Malediven-Urlaub: Warum das Baa Atoll das Richtige für dich ist!

Die Inselwelt der Malediven bietet unzählige Highlights. Ein paar besonders schöne Orte, Walhaie und Manta-Rochens findest du im Baa Atoll. Hier findest du Infos zu Anreise und Unterkünften sowie jede Menge Tipps und Fotos.

 

Leenah lebte als Tauchlehrerin dort, wo andere Urlaub machen. Neben Zypern und den Philippinen waren die Malediven zwei Jahre lang ihre Homebase. In diesem Beitrag stellt sie einige der besten Plätze des Baa Atolls vor. Mehr von Leenah und ihrem Leben zwischen Fischen und Touristen findest du auf ihrem Blog Pirategirl. Zudem findest du sie auch auf Facebook.

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Malediven: Baa-Atoll Highlights und Sehenswürdigkeiten

Als vollkommener Neuling musst du zunächst einmal wissen, dass die Malediven aus 26 verschiedenen Atollen bestehen. Diese reihen sich als zwei fast parallele Ketten von Norden nach Süden. Bevor du nun also deine Ferien buchst, solltest du dir überlegen: Welches Atoll ist denn eigentlich das Richtige für mich?

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Vor allem für Taucher kann es mitunter sehr wichtig sein, sich nicht nur über das Resort, sondern auch über das Atoll im Voraus zu informieren. Denn die Unterwasserwelt unterscheidet sich nicht nur von Atoll zu Atoll, sondern oft zusätzlich auch noch zwischen den Jahreszeiten.

Ich möchte dir heute einen kurzen Überblick geben, was du im Baa Atoll zu erwarten hast, und warum du unbedingt dorthin fahren solltest.

 

Das Baa Atoll – Lage und Infrastruktur

Das Baa Atoll liegt am Moresby Kanal und gehört zu den nördlichen Atollen der Malediven.

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Nordwestlich von Male gelegen, dauert der Flug zwischen 35-45 Minuten.

Das Atoll wurde erst vor wenigen Jahren touristisch erschlossen. Auf der Hauptinsel Eydahfushi gibt es ein Krankenhaus, die nächste Dekompressionskammer befindet sich im Lhaviyani Atoll auf Kuredu.

Ein wichtiger Hinweis zur Anreise: Das Baa Atoll ist eines der wenigen Atolle mit einem Inlandsflughafen. Das bedeutet, dass der Transfer von der Hauptstadt Male nicht zwangsläufig mit dem Wasserflugzeug stattfinden muss. Stattdessen hast du die Möglichkeit einen Inlandsflug nach Daravandhoo zu buchen und von dort aus mit dem Speedboot zu Deinem Resort zu fahren.

Der Vorteil dabei liegt klar auf der Hand: Es ist um ein Vielfaches günstiger als der Transport mit dem Wasserflugzeug und hat du hast auch weniger strikte Gepäck-Limits!

Tipp: Bei der Buchung solltest du konkret nachfragen, ob du auf Wasserflieger oder Daravandhoo gebucht wurdest!

Baa Atoll: Umgebung und Vegetation

Im Gegensatz zu einigen anderen Atollen ist das Baa Atoll voll mit größeren und kleineren Inseln. Insgesamt gibt es 75 an der Zahl, von denen jedoch nur 13 bewohnt sind und 62 unbewohnte Inseln überbleiben.

Was heißt das für dich und Deinen Urlaub?

Du erlebst eine ganz besondere Inselwelt, denn zum einen ist der Ausblick wirklich schön, da du rund um jede Hotelinsel einige unbewohnte Inseln sehen kannst. Das sieht nicht nur bei den Sonnenuntergängen traumhaft aus, sondern unterstützt nochmals das Natur-Feeling.

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Aber viel wichtiger ist, dass du dir problemlos ein Kayak mieten kannst, um zu einer unbewohnten Insel zu paddeln. Auf Grund der dichten Vegetation wirst du dich nicht nur wie Robinson Crusoe fühlen, sondern auch ausreichend Privatsphäre haben.

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Falls du die luxuriöse Variante bevorzugst, kannst du natürlich ein „Robinson Picknick“ buchen, und der Tripp wird dir von Deinem Resort organisiert.

Mit dem Boot geht es dann zu einsamen Inseln, für Verpflegung und Ambiente wird gesorgt und du musst nur noch eine Zeit abmachen, wann sie dich wieder abholen sollen.

Romantik pur.

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Meine definitiv schönsten Erfahrungen auf den Malediven waren die Partys, die wir nachts auf eben diesen unbewohnten Inseln gefeiert haben.

Was uns an Sound und Diskobeleuchtung gefehlt hat, haben ein glasklarer Sternenhimmel, ein verlassener Strand und die Weiten des Indischen Ozeans mehr als aufgewogen. Auf jeden Fall: Something you have to do before you die!

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Robinson Crusoe mag keine überfüllten Tauch- und Schnorchelplätze

Wer auf die Malediven reist, hat meistens Tauchen oder Schnorcheln im Sinn, wünscht sich eine einsame Insel, Abgeschiedenheit, Ruhe, das Gefühl weit weg und tief in der Natur gestrandet zu sein …

Und das Letzte, was du als Malediven Urlauber willst, sind überfüllte Tauchplätze, wie du sie zum Teil aus Thailand kennst, oder Massenabfertigung in der Schnorchelbucht.

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Leider gibt es aber bereits einige Atolle, deren idyllische Abgeschiedenheit durch den rasant wachsenden Tourismus, die immer erschwinglicheren Preise und allgemeine Popularität der Malediven sehr gelitten haben. Nicht so jedoch das Baa Atoll.

Da das Atoll so groß ist, ist es geradezu eine Seltenheit, überhaupt ein anderes Boot am Tauchplatz zu sehen. Geschweige denn einen »fremden« Taucher.

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Während meines Jobs als Tauchlehrerin im Baa Atoll wollte ich einmal ein »fremdes« Buddyteam einfangen, da ich fälschlicherweise dachte, die beiden würden zu unsern Gästen gehören und wären nur versehentlich verloren gegangen.

Denn so ungewöhnlich ist es, im Baa Atoll verschiedene Gruppen an einem Tauchplatz zu haben.

 

Es regnet Mantas im Baa Atoll

Im Großen und Ganzen teilt man die Jahreszeiten auf den Malediven grob in die „Regen- und Trockenzeit ein. Die sogenannte Regenzeit zieht sich etwa von Mai-Oktober und die die Trockenzeit von November-April.

Anders jedoch als auf den Philippinen oder in Teilen Thailands regnet es auf den Malediven meistens nicht in einem übermäßig starken Ausmaß. Mit einem gewissen Restrisiko würde ich daher insbesondere jedem Taucher empfehlen, in der Regenzeit zu reisen.

Denn mit größter Wahrscheinlichkeit hast du nicht mehr als eine Stunde Regen am Tag – und für den Rest den üblichen Sonnenschein.

Okay, aber warum das Risiko eingehen?

Zum einen, weil die Preise um ein Vielfaches geringer sind, als in der Trocken- und somit Hauptreisezeit, zum anderen, weil du im Baa Atoll mit Mantas im Überfluss belohnt werden wirst.

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Denn sobald der Regen einsetzt, kommen die sanften Riesen ins Atoll und verbleiben dort bis in den späten Herbst.

Prinzipiell kannst du die Mantas während der Regenzeit an allen Tauch- und Schnorchelplätzen des Atolls antreffen. Es gab schon Tage, da war sogar unser ganzes Hausriff voll davon.

Aber das absolute Highlight ist natürlich die:

 

Hanifaru Bay

Die berühmte Bucht befindet sich neben der kleinen, unbewohnten Insel Hanifaru und dank ihr hat das Baa Atoll an weltweiter Bekanntheit gewonnen.

Da in der Regenzeit der Westmonsun vorherrscht, werden große Mengen an Plankton in der trichterförmigen Bucht gesammelt, was die Mantas immer wieder zum Feeding-Frenzy anlockt.

So kam es in den vergangenen Jahren schon zu Tagen, an denen sich 200 Mantas und 20 Walhaie gleichzeitig in der Bucht, die nicht größer ist als ein Fußballfeld, tummelten.

Lesetipp: Zweimal Walhai to go, bitte!

Da die kleine unscheinbare Bucht nicht nur Schnorchler anzieht, sondern auch gleichzeitig zu einem der wichtigsten Plätze für die Mantaforschung geworden ist, wurde die Hanifaru Bay wie auch das gesamte Baa Atoll, zum Unesco Biosphären Reservat.

Um die Tiere besser schützen zu können, wurde im Jahr 2012 das Tauchen in der Bucht untersagt. Seitdem sind dort nur noch Schnorcheln und Apnoe-Tauchen erlaubt.

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Bio-Diversität

Die Malediven verfügen über eine unglaublich vielfältige Bio-Diversität, sowohl über als auch unter Wasser. Das Baa Atoll direkt kann nicht nur den üblichen Malediven-Großfisch-Erwartungen gerecht werden, sondern bietet auch ganz viel vom ganz Kleinen.

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So finden sich viele Kleinst- und Makrolebewesen, nach denen man in den meisten anderen Atollen vergeblich sucht. Neben jeder Menge Schnecken bekommt man häufig die wunderschönen Harlekin-Garnelen wie auch aller Hand anderer winziger kleiner Schätze zu sehen.

Außerdem sind auch die beeindruckenden Gitarren-Rochen keine Seltenheit. Womit wir dann aber auch schon wieder beim Großfisch wären.

 

Besuch auf »Local Island«

Ein besonderes Erlebnis waren meine Besuche auf den Einheimischen Inseln Kihaadhoo und Kamadhoo. Innerhalb eines Ausfluges werden beide Inseln zum Vergleich angefahren.

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Während Kihaadhoo noch immer hauptsächlich vom Fischfang lebt, sind die Einwohner Kamadhoos bereits seit Jahren im Tourismus tätig. Das kann man sehr deutlich am Entwicklungsstand der Inseln erkennen.

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Kihaadhoo mutet immer noch sehr provisorisch an, gleichzeitig stehen auf Kamadhoo jedoch nicht nur bereits richtige Steinhäuser, sondern es gibt dort auch einen Arzt und ein kleines Gesundheitszentrum.

Diese Ausflüge werden von fast allen Hotels mindestens einmal pro Woche angeboten.

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Unterkünfte im Baa Atoll

Hier eine kleine Auswahl:

 

High End

Das Amilla Fushi Ist eines der neusten Resorts im Baa Atoll. Es wurde genau zu der Zeit gebaut, als ich vor Ort arbeitete. Lustigerweise hat es bereits lange vor der Fertigstellung damit geworben, das luxuriöseste und beste Resort des Atolls zu sein. Nach der Eröffnung war ich einmal zum Abendessen dort und wirklich begeistert: eine entspannte Atmosphäre, sehr luxuriös, für ein eher junges Publikum.

Sehr gut hat mir auch das Soneva Fushi Resort gefallen, das ebenfalls zu den hochklassigen Hotels gezählt werden muss. Komplett auf Nachhaltigkeit ausgelegt wird eine besondere Verbindung zur Natur hergestellt.

Hier geht es deutlich ruhiger zu als auf Amilla Fushi.

 

Mittelklasse

Ein Insider Tipp und meine alte Heimat ist das familiäre Reethi Beach Resort, das vor allem bei seinen vielen Wiederholungsgästen beliebt ist.

Es ist das einzige 4-Sterne-Hotel im Atoll und überzeugt mit seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf Reethi Beach sind übrigens hauptsächlich Gäste aus der Schweiz und Deutschland anzutreffen.

 

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Wer hat das Baa Atoll schon besucht?

Wie sind deine Erfahrungen und welche Atolle kannst du noch empfehlen?

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 24. Oktober 2016. Zuletzt aktualisiert am 25. Oktober 2016.

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