Phu Quoc: die schönsten Strände

Vietnams größte Insel Phu Quoc ist bekannt für kilometerlange Sandstrände - ein Magnet für Strandliebhaber und Badefreunde aus aller Welt. Hier findest du die schönsten Strände mit Übersichtskarte.

Auch wir wollten uns zum Abschluss unserer Vietnamrundreise ein paar Tage Strandurlaub auf Phu Quoc gönnen. Wir liehen uns dafür einen Roller, schnappten uns unsere Badesachen und sie ging los: die große Inselrundfahrt auf der Suche nach den schönsten Stränden, die Phu Quoc zu bieten hat.

Jeden Tag besuchten wir eine neue Ecke und schwammen in einer anderen Bucht. Wir waren überrascht, wie unterschiedlich und abwechslungsreich die Strände auf Phu Quoc doch sind. Keiner gleicht dem anderen und jeder besitzt seine eigenen Besonderheiten.

Hier findest du die besten Sehenswürdigkeiten auf Phu Quoc.

Phu Quoc: die schönsten Strände

Nachfolgend findest du einen umfassenden Phu Quoc Strand-Guide, in dem wir dir die schönsten sandigen Flecken der Insel vorstellen werden. Danach wirst du wissen, warum Phu Quoc noch immer zu den schönsten Zielen in Vietnam gehört.

Karte: Strände auf Phu Quoc

Strände im Norden

Ganh Dau Beach

Vietnamesischer Name: Bai Ganh Dau

An der nordwestlichen Spitze der Insel findest du das quirlige Fischerdorf Ganh Dau sowie den gleichnamigen Ganh Dau Beach.

Genau genommen handelt es sich bei diesem Strand um zwei unterschiedliche Strandabschnitte.

Der erste Bereich befindet sich direkt im Ort mit Blick Richtung Westen. Bei gutem Wetter kannst du in der Ferne sogar die kambodschanische Küste erspähen.

Dieser kleine Stadtstrand, trotz weichem Sand und türkisfarbenem Wasser, ist allerdings kein typischer Badestrand, da hier viele Fischerboote ankern und reger Bootsverkehr herrscht.

Trotzdem lohnt es sich, hier einen kurzen Stopp einzulegen.

Der Strand ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische. In den frühen Abendstunden kannst du hier nicht nur wunderbar den Sonnenuntergang bestaunen, sondern auch das bunte Treiben im Hafen sowie auf den Fischerbooten verfolgen.

Wer es lieber ruhig und idyllisch mag, fährt weiter Richtung Osten, vorbei am imposanten Nguyen Trung Truc Temple und wird hinter dem Dorf fündig.

Beginnend mit dem Peppercorn Resort auf der linken Seite findest du den zweiten Strandabschnitt von Gahn Dau – manchmal auch unter dem Namen Peppercorn Beach bekannt.

Bei diesem Strand handelt es sich um eine wahre Strandperle und ein prima Postkartenmotiv. Allerdings wird es immer schwieriger für Nicht-Gäste, diesen Traumstrand überhaupt zu Gesicht zu bekommen.

Die Bauunternehmer waren hier in den letzten Jahren besonders fleißig. So reiht sich, wie eine Perlenkette, mittlerweile ein Resort ans Nächste die Küste entlang – öffentlicher Strandzugang: Fehlanzeige.

Ein paar wenige, versteckte Trampelpfade führen noch durch das Dickicht zum Strand hinunter. Allerdings ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hier Mauern neuer Resorts und Wachtmänner in Kontrollhäuschen den Zugang komplett versperren.

Am besten versuchst du dein Glück zur Mittagszeit und verbindest den Strandbesuch mit einem kleinen Mittagsimbiss in einem der Resorts. Das wird zwar nicht gerade billig, aber die Strandnutzung ist dir damit zumindest gesichert.

Bilder vom Ganh Dau Beach:

Unterkunftstipps am Ganh Dau Beach:  Einige preiswerte Gästehäuser und Hotels direkt im Ort Ganh Dau wie zum Beispiel das Dila Phu Quoc in der Nähe des Stadtstrandes. Entlang der Nordküste am gepflegten Sandstrand findest du mehrere kleinere Resorts und Boutique-Hotels im mittleren und höheren Preissegment, wie zum Beispiel das Peppercorn Resort (Booking.com / Agoda), das Sea Breeze Resort (Booking.com / Agoda), das Gold Coast Resort (Booking.com / Agoda) und das Orient Resort (Booking.com / Agoda).

 

Rach Vem Beach – Starfish Beach

Vietnamesischer Name: Bai Rạch Vẹm

Bei einer Erkundungstour in den Norden von Phu Quoc solltest du unbedingt einen Abstecher in Richtung Rach Vem unternehmen.

Das kleine, abgelegene Fischerdorf hat nicht viel zu bieten. Aber der Besuch des Rach Vem Beach, besser bekannt als Starfish Beach, ist durchaus lohnenswert.

Allerdings solltest du dich auf eine holprige Fahrt entlang der staubigen und unasphaltierten Straße einstellen.

Am Ziel erwarten dich eine traumhafte Strandkulisse aus türkisfarbenem Wasser und ein endlos langer Küstenabschnitt.

Puderweißer Sandstrand grenzt direkt an dichte, tropische Wälder! Von großen Hotelkomplexen und Bettenburgen zum Glück noch keine Spur.

Jedoch ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hier die ersten Baumaßnahmen beginnen.

Die hiesigen Meeresbewohner – handgroße, orange-rote Seesterne – locken in Zeiten von Instagram & Co. täglich hunderte Tagesausflügler an die Nordküste.

Aber auch Einheimische sowie vietnamesische Touristen vom Festland pilgern in Heerscharen zum Rach Vem Beach. Weniger, um mit Seesternen zu posieren, sondern vielmehr für eine große Ladung fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte.

Einige Meter vom Ufer entfernt gibt es hier zahlreiche Fischfarmen, die auch als Fischrestaurants dienen. Du erreichst sie nur über lange Holzstege.

Diese „floating restaurants“ sind vor allem für ihr leckeres und frisches Seafood bekannt. Kein Wunder daher, dass es hier gerade zur Mittagszeit nur so von Tourbussen und asiatischen Reisegruppen wimmelt.

Weiter nördlich wird es deutlich ruhiger und das seicht abfallende Wasser ist herrlich klar. Ideale Bedingungen für alle Badenixen und Wasserratten.

Für uns einer der schönsten und interessantesten Strände Phu Quocs.

Bilder vom Rach Vem Beach – Starfish Beach:

Unterkunftstipps: Bisher gibt es keine Unterkünfte am Rach Vem Beach.

Rach Tram Beach

Vietnamesischer Name: Bai Rach Tram

Der Strand von Rach Tram im Norden von Phu Quoc ist mit Abstand der abgelegenste und am wenigsten besuchte Strand der Insel. Landschaftlich ist er jedoch ausgesprochen reizvoll, so dass sich ein Ausflug in die charmante Bucht lohnt.

Die Zufahrt von der Hauptstraße nach Rach Tram wurde kürzlich stark verbreitert und fast vollständig asphaltiert. Höchstwahrscheinlich werden hier wohl bald ebenfalls Bauarbeiten für Resorts und touristische Großprojekte beginnen. Die Uhr tickt.

Nur das letzte kleine Stück bis zu den Fischergemeinden ist noch eine staubige, rote Sandstraße.

Kurz vor der Zufahrt zur ersten Siedlung gehen immer mal wieder Sandwege rechts Richtung Strand ab. Da der Sand hier aber sehr tief ist, lässt du den Roller besser stehen und gehst die letzten Meter zu Fuß.

Die Chancen sind groß, dass du der einzige Tourist am Meer sein wirst.

Aufgeräumt wird hier offensichtlich nicht. Der Strand ist noch sehr naturbelassen, aber leider auch an manchen Stellen sehr vermüllt.

Trotzdem wirst du schnell erkennen, warum Hotels und Resorts am Rach Tram Beach sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Der Strand ist kilometerlang, das Wasser herrlich klar und ruhig. Ein paar Bäume spenden dir Schatten – ideale Bedingungen, um neue Urlaubsgäste in diese Region zu locken.

Bis auf den Ausbau der Zufahrtsstraße gibt es aber momentan noch keine Spur von irgendeiner touristischen Entwicklung.

Das Leben der Einheimischen und die rustikalen Fischerdörfer mit ihren einfachen Holzhütten und bunten Fischerbooten bestimmen die Szenerie.

Es lohnt sich, bis ganz zum Ende der Bucht zu fahren. Hier erwartet dich eine besonders charmante Ecke von Rach Tram.

In dem kleinen Fischerdorf an der Flussmündung scheint die Zeit noch stillzustehen. Hühner scharren vergnügt im Sand, Katzen dösen im Schatten kaputter Klappstühle, Fischer reparieren ihre Boote und Netze.

Wie lang es hier wohl noch so aussehen mag?

Bilder vom Rach Tram Beach:

Unterkunftstipps am Rach Tram Beach: Bisher gibt es keine Unterkünfte am Rach Tram Beach.

 

Thom Beach

Vietnamesischer Name: Bai Thom

Im Nordosten von Phu Quoc findest du einen der ruhigsten und entspanntesten Strände der Insel, den Thom Beach, der sich kilometerlang die Küste entlang streckt.

Vielleicht nicht so feinsandig wie manch andere Strände auf Phu Quoc, dennoch hat der verschlafene Thom Beach etwas Verführerisches und ist perfekt für all diejenigen, die auf der Suche nach Ruhe, Entspannung und wenig Baulärm sind! Wo findest man das noch auf Phu Quoc?

Von Duong Dong ist es allerdings ein gutes Stück zu fahren, bis du Bai Thom erreichst. Da die Straße (DT973) aber wunderbar ausgebaut ist und durch den schattigen National Park führt, hat uns die lange Fahrt in den Nordosten nicht gestört.

Bereits am oberen nördlichen Zipfel Phu Quocs findest du ein paar Badebuchen, sogenannte „Bathing Points“. Diese erreichst du über die Zugangsstraße Richtung Rach Tram. Allerdings waren wir wahnsinnig schockiert über den vielen Müll, der hier angespült wird. Ein Abstecher lohnt sich daher nicht wirklich.

Den schönsten Strandabschnitt findest du weiter südlich, direkt hinter der kleinen Ortschaft zwischen Luna Beach und Hon Mot Island. Hier ist der Strand recht gepflegt und das klare Wasser lädt zum plantschen ein. Schwimmen kannst du hier allerdings kaum, da das Wasser sehr flach ist und uns allenfalls zu den Knien reichte.

Zum Glück beschränkt sich die touristische Entwicklung am Thom Beach bisweilen lediglich auf ein paar wenige Gästehäuser und einfache Strandrestaurants. Hier kannst du in entspannter Atmosphäre eine Kokosnuss schlürfen, auf einer Strandschaukel für das perfekte Urlaubsfoto posieren oder in der Hängematte ein Mittagsschläfchen halten.

So stellen wir uns das Phu Quoc von vor 10 Jahren vor.

Uns hat es besonders gut bei Friendly Beach gefallen, wo die Hängematten und Schaukeln direkt im seichten Wasser aufgestellt wurden. Urlaubsfeeling pur!

Wenn du hinter Hon Mot Island die Küste weiter Richtung Süden fährst und hoffst, hier weitere malerische Strandabschnitte zu finden, müssen wir dich leider enttäuschen. Der eben noch so einladende Thom Beach wird hier auf einmal sehr steinig und schmal. Bis auf ein paar Picknickplätze gibt es hier keine wirkliche Infrastruktur, somit eignet sich dieser Abschnitt eher weniger für ausgedehnte Strandbesuche.

Bilder vom Thom Beach:

 

Strände im Westen

Vung Bau Beach

Vietnamesischer Name: Bai Vung Bau

Fast ganz ungestört bist du noch am abgelegenen Vung Bau Beach an der Nordwestküste von Phu Quoc.

Trotz der fast vier Kilometer langen Bucht gibt es nur wenige Zugänge zum Strand.

Die besten Chancen hast du am nördlichen Ende des Vung Bau Beach in Richtung Nam Nghi Resort (Booking.com / Agoda) oder im Süden, wo der Vung Bau Beach beginnt.

Wir versuchten unser Glück im Süden.

Direkt hinter dem Fischerdorf Cua Can biegst du links ab in Richtung Chez Carole Resort. Sobald du das schicke Green Bay Resort & Spa (Booking.com / Agoda) passiert hast, ist die Straße nicht mehr asphaltiert und sehr holprig, was die Anfahrt etwas unbequem gestaltet.

Nach ca. zehn Minuten erreichst du eine Art Checkpoint. Da hier bereits etliche Roller parkten, stellten wir unseren einfach dazu und liefen mutig am Wachmann vorbei. Kein Problem. Die Schranke, die Bauzäune und die Kontrolle deuten jedoch darauf hin, dass der Zugang zum Strand hier wohl nicht mehr allzu lange offen sein wird.

Nur wenige Meter hinter der Schranke führt links ein kleiner Trampelpfad an einem einfachen Lokal mit gackernden Hühnern und spielenden Hunden vorbei in Richtung Meer.

Solltest du deine gesamten Vorräte bereits verputzt haben, kannst du hier günstig einen Happen zu essen bekommen.

Als wir den dahinterliegenden Strand betraten, waren wir sofort hin und weg.

Kilometerlang zieht sich der einsame, von Bäumen gesäumte Strand bogenförmig die Küste hinauf. Keine Steine, kaum Müll, nur wenige Touristen, dafür weicher Sand, klares, türkisfarbenes Wasser und sachte Wellen. Die perfekte Badebucht!

Weniger einsam, wenn auch nicht wirklich überfüllt, wird es weiter nördlich. Hier befinden sich ein paar Resorts in direkter Strandlage, darunter das All-inclusive Fusion Resort. Weitere Hotelkomplexe dieser Art sind aber wohl bereits in Planung. Nutze daher noch die Chance, bevor alle Zufahrtswege verbaut sind und der Vung Bau Beach, ähnlich wie der Dai Beach, nur noch den Hotelgästen zugänglich ist.

Unterkunftstipps am Vung Bau Beach: Das luxuriöse Fusion Resort (Booking.com / Agoda) hat sich im Zentrum des Vung Bau Beaches die beste Lage gesichert. Es gibt aber auch noch einige Unterkünftige in Strandlage im mittleren Preissegment, die du am nördlichen Strandabschnitt findest, wie das Vung Bau Resort (Booking.com / Agoda), das Wild Beach Resort (Booking.com / Agoda) und das charmante, eco-friendly Bamboo Cottages (Booking.com / Agoda).

 

Cua Can Beach

Vietnamesischer Name: Bai Cua Cạn

Bei dem kleinen, lebendigen Fischerdorf Cua Can an der Nord-Westküste von Phu Quoc, wo der Cua Can Fluss ins Meer mündet, findest du einen einsamen, naturbelassenen Traumstrand, den Cua Can Beach.

Dabei handelt es sich weniger um einen Strand im traditionellen Sinne, sondern eher um eine ca. zwei Kilometer lange Sandbank. Sie hat sich hier über die Jahre gebildet und trennt die Siedlung mit dem ruhigen Flusslauf von dem rauschenden Meer.

In der Nähe des Fischerdorfes ist der Strand zwar sehr breit, jedoch leider auch sehr verdreckt. Es scheint, als wurde hier der Strand von den Einheimischen kurzerhand zur Müllkippe umfunktioniert.

Doch wenn du weiter Richtung Norden spazierst, nimmt die Verschmutzung deutlich ab. Das Wasser hier ist herrlich klar und lädt direkt zum Schwimmen ein.

Durch die fehlende touristische Infrastruktur verirren sich bisher nur wenige Besucher an den Cua Can Beach. Von Restaurants, Beachbars und großen Hotelkomplexen keine Spur, dafür ist die Sandbank einfach viel zu schmal.

Lediglich das 4-Sterne Resort Chez Carole findest du am nördlichen Ende der Bucht, am schönsten Strandabschnitt des Cua Can Beach.

Hier gibt es ein Restaurant mit einem fantastischen Ausblick auf die Bucht, wo auch Besucher von außerhalb herzlich willkommen sind.

Bilder vom Cua Can Beach:

Unterkunftstipps am Cua Can Beach: Chez Carole Resort (Booking.com / Agoda) – mit direkter Strandlage und tollen Ausblicken auf die Bucht und Flussmündung von Cua Can. Zudem etliche, preisgünstige Unterkunftsmöglichkeiten in Cua Can. Besonders empfehlenswert die charmante Phu Quoc Ecolodge (Booking.com / Agoda).

Ong Lang Beach

Vietnamesischer Name: Bai Ong Lang

Der Ong Lang Beach beginnt einige Kilometer nördlich von Duong Dong. Er erstreckt sich die komplette Küste bis nach Cua Can hinauf.

Dabei handelt es sich weniger um einen langen Strandabschnitt als vielmehr um mehrere, miteinander verbundene Minibuchten und Strände.

Der belebteste Strandabschnitt ist direkt bei Ong Lang zu finden. Es ist eine kleine, aufgeweckte Siedlung, die in den letzten Jahren enorm an Popularität bei Besuchern gewonnen hat.

Die touristische Entwicklung hat sich aber, im Gegensatz zu Duong Dong und den Stränden Richtung Süden, bei Ong Lang im Rahmen gehalten. Die schöne Küstenlandschaft wurde bisher weitestgehend vor größeren Bausünden bewahrt.

Hier findest du statt Bettenburgen eher kleinere Boutiquehotels, von gut und günstig bis luxuriös und teuer, sowie zahlreiche Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten.

Der öffentlich zugängliche Strand in Ortsnähe ist sowohl bei Touristen als auch Einheimischen sehr beliebt. Leider spiegelt sich das auch in allerlei zurückgelassenem Müll wider.

Es gibt ein paar Strandbars, wo du dir Liegen mieten kannst sowie fliegende Händler, die dich fleißig mit frischem Obst und Snacks versorgen.

Etwas ruhiger und sauberer wird es in der angrenzenden Bucht, die allerdings auch deutlich schwieriger zu erreichen ist.

Schicke Hotels wie das Mango Bay Resort und das Sea Sense versuchen, den Strand für Hotelgäste zu privatisieren. Für einen Cocktail im Restaurant lässt man dich aber gern passieren – deine Eintrittskarte für die hübsche Bucht mit den geschwungenen Kokosnusspalmen und den gut gepflegten Sandstrand.

Den ruhigsten Strandabschnitt findest du nördlich des neu gebauten Mövenpick-Hotels. Zwar zerstört der klobige Betonklotz ein wenig das Bild der idyllisch-abgelegenen Strandkulisse, größere Ansammlungen von Badegästen musst du hier aber nicht fürchten.

Die touristische Infrastruktur steckt am nördlichen Ong Lang Beach noch in den Kinderschuhen und die öffentlichen Zugänge zum Meer sind beschränkt.

Eine der wenigen Zufahrtsstraßen findest du direkt neben dem Mövenpick-Gelände. Von der Hauptstraße geht hier ein kleiner, unscheinbarer Schotterweg ab. Dieser führt dich zu einem Schrein, der zu Ehren von Nyuyen Trung Truc errichtet wurde – einem vietnamesischen Helden, der gegen die französischen Kolonialisten kämpfte.

Zudem findest du hier einen öffentlichen Picknickplatz sowie ein rustikales Restaurant direkt am Meer.

Außer ein paar Gästen, einer Mischung aus Einheimischen und Rucksacktouristen, ist der Strand hier weitgehend leer. Leider wird hier jedoch recht viel Müll angespült.

Das Wasser ist aber sauber und klar und lädt zum Abkühlen ein. Im Schatten der Bäume sitzend, kann man es hier gut und gern ein Weilchen aushalten.

Bilder vom Ong Lang Beach:

Unterkunftstipps am Ong Lang Beach: In Ong Lang findest du ein breites Spektrum an Unterkunftsmöglichkeiten in allen Preisklassen. Einige schicke Resorts wie das Mango Bay (Booking.com / Agoda) und das Sea Sense (Booking.com / Agoda) verfügen über einen direkten Zugang zum Strand. Aber auch von den günstigen Gästehäusern im Ortskern wie das Gecko Guesthouse (Booking.com / Agoda), Seaside Homestay (Booking.com / Agoda) und Sam Ong Lang (Booking.com / Agoda) ist der öffentliche Strand in wenigen Minuten erreichbar.

Richtung Norden außerhalb des Ortes nimmt die Auswahl deutlich ab. Eine der wenigen Unterkunftsmöglichkeiten hier ist das Mövenpick-Hotel (Booking.com), für welches du aber tief in die Taschen greifen musst.

 

Duong Dong Stadtstrand

Vietnamesischer Name: Cang Duong Dong

Auch die quick-lebendige Inselhauptstadt Duong Dong hat einen kleinen Stadtstrand in Hafennähe. Er befindet sich südlich des Dinh Cau-Tempels und ist direkt dem neuen, eleganten Hotelkoloss Seashells vorgelagert.

Allerdings ist der Strand durch die Lage zur Stadt und zum Hafen etwas vermüllt und es gibt etliche Steine und Felsen im Wasser. Ausgedehnte Schwimmeinheiten solltest du daher besser am wenige Gehminuten entfernten Long Beach absolvieren.

Aber dafür ist der Ausblick vom Tempel traumhaft schön. Auf der einen Seite kannst du das bunte Treiben der Fischerboote im Hafen beobachten und auf der anderen Seite die endlos lange Küste bestaunen. Außerdem lohnt sich der Abstecher zum Doung Dong Beach zum Sonnenuntergang, zum Beispiel auf einen frischen Shake bei Aroi.

Früher war hier auch der belebte Dinh Cau Nachtmarkt zu finden, welcher mittlerweile mehr ins Stadtzentrum verlagert wurde. Zu besonderen Anlässen und Feiertagen findest du hier aber immer noch Märkte mit allerlei Streetfood-Ständen.

Verschiedene Restaurants, einfache Lokale in der Nähe des Hafens sowie hübsche Strandbars sind zahlreich vorhanden.

Bilder vom Duong Dong Strand:

Unterkunftstipps am Duong Dong Strand:  Durch die Nähe zur Stadt gibt es keinen Mangel an Unterkünften in allen Preisklassen. Von günstigen, kleinen Guesthouses in der Nähe des Nachtmarktes, gemütlichen Boutique-Hotels bis hin zu höherpreisigen 4-Sterne Hotels wie das Seashells (Booking.com / Agoda) in direkter Strandlage wird hier alles geboten.

 

Bai Truong (Long Beach)

Vietnamesischer Name: Bai Truong

Bai Truong ist mit 20 Kilometern der längste Strand von Phu Quoc und hat daher seinen Spitznamen Long Beach redlich verdient.

Dieser schöne, lange Strandabschnitt erstreckt sich von Duong Dong bis ganz in den Süden der Insel und kann grob in drei Abschnitte unterteilt werden:

  • den Norden (von Duong Dong bis zum internationalen Flughafen)
  • das Zentrum (vom Flughafen bis zum Intercontinental Hotel)
  • und den Süden (bis zum Mui Dat Do Cape)

Da jeder Abschnitt seine eigenen Besonderheiten hat, findest du nachfolgend eine detaillierte Beschreibung zu jedem Teilstück.

Long Beach – der Norden

Der nördliche Teil des Long Beach, der direkt an das quirlige Duong Dong grenzt, bildet nach wie vor das touristische Zentrum von Phu Quoc. Hier gibt‘s nichts, was es nicht gibt.

In dem belebten Touristenmekka findest du Hotels in allen Preisklassen, zahlreiche Restaurants, Bars, Cafés, Souvenirläden und Supermärkte.

Es ist auch der ideale Ausgangspunkt für diverse Tagesausflüge, da sowohl der Norden als auch der Süden gut erreichbar sind.

Wenn bei dir statt Inseltour eher Abmatten am Strand auf dem Programm steht, bist du hier ebenfalls an der richtigen Adresse.

Der breite, gelbe Sandstrand ist erstaunlich sauber und gepflegt. Allein bist du hier jedoch nicht!

Der touristischen Infrastruktur sei Dank tummeln sich am Strand zahlreiche Urlauber dicht an dicht, braten in der Sonne und lassen es sich gutgehen.

Du kannst dir günstig Liegen und Sonnenschirme mieten, dich bei einer entspannenden Massage verwöhnen lassen, im seicht abfallenden, klaren Wasser plantschen oder die Adrenalinpumpe bei einer Runde Jetski in die Höhe schießen lassen.

Eventuelle Heißhungerattacken werden durch frisches Obst, gebratene Maiskölbchen und Teigtaschen von Strandverkäufern in Windeseile gestillt.

Auch abends ist der Strand ein wahrer Touristenmagnet! Kein Wunder, ist es doch der ideale Ort, Phu Quoc‘s traumhafte Sonnenuntergänge zu bestaunen, während du es dir mit einem fruchtigen Cocktail in einer der vielen Strandbars bequem machst.

Wer also gern im Zentrum des Geschehens ist und kein Problem damit hat, dass es durch Partygrüppchen, Karaokebars oder Baulärm auch mal etwas lauter werden kann, ist am nördlichen Teil von Bai Truong bestens aufgehoben.

Bilder vom Long Beach (Nord):

Unterkunftstipps am Long Beach (Nord): Es sind Hotels in sämtlichen Preisklassen verfügbar, von mittel- bis hochpreisigen Resorts in direkter Strandlage wie das Saigon Phu Quoc (Booking.com / Agoda), das Mai Spa (Booking.com / Agoda) oder das Thanh Kieu Beach Resort (Booking.com / Agoda) bis zu günstigen Gästehäusern und Hostels entlang der Hauptstraße wie das 9 Station Hostel (Booking.com / Agoda), Little Garden (Booking.com / Agoda), Phu Quoc Villa (Booking.com / Agoda) oder Kim Bungalow (Booking.com / Agoda).

Auch das Lahana Resort (Booking.com / Agoda) ist eine beliebte Adresse. Es fehlt zwar der direkte Strandzugang, dafür ist es durch die erhöhte Lage eine ruhige Oase inmitten des Trubels und vom Infinity Pool hast du einen fantastischen Ausblick in Richtung Meer.

Long Beach – das Zentrum (Duong To)

Der Strandabschnitt südlich des internationalen Flughafens, auch als Duong To bekannt, ist für neue 5*-Luxus-Resorts bekannter Hotelmarken wie Intercontinental oder Novotel. Bald kommt noch ein Hyatt hinzu (ab ca. 2022). Die Bauarbeiten laufen bereits auf Hochtouren.

Kilometerlang erstrecken sich hier Wellblechzäune der verschiedenen Großbaustellen die Straße entlang und riesige Kräne ragen in die Luft.

Wenn du hier von der Hauptstraße in Richtung Strand abbiegst, wehen dir statt sauberer, salziger Seeluft meist Abgase, Dreck und Staub ins Gesicht, verursacht durch die vielen Lastwagen und Bauarbeiten.

Riesige Hotelkomplexe und Resortanlagen werden hier erschaffen und Zugänge zum Strand nach und nach blockiert.

Nur noch ein paar wenige hübsche Strandabschnitte sind auch für Gäste mit kleinem Geldbeutel frei zugänglich. Ein besonders schönes Teilstück findest du zum Beispiel beim Phu Quoc Sailing Club.

Hier kannst du im schicken Ambiente einen Cocktail schlürfen und die Aussicht auf den Strand vom Infinity Pool genießen.

Alternativ machst du es dir direkt am Meer unter einer Kokosnusspalme gemütlich. Der freizugängliche Strand, der direkt an das Intercontinental Resort grenzt, ist sehr gepflegt und das Wasser sauber und klar – ein richtiges kleines Paradies.

Bilder vom Long Beach (Zentrum):

Unterkunftstipps am Long Beach (Zentrum): Preisgünstige Unterkünfte suchst du hier in Strandnähe vergeblich. Der hübsche, weiße Sandstrand bei Duong To ist das neue Zentrum verschiedener Luxus-Resorts und All-Inclusive Hotels wie das bereits fertig gestellte Intercontinental Phu Quoc (Booking.com / Agoda), das Sol by Meliá (Booking.com / Agoda) und das Novotel Phu Quoc (Booking.com / Agoda).

In dritter Reihe, in der Nähe der Hauptverkehrsstraße, gibt es ein paar wenige, preiswerte Gästehäuser und Hotels wie das OYO 326 (Booking.com / Agoda) und das Green Tree Hotel (Booking.com / Agoda).

Beachte aber, dass die generelle Infrastruktur, gerade was Restaurants und Supermärkte angeht, hier noch sehr spärlich ausgebaut ist.

 

Long Beach – der Süden

Südlich des Intercontinental Resorts in Richtung An Thoi nehmen die Bauarbeiten ab.

Hier findest du einen noch recht ruhigen Küstenabschnitt, der sich bis zum Mui Dat Do Cape streckt.

Allerdings, welch‘ große Überraschung, gibt es wohl auch hier schon Pläne für den Bau neuer Resortanlagen, u.a. von Hyatt.

Momentan kannst du aber noch über einfache Feldwege und Trampelpfade den verlassenen Strand erreichen, wo das klare Wasser zum Baden einlädt.

Jedoch wird es wohl bei einem kurzen Badestopp bleiben. Der viele Müll und die heruntergekommenen Überreste von ehemaligen Fischerhäusern, die in Anbetracht der geplanten Bauaktivitäten wohl bereits geräumt werden mussten, trüben das Bild vom perfekten Badestrand.

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieses Teilstück des Long Beach in den kommenden Jahren entwickeln wird.

Unterkunftstipps am Long Beach (Süd): Dieser Standabschnitt ist touristisch noch kaum erschlossen und es gibt bisher nur sehr wenige bis keine Unterkunftsmöglichkeiten. Auch eine touristische Infrastruktur ist nicht vorhanden, so dass sich längere Aufenthalte hier eigentlich nicht lohnen.

Strände im Südosten

Sao Beach

Vietnamesischer Name: Bai Sao

Der Sao Beach, im Süd-Osten von Phu Quoc, erfüllt eigentlich sämtliche Klischees: schneeweißer Sand, herrlich türkisfarbenes Wasser, leicht geschwungene Palmen – klingt absolut traumhaft, oder?

Das denkt sich aber wahrscheinlich jeder Tourist, der Phu Quoc besucht, und so ist der Sao Beach ein Magnet für unzählige Tagesausflügler. Jeder will es mal gesehen haben, das „Paradies“.

Die Infrastruktur wurde dem großen Besucheraufkommen entsprechend angepasst.

Der riesige Parkplatz, bestückt mit unzähligen Taxis, Rollern und Reisebussen, lässt bereits vermuten, dass man hier wahrscheinlich nicht allein sein wird.

Am Strand angekommen empfängt dich direkt das volle Unterhaltungsprogramm: Banana Boat, Jet Ski, Kajaks, Tretboote, Parasailing – was auch immer du dir an touristischen Aktivitäten am Strand vorstellen kannst, hier findest du es!

Auch Verhungern wird hier so schnell keiner. Unzählige Restaurants säumen den Strand, mobile Garküchen klappern die Küste ab und zahlreiche Strandverkäufer mit diversen Snacks und Früchten ziehen von Badetuch zu Badetuch.

An den Hauptzugängen zum Strand ist es besonders laut und voll. Dicht gedrängt steht hier Liege an Liege, Kinder spielen, Verkäufer bieten ihre Ware feil, Jetskis brummen – erholen und entspannen kannst du dich hier wohl eher weniger.

Weiter südlich wird es zwar deutlich ruhiger, allerdings hat besonders hier die rasante Entwicklung ihre Spuren hinterlassen. An vielen Stellen stapelt sich angesammelter und angeschwemmter Müll.

„Paradies“? Hier werden die Meinungen wohl sehr kontrovers sein.

Wer das Bad in der Menschenmenge und damit viele Kontaktmöglichkeiten liebt und die Vielzahl von Aktivitäten gern genießt, der ist hier genau an der richtigen Stelle.

Wer sich aber eher nach Romantik sehnt und auf der Suche nach idyllischer Strandkulisse ist, wird sich leicht schaudernd abwenden. Für ihn ist durch den ungebremsten Massentourismus und ungehemmte Vermarktung ein Stück Urlaubsparadies verloren gegangen.

Bilder vom Sao Beach:

Unterkunftstipps am Sao Beach: Direkt am Strand findest du zwar eine Vielzahl von Restaurants jedoch, bis auf ein paar wenige Hotels wie das My Lan (Agoda), nur wenige Unterkunftsmöglichkeiten. Ein paar mehr Optionen findest du entlang der Bai-Sao-Zufahrtsstraße wie zum Beispiel das hübsche Mittelklassehotel Xuan Hien Resort (Booking.com / Agoda) oder das preiswerte Phu Nam House (Booking.com / Agoda).

 

Strände, die nicht mehr öffentlich zugänglich sind

Leider mussten wir auf unserer Strandtour feststellen, dass im Zuge von massiven Bauarbeiten immer mehr Strände privatisiert werden und etliche Buchten sogar bereits komplett von luxuriösen Resortanlagen eingenommen sind.

Wo einst noch holprige Schotterstraßen zu verlassenen Buchten führten, versperren heute Bauzäune und Kontrollhäuschen fertiger Hotelkomplexe die Zufahrt.

Die folgenden Strandabschnitte und Buchten kannst du bereits nicht mehr besuchen und wir fürchten, dass es zukünftig noch mehr Strände treffen wird.

Khem Beach

Der Khem Beach befindet sich im Süden von Phu Quoc, unterhalb des Sao Beach.

Die einst so ruhige und paradiesische Bucht mit ihrem Puderzucker-Sand ist mittlerweile in fester Hand der 5* Hotels von JW Marriott (Booking.com / Agoda) und Premier Residences (Booking.com / Agoda).

Bai Dai Beach

Der kilometerlange Küstenstreifen im Nordwesten Phu Quocs mit seinen langen weißen Sandstränden ist seit dem Bau der verschiedenen Vinpearl Resorts ebenfalls nicht mehr zugänglich.

Nur Gäste der Vinpearl Luxushotels (hier eines von mehreren bei Booking.com / Agoda) können noch in den Genuss dieses Traumstrandes kommen. Direkt daran an grenzt der Strand des Radisson Blu (Booking.com / Agoda).

 

Ganh Dau (Peppercorn Beach) – eingeschränkt

Auch der öffentliche Zugang zum Ganh Dau Beach ist mittlerweile durch zahlreiche Resorts versperrt.

Mit ein bisschen Glück kannst du aber (noch) über die Resorts den Strand betreten, wenn du zum Beispiel etwas im Restaurant bestellst.

 

Fazit Strände Phu Quoc

Phu Quoc, mit seinen traumhaft schönen Küsten, ist eigentlich ein Paradies für Strandliebhaber.

Jedoch wird das Bild durch die vielen Großbaustellen, das massive Müllproblem, den Baulärm und die Privatisierung etlicher Strände, getrübt.

Auch gilt es zu beachten, dass einige der Strände schwer zugänglich sind, so dass du entweder auf private Taxis oder Roller angewiesen bist.

Solltest du nicht das Risiko des Mopedfahrens auf Phu Quoc eingehen wollen, empfehlen wir dir eine Unterkunft am Long Beach (Norden) oder in Ong Lang zu suchen. Beide Orte sind touristisch gut erschlossen und du kannst problemlos den Strand zu Fuß erreichen.

Auch sind Long Beach und Ong Lang im Zentrum der Insel gelegen und somit der ideale Ausgangspunkt, um an geführten Touren in den Norden (zum Beispiel Besuch Starfish Beach) und in den Süden (zum Beispiel Besuch Bai Sao) teilzunehmen.

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