Malé: Tipps für deine Reise

Malé ist die Hauptstadt der Malediven. Die meisten Reisenden kennen sie jedoch nur aus der Luft. Wer sich die dicht bebaute Insel einmal näher ansehen möchte, findet hier nützliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Hotels.

Die Malediven sind so eines dieser Ziele, an denen sich die Geister scheiden. Tropenparadies für die einen, Luxusghetto für die anderen. Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig der Malediven, und so arbeiten die verschiedenen maledivischen Präsidenten seit den 1970er/80er-Jahren daran, möglichst viele (und möglichst wohlhabende) Touristen anzulocken und ihnen den Urlaub so angenehmen wie möglich zu machen.

Die Hauptinsel und Hauptstadt Malé wurde dabei außen vor gelassen, denn hier leben die Einheimischen unter strengen islamischen Gesetzen. Champagner auf der einen Insel, Alkoholverbot auf der anderen. Das hat natürlich Geschmäckle und stößt immer wieder auf Kritik. Daran geändert hat sich zwar bis heute nicht viel, aber die Abschottung der Hauptstadt Malé weicht immer zusehends auf.

Viele Reisende begnügen sich nicht mehr mit zehn Tagen Luxusresort, sondern wollen auch mit den Einheimischen und ihrer Kultur in Kontakt kommen. Der Individualtourismus ist heute problemlos möglich und nimmt deutlich zu.

Gut so, sagen wir, denn Malé hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient! Warum, das erfährst du hier. Viel Spaß beim Lesen!

Reisetipps für Malé

Malé ist nicht nur die Insel, auf denen die absolute Mehrheit der einheimischen Menschen lebt, sondern auch das Herz des Inselstaates. Hier befinden sich die Krankenhäuser, der Regierungssitz, der größte Hafen und auch: das normale Leben.

Am besten spürst du dies, wenn der Tag sich dem Abend neigt und Malé zum Leben erwacht. Als würde ein Startschuss fallen, knattern die Motorroller los. Die Straßen sind voll und eng, es ist heiß, das Getöse der Roller hallt von jeder Häuserwand wider.

Die Einheimischen sammeln sich auf den Hauptstraßen, sitzen draußen in Cafés, lachen, trinken zusammen Tee und rauchen Shisha. Das ist Malé.

Was Malé nicht ist: Eine Hochburg islamistischer Attentäter und/oder ein anarchistischer Hexenkessel. Leider liest sich beides in Medienberichten häufig so. Das liegt sicher auch daran, dass das Auswärtige Amt nach politischen Unruhen 2018 von einer Reise nach Malé abgeraten hat.

Der Ton auf der Website des AA ist zwar längst moderater geworden und die gleiche Reisewarnung gab es schon für diverse Hauptstädte Asiens – aber trotzdem wird Malé diesen Ruf nicht los.

Ja, die Malediven sind auch ein streng islamischer Staat. Keine Frage. Alle islamischen Gesetze gelten hier und werden nicht sehr liberal ausgelegt. Man muss also damit leben, sich zumindest auf den “Local Islands” vernünftig zu bekleiden und auf Alkohol zu verzichten – machbar, finden wir.

Wissenswertes vorab

Und was hat es nun mit den Local Islands auf sich? Nun, das ist wohl der größte Kritikfaktor an den Malediven: Es gibt quasi zwei Staaten. In einem, also auf rund 250 Inseln, leben die einheimischen.

Und in dem anderen urlauben die Touristen in ihren schicken Urlaubsresorts. Noch bis 2009 war diese Trennung strikt; Touristen war es untersagt, die Local Islands zu besuchen, und die Einheimischen durften höchstens als Arbeitskraft auf die Touristeninseln.

Man befürchtete Sittenverfall bei den Locals, ausgelöst durch die westlich-liberale Lebensweise der ausländischen Besucher. Das hat sich mittlerweile glücklicherweise aufgeweicht, heute sind Touristen auch auf den Local Islands wie Malé gern gesehen.

Einst lebten etwa 5.000 Menschen auf der beschaulichen kleinen Insel Malé – heute gilt sie als gnadenlos überbevölkert. 41 Prozent der Menschen des Landes leben hier, das sind etwa 150.000 Einwohner auf knapp 7 km².

Kaum eine Insel auf der Welt ist so dermaßen dicht besiedelt. Malé ist daher extrem dicht bebaut und platzt trotzdem aus allen Nähten. Durch künstliche Landgewinnung wird sich Malé in den nächsten Jahren deutlich vergrößern (müssen).

Zeitgleich ist der ganze Inselstaat buchstäblich vom Untergang bedroht. Die Malediven liegen gerade mal ein paar Meter über dem Meeresspiegel und sind damit durch die Erderwärmung gefährdet. Deshalb hielt das Parlament im Oktober 2009 sehr medienwirksam eine Klimakonferenz unter Wasser ab, quasi als Protestaktion.

Orientierung

Malé bezeichnet sowohl die Hauptinsel als auch die Hauptstadt der Malediven. Gelegen ist sie im Indischen Ozeans am südlichen Rand des Nord-Malé-Atolls und somit in der Landesmitte.

Malé besteht aus sechs Bezirken, wovon vier auf der Insel Malé liegen, dazu kommt Villingili, westlich der Hauptinsel, und Hulhulé mit dem internationalen Airport sowie Hulhulmalé nordöstlich.

Malé ist durch eine Brücke mit dem Flughafen auf Hulhulé verbunden. Dahinter ist noch die Insel Hulhumalé zu sehen.

Was du in Malé in machen kannst

Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Masjid Al-Sultan (Moschee und Islamisches Zentrum)

Die größte Moschee des Landes wurde 1984 gegründet. Die weiße Fassade mit der goldenen Kuppel ist ein wirklich prächtiger Anblick. Rund 5.000 Gläubige passen in den Gebetssaal. Besuchern steht die Moschee außerhalb der Gebetszeiten ganztägig offen. Beachte nur bitte die Kleiderordnung!

Auf der Karte ansehen

Old Friday Mosque (Hukuru Miskiyy)

Direkt in der Nachbarschaft befindet sich eine der ältesten Moscheen der Stadt. Teile der Anlage sind aus dem 17. Jahrhundert. Beim Bau wurden unter anderem Korallenblöcke verwendet. Es gibt aufwendige Schnitzereien zu bestaunen. Die Moschee wurde dem vorläufigen UNESCO -Weltkulturerbe hinzugefügt.

Auf der Karte ansehen

Sultanspark

Eine wunderschöne Oase im geschäftigen Malé ist der Sultanspark. Der ehemalige Palastgarten ist heute ein öffentlicher Park und Naherholungsgebiet für die Menschen der Stadt.

Auf der Karte ansehen

Nationalmuseum

Im Sultanspark befindet sich auch das Nationalmuseum der Malediven. Hier wird die Landesgeschichte anhand archäologischer Funde und kultureller Exponate erzählt. Der Eintritt beträgt 38 Rufiyaa (etwa 3 €).

Auf der Karte ansehen

Fish Market

Eines der absoluten Highlights von Malé ist der Fischmarkt. Hier kannst du richtig in das wuselige Treiben der Insulaner abtauchen und den Markttag mit allen Sinnen erleben – vor allem mit dem Geruchssinn. Am geschäftigsten geht es hier am frühen Morgen zu, wenn der Fischmarkt gerade öffnet, entspannter bummeln lässt es sich am frühen Nachmittag.

Auf der Karte ansehen

Platz der Republik / Jumhooree Maidhaan

Das erste, was du siehts, wenn du mit dem Boot vom Flughafen nach Malé kommst, ist der Platz der Republik mit seinem riesigen Fahnenmast. Ein toller Ort für Fotos und um sich zu orientieren.

Auf der Karte ansehen

Tsunami-Denkmal

Ein sehr besonderes Bauwerk ist auch das Tsunami Monument – sowohl wegen seiner Bedeutung, als auch wegen der Bauweise. Die Malediven waren ebenfalls von dem verheerenden Tsunami 2004 betroffen, in der Hauptstadt sind damals über 110 Menschen gestorben. Das Tsunami-Denkmal erinnert an das Unglück und seine Opfer.

Auf der Karte ansehen

Schnorchelausflüge und Inselhopping

Von Malé aus lassen sich problemlos Schnorchel- und Tauchausflüge sowie Inseltouren unternehmen. Das Angebot ist riesengroß, deshalb ist es am besten, wenn du dich einfach vor Ort informierst. Deine Unterkunft ist dir sicher bei der Organisation behilflich und auch auf der Majedhee Magu Road gibt es zahlreiche Anbieter.

Essen & Trinken: Restaurants in Malé

Es gibt zwei Dinge, die in der lokalen Küche der Malediven absolut unabdingbar sind: Fisch und Kokosnuss. Klar, beides ist hier easy verfügbar. Ansonsten wirst du, besonders in Sachen Schärfe, große Ähnlichkeit zur Küche Indiens und Sri Lankas feststellen.

Zu den Gerichten wird in der Regel Reis und/oder Roshi gereicht, ein in der Pfanne gebackenes Fladenbrot, woanders auch als Roti bekannt. Wenn du die lokale Küche auf ganz authentische und günstige Weise probieren möchtest, geh am besten in eines der kleinen Restaurants beim Fischmarkt.

Diese sind in Sachen Preis, Erlebnis und Geschmack absolut unschlagbar. Auch der Obst- und Gemüsemarkt nebenan ist ein Fest für alle Sinne! Und natürlich gibt es hier auch leckere Snacks zu kaufen.

Ansonsten liegt es auf der Hand, dass alles, was man dort nicht bekommt, importiert werden muss. In Malé ist das Essen aber noch verhältnismäßig günstig, selbst eine Pizza mit importiertem Käse ist schon ab 2,50 € zu erstehen.

Beliebte lokale Gerichte sind zum Beispiel Hiki Mas (getrockneter Fisch), Mas Huni (Thunfisch-Salat, wird mit Roshi zum Frühstück verzehrt) oder Mas Riha (Fisch-Gulasch). Und deine erste Divehi-Vokabel hast du damit auch gleich gelernt: Fisch heißt „Mas“.

Nachtleben in Malé

Malé ist keine Partyinsel, das dürfte an dieser Stelle wenig überraschen. Bars im klassischen Sinne findest du nur in den internationalen Hotels. Alkohol ist auf dem muslimischen Eiland verboten, der wirklich einzige Ort, wo du trinken kannst, wenn es denn unbedingt sein muss, ist die Hotelbar des Island-Hotels auf der Flughafen-Insel Hulhulé.

Es gibt in Malé aber an jeder Ecke kleine Restaurants, Cafés und Teestuben. Die Einheimischen schlendern, nach dem letzten Gebet des Tages, am liebsten entlang der Majedhee Magu Road oder am Meer.

Shopping: Einkaufstipps für Malé

In Malé gibt es viele kleine Shops und Boutiquen. Die besten Straßen zum Einkaufen sind die beiden Hauptstraßen, die Majedhee Magu Road, die direkt über die Insel von Osten nach Westen, sowie die Chaandhanee Magu, die von Nord nach Süd verläuft.

Hier findest du überall Geschäfte zum Bummeln. Am nördlichen Ende der Chaandanee Magu findest du eine Reihe von Geschäften und Straßenständen, die wegen ihres Warenangebots „Singapore Bazaar“ genannt werden, offiziell aber auch einfach als „Chaandhanee Magu“ bezeichnet werden.

Hier handelt es sich um eine wahre Fundgrube für Kitsch und Souvenirs. Geöffnet sind die Geschäfte in der Regel den ganzen Tag, nur zu den muslimischen Gebetszeiten ist natürlich kurz Pause.

Malé mit Kind

Die Malediven sind ein tolles Badeurlaubsziel für die ganze Familie – ob das allerdings auch für die Hauptinsel Malé im speziellen gilt, muss jeder selbst wissen.

Ein kurzer Stopover mit Kindern ist sicher vollkommen in Ordnung, für einen längeren Aufenthalt gibt es hier einfach nicht genug Freizeitaktivitäten für Kinder, weshalb die Tage etwas lang werden könnten.

Es gibt in Malé einige Kinderspielplätze, vor allem in den Parks der Hauptstadt.

Tipps für deinen Aufenthalt in Malé

Übernachten in Malé

Da Malé weder besonders groß noch besonders touristisch ist, sind die vorhandenen Unterkünfte schnell erfasst. Die günstigen Guest Houses liegen bei etwa 40 – 50 € pro Nacht, im mittleren Segment solltest du 80 – 150 € einplanen, und die exklusivste Unterkunft, das Jen Maldives Malé by Shangri-La (mit tollem Pool auf der Dachterrasse), ist für etwa 200 € pro Nacht dein Gastgeber. Viele Hotels befinden sich auf Hulhumalé direkt am Flughafen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das, was in Malé dem öffentlichen Nahverkehr am nächsten kommt, ist wohl das Dhoni. Hierbei handelt es sich um Motorboote, welche einst zum Transport von Waren genutzt wurden und heute als Fähren zwischen nahegelegenen Inseln im Einsatz sind.

Die Chance, hier mit Locals in Kontakt zu kommen, ist sehr groß, da diese auch gern Dhonis nutzen. Dementsprechend sind Tickets sehr günstig zu haben, sei einfach 30 Minuten vor Abfahrt am Ableger.

In Malé selbst gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel, diese sind aber auch nicht nötig. Von einem Ende der Insel bis zum anderen läufst du maximal 30 Minuten. Die Locals sind natürlich überwiegend mit dem Roller unterwegs.

Budget: Wie teuer ist Malé?

Die Malediven sind kein Ziel für Budget-Reisende, und das wollen sie auch gar nicht sein. Doch wie sieht es abseits der Luxus-Inseln in Malé aus? Die Hauptinsel verfügt über die beste lokale Infrastruktur mit Shops, Märkten und günstigen Restaurants und Cafés.

Für Essen und Getränke zahlst du hier deutlich weniger als auf den Urlaubsinseln, das dürfte klar sein. Auch Unterkünfte sind deutlich günstiger als auf den Inseln, schon allein deshalb, weil die Auswahl größer ist. Wenn wir also über die Malediven sprechen, ist Malé eine der günstigstes Insels.

Geldautomaten/Geld abheben in Malé

Beim Thema Geld und Geld abheben kommt es ganz stark darauf an, wie du reist. Auf den Urlaubsinseln wird Bargeld eigentlich nur für Trinkgelder, kleine Einkäufe und Ausflüge benötigt, dementsprechend benötigst du nicht viel.

Deshalb gibt es auf den Urlaubsinseln Geldautomaten auch höchstens im Hotel – manchmal nicht einmal dort. Die meisten Touristen verzehren Essen und Getränke ausschließlich im Hotel und am Ende des Aufenthalts gibt’s dann die Rechnung – übrigens in US-Dollar. Gezahlt wird direkt mit Kreditkarte.

Bist du aber in Malé, brauchst du natürlich Bargeld zum Essen, Einkaufen und vielleicht auch für die Unterkunft. In der Hauptstadt gibt es aber genügend Geldautomaten, darüber brauchst du dir keine Gedanken machen.

Dort bekommst du auch keine US-Dollar, sondern die einheimische Währung Rufiyaa. Akzeptiert werden alle gängigen Kreditkarten, EC-Karten jedoch nur sehr vereinzelt.

Wir möchten an dieser Stelle auf folgendes hinweisen: Die Banken auf den Malediven verlangen wirklich teilweise astronomische Abhebegebühren, umgerechnet 10 € sind keine Seltenheit.

Auch, wenn diese Tatsache dazu verleiten kann, lieber selten einen dicken Batzen Geld abzuheben, möchten wir lieber dazu raten, die goldene Mitte zu finden. Niemand sollte je irgendwo mit den Taschen voller Bargeld herumlaufen – so ärgerlich diese Gebühren auch sind.

Ersparen kann sie dir leider niemand, aber mit einer Kreditkarte, die gebührenfreies Abheben im Ausland erlaubt, kannst du immerhin die Auslandsgebühren der eigenen Bank umgehen. Eine kleine Bargeld-Notreserve in US-Dollar dabei zu haben, kann ebenfalls nie schaden.

Medizinische Versorgung in Malé

Die Malediven sind kein Malariagebiet ist. Trotzdem solltest du die Expositionsprophylaxe mit DEET-haltigem Mückenspray auf keinen Fall vernachlässigen, denn die Zahl der Infektionen mit dem Dengue-Fieber nimmt seit einiger Zeit rasant zu.

Davor kannst du dich eben nur schützen, indem du aufpasst, nicht gestochen zu werden. Außerdem gibt es ja noch andere unangenehme Krankheiten, die durch Moskitos übertragen werden. Haben möchte man keine davon.

Von Mücken abgesehen gibt es zu Land keine nennenswerten Gefahren, bis auf die Möglichkeit, an Reisedurchfall zu erkranken. Doch dieser ist harmlos und meist nach drei Tagen vorbei. Solltest du allerdings Fieber bekommen, lass dich immer einmal vom Onkel Doc durchchecken – besonders dann, wenn es schnell steigt.

Was man aber kennen sollte, sind die Gefahren zu Wasser bzw. unter der Wasseroberfläche. Davon gibt es nämlich ein paar. Um die Inseln herum lebt allerlei Getier und das meiste davon ist komplett harmlos. Doch dann gibt es noch giftige Steinfische, Korallen, Quallen, Stachelrochen und dergleichen mehr.

Schwerwiegende Zusammenstöße mit der Tierwelt sind selten, dennoch kann es nicht schaden, einfach aufzupassen, wohin man tritt, wenn man sich in die Fluten stürzen möchte. In der Regel warnen auch die Hotels vor allem, was wirklich gerade gefährlich werden könnte – z.B. bei einem erhöhten Quallen-Aufkommen oder gefährlichen Strömungen.

Und last but not least: Du solltest natürlich niemals die knallende Tropensonne unterschätzen, was Sonnenschutz und Flüssigkeitszufuhr anbelangt!

Lass dich vor deiner Reise so oder so von einem ausgebildeten Tropenmediziner beraten.

Auf Malé gibt es viele englischsprachige Krankenhäuser, doch ob diese internationalen Standards entsprechen, ist fraglich. Das Auswärtige Amt rät bei ernsthaften Erkrankungen zu einer Verlegung nach Indien oder Sri Lanka. Normale Reise-Wehwehchen kriegt man aber allemal in Malé behandelt, zum Beispiel hier:

Tree Top Hospital
Adresse: Asurumaa Hingun, Malé, Malediven
​​Telefon: + 9603351610
Homepage: https://treetophospital.com/
​​Öffnungszeiten: 24/7

In Malé gibt es einige Apotheken, solltest du also mal Medikamente brauchen, ist das kein Problem. Auch, wenn die Englischkenntnisse allgemein ganz gut sind, solltest du präzise und einfach erklären können, welche Medikamente du benötigst und wofür.

Eine persönliche Reiseapotheke dabeizuhaben, kann auf jeden Fall nicht schaden.

Eine medizinische Behandlung im Ausland muss immer und überall sofort vor Ort bezahlt werden, da unsere heimische Krankenversicherung nicht außerhalb der Europäischen Union greift. Hast du eine Auslandskrankenversicherung kannst du dir die Kosten später erstatten lassen. Dafür solltest du unbedingt jeden einzelnen Behandlungs- und Zahlungsnachweis aufheben, auch, wenn dir nur jemand ein Pflaster aufklebt.

Packliste für Malé

Was kann man außer einer Kreditkarte und einer Badehose bzw. Bikini schon groß brauchen? Nun, doch noch einiges. Schau doch mal über unsere Packliste  – danach ist wirklich an alles gedacht!

Dinge des täglichen Bedarfs kannst du aber easy in Malé einkaufen, zerbrich dir also nicht den Kopf über Duschgel und Badehandtuch.

Klima, Wetter, beste Reisezeit

Wie in jedem südasiatischen Land teilt sich auch auf den Malediven das Jahr in Regen- und Trockenzeit. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis April, Hauptsaison ist im März.

Von Mai bis Oktober bringt der Südwestmonsun die Regenzeit übers Land. Das bedeutet aber nicht, dass diese Monate zum Reisen ausfallen. In der Regel garantiert sind Temperaturen von über 25 C° – und zwar ganzjährig!

Malé: Events, Feste und Feiertage

Auf den Urlaubsinseln hat man damit keine Berührung, in der Hauptstadt aber auf jeden Fall: Natürlich gelten auf den Malediven alle islamischen Feiertage- und -zeiten, wie der Ramadan und Eid-al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens.

Darüber hinaus gibt es einige weltliche Feiertage, an denen Geschäfte geschlossen sein können. Hier findest du die vollständige Übersicht.

Daten und Fakten

Wie ist die Zeitumstellung?

Malé (GMT/UTC +5) ist Deutschland, Österreich und der Schweiz während der Sommerzeit fünf Stunden voraus, zur Winterzeit sind es vier Stunden.

Wie ist die Währung?

Die Landeswährung hört auf den schönen Namen Rufiyaa, manchmal auch Malediven-Rupie genannt. Eine Rufiyaa ergibt 100 Laari.

Der Wechselkurs der Rufiyaa ist eng an den US-Dollar gekoppelt, da Touristen in der Regel alles in der US-amerikanischen Währung zahlen. Banknoten gibt es in der Höhe 5, 10, 20, 50, 100, 500 Rufiyaa sowie Münzen zu 1 und 2 Rufiyaa.

Vereinzelt wird auch der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, aber das ist eher die Ausnahme, auf die du dich nicht verlassen solltest. Hier kannst du den aktuellen Wechselkurs nachschauen.

Welche Sprache wird gesprochen?

Die Amtssprache der Malediven ist Dhivehi, welche über eine kunstvolles wie kompliziertes eigenes Alphabet namens Thaana verfügt. Das mal eben nebenbei zu lernen – vergiss es. Musst du aber auch nicht, denn dem Tourismus sei Dank ist Englisch auf den Malediven extrem verbreitet und man in der Regel überhaupt keine Verständigungsprobleme.

Gleichzeitig ist natürlich nicht davon auszugehen, dass jeder Straßenhändler und jede Marktfrau lupenreines Oxford-Englisch beherrscht – aber für solche Fälle gibt es ja noch Hände, Füße und ein Lächeln.

Wie viele Einwohner hat Malé?

Über 40% der Landesbevölkerung der Malediven lebt in der Hauptstadt Malé, das sind etwa 150.000 Menschen.

Post

Das Postamt von Malé befindet sich in unmittelbarer Nähe der Hulhulé-Fähre. Postkarten kannst du aber auch von jedem Hotel aus versenden, die maledivische Post gilt als sehr zuverlässig.

WLAN /SIM-Karte

Kostenloses WLAN im Hotel zu haben, ist auch auf den Malediven selbstverständlich, erst recht in der Hauptstadt Malé. Auch die meisten Cafés und Restaurants bieten ihren Gästen kostenloses Wifi.

Die Surfgeschwindigkeit ist völlig in Ordnung, im sich zu orientieren und in sozialen Netzwerken aktiv zu sein.

Möchtest du mobiles Internet nutzen, kannst du dir eine günstige SIM-Karte mit Datenvolumen kaufen – zum Beispiel am Flughafen oder in kleinen Straßengeschäften. Die besten Anbieter für Prepaid-Tarife sind Dhiraagu und Ooredoo.

Reiseführer für die Malediven

Wenn du unterwegs nochmal nachblättern möchtest, kannst du das zum Beispiel im englischsprachigen Lonely Planet tun. Viele deutschsprachige Reiseführer zu den Malediven gibt es nicht – wir sind uns aber sicher, dass man auch ohne gut zurechtkommt, vor allem wenn du die meiste Zeit auf einer Resort-Insel verbringst.

Exklusiv bei uns ist das E-Book “Die Malediven auf eigene Faust entdecken” erhältlich.

Anreise und Weiterreise

Der Malé International Airport (offizieller Name: Velana International Airport) hat das Flughafenkürzel MLE.

Die Flugdauer nach Malé beträgt 9-10 Stunden bei einem Direktflug, bei einem Flug mit Zwischenstopp kommt die Umsteigezeit (bspw. in Dubai) entsprechend dazu.

Auf den Malediven angekommen, findest du dich zunächst nicht in Malé wieder, sondern auf Hulhulé. Hulhulé liegt nur etwa anderthalb Kilometer von Malé entfernt, verbunden sind beide Inseln sowohl mit einer Brücke, als auch mit regelmäßig verkehrenden Fähren.

Du brauchst dich also nicht davor zu fürchten, auf Hulhulé zu stranden.

Aber Achtung: Wenn du mit einem Wasserflugzeug auf eine andere Insel als Malé reisen möchtest, solltest du auf die letzten Abflugzeiten achten. Wegen des Nachtflugverbots sind diese am späten Nachmittag und können maximal begrenzt warten. Und danach bleibt dir nur der Stopover in der Hauptstadt. Das hat am Flughafen schon häufig zu Tränen geführt.

Von Deutschland aus gibt es Direktflüge nach Malé, Flüge mit Zwischenstopp sind aber generell günstiger. Hier findest du Tipps, wie du günstigste Flüge findest. Als Flugsuchmaschine eignet sich Skyscanner.

Möchtest du von Malé aus auf eigene Faust weiterreisen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Luft oder Wasser. Zu den ganz alltäglichen Transportmitteln gehören das Speedboat und das Wasserflugzeug – ein echtes Erlebnis für alle, die es noch nicht kennen.

Erkundige dich auf jeden Fall vor Ort nach der besten Methode, dein Ziel zu erreichen. Dass Touristen sich auf eigene Faust bewegen, ist immer noch die Ausnahme, deshalb gibt es wenig pauschale Infos wie Fährpläne.

In den allermeisten Fällen organisiert die Unterkunft, bei der man reserviert hat, die Anreise von Malé aus.

Reisen in ungewissen Zeiten

Wann sind Reisen nach Südostasien wieder möglich?
Welche Länder öffnen ihre Grenzen? Und was ändert sich hinsichtlich der Einreise-Bestimmungen?
Mit dem Südostasien-Newsletter wirst du über alle relevanten Entwicklungen zeitnah informiert!

Hier findest du Hinweise zu Datenschutz, Analyse, Widerruf.

Reisen in ungewissen Zeiten

Wann sind Reisen nach Südostasien wieder möglich?
Welche Länder öffnen ihre Grenzen? Und was ändert sich hinsichtlich der Einreise-Bestimmungen?
Mit dem Südostasien-Newsletter wirst du über alle relevanten Entwicklungen zeitnah informiert!

Hier findest du Hinweise zu Datenschutz, Analyse, Widerruf.