Vietnam: die schönsten Inseln
Von den dramatischen Karstfelsen im Norden bis zum tropischen Postkartenidyll im Süden – wir zeigen dir die schönsten Inseln des Landes. Egal, ob du komfortable Resorts oder echte Geheimtipps abseits der Massen suchst: Hier findest du dein persönliches Inselparadies für die nächste Reise.
Inhaltsverzeichnis
Wenn du an Vietnam denkst, hast du sicher Bilder von grünen Reisfeldern, wuseligen Metropolen und einer schier unendlichen Küstenlinie im Kopf. Etwa 3300 Kilometer Küste schlängeln sich von Nord nach Süd – ein Paradies für Strandliebhaber. Doch wenn du, vielleicht verwöhnt durch Thailand, erwartest, dass alle paar Kilometer eine paradiesische Insel auf dich wartet, wirst du überrascht sein, denn Insel-Destinationen sind in Vietnam rar gesät.
Doch genau das macht ihren Reiz aus. Statt Massentourismus auf jedem Felsen im Meer bietet Vietnam ausgewählte Inselwelten, die unterschiedlicher kaum sein könnten; von rauen Felsen im Norden bis zur tropischen Hängematten-Idylle im Süden.
Im Folgenden stellen wir die schönsten Inseln genauer vor, sortiert von Nord nach Süd. Wir verraten, wo du am besten wohnen und welche Abenteuer du erleben kannst – und worauf du bei der Wahl deiner Reisezeit achten solltest.
Du möchtest dich noch mehr inspirieren lassen oder detailliert planen? Dann schau mal auf unserem Vietnam-Blog vorbei. Dort findest du jede Menge Tipps für deine Reise.
Du träumst von einer Reise nach Vietnam, möchtest aber nicht selbst planen? Kein Problem, bei uns findest du auch geführte Vietnam-Rundreisen.

Die schönsten Inseln in Vietnam – Ein Überblick
- Wie viele Inseln gibt es in Vietnam? Jede Menge! Vietnam verfügt immerhin über 3000 Kilometer Küstenlinie. Wenn man jeden kleinen Felsen mitzählt, kommt man auf über 4000 Inseln – die allermeisten allerdings winzig und unbewohnt. Touristisch interessant sind nur eine Handvoll.
- Welche sind die schönsten Inseln? Die Inseln im Norden (zum Beispiel Cat Ba in der Halongbucht) punkten vor allem mit ihren dramatischen Felsformationen. Wenn du tropisches Beachfeeling willst, wirst du im Süden fündig: Phu Quoc ist hier die Königin.
- Gibt es Geheimtipps? Und ob! Schon ganz schön weit weg vom Mainstream, aber immer noch auf sicherem touristischem Boden bist du auf Phu Quoc. Wenn du es abenteuerlicher magst und vor allem von Locals umgeben sein möchtest, schau dir mal Phu Quy oder Nam Du an.
- Wie gestaltet sich die Anreise? Von „mega-einfach“ bis „echt umständlich“: Nach Phu Quoc zum Beispiel kannst du einfach fliegen, nach Ly Son musst du erstmal weit vom Touristenpfad abweichen und dann ein Ticket vor Ort erstehen. Unten im Artikel findest du Details, und – wo es sie gibt – weiterführende Links zu mehr Infos oder zum Vorbuchen von Tickets. Zu empfehlen sind die Buchungsportale 12go und Baolau.
- Gibt es etwas Besonderes zu beachten? Die Jahreszeit und das Wetter! Je nach Wetterlage kann es in einigen Gebieten vorkommen, dass keine Boote mehr fahren – dann hängst du auf der Insel fest. Das kann der Beginn eines ganz besonderen Abenteuers sein …

Orientierung – Das Wichtigste vorab
Welchen Teil von Vietnam möchtest du besuchen? Je nachdem, wo du hinfährst, erwarten dich ganz unterschiedliche Landschaften und Erlebnisse. Hier ein grober Überblick:
Der Norden: dramatische Felsen & mystische Buchten
Die Inseln im Norden Vietnams sind keine typischen „Badeinseln“ mit Puderzuckerstrand, sondern landschaftliche Monumente. Cat Ba ist das Hauptziel, doch auch in der benachbarten Lan-Ha-Bucht finden sich hübsche Sandstrände, die mit Touren erreichbar sind. Die Strände hier sind wild, oft eher grobkörnig und spektakulär eingerahmt von steil aufragenden Karstfelsen. Die beste Reisezeit ist im Sommer; Juni bis August ist Hochsaison, aber Mai und September können auch sehr schön sein.

Zentralvietnam: authentisch und im Aufwind
Bewegt man sich die Küste hinunter, ändert sich der Charakter. Hier lockt vor allem das einfache Leben am Meer auf die vorgelagerten Inseln. Diese Inselchen sind eher Ziel vietnamesischer Reisender. Besucher aus dem Westen sieht man hier am ehesten noch auf Cham Island, nach Ly Son kommen nur ganz wenige.
Die beste Reisezeit für Inselbesuche in Zentralvietnam sind die Monate Februar bis August. Das Meer ist ruhig, der Himmel blau. Gar nicht geeignet sind die Monate Oktober bis Dezember/Januar. Dies ist die Zeit der Taifune und starken Stürme. Die See ist rau, Fährverbindungen fallen oft tagelang aus.

Der Süden: Das tropische Paradies
Hier wird der Traum von Kokospalmen, warmem Wasser und weißen Stränden wahr: Im Süden werden Tropen-Träume wahr. Top-Favorit ist Phu Quoc mit seinen wunderschönen Sandstränden. Auf der Insel wird seit Jahren viel investiert und sie mutiert nach und nach zum „Phuket Vietnams“. Aber bis es soweit ist, wird wohl noch viel Wasser den Mekong hinunterfließen. Aktuell ist die Insel für uns trotz starker Bautätigkeit immer noch ein sehr empfehlenswertes Reiseziel mit vielen unterschiedlichen Aspekten – und mit seinem interessanten Inland allemal mehr als nur Beachlife.
Beste Reisezeit: Dezember bis April (Trockenzeit). Ideal sind Januar bis März (spiegelglattes Meer, klares Wasser, blauer Himmel).

Inseln für Entdecker und Abenteurer
Im Süden gibt es noch eine Handvoll weiterer Inseln, die das Prädikat „einigermaßen erschlossen“ verdienen – und darunter finden sich echte Geheimtipps für Abenteurer und Entdecker. Das „authentische“ Vietnam findest du auf den kleinen, von westlichen Touristen kaum besuchten Inseln. Komfort, Luxus und englische Sprachkenntnisse sind hier selten, aber genau das man den Reiz dieser Inselchen aus. Ziele sind zum Beispiel der Nam-Du-Archipel und die kleine Insel Hon Son.
Die beste Reisezeit für die abgelegeneren Süd-Inseln ist Dezember bis April. Vermeide Mai bis Oktober, dann bestimmen Regenzeit und Stürme den Lebensrhythmus. In der Regenzeit wird der Fährverkehr wegen hohem Wellengang oft eingestellt und es besteht die Gefahr, dass du auf der Insel länger ausharren musst.

Cat Ba
Der Star unter den nördlichen Inseln ist Cat Ba. Die größte Insel in der Halongbucht ist der Dreh- und Angelpunkt im Norden; und zugleich weit mehr als nur ein Zwischenstopp – ein perfekter Urlaubsort für Abenteurer, Naturliebhaber und Sonnenanbeter. Hier findest du den perfekten Mix aus Entspannung am Strand und aktiven Erlebnissen zwischen den Karstfelsen.
- Erleben: Eine Mischung aus Nationalpark-Trekking, Klettern an Kalksteinfelsen und Kajaktouren durch die Bucht.
- Wohnen: Vom einfachen Hostel in Cat Ba Town bis zu abgeschiedenen Eco-Resorts an privaten kleinen Stränden ist alles dabei.
- Besonderheit: Abseits von Cat Ba gibt es in den benachbarten Buchten (Halong, Lan Ha, Bai Tu Long) nur winzige, meist unbewohnte Inselchen. Oft dienen diese nur als kurzer Stopp für Ausflugsboote.
Übernachtungsmöglichkeiten auf Cat Ba anschauen: bei Booking.com und bei Agoda
Cat Ba auf Google Maps anschauen

Die schönsten Strände auf Cat Ba im Überblick
Wer baden möchte, hat auf der Insel die Wahl zwischen zentralem Komfort und wilder Abgeschiedenheit:
Die Klassiker (Cat Co 1, 2 & 3): Diese drei Buchten liegen direkt bei Cat-Ba-Stadt und sind über einen Felsenpfad verbunden. Hier findest du gehobene Resorts und breite Sandstreifen vor spektakulärer Bergkulisse. Perfekt für alle, die nicht weit laufen wollen.
Auf Google Maps anschauen: Cat Co 1, Cat Co 2, Cat Co 3
Für Familien (Tung Thu Beach): Eine künstlich angelegte, extrem geschützte Bucht ca. 2 km vom Zentrum. Das Wasser ist ruhig wie ein See. Das ist ideal für Kinder. Wohnen kannst du hier nicht, aber einen Tagesausflug solltest du unbedingt machen.
Tung Thu Beach auf Google Maps anschauen
Für Backpacker (Woodstock Beach): Etwas abseits gelegen, bietet dieser naturbelassene Strand eine rustikale Atmosphäre mit Lagerfeuer- und Party-Vibe. Er ist weniger idyllisch und stark von den Gezeiten abhängig (bei Flut wenig Strand).
Woodstock Beach auf Google Maps anschauen
Die abgelegenen Strände (Lan-Ha-Bucht): Einsame, und nur von Ausflüglern besuchte Strände, liegen zum Beispiel auf Monkey Island und anderen kleinen Inseln vor der Küste. Hier wohnst du in einfachen Bungalows. Je nach Anbieter gibt es Party oder Ruhe.
Monkey Island Beach auf Google Maps anschauen

Aktiv werden auf Cat Ba
- Klettern an den Karstfelsen: Cat Ba gilt als guter Kletterspot. Die steilen Kalksteinfelsen bieten Routen für jedes Niveau. Besonders beliebt ist das „Butterfly Valley“ im Inselinneren. Hier kletterst du inmitten üppiger Natur.
- Deep Water Soloing: Für den ultimativen Kick kannst du in der Lan-Ha-Bucht ohne Seil über dem tiefen Wasser klettern. Wenn die Kraft ausgeht, fällst du einfach ins smaragdgrüne Meer.
- Hinein in die Höhlen: Auf Cat Ba gibt es zahlreiche erschlossene Höhlen, zwei sind besonders sehenswert. Geschichtlich spannend ist die Hospital Cave (Quan Y). Diese Höhle diente im Vietnamkrieg als bombensicheres, geheimes Krankenhaus über drei Etagen – inklusive OP-Saal und Kino. Die Trung Trang Cave liegt im Nationalpark und ist berühmt für ihre faszinierenden Stalaktiten und Stalagmiten.
Du kannst die Touren vor Ort buchen, aber auch schon online im Vorfeld.

Cat Ba: Wichtige Infos für deine Planung
- Wann reisen? Bedenke den nordvietnamesischen Winter! Von Dezember bis März ist es oft kühl und neblig. April bis Oktober die besten Monate.
- Alles im Detail: Du willst wissen, wo du am besten übernachtest oder wie du hinkommst? Lies unseren ausführlichen Guide zu Cat Ba. Dort findest du auch einen Abschnitt zum Thema An- und Weiterreise.
- Bootstouren: Tipps für die richtige Kreuzfahrt findest du in unserem ausführlichen Artikel zu Bootstouren und Kreuzfahrten in der Halongbucht.
Du suchst weitere Informationen zu den Stränden von Cat Ba und an Vietnams Festland? Dann lies unseren Artikel über die schönsten Strände Vietnams.
Wenn du nicht alleine auf Cat Ba Ausflüge unternehmen willst, kannst du unter vielen Angeboten wählen. Guck mal rein bei GetYourGuide.

Die Cham-Inseln (bei Hoi An)
Die Inselgruppe liegt nur eine kurze Bootsfahrt von der wunderschönen Altstadt Hoi Ans entfernt. Boote fahren ab dem Cua-Dai-Pier nahebei.
- Erleben: Schnorcheln, am Strand chillen und ins pure Dorfleben eintauchen.
- Wohnen: Hier wohnt du eher einfach, oft in Homestays direkt bei den Einheimischen. Luxus gibt es hier keinen, stattdessen Herzlichkeit und Nähe zum Leben der Locals.
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Willst du deine Tour nicht selber organisieren? Dann guck mal hier nach passenden Ausflügen für dich.
Cham Island auf Google Maps anschauen

Ly Son – Die Vulkaninsel
Die kleine Insel Ly Son liegt südlich von Da Nang und Hoi An vor der Provinzhauptstadt Quang Ngai. Los geht’s auf die Insel ab dem Hafen Sa Ky, der etwa 30 Minuten Taxifahrt von Quang Ngai entfernt liegt. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs. Sie ist berühmt für den Anbau von Knoblauch (sie wird auch das „Königreich des Knoblauchs“ genannt) und schwarze Lavastein-Klippen, die ins türkisgrüne Wasser ragen. Hierher kommen vor allem vietnamesische Touristen, daher ist es vor allem am Wochenende voll.
- Erleben: Wandern auf den Vulkankrater (Thoi Loi), das Tor-Tor (To Vo Gate) für Sonnenuntergänge und Ausflüge zur „Kleinen Insel“ (Dao Be) zum Baden.
- Wohnen: Da es statt internationaler Luxusresorts nur ein solides Mittelklassehotel und viele einfache Homestays gibt, eignet sich die Insel vor allem für dich, wenn du Authentizität über westlichen Komfort stellst.
- Anreise: Entweder du kommst mit Bus oder Zug nach Quang Ngai und fährst von dort mit dem Taxi zum Hafen und weiter auf die Insel, oder du buchst dir ab Hoi An oder Da Nang im Reisebüro eine Fahrt inkl. Übernachtung.
Übernachtungsmöglichkeiten auf Ly Son anschauen: bei Booking.com, bei Agoda
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Wenn du hierher möchtest, solltest du einen guten Reiseführer dabei haben. Wir empfehlen das in unserem Shop erhältliche Stefan Loose Travel Handbuch Vietnam, in dem Ly Son, die Ausgangsorte Quang Ngai und Sa Ky sowie die Transport- und Übernachtungsoptionen ausführlich dargestellt sind.
Diep Son – der Pfad im Meer
Die Insel in der Van-Phong-Bucht (nördlich von Nha Trang und südlich von Tuy Hoa) ist schwer zu erreichen und als Ausländer darfst du hier auch nicht wohnen. Immer mehr Besucher kommen auf einem Tagesausflug hierher, denn der Spot ist bei Instagram angesagt. Und es ist wirklich beeindruckend schön hier, denn bei Ebbe taucht ein weißer Sandweg mitten im Meer auf, auf dem man von einer Insel zur anderen laufen kann.
Checke unbedingt vorher den Gezeitenkalender von Nha Trang, denn bei Flut kannst du die Sandbank nicht entlanglaufen.
Tipps für die Anreise: Du kannst mit dem Moped hierher fahren, den Bus besteigen (alle Busse zwischen Tuy Hoa und Nha Trang halten am Hafen von Van Gia) oder dir einen Fahrer nehmen und dann mit dem Schnell- oder dem Slowboot übersetzen. Nimm genug Geld mit, denn vor Ort gibt es keinen ATM.
Möchtest du die Insel mit einem organisierten Tagesausflug ansteuern? Das ist bequem im Voraus buchbar.
Diep Son auf Google Maps anschauen

Phu Quy
Die kleine Insel ist ein Platz für Abenteurer und gerade dabei, ihren Weg auf die touristische Landkarte zu finden. Phu Quy liegt weit draußen im Meer und bietet spektakuläre Klippen und glasklares Wasser.
- Erleben: Erkunde eine spektakuläre Vulkanlandschaft mit dramatischen Steilklippen, bade in natürlichen Fels-Pools und entspanne an der malerischen Trieu Duong Bucht.
- Wohnen: Statt großer Hotels erwarten dich authentische Homestays und kleine Guesthouses, die sich vor allem im zentralen Hafenort Tam Thanh befinden (anschauen bei Booking.com / Agoda).
Phu Quy auf Google Maps anschauen

Strände, Abenteuer und Ausflüge
Den „Grand Canyon Vietnams“, eine faszinierend geschichtete Felsformation am Berg Cao Cat, solltest du unbedingt aufsuchen. Wenn du hier bist, besuche auch unbedingt die Linh-Son-Pagode.
Die Trieu Duong Bay ist der beliebteste Ort für einen entspannten Badetag. Dich erwarten ein breiter Sandstreifen, schattenspendende Pinien und meist sehr ruhiges Wasser.
Im Tempel Van An Thanh (Wal-Tempel) kannst du dir ein riesiges Walskelett ansehen. Wie an vielen Orten der vietnamesischen Küste werden hier Wale als heilige Beschützer der Fischer verehrt.
Lust auf Insel-Hopping? Mach doch einen Ausflug zur vorgelagerten kleinen Insel Hon Tranh. Das Wasser dort ist oft noch klarer und ideal zum Schnorcheln und SUPs oder Kajaks kannst du dort auch mieten.
Zwischen den Klippen haben sich zahlreiche natürliche Becken gebildet, die sogenannten „Khe Sung Suong“ – natürliche Infinitypools. Bei ruhiger See kannst du in diesen Fels-Pools baden – ein unvergleichliches Fotomotiv.
Hon Tranh auf Google Maps anschauen

Wichtige Infos für deine Reise nach Phu Quy
Die Anreise ist nur per Schnellboot von Phan Thiet aus möglich. Am Wochenende solltest du dein Ticket vorbuchen (Fähren der Gesellschaft Phu Quoc Express), denn bei Vietnamesen hat sich herumgesprochen, wie schön es auf Phu Quy ist.
Die beste Reisezeit liegt zwischen März und August. In diesen Monaten ist das Meer am ruhigsten. Von Oktober bis Dezember kann das Meer sehr rau sein, und manchmal fahren die Schiffe tagelang nicht.

Phu Quoc
Phu Quoc ist die größte und bekannteste Insel Vietnams. Sie ist gut erschlossen und bietet von Einsamkeit bis Trubel alles, was du dir vorstellen kannst; ob Techno-Party, Cocktail am Strand oder Puderzuckersand zwischen den Zehen unter Palmen.
- Erleben: Spektakuläre Sonnenuntergänge, zahlreiche tolle Strände, großartiges Seafood, Freizeitparks und Nachtmärkte – auf Phu Quoc kannst du jede Menge unternehmen.
- Wohnen: Phu Quoc ist perfekt erschlossen. Vom 5-Sterne-Luxusresort mit Privatpool bis zum gemütlichen Bungalow ist alles vorhanden.
Übernachtungsmöglichkeiten auf Phu Quoc anschauen; bei Booking.com, bei Agoda
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Phu Quoc: die schönsten Strände
Die Wahl des Strandes bestimmt auf Phu Quoc deinen Urlaub. Bist du nicht mobil, dann solltest du an einen der Hauptstrände ziehen.
Das pulsierende Herz für alle: Der kilometerlange Long Beach (Bai Truong) an der Westküste ist das Zentrum. Hier findest du die beste Infrastruktur, Restaurants, Bankautomaten und Unterkünfte für jedes Budget – vom Backpacker bis zum Luxusreisenden. Es geht lebendig und gesellig zu, es gibt zahlreiche Restaurants und Bars an der Straße und direkt am Strand. Der Long Beach ist zudem der perfekte Ort für „Sundowner“-Fans: Mit dem kalten Bier oder einem gekonnt gemixten Cocktail in der Hand sehen viele den Sonnenuntergang gleich doppelt schön.
Long Beach auf Google Maps anschauen
Die grüne Oase für Ruhesuchende bietet der Ong Lang Beach. Er befindet sich nördlich der Inselhauptstadt Duong Dong. Statt eines langen Strandes erwarten dich hier kleine Buchten zwischen Felsen. Es gibt ansprechende Bungalow-Anlagen und Boutique-Resorts im mittleren bis gehobenen Preisniveau.
Ong Lang auf Google Maps anschauen
Luxus pur gibt es am Kem Beach (Bai Khem) im Süden der Insel. Im ehemaligen Sperrgebiet warten riesige 5-Sterne-Resorts auf betuchte Gäste. Und all jene, die sich anlässlich ihrer Hochzeitsreise mal etwas luxuriös Schönes gönnen. Der Sand ist extrem fein und das Wasser türkisblau. Strand und Meer werden penibel gesäubert. Dank eines öffentlichen Strandbereiches kommen auch weniger Reiche in den Genuss dieses Paradieses.
Kem Beach auf Google Maps anschauen

Die schönsten Ausflüge
Sao Beach (Bai Sao) – Das Postkarten-Motiv: Im Südosten liegt der berühmteste Strand der Insel mit blendend weißem „Puderzucker-Sand“. Und ja, es sieht auf Fotos nahezu immer aus wie der Traumstrand schlechthin, aber leider ist es oft extrem voll und nicht selten wird viel Müll angespült.
In der Regenzeit (Mai–Okt.) ist es hier oft schöner als in der Hochsaison, da der Wind den Müll von der Küste wegtreibt und das Wasser ruhiger ist.
Starfish Beach (Rach Vem): Ganz im Norden liegt dieser abgelegene Strand, der oft nur über holprige Straßen erreichbar ist. Er ist berühmt für seine zahlreichen roten Seesterne im flachen Wasser. Unser Appell: Make photos, but don’t touch! Hebe die Tiere niemals aus dem Wasser, das schadet ihnen massiv.
Richtig gutes Seafood gibt es in den Floating Restaurants nahe des Strandes. Die einfachen Lokale, die auf Stelzen im Meer gebaut sind, kochen das vielleicht frischeste Seafood der Insel.
Insel-Hopping (An-Thoi-Archipel): Wenn dir die Hauptstrände zu voll sind, dann kannst du aufs Boot flüchten und die kleinen Inseln im Süden (wie May Rut oder Mong Tay) ansteuern. Hier findest du oft das klarste Wasser und echtes Robinson-Crusoe-Feeling.
Baden unterm Wasserfall: Naturliebhaber sollten – vor allem in der Regenzeit – den Suoi-Tranh-Wasserfall ansteuern, der dann genug Wasser führt, um mitten im Dschungel in den natürlichen Felsbecken zu baden.
Nicht schön, aber interessant: Einen beklemmenden, aber wichtigen Einblick in die Vergangenheit bietet das historische „Coconut Tree Prison“ (Nha Tu Phu Quoc), das die brutalen Haftbedingungen während der Kolonial- und Kriegszeit dokumentiert.
Aktivitäten auf Phu Quoc anschauen; bei GetYourGuide, bei Viator.

Aktiv sein auf Phu Quoc
Willst du Tauchen oder Schnorcheln? Dann komm am besten in der Zeit von Oktober bis April. Die See ist ruhig und die Sicht gut. Die besten Spots liegen rund um die südlichen An-Thoi-Inseln.
Hast du einen Motorradführerschein, kannst du wunderbare Roller-Touren unternehmen.
Wichtige Infos für deine Planung
Wann nach Phu Quoc? In der Trockenzeit von November bis April kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit das klassische Postkarten-Phu-Quoc mit spiegelglattem Wasser (im Westen) erleben. In der Green Season von Mai bis Oktober blüht die Insel auf, denn es regnet öfter. Wasserfälle führen vor allem gegen Ende dieser Zeit wieder Wasser, so dass du darunter baden kannst. In der Regenzeit ist es ruhiger, denn nur relativ wenige Touristen kommen in dieser Zeit hierher. Zwar ist das Meer im Westen rau, aber dafür zeigt sich die Natur von ihrer kraftvollen Seite.
Bist du bereit für die Insel?
Wenn du jetzt Lust bekommen hast, ein paar Tage oder Wochen auf Phu Quoc zu verbringen, helfen wir dir gerne bei den Details. Egal ob du Fragen zur Anreise hast, wissen willst, wo es das beste Essen gibt oder wo man shoppen kann – in unseren Phu-Quoc-Tipps findest du die Antworten.
Bist du noch unschlüssig, wo genau du dein Handtuch ausbreiten sollst? Dann hilft dir unser großer Phu-Quoc-Strandvergleich garantiert weiter.
Und falls dir der Sinn nach Entdeckungstouren steht, verpasse nicht unsere Auswahl der besten Sehenswürdigkeiten von Phu Quoc.
Hin und weg
Der schnellste Weg nach Phu Quoc ist der durch die Luft. Folgende Verbindungen sind beliebt:
- Von Ho Chi Minh City nach Phu Quoc (ca. 1 Std./ ab 30 €): Preise & Abflugszeiten
- Von Da Nang nach Phu Quoc (ca. 3.30–4 Std./ ab 75 €): Preise & Abflugszeiten
- Von Ha Noi nach Phu Quoc (knapp über 2 Std. Std./ ab 50 €): Preise & Abflugszeiten
Günstiger, aber etwas umständlicher ist die Anreise über Land:
- Von Ho Chi Minh City nach Rach Gia (ca. 6 Std./ 9–12 €). Tickets: 12go | Baolau
- Von Rach Gia nach Phu Quoc (ca. 2,5 Std./ab 14 €). Tickets: 12go | Baolau
- Von Ha Tien nach Phu Quoc (ca. 1,5 Std./ab 9 €). Tickets: 12go | Baolau
Weitere Infos zum Thema Transport von und nach Phu Quoc haben wir hier für dich zusammengestellt.

Con Dao Archipel (Con Son)
Einst eine Gefängnisinsel, heute ein Naturparadies. Hierher kommen noch relativ wenige Touristen, es ist ruhig und Partyfans sind fehl am Platz.
- Erleben: Geschichte (Gefängnismuseum), unberührte Natur und Schildkrötenbeobachtung. Es ist ruhiger und exklusiver als Phu Quoc.
- Wohnen: Es gibt wenige, aber sehr hochwertige Resorts sowie nette einfachere und Mittelklasse-Hotels im Hauptort.
Übersicht über Hotels und Resorts auf Con Dao bei Booking.com anschauen
Con Dao auf Google Maps anschauen

Die schönsten Strände auf Con Dao
Auf Con Dao findest du keine Party-Strände, sondern wilde Naturkulissen.
Dam Trau Beach – Der „Flughafen-Strand“ ist der berühmteste Strand der Insel. Er wird von bewaldeten Hügeln umrahmt und liegt im Nordwesten der Insel – wirklich ganz nah am Flughafen. Hier fliegen die Propellermaschinen im Landeanflug direkt über deinen Kopf hinweg. Beeindruckend ist meist auch der Sonnenuntergang. Wohnen kannst du hier allerdings nicht.
An Hai und Lo Voi: Diese beiden Strände liegen direkt bei der Hauptstadt Con Son. Das Wasser ist extrem flach und bei Ebbe zieht es sich weit zurück und so kannst du hier Wattwander-Feeling erleben. Am Morgen siehst du hier die Fischerboote, abends flanieren Einheimische an der Promenade.
Dat Doc Beach – Luxus & Felskulisse: Hier befindet sich das berühmte Six Senses Resort.
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Ausflüge auf Con Dao
Con Dao erkundest du am besten mit einem Mietroller oder per Boot.
Insel-Hopping nach Bay Canh: Die zweitgrößte Insel des Archipels ist unbewohnt und ein streng geschütztes Naturreservat. Hier findest du Mangrovenwälder und kristallklares Wasser.
Ein Blick in die Geschichte: Con Dao war über 100 Jahre lang eine berüchtigte Gefängnisinsel („Hölle auf Erden“) und die gut erhaltenen Gefängnisse und von den Franzosen etablierten „Tigerkäfige“ sind bedrückend. Viele Vietnamesen besuchen um Mitternacht das Grab der Nationalheldin Vo Thi Sau auf dem Hang-Duong-Friedhof. Es ist nicht gruselig, sondern spirituell, belebt und voller Lichter und Räucherstäbchen. Vo Thi Sau gilt als mächtige Schutzpatronin, man verspricht sich von der ehemaligen Widerstandskämpferin Beistand bei der Erfüllung von Wünschen und so positiv wie es klingt, so positiv aufgeladen sind die Rituale der Besucher.

Aktiv sein auf Con Dao
Der beste Tauchspot Vietnams: Die Riffe sind gesünder als in Nha Trang oder Phu Quoc. Du kannst Dugongs (Seekühe – sehr selten!) und Meeresschildkröten sehen. Beste Sicht herrscht meist von Februar bis Juli.
Willst du nicht tauchen, sondern nur schnorcheln? Dann guck mal hier.
Schildkröten-Beobachtung (saisonal): Con Dao ist der wichtigste Nistplatz für Meeresschildkröten in Vietnam. Von Mai bis Oktober (Hochsaison Juli/August) kommen die Tiere zur Eiablage an die Strände (z. B. auf Bay Canh). Mit Rangern kannst du nachts zusehen oder morgens beim Schlüpfen der Babys dabei sein.
Eine Tour mit Übernachtung kannst du bereits jetzt vorbuchen.
Wandern im Nationalpark: Es gibt mehrere Dschungelpfade. Der Weg zur So-Ray-Plantage (Achtung vor den frechen Makaken!) oder der Aufstieg zum Love Peak. Die Wege führen durch dichten Regenwald und bieten oben wunderbare Ausblicke auf das Archipel. Am schönsten (und sichersten – es ist ziemlich einsam dort) ist eine geführte Tour mit mehreren Personen.

Con Dao: Wichtige Infos für deine Planung
Die bequemste Anreise: Es gibt Direktflüge mit Propellermaschinen (frühzeitig buchen) und Bootsanbindungen mit Fähren ab Vung Tau, Soc Trang und Can Tho. Beachte bei der Wahl des Verkehrsmittels, dass die Schiffe bei starkem Wellengang oft nicht fahren. Tickets bekommst du bei 12go, Baolau (Fähren) und Skyscanner (Flüge).
Die ideale Reisezeit: Zwischen März und September ist das Meer besonders ruhig ist und bietet perfekte Bedingungen zum Baden, Tauchen und für die Fähranreise. Wer das Schlüpfen der Meeresschildkröten beobachten möchte, sollte seinen Urlaub in den Hochsommer (Juni bis August) legen. Dann musst du allerdings mit gelegentlichen Regenschauern rechnen.
Reiseplanung Con Dao: Wie kommst du am besten hin und wo kannst du Tickets buchen? Wo übernachtest du am besten? Und was musst du sonst noch alles wissen? Alle praktischen Infos und Insider-Tipps für deine Insel-Auszeit haben wir hier für dich zusammengefasst.
Willst eine Tour mit Übernachtung buchen, bei der du dich um nichts kümmern musst? Dann check mal hier.

Auch ein schönes Ausflugsziel: der Strand auf Con Daos Nachbarinsel Hon Cau
Hon Son (Lai Son)
Die smaragdgrüne Insel Hon Son liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen dem Festland und dem weiter entfernten Nam Du Archipel (mehr dazu weiter unten). Los geht’s auf die Insel ab dem Hafen Rach Gia, die Überfahrt mit dem Schnellboot dauert etwa 1,5 Stunden. Die Insel ist bergig und üppig bewachsen.
Hierher kommen viele junge Vietnamesen und nur ein paar vereinzelte Backpacker. Die Insel ist die perfekte Mischung aus „wild“ und „zugänglich“, aber noch weit entfernt vom Massentourismus.
- Erleben: Eine Wanderung durch den Dschungel, Entspannen am Bai Bang Beach und ein Kokosnussshake zum Sonnenuntergang an der Küstenstraße.
- Wohnen: Es gibt keine großen Hotels. Aber mehr oder weniger charmante Bungalows in Strandnähe, schöne bunte Homestays und kleinere Gästehäuser. Die Insel eignet sich für Reisende, die zwar Natur und Ruhe suchen, aber dennoch ein Mindestmaß an touristischer Infrastruktur und gemütlichen Cafés schätzen.
Anreise: Entweder du kommst mit dem Bus (z. B. von Saigon oder Can Tho) zum Hafen Rach Gia und buchst von dort das Schnellboot (Superdong oder Phu Quoc Express). Du kannst von Hon Son prima weiter fahren nach Nam Du.
Übernachtungsmöglichkeiten auf Hon Son (Lai Son) anschauen; bei Booking.com, bei Agoda
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Nam-Du-Archipel
Das unberührte Nam-Du-Archipel liegt weit im Süden Vietnams im Golf von Thailand. Los geht’s auf die Inseln ab dem Fährhafen in Rach Gia. Die Inselgruppe besteht aus 21 Inseln. Sie ist berühmt für ihre wilden Kokospalmenwälder und das oftmals besonders klare Wasser, in dem unzählige bunte Fischerboote schaukeln.
Hierher kommen fast ausschließlich vietnamesische Touristen, daher ist es vor allem an Feiertagen gut besucht.
- Erleben: Mit dem Roller die Küstenstraße der Hauptinsel (Hon Lon) erkunden, der Aufstieg zum Leuchtturm für den Panoramablick und Bootstouren zur Nachbarinsel Hon Mau zum Baden am weißen Sandstrand.
- Wohnen: Da es statt internationaler Luxusresorts nur einfache Pensionen (Nha Nghi), bunte Homestays auf Stelzen direkt über dem Wasser oder Campingplätze am Strand gibt, eignet sich die Inselgruppe vor allem für Abenteurer, denen frische Meeresfrüchte und Meerblick wichtiger sind als westlicher Komfort.
Anreise: Entweder du kommst mit dem Schlafbus (z. B. von Ho-Chi-Minh-Stadt) direkt nach Rach Gia und nimmst von dort das Schnellboot auf die Insel (Superdong oder Phu Quoc Express) oder du verbindest die Reise mit dem Mekong-Delta und fährst von Can Tho aus mit dem Bus zum Hafen.
Übernachtungsmöglichkeiten auf Nam Du anschauen; bei Booking.com, bei Agoda
Nam Du auf Google Maps anschauen
Noch mehr Wissenswertes zu Nam Du (und den anderen Off-the-Beaten-Track-Zielen wie Hon Son und Ly Son), alle wichtigen Reisehinweise, Tipps zu Unterkünften und jede Menge Hintergrundwissen findest du im aktuellen Stefan Loose Travel Handbuch Vietnam.


