Manila: Alle Tipps für deine Reise

Manila ist die Hauptstadt der Philippinen und hat als Reiseziel nicht gerade einen guten Ruf. Wer aber genau hinschaut, kann einiges entdecken. Hier findest du nützliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Transportmitteln und Anreise.

„Bucht euren Flug nach Manila unbedingt so, dass ihr dort keinen Aufenthalt mehr habt, sondern direkt auf die anderen Inseln weiterreisen könnt“ – das ist noch eine der schmeichelhaftesten Aussagen, die im Netz über die philippinische Hauptstadt zu finden sind.

Wenige Orte in Südostasien kommen bei Reisenden so schlecht weg wie Manila. Doch warum ist das so?

Nun, die Probleme eines Landes werden eben nirgendwo sonst so sichtbar wie in seiner Hauptstadt – und im Fall der Philippinen sind das leider einige. Gleichzeitig bekommt man aber auch nirgendwo ein besseres Gefühl für Land und Leute als in der Hauptstadt, und das gilt auch für die Philippinen.

Manila ist das pure Chaos, hektisch und anstrengend. Aber auch lebhaft, bunt und noch voller Geheimtipps. Wir möchten gern dafür werben, der philippinischen Hauptstadt eine Chance zu geben oder sich zumindest sein eigenes Bild zu machen – denn was gibt es Spannenderes, als eine Stadt, die sich an vielen Ecken und Enden eben nicht für Touristen herausgeputzt hat?

Wie der Manila-Aufenthalt am besten gelingt, erfährst du hier. Viel Spaß beim Lesen!

Reisetipps für Manila

Die Kernstadt Manila wird übrigens offiziell als „City of Manila“ bezeichnet, „Metro Manila“ hingegen bezeichnet die ganze Metropolregion. Diese besteht aus 16 Städten mit mehreren Millionen Einwohnern.

Manila-Stadt ist mit seinen Theatern, Museen, Universitäten und internationalen Unternehmen das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Philippinen, sowie der wichtigste Verkehrsknotenpunkt. Zugleich ist Manila aber auch ein Ort der Gegensätze, wo protziger Reichtum auf bitterste Armut trifft.

Das ist auch ein Faktor, der viele Reisende abschreckt, denn diese Gegensätze prägen das Stadtbild. Das erste, was viele nach der Ankunft wahrnehmen, sind die ausufernden Slumviertel – um sodann ihre Unterkunft in Malate oder Makati zu beziehen, wo die Luxushotels, Wolkenkratzer und Shoppingmalls sind. Dass das Bauchschmerzen bereiten kann, ist klar.

Traurige Berühmtheit haben auch Manilas „Smokey Mountains“ erlangt – die Müllberge der Stadt, in und von denen viele tausend Menschen leben, indem sie im Müll nach Blechdosen, Flaschen und dergleichen suchen. Auch das bereitet Bauchschmerzen.

Die amtierende Regierung trägt auch nicht besonders dazu bei, den durchwachsenen Ruf zu reparieren. Doch der Wandel steht auch in Manila vor der Tür. Die jüngere Generation der „Manileños“ ist gerade dabei, der Stadt ein neues, cooles Gesicht zu geben.

Überall öffnen Galerien, Craft-Beer-Stores, Bars mit Live-Musik und hippe Food Trucks. Mag man also jetzt noch „Manila – nein danke“ sagen, trotzdem wagen wir die Prognose, dass die philippinische Hauptstadt in ein paar Jahren richtig angesagt sein wird.

Und wer will nicht gern live dabei sein, wenn die Stadt sich so verändert? Auch das altehrwürdige Manila ist mit seiner Kolonialgeschichte und den damit verbundenen Sehenswürdigkeiten durchaus interessant.

Also, es stimmt: Manila ist eine schwer durchschaubare Großstadt mit unglaublich vielen Gesichtern, die einen in wenigen Stunden durchkauen und wieder ausspucken kann.

Aber wenn du dich ganz unvoreingenommen auf sie einlässt, wirst du – das versprechen wir – auf die ein oder andere Weise überrascht. Und geht es nicht genau darum beim Reisen?

Wissenswertes vorab

In den letzten fünfzig Jahren hat sich die Bevölkerung der Metro Manila mehr als verfünffacht, der Großraum zählt zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt.

Gegründet wurde Manila allerdings schon um 1500, als Ergebnis eines gegen Brunei verlorenen Krieges. Die damals als unter dem Namen Tondo bekannte Stadt wurde wegen ihrer strategisch günstigen Lage an der Bucht eingenommen und wurde von den Bürgern fortan „Maynilad“ genannt – dem heutigen Namen Manila schon sehr ähnlich.

Es folgten dunkle Jahre der spanischen Kolonialherrschaft, womit die Philippinen eine der längsten Kolonialgeschichten aller Länder haben. Damals, in der Mitte des 16. Jahrhunderts, wurde auch die Festungsstadt „Intramuros“ von den Spaniern errichtet, die heute eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Manilas ist.

Die Spanier formten Manila fortan am Reißbrett nach mediterranem Vorbild: Im Zentrum eine „Plaza“ als zentraler Versammlungsplatz, ringsherum Straßen im Schachbrettmuster.

Als Spanien 1898 den spanisch-amerikanischen Krieg gegen die USA verlor, wurden die Amerikaner zunächst neuer Kolonialherr der Philippinen, bis 1942 japanische Truppen weite Teile Südostasiens besetzten, auch den Inselstaat.

Im Jahr 1946 gelang endlich der Schritt in die Unabhängigkeit und Manila wurde Mitte der 1970er-Jahre erneut offizielle Hauptstadt. Nun waren auch die Schäden des Zweiten Weltkrieges größtenteils beseitigt.

Die Stadt erfuhr einen kometenhaften Aufstieg. Das war auch die Zeit der Marcos-Diktatur. Unter dem Vorwand „Probleme in muslimischen Gebieten“ erklärte der damalige Präsident Ferdinand Marcos den Ausnahmezustand und erstickte sämtliche oppositionelle Stimmen im Keim.

Während seiner Amtszeit rutschten die Philippinen tief in die Auslandsschulden, da viel Geld in Prestigeprojekte gesteckt wurde, das die Philippinen gar nicht hatten. Vielleicht war das der Anfang vom wirtschaftlichen Ende.

In den 1980er-Jahren wurde es dem Volk zu bunt und es demonstrierte, zunächst mit Unterstützung der Kirche, später dann auch mit der vom Militär. Dem sah sich auch Marcos nicht mehr gewachsen und flüchtete ins Exil.

Seit 1987 sind die Philippinen wieder eine Präsidialrepublik. Doch damit war leider nicht wieder alles Übel geheilt – denn auch gewählte Präsidenten erlauben sich einstweilen massive Verfehlungen.

Ohne zu tief ins Detail gehen zu wollen: Seit dem Ende der Marcos-Diktatur waren politische Unruhen und Korruption quasi an der Tagesordnung, so dass es nicht möglich war, das Land wirtschaftlich und politisch weiterzuentwickeln.

Eine stabile Demokratie lag auch mit der neuen Verfassung in weiter Ferne. Im Prinzip hat sich daran bis heute nicht viel geändert. Der amtierende Präsident Rodrigo Duterte, 2016 ins Amt gewählt, ist in erster Linie für seine kompromisslose Drogenpolitik und die damit zusammenhängenden Menschenrechtsverletzungen bekannt.

Quo vadis, Philippinen? Wir wünschen dem wunderschönen Inselstaat ruhigere Zeiten!

Orientierung

Manila liegt auf Luzon, der Hauptinsel der Philippinen, direkt an der Manilabucht. Die Stadt selbst ist gerade einmal 38 km² groß und beherbergt etwa 1,8 Millionen Einwohner – die gesamte Metropolregion aber umfasst sage und schreibe 636 km² und ist das Zuhause von unglaublichen 20 Millionen Menschen.

13% der philippinischen Bevölkerung lebt hier auf einer Fläche, die 0,21 % der Landmasse der Philippinen umfasst. Mit anderen Worten: In Manila ist es voll.

Da die Stadt zudem weniger als 10 Meter über dem Meeresspiegel lebt, ist sie auch akut vom Anstieg des Meeresspiegels, verursacht durch den globalen Klimawandel, bedroht.

Wie bereits erwähnt ist Manila-City von weiteren Städten umgeben, die alle zusammen die Metro Manila bilden. Die Städte sind unter anderem Malabon im Norden, Makati im Südosten, Quezon im Nordosten (die größte und wohlhabendste Stadt der Region) und Pasay im Süden.

Das Metropolgebiet ist aber kaum einzugrenzen und unterliegt auch unterschiedlichen Definitionen, da es sich durch die weiterhin rasant wachsende Bevölkerung äußerst dynamisch entwickelt.

Doch das ist nicht der einzige Faktor. Auch durch die maximal zweistöckige Bauweise in und die flächenhafte Ausdehnung der Slums wächst die Metropolregion ständig in ihrer Fläche.

Manila-City selbst ist in Distrikte und Verwaltungseinheiten gegliedert. Die für Touristen relevanten Distrikte mit der höchsten Dichte an Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants, sind im Wesentlichen Ermita, Intramuros und Malate.

In der globalen Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität landet Manila auf dem nicht so hervorragenden 137. Platz von 231.

Was du in Manila in machen kannst

Wer denkt, in Manila gäbe es nichts zu sehen, der irrt. Allein aus der spanischen Kolonialzeit sind wirklich interessante Sehenswürdigkeiten übrig geblieben, zudem erwartet dich die älteste Chinatown der Welt.

Einige der Highlight findest du nachfolgend aufgelistet – und hier eine ausführliche Zusammenstellung der Sehenswürdigkeiten in Manila.

Sehenswürdigkeiten und Ausflüge in Manila

Chinatown / Binondo

Binondo ist das älteste chinesische Viertel der Welt, erste Aufzeichnungen gibt es schon aus dem Jahr 1594! Schon deswegen lohnt sich ein Besuch unbedingt.

Wie alle Chinatown ist auch diese gleichzeitig Handelsplatz, Wohnort und Einkaufsmeile. Am besten orientierst du dich an der Hauptstraße, der Ongpin Street. Von hier aus gibt es keine typische Route zum Erkunden, lass dich einfach treiben und schau, wo du es interessant findest.

Intramuros

Der alte Kolonialdistrikt Manilas beinhaltet eine Vielzahl einzelner Sehenswürdigkeiten. Wenn du sehr geschichtlich interessiert bist und nichts verpassen willst, empfehlen wir, einen Guide vor Ort anzuheuern.

Aber natürlich kannst du Intramuros auch zu Fuß auf eigene Faust erkunden. Hier erwarten dich unter anderem das Fort Santiago, die Kathedrale von Manila und die San-Agustín-Kirche.

Rizal-Park

Der größte und bekannteste Park Manilas ist so vieles, was eine Stadt lebenswert macht: Grüne Oase, Spielplatz, Fotokulisse, Treffpunkt und Sportarena. Hier kommst du leicht mit Locals in Kontakt, denn die halten sich natürlich auch gern in ihrer Freizeit hier auf.

Tagesausflug nach Tagaytay

Etwa anderthalb Fahrtstunden südlich von Manila-City liegt die Stadt Tagaytay – von der du sicher noch nie etwas gehört hast. Schade, denn hierbei handelt es sich um ein besonders malerisches Fleckchen Erde.

Von dem etwa 670 Meter hohen Vulkan hast du einen unfassbaren Ausblick auf den Kratersee. Die umgebene Natur ist herrlich. In der Nähe gibt es auch einen Vergnügungspark – vielleicht super für einen Ausflug mit Kindern.

Essen & Trinken: Restaurants in Manila

Straßen voller Garküchen findest du in Manila leider nicht, die philippinische Hauptstadt ist (zu Recht) nicht gerade als Food-Mekka bekannt. Das beste und günstigste Essen findest du wie so oft auf den Märkten, besonders auf dem Tutuban Night Market und dem Greenfield Weekend Market. Hier kannst du für kleines Geld authentische lokale Gerichte probieren.

Wenn du aber zwischendurch auch mal Lust auf das einschlägige internationale Fast Food hast, hast du Glück, denn generell ist Essen auf den Philippinen günstig.

Abendessen in Restaurants mittlerer Preisklasse kann sich auch jeder Budget-Reisende leisten. Das Angebot an Restaurants ist überall entlang der Manila Bay besonders groß, besonders in Malate.

Auf jeden Fall mal austesten solltest du Manilas neue Feinschmecker- und Hipster-Food-Szene – abseits der Touristenviertel gibt es einige Food-Truck-Märkte, die richtig gute Burger, Tortillas und auch lokale Gerichte mit einem neuen Twist anbieten.

Nachtleben in Manila

Wer sich schon auf Party in Manila freut, wird nicht enttäuscht, denn hier findest du das ausschweifendste Nachtleben des Landes. Die meisten Bars und Clubs findest du in den Touristenbezirken Malate und Makati.

Zu den beliebtesten Clubs gehören hier zum Beispiel der Royal Night Club oder das The Island. Viele Bars und Clubs befinden sich ein paar Straßen hinter dem Baywalk in Malate, hier musst du einfach schauen, was dich anspricht.

Beachte bitte das auf den Philippinen geltende Alkohol- und Rauchverbot. Das bedeutet nicht, dass gar nicht geraucht und getrunken werden darf, aber eben nur in ausgewiesenen Bereichen (z.B. auch in den Clubs und Bars), aber auf keinen Fall auf der Straße. Hier können empfindliche Strafen verhängt werden.

Und eines möchten wir euch an der Stelle auch nicht verschweigen: Je später der Abend, desto schwieriger das Publikum. Und damit meinen wir gar nicht mal die Menschen in den Bars, sondern die davor. Die Philippinen haben ein Armuts- und Drogenproblem, welches sich seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie noch verschärft hat, und das in der Hauptstadt natürlich extrem sichtbar wird.

Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit wirst du mit bettelnden Kindern und Erwachsenen, offensichtlich Drogensüchtigen, Prostituierten und Obdachlosen konfrontiert, und zwar in einer Art und Weise, die du vielleicht nicht unbedingt gewöhnt bist.

Wie immer im Nachtleben gilt natürlich auch, auf seine Siebensachen aufzupassen, besonders auf Geld und Handy. Viel Bargeld würden wir ohnehin nicht mit uns herumtragen.

Das bedeutet alles nicht (!), dass Manila per se ein unsicherer Hexenkessel ist, aber es gibt Probleme im Land, die jeder sehen kann, und von denen solltest du wissen. Ein gewisses Maß an Vorsicht ist ja in jeder Großstadt angebracht.

Shopping: Einkaufstipps für Manila

In Manilas Malls und auf den Märkten gibt es jede Menge Möglichkeiten, Geld auszugeben. Vor allem bekommst du hier günstig Kleidung und Haushaltswaren.

Und auch, wenn die philippinische Hauptstadt keinen Ruf als Shopping-Metropole hat, stehen die Einkaufszentren, Märkte und Shops denen in anderen Städten Südostasiens in nichts nach – nur sind sie nicht international bekannt. Eine der größten Shoppingmalls der Philippinen ist die SM Mall of Asia, gelegen an der Bayfront und etwa 40 Hektar groß.

Vom Kino über günstige Klamotten bis hin zum Food Court findest du hier alles, was man an asiatischen Einkaufszentren liebt. Ein paar weitere der ungefähr 50 Malls im Stadtgebiet allein sind die SM Megamall und Robinsons Palace – aber wie gesagt, die Auswahl ist riesig.

Noch charmanter und interessanter sind natürlich immer Märkte, wie zum Beispiel der Legazpi Sunday Market oder der wunderschöne (und sehr fotogene) Tutuban Night Market. Hier kannst du günstig shoppen, Souvenirs erstehen und fantastisch essen!

Manila mit Kind

Ganz ehrlich: Manila steht nicht ganz oben auf der Liste der Top-Reiseziele für Familien bzw. für kleine Kinder. Der Verkehr ist chaotisch, es ist laut und stickig, und viele Attraktionen für Kinder gibt es nicht.

Wenn ihr aber auf der Durchreise sind und eine oder zwei Nächte hier verbringen „müsst“, gibt es auch schlimmeres. Haltet euch an die touristischen Stadtteile, denn diese sind einfacher zu begehen.

Was familiengerechte Ausflüge angeht, lohnt sich vielleicht ein Besuch im Vergnügungspark Star City, gelegen im Stadtteil Pasay direkt an der Manila Bay. Ansonsten bleiben noch diverse Spielplätze und Parks. Auch ein Ausflug nach Chinatown ist für viele Kinder sehr interessant.

Tipps für deinen Aufenthalt in Manila

Übernachten in Manila

Hostelbetten gibt es schon ab 10 € pro Nacht, gute Mittelklassehotels beginnen bei 30 €, etwas Luxus kannst du dir auch schon ab 70 € pro Nacht gönnen. Damit liegt Manila preislich im unteren südostasiatischen Mittelfeld.

Das Angebot an Unterkünften ist in einer riesigen Stadt wie Manila naturgemäß unerschöpflich. Viel bei Touristen beliebte Unterkünfte wirst du in den Stadtteilen Ermita, Makati und Malate finden, beide südlich von Intramuros an der Küste der Manilabucht.

Öffentliche Verkehrsmittel

Wir wollen es gar nicht groß beschönigen: Der Verkehr in Manila ist ein Albtraum. Die mangelhafte Infrastruktur macht die Fortbewegung beschwerlich und natürlich herrschen hier ganz eigene Verkehrsregeln.

Das größte Problem Manilas ist, dass es kaum große Hauptverkehrsstraßen gibt, weshalb sich der gesamte Verkehr durch relativ kleine und enge Straßen schlängeln und quetschen muss. Wenn es die Strecke hergibt, ist eher eine Fahrt mit der MRT oder der LRT zu empfehlen.

Die LRT fährt zwischen 05:00 und 21:00 Uhr zwischen Baclaran (Flughafennähe) entlang der Rizal Avenue nach Monumento. Die MRT verläuft entlang der EDSA nach Quezon City zur North Avenue.

Für kurze bis mittlere Strecken ist bei Reisenden jedoch die philippinische Variante des Tuk-Tuks am beliebtesten; die Tricycles. Dabei handelt es sich eigentlich nur um ein kleines Motorrad mit Beiwagen, in den üblicherweise zwei Personen passen.

Wie bei Tuk-Tuks muss der Preis verhandelt werden, etwa 50 – 300 Peso solltest du je nach Entfernung einplanen. Unschlagbar günstig und vielleicht auch für eine längere Strecke geeignet sind die Jeepneys. Es handelt sich hierbei um bunte Kleinbusse, die man einfach wie ein Taxi stoppen kann.

Dann müsstest du dich einmal kurz mit dem Fahrer darüber verständigen, wohin du willst, und ob das auf der geplanten Strecke liegt. Das ist nicht immer einfach, aber wenn es klappt, hast du ein echt aufregendes Fahrerlebnis vor dir.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch öffentliche Busse in Manila, diese sind jedoch wie überall manchmal schwer für Touristen zu durchschauen. Am einfachsten und bequemsten ist, wie immer, die Fortbewegung mit dem Taxi. Dabei hilft es vielleicht, zu wissen, dass der Fahrtpreis innerhalb des Stadtzentrums 200 Pesos eigentlich nicht übersteigen sollte, wenn alles seriös zugeht.

Budget: Wie teuer ist Manila?

Wie bereits beschrieben, ist Essen in Manila nicht teuer, auch gute Unterkünfte bekommt man günstig. Die philippinische Hauptstadt ist eben kein trendiges Reiseziel, was für das eigene Budget durchaus von Vorteil ist.

Klar, es gibt von allem immer auch die Luxus-Variante, falls du dir mal ein tolles Hotelzimmer oder ein besonderes Essen gönnen möchtest, wenn du aber auf den Euro schauen musst, ist Manila ein ebenso geeignetes Reiseziel!

Geldautomaten/Geld abheben in Manila

Dass es in einer Großstadt wie Manila genügend Geldautomaten gibt, muss man nicht extra erwähnen. Dass beim Abheben aber ordentlich Gebühren erhoben werden, schon.

Es fallen zum einen die Gebühren deiner Hausbank an, und zum anderen die Fremdgebühren der philippinischen Bank, bei der du abhebst – pro Abhebevorgang immerhin fast 5 Euro.

Musst du dann aufgrund des Automaten-Limits mehrfach nacheinander abheben, wird das schnell richtig teuer. Dies kann dir niemand ersparen, aber mit einer Kreditkarte, die gebührenfreies Abheben im Ausland erlaubt, kannst du immerhin die eigenen Auslandsgebühren umgehen.

Die Automaten akzeptieren alle gängigen Kreditkarten und in der Regel auch EC-Karten. Hier kannst du mehr zum Thema Geld wechseln und abheben auf den Philippinen kannst du hier nachlesen.

Medizinische Versorgung in Manila

Mal abgesehen von der häufigsten Reisekrankheit – dem Reisedurchfall – hast du in Manila wenig zu befürchten. Dieser ist vollkommen normal und sucht auch passionierte Traveller nach etlichen Jahren des Reisens noch hin und wieder heim.

Keime und Bakterien, die z.B. das Essen und sämtliche Oberflächen besiedeln, sind eben in jedem Land und manchmal auch regional unterschiedlich, und der Körper reagiert hierauf manchmal empfindlich.

Nach spätestens drei Tagen sollte diese Anpassungsreaktion aber vorüber sein. Ist sie das nicht, und kommen andere Symptome wie Fieber dazu, lasst euch bitte einmal durchchecken, denn dann ist es kein einfacher Reisedurchfall.

Sowieso: Mit Fieber immer einmal ab zum Onkel Doc, vor allem wenn es schnell steigt. Auch unangenehme Krankheiten wie das Dengue-Fieber und Malaria, die beide auf den Philippinen vorkommen, beginnen stets mit einem Anstieg der Körpertemperatur.

Vorbeugen kannst du den meisten Krankheiten durch Expositionsprophylaxe mit DEET-haltigem Mückenspray (schützt gegen Mückenstiche und dadurch gegen alle durch Mücken übertragbaren Krankheiten) und Reiseimpfungen (z.B. gegen Tollwut oder Typhus).

Lass dich vor deiner Reise auf jeden Fall von einem ausgebildeten Tropenmediziner zu Impfungen, Prophylaxe- und Hygienemaßnahmen beraten.

Solltest du vor Ort medizinische Hilfe benötigen, lautet die gute Nachricht, dass Englisch als Sprache sehr weit verbreitet ist, auch in Krankenhäusern.

Gute Krankenhäuser gibt es viele, aber das meiste positive Feedback im Netz erhält das St. Luke’s Medical Center, von dem es drei Niederlassungen allein in Manila gibt:

St. Luke’s Medical Center
Auf der Karte ansehen
Web: stlukes.com.ph
​​Öffnungszeiten: 24 Stunden

In Manila gibt es zahlreiche Apotheken, solltest du also mal Medikamente brauchen, ist das überhaupt kein Problem. Auch, wenn überall gutes Englisch gesprochen wird, solltest du präzise erklären können, was du brauchst.

Eine einfache Grundversorgung an Medikamenten dabeizuhaben, kann nicht schaden und erspart den Gang. Hier findest du Tipps für die Reiseapotheke, mit der alle gängigen Traveller-Krankheiten gut behandelt werden können.

Eine medizinische Behandlung außerhalb der EU muss immer direkt vor Ort bezahlt werden, da unsere heimische Krankenversicherung nicht auf der ganzen Welt greift. Du bist also gut beraten, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen – mit dieser kannst du dir die Behandlungskosten nach deiner Rückkehr erstatten lassen. Dafür solltest du unbedingt jeden einzelnen Behandlungsnachweis aufheben.

Packliste für Manila

Was man nicht im Kopf hat, ist immer schnell vergessen. Deshalb findest du hier einen Vorschlag für eine Packliste, bei der an alles und noch mehr gedacht ist. In Manila kannst du bis auf Reisepass, Kreditkarte und lebenswichtige Medikamente aber alles nachkaufen.

Klima, Wetter, beste Reisezeit

Als die beste Reisezeit für die Philippinen gelten die Monate von Januar bis Mai, also die Trockenzeit. Der April und der Mai können allerdings schon sehr heiß werden, hier hat die so genannte „hot season“ ihren Höhepunkt, von daher ist Februar der klimatisch schönste Monat.

Von Juni bis Dezember geht die rainy season bzw. die Übergangsmonate.

Eine Gefahr, der die Philippinen aufgrund ihrer Lage ganzjährig ausgesetzt sind, sind Taifune. Ein Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm, der im Pazifik entsteht. Die meisten Taifune entwickeln jedoch keine zerstörerische Kraft und verebben irgendwo im Ozean.

Manila: Events, Feste und Feiertage

Auf den Philippinen gibt es natürlich eine Reihe Feiertage, aber bis auf dass mal der ein oder andere Shop geschlossen sein könnte, hat das für dich als Tourist keine Relevanz. Möchtest du dir einen Überblick verschaffen, findest du hier eine gute Übersicht der Feiertage auf den Philippinen und ihrer Bedeutung.

Daten und Fakten

Wie ist die Zeitumstellung?

Manila (GMT/UTC +8) ist Deutschland, Österreich und der Schweiz während der Sommerzeit sieben Stunden voraus, zur Winterzeit sind es acht Stunden.

Wie ist die Währung?

Die Landeswährung ist der philippinische Peso, allein daran erkennt man schon, aus welcher Kolonie die Philippinen einst entflohen sind. Das Symbol für den philippinischen Peso ist das durchgestrichene P: ₱.

Da dies manchmal etwas schwer darstellbar ist, lautet die Abkürzung oft auch nur PHP. Ein Peso entspricht 100 Centavos. Banknoten sind in der Höhe 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 PHP erhältlich. Den aktuellen Wechselkurs kannst du hier nachschauen.

Welche Sprache wird gesprochen?

Tja, wenn da so einfach zu beantworten wäre – insgesamt werden auf den Philippinen nämlich 171 Sprachen gesprochen. Die offizielle Amtssprache ist Filipino, darüber hinaus wird besonders in Manila auch hervorragendes Englisch gesprochen.

Spanisch war aufgrund der kolonialen Vergangenheit bis in die 1970er eine weitere offizielle Amtssprache und wird auch heute noch von vieles Filipinos verstanden.

Wir sparen es uns an der Stelle, die restlichen 168 Sprachen aufzuzählen. Für den gemeinen Touristen ist ja eigentlich interessant, ob er sich auf Englisch verständigen kann. Antwort: Ja, kein Problem, wahrscheinlich sogar sehr viel besser als in den meisten anderen Ländern Südostasiens.

Wie viele Einwohner hat Manila?

Manila, im Sinne der City of Manila, hat etwa so viele Einwohner wie Hamburg, also ca. 1,8 Millionen. Die Metropolregion Manila aber, mit all ihren eigenen kleinen Städten, kommt auf sage und schreibe 20 Millionen Einwohner.

Post

In Manila gibt es viele kleine Post Offices. Postkarten und Briefe können guten Gewissens versendet werden, denn die philippinische Post gilt als zuverlässig.

WLAN /SIM-Karte

Im Hotel und in Cafés oder Restaurants kostenloses WiFi zu haben, ist ja wirklich nichts Besonderes mehr, auch in Manila nicht. Die Surfgeschwindigkeit ist in Manila gut, das sieht in abgelegeneren Gebieten der Philippinen teilweise auch ganz anders aus.

Mobiles Internet ist überall vorhanden und heute ebenfalls eine absolute Selbstverständlichkeit. Möchtest du auch das mobile Netz nutzen, solltest du dir eine günstige SIM-Karte mit Datenvolumen kaufen – Smart und Globe sind die Anbieter auf den Philippinen, die zu empfehlen sind.

Beide Anbieter haben die beste Netzabdeckung auf den Philippinen, ganz gleich ob im Norden oder Süden des Landes! Es gibt spezielle Angebote für Reisende, zum Beipsiel die Traveller SIM von Globe, deren Datenpakete mit 5 GB für 600 Peso beginnen (ca. 10 €) und zusätzliche 10 GB für Instagram und Facebook beinhalten.

Reiseführer für Manila

Wenn du unterwegs nochmal nachblättern möchtest, kannst du getrost auf die Klassiker von Stefan Loose oder Lonely Planet zurückgreifen. Ebenfalls empfehlenswert: der Reiseführer von Philippinen Tours.

Anreise und Weiterreise

Mit dem Flugzeug

Von Europa aus gibt es kaum Direktverbindungen nach Manila, einen Zwischenstopp beispielsweise in Singapur oder auf der arabischen Halbinsel in Dubai oder Abu Dhabi solltest du, je nach Airline, auf jeden Fall einplanen.

Dazu ist Manila noch ein Stück weiter von uns entfernt als der Rest Südostasiens und auch kein relevantes internationales Drehkreuz – all das macht Tickets etwas teurer als zum Beispiel nach Bangkok, aber auch nicht unerschwinglich. Hier erfährst du alles zur Anreise auf die Philippinen.

Der internationale Airport von Manila, der Ninoy Aquino International Airport, befindet sich ca. 7 Kilometer von Stadtkern entfernt und liegt damit einigermaßen zentral.

Wie bereits erwähnt gibt es keine Metro oder Ähnliches, mit der du in die City kommst, daher bleibt hier nur das Taxi. Doch hier wartet der klassische Taxi-Scam darauf, Touristen zu begrüßen.

Direkt am Ausgang der Ankunftshalle stehen unzählige Taxis und die Preise, z.B. ins Zentrum, sind transparent ausgeschildert. Super? Nein, denn genau diesen Bereich gilt es zu meiden. Die Preise sind astronomisch, du zahlst hier locker das Zehnfache des regulären Preises mit dem Taxameter.

Im Prinzip hast du zwei Möglichkeiten: Du nimmst das Taxi trotzdem und zahlst den Scam, weil es das einfachste ist und du bereit bist, für eine Strecke von wahrscheinlich weniger als 10 Kilometern umgerechnet etwa 30 € auszugeben. Vielleicht bist du platt von einem Langstreckenflug und möchtest dann einfach nur noch schnell ins Hotel. Natürlich kannst du auch versuchen, zu handeln, vielleicht trifft man sich der Bequemlichkeit halber irgendwo in der Mitte.

Alternativ gehst du einfach rüber zum Abflug-Bereich und nimmst dort ein stinknormales Taxi mit Taxameter. Sollte man dich dort ebenfalls übers Ohr hauen wollen, was nicht ausgeschlossen ist, geh einfach ein paar Schritte Richtung Highway und winke ein Taxi heran. Natürlich hilft es, wenn du den normalen Kurs vom Airport bis irgendwo ins Zentrum kennst: Maximal 350 – 400 Pesos. Und natürlich hilft es, wenn du vor der Fahrt darauf hinweist, dass du auf das Taxameter bestehst und fragst, wie teuer es ungefähr wird. Wenn der Fahrer dann 3000 Pesos sagt, kannst du abwinken, wenn er 300 sagt, ist das eine eher seriöse Auskunft.

Auch für das Reisen innerhalb der Philippinen ist das Flugzeug übrigens die allererste Wahl. Klar, schneller kommt man nicht von Insel zu Insel. Vor allem die Billig Airline Cebu Pacific Air ist beliebt.

Hier gibt es Tipps für günstigste Flüge. Als Flugsuchmaschine für die Philippinen ist Skyscanner zu empfehlen.

Mit dem Bus oder Boot

Die Anreise per Bus oder Boot nach Manila ist logischerweise nur dann möglich, wenn du dich bereits auf den Philippinen befindest.

Busse verkehren zwischen allen größeren Ortschaften, z.B. mit dem Anbieter Victory Liner. Verbindungen kannst du am besten bei 12go.asia recherchieren und dort auch direkt dein Ticket buchen.

Privater Transfer

Wenn es die Strecke zulässt, kannst du dir über jedes Hotel und jede Reiseagentur einen privaten Fahrer anheuern, um weiterzureisen. Bedenke aber, dass dies die teuerste Variante des Reisens ist – natürlich aber auch die komfortabelste und flexibelste.

 

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