Cacnipa Island: Palawans Geheim-Tipp

Wer die Philippinen bereist, hat die Qual der Wahl. Tausende kleiner und großer Inseln locken mit tollen Stränden sowie faszinierender Unterwasserwelt. Wer auf Palawan ist und nach El Nido möchte, sollte über einen Zwischenstopp auf der vor Port Barton gelegenen Insel Cacnipa Island nachdenken.

Cacnipa Island Reisebericht

Wie so oft beim Backpacking in Südostasien stellt sich bereits bei der Anreise heraus, dass der Weg das Ziel bzw. Teil des Erlebnisses ist. Im Minibus, der morgens in El Nido starten, sitzen 15 Personen. Mindestens drei weitere Mitfahrer haben ihren Platz zusammen mit dem Gepäck auf dem Dach eingenommen. Als Einziger im Wagen mit einer Körpergröße von über 1,90 m finde ich auch bei dieser Etappe keine zufriedenstellende Antwort auf die Frage: wohin mit meinen Beinen?

Bequemer wird es beim Umstieg in Roxas. Von nun an fahren wir mit einem Jeepney weiter, was mehr Bewegungsfreiheit und frische Luft bedeutet. Aufgrund von Fahrgastmangel drehen wir erst ein paar Runden im Ort, bis dann doch einige Plätze belegt sind. Los geht es Richtung San Vicente.

Unterhaltsame Pausen

Die holprigen Straßen führen mitten durch den Dschungel. Auf einer Anhöhe unterbrechen wir die Suche nach dem größten Schlagloch der Philippinen plötzlich. Der Fahrer und alle männlichen Mitreisenden springen raus und fangen an, Steine in Säcke zu schippen. Diese werden für einen Hausbau benötigt, erfahre ich wenig später. Die Begleitmusik kommt von den weiblichen Fahrgästen, die gemeinsam singen, während die Männer draußen buddeln.

Nach der überraschenden Pause geht die Fahrt weiter. Kurz darauf steht jemand allein am Straßenrand, neben ihm ein Stapel Baumstämme. Als ich mich gerade frage, wer denn den hier vergessen hat, halten wir auch schon an. Staunend schaue ich dabei zu, wie das Holz auf das Dach des Jeepney geladen wird. Öffentlicher Personennahverkehr mal ganz anders.

Auf Cacnipa Island gibt es nur ein einziges Resort. Wer dort hin möchte, muss vorher auf der Insel Bescheid sagen, und wird dann abgeholt. Das klappt bei uns einwandfrei. Kurz nach der Ankunft in Port Barton sitzen wir im Boot.

Das Erste, was wir von der Insel sehen, ist nichts. Es regnet, oder besser gesagt: Es schüttet. Und das fast die gesamte Dreiviertelstunde, die wir für die Strecke benötigen. Obwohl uns der nette Fahrer einen Regenschutz leiht, sind wir nach wenigen Minuten klitschnass. Der Niederschlag ist so stark, dass man kaum noch etwas sieht. Trotzdem findet unser Steuermann den Weg. In dem Moment, als wir aus dem Boot steigen, hört der Regen schlagartig auf.

Anlage mit Hausriff

Die Insel ist ein idealer Ort zum Entspannen. Rund um die Bungalows wurde ein schöner Garten angelegt. Am Strand gibt es ein paar Liegestühle, noch besser sind die an den Palmen befestigten Hängematten. Auf Cacnipa Island kann man viel Zeit mit schlafen und lesen verbringen. Und mit schnorcheln, denn nach wenigen Metern im Wasser beginnt ein kleines Riff.

Die Speisekarte des Coconut Garden Resorts bietet neben allerlei Fischgerichten auch Schweizer Küche. Das ist auf Reisen vielleicht nicht jedermanns Sache, wer jedoch bereits lange unterwegs ist, weiß eine Portion Rösti am Strand durchaus zu schätzen. Gleiches gilt für das Tauschregal. Die Auswahl ist groß und wir nutzen die Chance, uns von einigen gelesenen Büchern zu trennen und ein paar neue mitzunehmen.

Besuch im Badezimmer

So vergeht die Zeit auf Cacnipa Island. Einzig der Hahn, der zwischen Hühnern und Enten seine Runden um die Hütten zieht, stört gelegentlich die Ruhe. Der letzte Abend bietet dann noch ein kleines Kapitel aus der Serie „Stadtkind trifft auf Natur“. Denn an der Badezimmerwand sitzt ein seltsames Tier, das wenig freundlich ausschaut.

Um sicherzugehen, mache ich ein Foto und frage das Personal des Restaurants um Rat. Die Kellnerin schaut sich das Bild an und ruft sofort in die Küche. Ein Mann mit einem riesigen Messer kommt heraus. Gemeinsam mit der Frau folgt er mir zum Bungalow. Kurz danach verliert das unbekannte Wesen seinen Kopf und verschwindet in der Toilette. Ob es gefährlich war, wollen wir wissen. „Yes, be carefull“, lautet die Antwort, mit der wir alleine gelassen werden.

Vor dem Schlafengehen wird das Moskitonetz an diesem Abend besonders gut gespannt. Erst nach dem dritten Einschalten der Taschenlampe bin ich mir sicher, dass da nichts auf dem Bein krabbelt. Paranoia olé.

Am nächsten Morgen ist alles vergessen. Stattdessen beeindruckt die Schönheit der Insel noch ein letztes Mal, bevor uns das Boot zurück nach Port Barton bringt. Bei dieser Überfahrt bleiben wir trocken.

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