuschrecken und das überraschenderweise sehr leckere Sojasaucen-Eis.
Die Tour bietet eine tolle Mischung aus ungewöhnlichen Gerichten und beliebten Klassikern. Dank der etwa 15 Verkostungen bleibt garantiert niemand hungrig. Zudem bekommst du einen tollen Einblick in das Leben in Chinatown und erfährst mehr über die Kultur – nicht nur auf dem Teller.
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Restaurants in Chinatown
Essen steht bei Besuchern in Chinatown oft an oberster Stelle. Der Nachtmarkt auf der Yaowarat Road ist aber leider sehr touristisch geworden. An beliebten Ständen bilden sich lange Schlangen und die Preise sind für Streetfood sehr hoch. Besser du gehst zum Essen in die Seitenstraßen. Vor allem in der Phaeng Nam Road, die zur MRT Wat Mangkon führt, tummeln sich abends die Garküchen – selbst Austern gibt es hier.
In der parallelen Seitenstraße Soi Texas (Phadung Dao) findest du einige beliebte Seafood-Restaurants. T&K Seafood ist eine Institution in Chinatown, aber entsprechend lange sind die Schlangen. Ob sich das Anstehen wegen Fischen und gegrillten oder geschmorten Meeresfrüchten lohnt, musst du selbst wissen, musst du selbst wissen. Einheimische gönnen sich hier gerne eine Haifischflossensuppe.
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Tagsüber sind die Streetfood-Stände und Restaurants in einer weiteren Seitenstraße, der Mangkon Road, eine gute Alternative. Anders als in Thailand gibt es in China eine vegetarische Tradition, weswegen du versteckt in der Mangkon Road im authentischen Jae Oa Vegetarian vegetarisches Essen findest und nicht weit davon Jae Lee Vegetarian.
Jae Oa Vegetarian auf Google Maps anschauen
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Für authentisches Thai-Essen nimmst du am besten die Fähre (nicht das Expressboot) vom Ratchawong Pier zum Din Daeng Pier auf die andere Flussseite. Richtung Din Daeng Market gibt es hier sehr viel authentisches Streetfood, besonders abends.
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Lass dich ansonsten einfach von deiner Nase treiben und guck den Köchen auf die Grills und in die Töpfe. Es gibt auch abseits der Yowarat Road an vielen Ecken Streetfood, vor allem abends. Achtung, montags sind viele Garküchen geschlossen, weil das der Tag der Straßenreinigung ist.
Aber natürlich gibt es auch zahlreiche „richtige“ Restaurants in Chinatown, zum Beispiel das schön am Fluss gelegene Baan Rim Naam. Im Guay Jub Ouan Pochana werden schon seit über 50 Jahren Guay Jub Noodles gekocht. Diese gerollten Reisnudeln kommen in eine pfeffrige Suppe mit knusprigem Schweinebauch. Wer mag, lässt sich noch eine Kelle Innereien dazugeben.
Baan Rim Naam Songwat auf Google Maps anschauen
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Hast du Lust auf moderne chinesische Küche und leckere Cocktails, dann musst du unbedingt zu Ba Hao. Das coole, kleine Restaurant liegt genau an der Ecke der Soi Nana und hat zudem zwei Zimmer, die du buchen kannst. Das Essen ist unglaublich gut – probier auf jeden Fall die Scallion Pancakes und die Mien Tan Noodles. Dazu eine „Drunken Mistress” und der Abend kann losgehen.
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Für einen tollen Blick über den Chao Phraya solltest du das Hong Sieng Kong in Talad Noi besuchen. Das Café hat eine schöne Terrasse und ab und zu gibt es Live-Musik. Während die Preise etwas höher sind, lohnt es sich hier für die Aussicht zu bezahlen.
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Bars und Nachtleben in Chinatown
Das Nachtleben in Chinatown hat sich seit einigen Jahren stark verändert, insbesondere dank der Entwicklung der Soi Nana. Für viele Thais ist die Szenestraße synonym zur Hipster-Cocktailbar Teens of Thailand, aber auch Asia Today ist angesagt. Craft-Beer gibt es in der Pijiu Bar , Sangria im El Chiringuito und kreative Cocktails im Ba Hao.
Teens of Thailand auf Google Maps anschauen
Asia Today auf Google Maps anschauen
Pijiu Bar auf Google Maps anschauen
El Chiringuito auf Google Maps anschauen
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Das Brown Sugar ist eine alteingesessene Jazzbar, die aus der Nähe der Khao San Road auf die Soi Nana umgezogen ist. Ebenfalls Livemusik, aber mit traditioneller Thai-Musik findest du in der Tep Bar. Zum Chillen bietet sich die Dachterrasse des Wallflower Café an.
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Für die meisten Bars hier musst du ein bisschen tiefer in die Tasche greifen – billiges Bier und Cocktails aus Plastikeimern wie in der Khao San Road suchst du hier vergeblich. Die Soi Nana ist außerdem nicht zu verwechseln mit dem Rotlichtviertel Nana in der Sukhumvit Road!
Die Neonschilder der Yaowarat Road von oben kannst du vom Balkon des Widdershins bewundern – wenn du die Speakeasy Bar versteckt in einem beliebten Nudel-Restaurant überhaupt findest. Im Red Rose, der Bar des Shanghai Mansion auf der Yaowarat Road, gibt es oft Live-Musik und dazu innovative Cocktails mit CBD. Ganz legal natürlich!
Widdershins auf Google Maps anschauen
Red Rose auf Google Maps anschauen
Es lohnt sich eine nächtliche Tour durch Chinatown bereits vor 18 Uhr zu starten. Die Aussicht zum Sonnenuntergang vom River Vibe über den Chao Phraya ist wunderschön. Später folgt dann die Parade der Dinner-Cruise-Schiffe.
Und die Aussicht vom Sky View 360 auf dem höchsten Gebäude Chinatowns kann sogar mit den Skybars in Bangkoks Innenstadt mithalten. Im selben Gebäude befindet sich die GenZ Bar mit Open-Air-Terrasse. Ein entspannter Ort, um mit einem Getränk den Sonnenuntergang zu genießen.
River Vibe auf Google Maps anschauen
Sky View 360 auf Google Maps anschauen
GenZ Bar auf Google Maps anschauen

Hotels und andere Unterkünfte in Chinatown
Auch in Chinatown gibt es einige Unterkünfte für verschiedene Budgets für deinen Urlaub. Auf schicke moderne Wolkenkratzer und Luxushotels musst du dabei allerdings verzichten. Stattdessen gibt es Boutiquehotels, simple Hostels und charmante Gästehäuser.
Wichtig: Viele Unterkünfte sind in alten chinesischen Handelshäusern untergebracht. Diese sind oft mit sehr steilen Holztreppen versehen und haben keinen Aufzug. Wenn du sehr viel Gepäck und Mobilitätsprobleme hast, dann bist du hier vielleicht nicht richtig.
Gut und günstig:

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Mehr Komfort:

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Ganz schön schick:

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Fazit zu Chinatown
Für uns ist Chinatown nach wie vor eines der aufregendsten Viertel Bangkoks und auf jeden Fall einen Besuch wert. Dich erwarten leckeres Essen, wuselige Straßen und Märkte sowie eine interessante Geschichte. Da die Gentrifizierung aber auch hier fortschreitet, solltest du nicht zu lange mit deinem Besuch warten.
Es lohnt sich außerdem, die Standardrouten zu verlassen und von der Yaowarat in kleine, unbekannte Gassen abzubiegen. In Chinatown macht Verlorengehen besonders viel Spaß und unterwegs findest du garantiert noch den einen oder anderen verborgenen Schatz.


