Indonesien: Tipps, Planung, Reisevorbereitung

Du planst eine Reise nach Indonesien? Hier findest du alles Wissenswerte rund um Themen wie Visum, Flüge, Reisezeit und Reiseziele sowie Gesundheit und Versicherungen.

Indonesien ist unvergleichlich. Mit seinen über 17.000 Inseln ist es der größte Inselstaat der Welt und damit auch ein Ort endloser Vielfalt.

Die Bevölkerung besteht aus mehreren hundert verschiedenen ethnischen Gruppen, die Natur bietet alles vom Sandstrand über Berge bis zum dichten Dschungel, und die Inseln sind die Heimat zahlreicher bedrohter Tierarten. Dabei ist keine Insel wie die andere. Die Bandbreite reicht vom Massentourismus auf Bali bis hin zu wenig besuchten oder gar unbewohnten Inseln.

Auf jeder Insel ist die Landschaft anders, auf jeder leben andere Bevölkerungsgruppen, jede ist unterschiedlich stark erschlossen. Inselhopping in Indonesien ist, wie jedes Mal ein neues Land zu betreten. Das macht eine Reise dorthin so spannend und reizvoll – aber auch etwas planungsintensiver als Reisen in andere südostasiatische Länder.

Indonesien ist riesig und um es komplett zu sehen, braucht man Jahre. Zudem hat jede Insel ihre eigenen Eigenheiten und Anforderungen an z.B. das Reisegepäck oder die medizinische Vorbereitung. Am Ende ist es egal, ob du eine gute Infrastruktur oder das Abenteuer liebst – Indonesien bietet für jeden Reisegeschmack etwas. Mehr erfährst du in diesem Artikel.

Reiseplanung Indonesien: die ersten Schritte

Du möchtest nach Indonesien reisen? Großartig! Doch wie bereits erwähnt, ist es nicht ganz egal, welche Inseln du genau bereisen möchtest. Um das herauszufinden, und was es bei deiner Reiseplanung zu beachten gilt, haben wir nachfolgend einige Tipps zusammengestellt.

Inseln und Regionen

Indonesien ist nicht gleich Indonesien. Für die Reiseplanung ist es daher essentiell, sich erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Inseln zu verschaffen. Einige Regionen verfügen über eine hervorragende Infrastruktur und sind bestens auf Reisende eingestellt – in anderen Regionen findest du noch das sogenannte Abenteuer, weil dort niemand Besucher erwartet. Folgende Inseln und Regionen solltest du kennen:

Bali

Klar, wir fangen mit der bekanntesten Insel an. Bali gehört zu den kleinen Sundainseln und ist seit vielen Dekaden Sehnsuchtsziel vieler Sonnenanbeter. Die „Insel der Götter“ verfügt über die beste touristische Infrastruktur in Indonesien und ist am besten über den Flughafen Denpasar zu erreichen. Hier findest du alles Wissenswerte zu Bali.

Java

Wenn du nicht auf Bali landest, dann sicher in der Landeshauptstadt Jakarta, die sich auf der Insel Java befindet. Java ist die am dichtesten besiedelte von allen Inseln und weiterhin bekannt für die Städte Yogyakarta, den Mount Bromo und den traumschönen Borobodur Tempel.

Lombok und Gili Islands

Seit einigen Jahren haben Reisende, denen Bali in Sachen Tourismus zu extrem ist, Lombok und/oder die Gilis im Visier. Hier findest du ebenfalls schöne Strände und eine gute touristische Infrastruktur. Lombok ist weiterhin bekannt für den Mount Rinjani. Alle Infos zu Lombok gibt es hier, Wissenswertes zu den Gili Islands haben wir hier zusammengefasst.

Sumatra

Sumatra ist vor allem bekannt für den Gunung Leuser Nationalpark, in dem einige der letzten Orang-Utans weltweit leben. Und auch darüber hinaus gibt es hier vor allem viel einzigartige Natur zu erleben, sowohl im Dschungel, als auch unter Wasser.

Sumatra und wild und in Teilen touristisch unerschlossen, außerdem ist die Fortbewegung auf der Insel mühsam. Wenn du naturbegeistert bist, lohnt sich die Anstrengung – bist du aber gleichzeitig unerfahren, würden wir hier zu einer organisierten Rundreise und zumindest zu einem Guide für den Aufenthalt auf der Insel raten. Ein paar erste Infos und Tipps zu Sumatra findest du hier.

Flores

Flores ist schon weitaus weniger touristisch als andere indonesische Inseln. Die meisten Reisenden verschlägt es hierher, um den Komodo National Park – und die gleichnamigen Bewohner, die Komodo-Warane, zu besuchen.

Darüber hinaus ist Flores ein beliebtes Ziel für Taucher und Naturliebhaber. Sowohl die Anreise als auch die Fortbewegung auf der Insel sind aufwändiger, als es bei anderen Zielen der Fall ist, daher ist Flores kein Ort für eine Stippvisite. Touristische Infrastruktur ist vorhanden, es gibt also Unterkünfte und Restaurants – nur nicht in unendlicher Zahl. Einen Reisebericht über Flores findest du natürlich auch bei uns.

Kalimantan

Kalimantan ist der indonesische Teil der drittgrößten Insel der Welt, Borneo. Diese ist vor allem bekannt für ihre Orang-Utans. Und auch, wenn sie extrem bedroht sind, gibt es sie noch. Kalimantan als Reiseziel zeichnet sich vor allem durch spektakuläre Natur aus.

Der Urwald ist zum Teil noch unerschlossen und ein Aufenthalt erfordert mehr Vorbereitung als für viele andere Inseln. Unterkünfte findest du in allen größeren Orten, die Fortbewegung ist jedoch mühsam.

Sulawesi

Eine unglaubliche vielfältige und reiche Natur, sowie spannende Kulturerlebnisse, findest du auf Sulawesi. Die sechstgrößte Insel der Welt bietet coole Tauchspots, Vulkane, Nationalparks mit einzigartigen Tierarten und zahlreiche Trekkingmöglichkeiten im Hochland.

Zudem ist Sulawesi eine der Inseln, auf denen sich Menschen ihre ursprüngliche Kultur und Lebensart bewahren konnten, insofern warten hier spannende und lehrreiche Begegnungen. Die touristische Infrastruktur ist in manchen Gebieten ganz gut, in manchen nicht vorhanden. Ein guter Ausgangspunkt ist die Hafenstadt Makassar.

Timor

Timor bezeichnet genau genommen eine ganze Insel. Der westliche Teil gehört zu Indonesien, der östliche Teil (Timor Leste) ist eines der jüngsten Länder der Welt.

Egal, um welchen Teil es geht, Timor ist ein Ziel für Entdecker – nicht unbedingt für Einsteiger. Es gibt wenige Unterkünfte (die nicht unbedingt in gewohntem Standard ausgestattet sind), und sowohl die Anreise als auch Herumkommen auf der Insel sind mühsam.

Die Menschen hier Leben zum größten Teil noch ein sehr ursprüngliches und einfaches Leben ohne Termine und Kalender. Bei einer Reise im letzten Quartal des Jahres hast du die Möglichkeit, Wale zu erspähen, und auch ansonsten gibt es hier tolle Tauch- und Schnorchelgebiete und viel unberührte Natur.

Molukken

Die Molukken bezeichnen ein Archipel von vielen kleinen Inseln, die unterschiedlich gut miteinander verbunden sind. Auch hier ist, sofern deine Reisezeit begrenzt ist, eine gute Vorbereitung unerlässlich. Die kleinen Inseln sind dünn bevölkert und es gibt kaum touristische Infrastruktur. Dafür erwarten dich leere Strände, super Bedingungen zum Surfen, Vulkane und traumhafte Landschaften fernab jeglicher Touristenmassen. Ein guter Startpunkt ist die Stadt Ambon.

West-Guinea

West-Guinea ist der indonesische Teil der Insel Papua und ohne Zweifel eines der anspruchsvollsten Reiseziele der Welt. Das liegt an vielen Faktoren. Zum einen besteht fast das ganze Gebiet aus dichtem, teils unerschlossenem Dschungel, und manche Gebiete sind Reisenden gar nicht oder nur mit strengen Auflagen zugänglich.

Auf Papua leben viele unterschiedliche Völker, die den Reisenden gegenüber unterschiedlich freundlich gesinnt sind. Die Anreise, aber vor allem das Herumkommen auf der Insel, sind aufwändig und sehr teuer. Zudem ist die Sicherheitslage durch politische Unruhen leider nicht immer besonders stabil. Wir raten allen Reisenden, egal ob erfahren oder unerfahren, im Falle von Papua / West-Guinea zu einer geführten Rundreise – in gewissen Gebieten kommt man, wie bereits erwähnt, sowieso nicht drumherum.

Wir möchten aber auf keinen Fall von einer Reise abraten (im Gegenteil!), sondern nur darauf aufmerksam machen, dass diese sehr gut vorbereitet sein sollte. Touristisch am besten erschlossen sind die Tauchgebiete von Raja Ampat, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Hier findest du unseren Reisebericht.

Beste Reisezeit

Wer bis hierhin aufmerksam gelesen hat, der wird mit folgender Aussage schon rechnen: Es gibt nicht die eine perfekte Reisezeit für ganz Indonesien. Das liegt zum einen an der reinen Fläche des Landes und zum anderen an den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Klimazonen.

Folgendes lässt sich ganz allgemein zusammenfassen: Indonesien ist ein tropisches Land, in dem es immer warm ist. Die Temperaturen unterschreiten äußerst selten 25 Grad, egal wo. Indonesien unterliegt wie seine Nachbarländer ebenfalls dem tropischen Wechselklima, was bedeutet, dass es im Prinzip zwei Jahreszeiten gibt: Regen- und Trockenzeit. Wann diese stattfinden, kann variieren, deshalb kann es nicht schaden, wenn du dich vorab nochmal über dein spezifisches Reiseziel erkundigst.

Indonesiens südlicher Teil, der für die meisten Reisenden interessant ist, hat ein tropisches Monsunklima – dazu gehören z.B. Java, Bali, Lombok und Flores. Hier ist es von Mai bis September trocken und heiß, danach beginnt die Regenzeit. Daher gelten die Monate Mai bis Oktober als die beste Reisezeit für diese Region.

In Indonesiens nördlichem Teil, z.B. Sumatra, Borneo, Papua, Sulawesi und den Molukken herrscht ein tropisches, aber immerfeuchtes Klima – das bedeutet, dass hier praktisch das ganze Jahr über regnen kann und die Temperaturen kaum Schwankungen unterliegen. Als beste Reisezeit gelten die Monate Mai bis September.

Wie gesagt, ist gibt einige regionale Unterschiede und Ausnahmen, deshalb schau dir für dein Reiseziel und deine Reiseroute vorher auf jeden Fall die beste Reisezeit an, zum Beispiel hier.

Weiterhin sollte nicht unerwähnt bleiben, dass in Indonesien immer eine hohe Luftfeuchtigkeit  herrscht. Wir empfinden dieses Klima oft als heiß, schwül und ja, Waschküchen-artig.

Reiseführer

Reiseführer – waren da nicht diese dicken Wälzer, in denen alles steht, was heutzutage auch im Internet steht? Naja, ganz so einfach ist es nicht. Das Internet, bzw. Reiseblogs haben den Vorteil, dass Informationen schneller abrufbar und dadurch im Zweifel auch aktueller sind, sofern es sich um neue Beiträge handelt. Doch eines darf man nicht vergessen: Die Autoren der Reiseführer verbringen oft Jahre an dem Ort, über den sie schreiben. Sie leben, arbeiten und recherchieren dort, knüpfen Kontakte, sprechen mit Einheimischen und offiziellen Stellen und prüfen alles, was sie schreiben, selbst.

Zudem stecken hinter Reiseführern Verlage, die diese herausgeben, und keine Privatpersonen. Mit der redaktionellen Qualität eines Reiseführers kann kaum ein Reiseblog mithalten. Trotzdem, die Aktualität des Internets ist in Sachen Reiseplanung genauso unerlässlich. Deshalb finden wir, dass beides seine Berechtigung hat und sich sogar hervorragend ergänzt. Zudem gibt es am Markt auch viele sehr gute E-Books, die man downloaden kann und so immer dabei hat.

Empfehlen können wir an dieser Stelle immer wieder die Klassiker von Stefan Loose, am besten zur Vorbereitung. Wir nutzen ihn selbst und haben ihn daher, wie auch andere gute Reiseführer, in unseren Shop aufgenommen (versandkostenfrei innerhalb Deutschlands).

Packliste

Auch die Frage nach der Packliste beantwortet sich im Falle von Indonesien nicht mit einer Universallösung für alle Ziele. Möchtest du trotzdem den Entwurf einer Packliste sehen, bei der an wirklich alles gedacht ist, schau mal hier. Du kannst einfach streichen, was du nicht für nötig hältst.

Bevor wir die Frage nach dem Inhalt der Packliste stellen, möchten wir zunächst mal fragen: Was packen wir denn? Einen Koffer? Oder vielleicht einen Rucksack? Einen Koffer-Trolley? Brauchen wir Daypacks, und wenn ja, mit wie vielen Litern Fassungsvermögen? All das hängt von deinen konkreten Reisezielen und der Reisedauer ab.

So viel sei gesagt: An den meisten Orten Indonesiens, an denen ein bisschen was los ist und sich zumindest etwas touristische Infrastruktur befindet, bekommst du problemlos alle Dinge des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus gibt es fast überall in Indonesien so genannte „tokos“, kleine Minimärkte, in denen du alle Kleinigkeiten bekommst, die du täglich brauchst. Zudem haben wir die übers ganze Jahr hohen Temperaturen bereits erwähnt – es reicht also, ein paar leichte Sommer-Outfits mitzunehmen. Wäschereien gibt es an jeder Straßenecke und es spart dir viele Kilo Gepäck, wenn du diese in Anspruch nimmst.

Je abgelegener dein Reiseziel ist, desto spärlicher wird natürlich auch die Infrastruktur. Dort, wo die Einheimischen vorwiegend Selbstversorger sind, hört sie vielleicht sogar ganz auf. Auf Bali oder Java dagegen brauchst du theoretisch praktisch nichts, außer deine Kreditkarte mitnehmen, weil es dort überall alles nachzukaufen gibt. Wenn es dich auf deiner Reise sogar in den Dschungel verschlägt, wenn auch nur im Rahmen einiger Tagesausflüge, solltest du dich nochmal extra sorgfältig mit deiner Reiseausstattung beschäftigen, was Kleidung und Mückenschutz angeht.

Budget/Kosten

Die Lebenshaltungskosten in Indonesien sind im globalen Vergleich eher niedrig, selbst auf Bali, der teuersten Region. Wie viel Budget du genau brauchst, hängt davon ab, wie du reisen möchtest – Hostel oder 5-Sterne-Haus, Restaurants oder Streetfood, viele organisierte Tagesausflüge oder eher Roller mieten?

All das schließt sich nicht gegenseitig aus und vielleicht wird deine Reise ja ein bunter Mix aus allem. Auch die Zahl deiner Reiseziele ist für die Höhe des Budgets ausschlaggebend, denn je mehr Destinationen, desto mehr Reisekosten. Diese sind zwar nicht hoch, z.B. für Inlandsflüge, aber natürlich können hier trotzdem einige hundert Euro in Summe zusammenkommen.

Auch Surf- und Tauchkurse können ein großes Loch in deine Reisekasse reißen. Für einen entspannten Urlaub, bei dem du in guten Unterkünften wohnen und Ausflüge machen kannst, empfehlen wir ein Budget von mindestens 50 bis 70 Euro pro Tag. Weniger ist natürlich möglich, dann werden die Abstriche natürlich auch größer – dein Budget sollte 30 Euro pro Tag nicht unterschreiten.

Indonesien-Tipps: Anreise und Einreise

Nachfolgend findest du einige hilfreiche Tipps, um möglichst günstig nach Indonesien zu kommen – und vor Ort möglichst günstig herumzukommen.

Flüge buchen

Direktflüge nach Indonesien gibt es von Deutschland aus (derzeit) nicht. Die schnellsten und günstigsten Verbindungen findest du ab Frankfurt, zum Beispiel mit Vietnam Airlines (via Ho Chi Minh City), Lufthansa (via Singapur) oder Thai Airways (via Bangkok).

Beliebt und relativ günstig sind auch Flüge der Golf Carrier wie z.B. Emirates oder Qatar Airways mit Zwischenstopp auf der arabischen Halbinsel. Die Flugpreise liegen durch die gestiegenen Energiekosten bei durchschnittlich etwa 800 bis 900 € – natürlich kannst du auch Glück haben und günstigere Preise erwischen, zum Beispiel in der Nebensaison.

Flüge nach Jakarta oder Bali sind aber immer teurer als bspw. nach Bangkok. Da Preise sich täglich ändern können und die Airlines immer mal wieder gute Angebote haben, solltest du vor deiner Buchung unbedingt die Flugsuchmaschine einschalten und die Angebote vergleichen. Wir empfehlen hierfür wärmstens Skyscanner.

Wie man möglichst günstig an ein paar Flugtickets kommt, haben wir hier zusammengefasst.

Einreise und Visum

In Indonesien bekommst du direkt am Flughafen dein Visa on Arrival. Gehe einfach zum Schalter „VoA Payments“, zeige deinen noch 6 Monate gültigen Reisepass und ein Rückflugticket, zahle 500.000 Indonesische Rupien Gebühr – zack, fertig.

Du bekommst sodann dein Visum in den Pass geklebt und bist damit berechtigt, dieses um weitere 30 Tage zu verlängern (um deinen Aufenthalt ggf. auf 60 Tage insgesamt zu auszudehnen.)

Es gibt weitere Visa-Arten in Indonesien. Hier findest du einen ausführlichen Artikel rund um das Thema Visum und Einreise und hier die Reiseinformationen des Auswärtigen Amts.

Reisevorbereitung rund um das Thema Gesundheit

Geht es um Impfungen und Reise-Equipment, ist es sehr wichtig, sich vorher Gedanken über das genaue Reiseziel in Indonesien zu machen – oder sich eben vorsorglich auf alle vorzubereiten. Es macht natürlich einen großen Unterschied, ob du im Dschungel campen gehst oder auf Bali am Strand liegst, auch, was die ärztliche Versorgung angeht.

Natürlich lebt man in Indonesien nicht unterm Stein. In Jakarta und auf Bali gibt es viele internationale Kliniken, die dich genauso gut versorgen können wie dein heimisches Krankenhaus. Auch Singapur mit seinen Kliniken von Weltrang ist nicht weit entfernt. Und glücklicherweise braucht man ja auch meistens keine Krankenhäuser.

Wir möchten dennoch dafür sensibilisieren, dass das, was eine Reise am Ende „abenteuerlich“ macht, unter anderem auch die mangelnde Versorgung auf den Notfall ist. Und dass diese Versorgung ausschließlich abhängig von deinem konkreten Reiseziel ist.

Hygiene, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten sind im größten Teil des Landes nicht auf westlichem Niveau. Lass dich bitte trotzdem nicht abhalten, wenn es dich auf abgelegene Pfade zieht. Gehe diese Pfade unbedingt, aber eben gut vorbereitet.

Bei der Vorbereitung hilft dir am besten nicht das Internet, sondern ein ausgebildeter Tropenmediziner – gerade im Fall von Indonesien und den Besonderheiten der regionalen Unterschiede. Über die Arztsuche bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin findest du sicher jemanden in deiner Nähe. Auch das Auswärtige Amt hat viele allgemeine und auch länderspezifische Informationen zum Thema Gesundheit und Reiseimpfungen.

Impfungen

Der zuvor erwähnte Tropenmediziner wird vor allem eines mit dir abklären: Dein „Risikoprofil“ – basierend auf deinen Reisezielen und deiner Reiseroute – und daraufhin Empfehlungen für Reise-Impfungen aussprechen. Ein All-inclusive-Urlaub auf Bali ist natürlich um einiges risikoärmer als Dschungeltrekking auf Borneo oder West-Papua, in vielerlei Hinsicht.

Hier lauern Krankheiten (vorrangig übertragen durch Mücken oder verunreinigtes Wasser oder Essen), gegen die du dich teilweise impfen lassen kannst – teilweise auch nicht. Eigentlich immer empfohlen werden Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Impfungen, die du möglicherweise bereits in deiner Kindheit als Kombi-Impfung erhalten hast) sowie Hepatitis A und B.  Je nach „Risikoprofil“ werden zudem Impfungen gegen Typhus, Japanische Enzephalitis und Tollwut empfohlen.

Wichtig für deine Planung: Viele Impfungen können kurzfristig verabreicht werden, einige brauchen aber mehrere „Schüsse“ in bestimmten zeitlichen Abständen, damit du auf den vollen Schutz kommst (z.B. Tollwut). Hast du die Möglichkeit, solltest du am besten 3-4 Monate vor deiner Reise beim Tropenarzt vorbeischauen.

Eine Sorge möchten wir dir an dieser Stelle gleich nehmen: Du musst deine Impfungen in der Regel nicht selbst bezahlen! Heutzutage sollte auch die letzte Krankenkasse erkannt haben, dass die Behandlung einer Tropenkrankheit viel teurer ist, als Reisenden einfach eine Impfung zu bezahlen – deshalb tun sie das in der Regel auch ganz anstandslos. Trotzdem, kläre dies zur Sicherheit einmal vorher ab. Oft findest du auf der Website der Krankenkassen schon entsprechende Infos, wie Reiseimpfungen gehandhabt werden.

Malaria, Dengue und andere Krankheiten

Egal, welche Krankheit am Ende dahintersteckt, es ist ganz wichtig, folgendes zu wissen: Bekommst du auf Reisen Fieber (ab 38°C Körpertemperatur), das vielleicht auch noch schnell ansteigt, gehe bitte unter allen Umständen zum nächsten Arzt. Es muss nicht Ernstes sein, aber viele ernste und behandlungsbedürftige Tropenkrankheiten beginnen mit Fieber. Ein Fieberthermometer sollte in deiner Reiseapotheke für Indonesien keinesfalls fehlen.

Malaria scheint oft ein abstraktes, statistisches Risiko zu sein. Das ist in Indonesien anders. Hier ist Malaria auf vielen Inseln eine ganz reale Gefahr. Ausgenommen sind davon die beliebten Urlaubsinseln Bali, Lombok und Java. Besonders hoch ist das Risiko in den abgelegensten Gebieten, wie zum Beispiel West-Papua und in Teilen der Molukken. Als Risikogebiete werden weiterhin Sumatra, Borneo und die Inseln Flores bis Timor eingestuft.

Malaria wird von der nachtaktiven Anopheles-Mücke übertragen und äußert sich durch Symptome wie hohes Fieber, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Es ist möglich, dass du diese Symptome gar nicht während deiner Reise bekommst, denn sie brechen frühestens 7 Tage nach der Übertragung aus – in vielen Fällen aber erst Wochen später.

Sei also unbedingt auch nach deiner Reise wachsam und berichte deinem Arzt von deiner Reise, wenn du entsprechende Symptome bekommst. Die gute Nachricht ist nämlich: Früh erkannte Malaria ist gut behandelbar. Am besten ist natürlich trotzdem, Malaria gar nicht erst zu bekommen. Deshalb wird dir vor deiner Reise in entsprechende Risikogebiete wahrscheinlich ein Malaria-Medikament, z.B. Malacomp oder Malarone, vom Tropenarzt verschrieben.

Dein Arzt wird dir erklären, ob es als Stand-by-Medikament mitgenommen (und nur im Notfall eingenommen) werden soll oder als Prophylaxe zu handhaben, also während deiner Reise ständig einzunehmen ist.

Darüber hinaus kannst du deinen Teil zur Expositionsprophylaxe beitragen, indem du aufpasst, dass du gar nicht oder so wenig wie möglich gestochen wirst. Unbedingt ins Reisegepäck gehören daher ein DEET-haltiges Mückenspray, sowie lange helle Kleidung für Ausflüge in die Natur. Auch selbst ein Moskitonetz dabei zu haben, kann manchmal nicht schaden.

Ein guter Schutz vor Stichen ist nämlich auch erforderlich, um eine Infektion mit dem Dengue-Fieber abzuwehren, gegen das es keine Impfung und kein Medikament gibt. Dengue ist zwar wesentlich weniger tödlich, dafür aber viel weiter verbreitet.

Während die Malaria-Fälle in Südostasien zurückgehen, steigen die Dengue-Infektionen jedes Jahr rapide an – in Südostasien und überall sonst auf der Welt. Bali und Java sind genauso betroffen wie alle anderen Regionen. Dazu ist die sogenannte „Tigermücke“, die Dengue-Fieber überträgt, tagaktiv und praktisch überall unterwegs, nicht nur im Dschungel. Der Beiname „Knochenbrecherfieber“ kommt nicht von ungefähr. Zu den Symptomen, die nach etwa 3-7 Tagen ausbrechen, zählen schnell ansteigendes Fieber und starke Gliederschmerzen. Der “Spaß” dauert meistens etwa eine Woche und wird in der Regel gut überstanden.

Abgesehen von den ganzen fiesen Krankheiten, die von Mücken übertragen werden, gibt es noch ein paar andere häufige Urlaubskrankheiten. Die erste „Krankheit“, die hier zu nennen ist, ist jede Verletzung durch einen Unfall mit einem Roller. Oft sind daran nicht einmal die Reisenden selbst Schuld, der Verkehr ist einfach teils irre, die Straßen sind schlecht und der Roller zieht bei Unfällen eigentlich immer den Kürzeren. Pass gut auf dich auf, fahre passiv und immer mit Helm und geschlossenen Schuhen.

Auch Magenprobleme kommen sehr häufig vor – häufig sind diese einfach mit einer Anpassungsreaktion des Körpers an die ungewohnten Bakterien verbunden und nach ein paar Tagen vorbei. Ist dies nicht der Fall, bitte einmal ärztlich abklären lassen. Mit Flüssigkeitsverlust aufgrund von Durchfall ist in den Tropen nicht zu spaßen. Wichtig ist, Leitungswasser in Indonesien nicht zu trinken und auch nicht zum Zähneputzen zu benutzen.

Worüber heute fast niemand mehr spricht, ist HIV/AIDS. In Indonesien sind die Infektionen leider wieder auf dem Vormarsch, darauf möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich hinweisen. Liebt euch – aber bitte immer mit Schutz!

Reisekrankenversicherung

In Drittstaaten wie Indonesien nützt dir deine hervorragende heimische Krankenversicherung leider nichts, denn diese greift hier nicht. Das bedeutet, dass jede medizinische Behandlung (und auch jede Untersuchung ohne Behandlung) aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Dies sollte dich natürlich nicht davon abhalten, Hilfe zu suchen.

Damit Du dir keine Gedanken über Geld machen musst, wenn du krank bist, gibt es Auslandskrankenversicherungen. Diese erstatten dir nach deiner Reise die Behandlungskosten, wenn du die Belege dort einreichst. Oft hört man, dass man sich eine Reisekrankenversicherung sparen kann, weil man sie eh nicht braucht. Das stimmt zum Glück oft, aber an diesem Ende zu sparen macht trotzdem einfach überhaupt keinen Sinn.

Warum? Eine Auslandskrankenversicherung kostet meist weniger als 20 Euro im Jahr. Die Behandlung, zum Beispiel eines Rollerunfalls, kann dagegen selbst im günstigen Südostasien, je nach Schwere und Aufwand, schnell drei- oder gar viertstellig werden. Da muss man nicht lange rechnen, oder?

Ausführliche Informationen zum Thema Reisekrankenversicherung findest du in unserem Artikel „Benötige ich eine Reise-Krankenversicherung für Südostasien“.

Reiseapotheke

Natürlich gibt es in Indonesien Apotheken – nur längst nicht überall. Apotheken findest du dort, wo viele Touristen sind bzw. auch viele Einheimische leben. Wie immer: Kein Problem auf Java und Bali, auch auf Lombok gibt es zahlreiche Apotheken.

Auf allen anderen Inseln gibt es in den größten Städten meist eine paar kleine Apotheken. Am besten ist, wenn du gezielt bei Google Maps nach „pharmacy“ suchst oder vor Ort im Hotel fragst, sofern du schon da bist.

Wie gut die Apotheken ausgestattet sind, hängt auch immer vom Standort ab. Einfache Husten- und Schmerzmedikamente, sowie Verbandmaterial, wirst du sicher überall bekommen. Was die Sache schwieriger machen kann, sind die mangelnden Englischkenntnisse überall dort, wo man nicht jeden Tag mit Touristen zu tun hat.

Long story short: Wir empfehlen dir, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit du dir den Stress sparen kannst.

Im besten Fall brauchst du sie nicht, aber wenn du Kopfweh oder eine Magenverstimmung hast, bist du vielleicht dankbar, schnelle Hilfe dabeizuhaben. Du kennst dich und deine Achillesfersen natürlich am besten – neigst du eher zu Kopfschmerzen, bekommst vielleicht sogar mal Migräne? Hast du einen schwachen Magen oder nimmst jede Erkältung mit, die irgendwo herumfliegt? Oder bist du vielleicht sogar auf ständige Medikamenteneinnahme angewiesen?

Je nachdem solltest du selbst deine Reiseapotheke ausstatten. Denk auch an Verhütung! Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Hier findest du alles Wissenswerte und viele Tipps zur Reiseapotheke für Indonesien.

Hygiene-Tipps

Die World Health Organization (WHO) meint es gut mit Reisenden und hat deshalb vor einigen Jahren einen Ratschlag ausgegeben, der oft zitiert und selten befolgt wird: „Peel it, cook it, boil it or forget it“. Übersetzt etwa: Schau, dass die Speisen, die du während deiner Reise verzehrst, gewaschen, geschält und gut durcherhitzt sind – oder lass sie liegen.

Wenn man Magenverstimmungen auf jeden Fall verhindern möchte, ist gegen diesen Ratschlag überhaupt nichts einzuwenden. In der Realität erwarten dich frisches Obst, Shakes oder Cocktails, Salate und vor allem viele Speisen, bei denen du nicht ganz genau weißt, wie sie zubereitet wurden, welche aber göttlich lecker aussehen und schmecken.

Mit Risiken ist es ja so: Man sollte alle Fakten kennen und dann mit vollem Wissen darüber entscheiden, ob man das Risiko eingeht oder vermeidet. Es liegt also ganz bei dir, ob oder wie konsequent du den Ratschlag der WHO befolgst. Wirklich gesundheitlich ernste Konsequenzen folgen ja eher selten, wenn du etwas Schlechtes isst. Realistisch gesehen ist der worst case, dass du zwei Tage die Toilette bewohnst.

Sollte es soweit kommen, achte darauf, genügend zu trinken, um nicht zu dehydrieren, und auf deine Elektrolyte – gibt es zum Beispiel als Pulverlösung zum Mitnehmen in der Reiseapotheke. Als Pro-Tipp für deine Restaurantauswahl vor Ort können wir dir mitgeben: Geh da essen, wo viele Einheimischen essen. Die haben nämlich genauso wenig Lust auf Magen-Darm wie du, und sie wissen, wo das Essen gut schmeckt und dabei auch noch frisch und günstig ist.

Leitungswasser wird in Indonesien übrigens nicht auf Trinkwasserqualität aufbereitet, das ist wichtig zu wissen. Trinkwasser (auch zum Zähneputzen) musst du kaufen.

Indonesien: Tipps für deine Reise

An dieser Stelle bist du in Sachen Planung schon ganz gut vorbereitet. Was dich nun im Land selbst erwartet, erfährst du im Folgenden.

Geld abheben und Bezahlen in Indonesien

Die Landeswährung Indonesiens ist die Indonesische Rupie, abgekürzt IDR. Rupien sind in folgender Stückelung erhältlich: Banknoten zu 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 oder 100.000 IDR, und Münzen in der Höhe 500 und 1.000. Du wirst in Indonesiens ständig mit riesigen Geldschein-Bündeln herumhantieren müssen, da bspw. der Wert eines 100.000-Rupien-Scheins gerade einmal etwa 6 € beträgt.

So viele Nullen sind wir in der Regel nicht gewohnt, achte beim Rechnen immer darauf, dass du dich in der Höhe der angegebenen Preise nicht versteigst. Der Einfachheit halber werden 1000er oft mit „k“ abgekürzt – das kennen manche von euch vielleicht aus dem Amerikanischen. So wird dann zum Beispiel ein Preis von 20.000 IDR mit 20k abgekürzt.

Die Dichte an Geldautomaten nimmt stetig zu, auch auf kleineren Inseln und in Dörfern. Akzeptiert werden alle gängigen Kreditkarten. Manche Automaten haben ein Limit von 1.500.000 oder 2.500.000 IDR. Brauchst du mehr Bargeld, vermeide es, ganz kurz nacheinander diese hohen Beträge abzuheben. Deine Bank könnte Betrug vermuten und deine Karte sperren. Seid ihr zu zweit, hebt einfach beide etwas ab, bist du allein, versuche, die Abhebungen zumindest auf zwei Tage zu verteilen. Zudem solltest du deine Bank informieren, dass du in Indonesien reist, damit sie nicht allein deshalb Betrug vermutet.

Wie immer in Indonesien gilt: Je abgelegener dein Reiseziel, desto mehr Vorbereitung braucht es. Ein Homestay in Sulawesi wird wahrscheinlich eher keine Kreditkartenzahlung akzeptieren. Deshalb musst du vorher unbedingt genügend Bargeld abheben. Generell ist direkte Kartenzahlung noch nicht so verbreitet, Bargeld ist eigentlich überall nötig.

Mit der richtigen Kreditkarte kannst du unnötige Gebühren beim Geldabheben sparen. Welche die beste und günstigste für deine Indonesienreise ist, erfährst du in diesem (stets aktuellen) Artikel.

Weitere praktische Tipps und Informationen rund um Geld und Währung in Indonesien gibt es hier.

Kultur in Indonesien: Do’s & Dont’s

Im indonesischen Inselreich erwarten dich unheimlich aufgeschlossene, freundliche interessierte Menschen. Ähnlich wie in anderen Ländern Südostasiens ist ein Lächeln hier die wichtigste Währung zwischenmenschlicher Interaktion. Viele Locals schätzen den Austausch mit Fremden und halten gern einen kurzen Plausch – zum Beispiel darüber, woher man kommt, ob man Familie hat, was man beruflich macht.

Die Höflichkeit gebietet es, sich darauf einzulassen – so viel Zeit sollte immer sein. Übrigens: Das Wort „Nein“ ist sehr viel stärker und mächtiger als bei uns. Versuche, nicht allzu oft etwas abzulehnen. In Indonesien herrscht sehr starkes Community-Denken, es wird viel geteilt und geholfen. Wenn du zum Beispiel etwas zu Essen angeboten bekommst, nimm es an, und biete auch deinerseits etwas an, wenn möglich.

Sei dir bei deiner Reise darüber bewusst, woher du kommst und wo du gerade bist. Das soll heißen: Für Indonesier sind alle Reisenden reich, da das durchschnittliche Einkommen in ihrem Land einen Bruchteil des unseren beträgt.

„Ich bin Backpacker, ich habe auch kein Geld“, denkt sich dann so mancher. Aber mach dir klar: Zum persönlichen Vergnügen, in ein Flugzeug zu steigen und in ein anderes Land zu fliegen, ist für viele Indonesier aus finanziellen Gründen unvorstellbar. Daher solltest du immer dich stets bescheiden verhalten, um niemanden zu beschämen. Abzockereien und der übliche Touristen-Scam kommen in Indonesien aber kaum vor. Auch das macht das Reisen und die Interaktion mit Fremden so angenehm.

Weitere wichtige Do’s & Dont’s:

  • Small Talk: Die internationale goldene Regel des Small Talk besagt: Politik als Thema ist tabu! Das gilt praktisch überall außerhalb Europas. Auch andere kontroverse Themen (wie Abholzung des Regenwaldes etc.) sind kein geeigneter Gesprächsstoff. Behalte bitte auch im Kopf, dass die Indonesier unter der Besatzung verschiedener Kolonialmächte einiges mitgemacht haben, mache bitte keine flapsigen Bemerkungen oder gar Scherze über das Thema. Gerade die ältere Bevölkerung erinnert sich noch sehr gut an diese dunklen Zeiten und wird nichts daran als witzig empfinden.
  • You are what you wear: In Indonesien wird viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild gelegt – vollkommen unabhängig vom Einkommen. In Kontakt zu Amtspersonen (zum Beispiel für die Visa-Verlängerung) oder wenn du bei Indonesiern zu Hause eingeladen bist, solltest du das unbedingt beherzigen. Saubere und ordentliche Kleidung ist ein absoluter Türöffner und hilft, ernst genommen zu werden – ähnlich wie ein Lächeln. Weiterhin weisen wir immer wieder gern darauf hin, dass Bikini und Badehose an den Strand gehören und du dir außerhalb des Strandes etwas überziehen solltest. Beachte bitte auch stets auf die Kleidervorschriften in heiligen Stätten (Moscheen und Tempel).
  • Respect the faith: Die Mehrheit der Indonesier sind Muslime – Indonesien ist damit die größte muslimische Nation der Welt. Die Landesverfassung garantiert aber Religionsfreiheit für alle sechs Weltreligionen, und der Islam, der in weiten Landesteilen praktiziert wird, ist sehr liberal. Lediglich in einer Provinz (Banda Aceh, Sumatra) wird ein strenger Islam inklusive Scharia praktiziert. In Indonesien ist man also ziemlich tolerant, was Religion angeht. Trotzdem solltest du als Besucher diese Toleranz nicht überstrapazieren. Das gilt für freizügige Kleidung, für Berührungen (auch den Austausch von Zärtlichkeiten als Paar) und den Konsum von Alkohol. Du machst dich zwar nicht strafbar, wenn du muslimische Vorschriften missachtest – aber Freunde machst du dir damit auch nicht. Besonders während des Fastenmonats Ramadan solltest du nicht tagsüber auf der Straße rauchen, trinken oder essen. Das ist einfach ungehörig.

Zum Schluss noch ein paar Kleinigkeiten: Zur Begrüßung gibt man sich in Indonesien die rechte Hand (die linke ist unrein). Es wird allerdings keinesfalls kräftig geschüttelt, sondern es wird eher sanft gehalten. Diesen Gruß nennt man Salam. Indonesier führen nach dem Händedruck die Hand zum Herz, was als besonders höflich gilt.

Möchtest du ein Foto von Einheimischen schießen, frag bitte vorher. Dies tust du, indem du auf deine Kamera zeigst und „boleh?“ („darf ich?“) sagst. Jüngere Indonesier kannst du gern auch nach ihrem Social-Media-Profil fragen, um Fotos auszutauschen. In den meisten Fällen freuen sich die Menschen sehr über diese Art der Kontaktaufnahme.

Essen und Trinken in Indonesien

Die indonesische Küche hat es nicht zu internationaler Bekanntschaft gebracht, das kann man ganz ohne Wertung feststellen. Trotzdem kannst du in Indonesien fantastisch essen. Als Grundnahrungsmittel ist auf jeden Fall Reis zu nennen, wobei sich viele Menschen auch vorrangig von Yams und anderen Pflanzen ernähren, die auf Reis keinen Zugriff haben.

Als Fleisch kommt am häufigsten Hühnchen auf den Tisch, wahrscheinlich, weil es bei allen Kulturen und Religionen der kleinste gemeinsame Nenner ist. Darüber hinaus wird im indonesischen Inselreich natürlich auch alles verzehrt, was aus dem Meer kommt. Viele Gerichte werden mit Kokosmilch zubereitet und mit einer aus fermentierten Shrimps hergestellten Würzpaste gewürzt.

Zudem ist die Küche Indonesiens scharf! Die Chilischote ist in Form von verschiedenen Sambals allgegenwärtig. Verzehrt werden die Speisen auch in Indonesien mit Gabel und Löffel, Stäbchen oder auch mit den Händen (wenn zum Essen eine Waschschüssel mit Limette gereicht wird) – je nach Region. Die Bestandteile der Gerichte werden vom Koch mundgerecht zerkleinert, so dass die Verwendung von Messern nicht notwendig ist.

Sechs Regionalküchen können grob unterschieden werden: Java, Sumatra, Bali, Sulawesi und Irian Jaya. Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten und Vorlieben. Zum Beispiel sind die Küche Balis und Javas eher mild und süßlich, wohingegen auf Sumatra gern sehr scharf gegessen wird. Auch finden sich natürlich noch heute Einflüsse der Kolonialherrschaft.

Als Reisender wirst du in Indonesien für kleines Geld satt, wenn du dich an Garküchen, kleine Imbisse und Straßenrestaurants (“warungs”) hältst. Dort essen auch die Locals am liebsten. Eine Mahlzeit kostet meist weniger als zwei Euro und schmeckt köstlich. Natürlich sind die Preise in Touristengebieten und auf kleineren Inseln etwas höher.

Hast du Durst? Dann erfrische dich am besten mit einem frischen Es Teh. Nein, es ist kein Schreibfehler, gemeint ist Eistee. Und zwar selbstgemacht aus schwarzem Tee, Zitrone und extrem viel Zucker. Bei den Temperaturen gibt es nichts Besseres. Auch frische Fruchtsäfte sind immer lecker.

Besonders auf Bali lieben die Locals ihren Avocadosaft mit Schokosauce. Der ist erfrischend und ersetzt im Zweifel auch das Mittagessen, denn er macht ganz schön satt.

Abschließend noch ein Wort zum Thema Kaffee: Der indonesische Kaffee ist nicht ganz das, was du als Kaffee kennst. Du bekommst das Kaffeepulver mit heißem Wasser und kannst erst trinken, wenn sich das Pulver vollständig am Boden abgesetzt hat – es löst sich nicht auf. Der Kaffee (kopi) schmeckt natürlich auch ganz anders. In Touristengebieten gibt es aber auch Kaffee, wie du ihn kennst, und natürlich gibt’s den bekannten Instant-Kaffee in jedem Minimarkt zu kaufen.

Bist du neugierig auf Indonesiens Küche geworden? Dann lies doch mal in unserem Artikel über die vegetarischen Gerichte Indonesiens weiter.

Märkte in Indonesien

In Indonesien gibt es keine typischen Shopping-Ziele. Du findest in allen größeren Touristenorten aber auf jeden Fall Walking Streets und Nachtmärkte, wie z.B. die berühmte Kuta Walking Street auf Bali. Dort kannst du dich mit Kleidung, Souvenirs, Kunsthandwerk und vor allem mit leckeren Snacks versorgen.

Abseits der touristischen Trampelpfade gibt es natürlich auch Märkte. Diese sind für die Bewohner der jeweiligen Region essenzieller Bestandteil des Alltags. Sie kaufen dort ihre Lebensmittel ein oder arbeiten vielleicht als Verkäufer, und außerdem sind Märkte immer auch soziale Treffpunkte.

Da diese Frischemärkte oft kaum oder auch gar nicht für Reisende ausgelegt sind, gibt es hier weder bunte T-Shirts noch Flaschenöffner zu kaufen – dafür frische Lebensmittel, handwerkliche Erzeugnisse und Haushaltswaren. Eigentlich sind solche Märkte viel spannender als Walking Streets, da du hier wirklich in das tägliche Leben eintauchst und in Kontakt mit den Menschen vor Ort kommst. Außerdem gibt es auf jedem Markt definitiv was Leckeres zu essen.

Abgesehen von Märkten findest du in größeren Städten natürlich auch Shopping Malls, z.B. in Jakarta oder Kuta.

Auf Märkten ist Handeln ausdrücklich erwünscht und wird auch erwartet – es sei denn, ein Preis ist ausgezeichnet. Auch solltest du dir überlegen, ob du auf einem Frischemarkt in einer abgelegenen Region unbedingt um den Preis einer Papaya feilschen musst.

Was aber die Walking Streets und Nachtmärkte angeht, kannst du davon ausgehen, dass jeder Preis doppelt oder dreimal so hoch ist wie üblich – weil du ein Tourist bist. Handeln ist also notwendig, wenn du dich nicht komplett übers Ohr hauen lassen willst. Natürlich wirst du immer mehr bezahlen als ein Indonesier, was aufgrund deines Einkommens und Lebensstandards auch gerechtfertigt ist.

Handeln muss man üben, gerade wenn man aus Europa kommt, wo man damit nicht unbedingt aufwächst. Es ist eine Kunst, den anderen wissen zu lassen, dass man seinen Preis für Unsinn hält – und dabei immer freundlich, respektvoll und höflich zu bleiben.

Was dich keinesfalls weiterbringt, ist das Abwerten der Ware oder gar das (wenn auch scherzhafte) Beleidigen des Verkäufers. Eine gute Verhandlung endet damit, dass es beiden Seiten ein bisschen weh tut, und beide trotzdem auch Spaß dabei hatten.

Ganz wichtig: Handle bitte niemals zum Spaß. Den gewünschten Preis zu bekommen und dann nicht zu kaufen, ist ein absolutes No-Go!

Sehenswürdigkeiten und Touren

In erster Linie ist Indonesien ein perfektes Reiseziel für Natur- und Kulturliebhaber – das wirst du an den folgenden Sehenswürdigkeiten erkennen. Es handelt sich hierbei natürlich nur um eine ganz kleine und unvollständige Auswahl. Hier findest du einen ausführlichen Überblick über Ziele und Sehenswürdigkeiten in Indonesien.

Gunung Leuser Nationalpark, Sumatra
Er ist einer der bekanntesten Anlaufpunkte für diejenigen, die mit den „Waldmenschen“, den Orang Utans, in Kontakt kommen wollen – der Gunung Leuser Nationalpark auf Sumatra. Typischerweise bucht man hier eine Dschungelwanderung mit dem Ziel Bukit Lawang, wo das Orang-Utan-Rehabilitation-Centre beheimatet ist.

Ubud, Bali
Seit „Eat,Pray,Love“ ist Ubud fester Bestandteil vieler touristischer Reiserouten. Trotzdem ist der kleine Ort auf Bali noch sehr idyllisch. Hier kannst du die balinesische Kultur hautnah erleben, indem du Tempel besuchst, dir traditionelle Tänze ansiehst oder in die Welt des Kunsthandwerks eintauchst. Ubud ist außerdem noch immer ein Ziel für Sinnsuchende und Kunstschaffende, die hier Inspiration und Ruhe suchen.

Borobodur-Tempel, Java
Fast schon sträflich finden wir es, Indonesien zu verlassen, ohne dieses bauliche Meisterwerk eines Tempels besucht zu haben. Der Borobodur-Tempel ist tatsächlich die größte buddhistische Tempelanlage in ganz Südostasien, und dabei auch unglaublich schön. Hobbyfotografen unter euch werden viel zu tun haben, besonders zum Sonnenauf- und -untergang.

Komodo Nationalpark, Komodo
Der Nationalpark ist der weltweit einzige verbliebene Lebensraum der gleichnamigen Komodo-Warane. Die Riesenechsen sind schnell und gar nicht mal so ungefährlich – vor allem aber vom Aussterben bedroht. Erfahre hier alles, was du zum Besuch des Parks wissen musst. Auch abseits des Parks gibt es viel Spannendes zu sehen und zu erleben – zum Beispiel eine schillernde Unterwasserwelt oder einen pinkfarbenen Strand.

Mount Rinjani, Lombok
Der Rinjani ist der zweithöchste Vulkan Indonesiens und kann im Rahmen einer Trekkingtour mit Übernachtung bestiegen werden. Hier erwarten dich wirklich spektakuläre Ausblicke und unvergessliche Eindrücke. Lies hier unseren Reisebericht.

Und wie kommst du nun zu all diesen Zielen? Nun, natürlich musst du dich zunächst auf die entsprechende Insel begeben, was schon mehr oder weniger aufwändig sein kann. Vor Ort ist ein Besuch der üblichen Highlights dann meist nicht mehr schwer zu organisieren.

Es gibt Touranbieter (so genannte travel agencies, die mit kreischbunten Plakaten ihre Touren in den Orten bewerben). Und auch, wenn das nicht der Fall ist, frage einfach in deiner Unterkunft, ob sie dir bei der Organisation deiner Sightseeing-Wünsche behilflich sein können. Wir können uns kein Szenario vorstellen, in dem dir nicht umgehend geholfen wird. Zudem kannst du inzwischen auch viele Touren und Ausflüge online buchen.

Wenn du deine Indonesien-Reise nicht selbst organisieren möchtest, kannst du hier einen Blick auf unsere geführten Rundreisen werfen.

Taxi fahren

Der Süden von Bali hat eine besonders hohe Dichte an Taxis. Der größte Anbieter ist Blue Bird, dessen Taxis du auch über die gleichnamige App bestellen kannst. Blue Bird darf jedoch nicht am Airport von Denpasar verkehren, hier hat das Unternehmen Koperasi Taksi Ngurah Rai das Monopol. Der Anbieter fährt aber ebenfalls mit Taxameter, von daher kannst du diesen ohne Bedenken wählen.

Am Flughafen und überall sonst auf Bali, sowie in allen anderen Touristengebieten Indonesiens, warten so genannte Privatfahrer darauf, dich herumzufahren. Sie sind quasi Taxifahrer, nur ohne Unternehmen und natürlich ohne Taxameter. Es spricht überhaupt nichts dagegen, einen privaten Fahrer anzuheuern. In der Regel wird vor Fahrtantritt ein Festpreis ausgerufen, den du auf jeden Fall noch nachverhandeln musst.

Egal, wie gut du verhandelst: Du wirst bei einem Privatfahrer trotzdem immer mehr bezahlen als mit einem Taxameter, das ist Fakt. Manchmal hast du aber keine andere Wahl, weil es sonst kein Verkehrsmittel in der Nähe gibt, oder ein Privatfahrer ist einfach gerade das bequemste. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Nur solltest du dich nicht ärgern, wenn du hinterher feststellst, dass du ein bisschen übers Ohr gehauen wurdest. Das gehört dazu.

In Städten, aber auch auf dem Land, gibt es auch Motorradtaxis – so genannte Ojeks. Über die App GO-JEK kannst du dir sogar ein Ojek mit dem Smartphone rufen, was vor allem in den Städten verbreitet ist. In kleineren Orten ist es ein bisschen wie mit Taxis und privaten Fahrern: Da es kein entsprechendes Unternehmen gibt, fahren auch hier Privatleute bei Bedarf gern Touristen herum, weil das ein einfacher Verdienst ist. Ojeks zählen zu den günstigsten Fortbewegungsmitteln.

Hotels/Unterkünfte buchen

Das Spektrum an Unterkünften in Indonesien ist breit gefächert und auch hier kommt es ganz darauf an, auf welche Insel und in welche Region du reist. Auf Java und insbesondere auf Bali gibt es eine riesige Auswahl an Unterkünften aller Art – vom Homestay bis zum Nobelhotel.

Auf beiden Inseln kannst du ganz problemlos alle gängigen Buchungsplattformen wie Booking.com und Agoda nutzen, um nach den besten Zimmerpreisen zu suchen. Auf vielen anderen Inseln ist es so, dass du zwar auch über die großen Buchungsplattformen Unterkünfte findest, die Auswahl aber auch schnell deutlich kleiner wird.

Zudem wird eine Vielzahl an Unterkünfte auf AirBnB angeboten – und zwar vom Hotelzimmer übers Hostel bis hin zu Privatunterkünften. Auf weniger stark besuchten Inseln könntest du hier eher also eher Glück haben. Je weniger touristisch eine Insel ist, desto weniger hochklassige Hotels gibt es – das versteht sich. Auf vielen kleinen oder abgelegenen Inseln gibt es mehr Homestays als Hotels.

Der Vorteil eines Homestays ist, dass du viel einfacher Kontakt zu Einheimischen bekommst und dass die Zimmerpreise sehr niedrig sind. Wenn du allerdings Wert auf gute Ausstattung und Service legst, solltest du doch beim Hotel bleiben. Gehobenen Standard findest du in allen einigermaßen touristischen Regionen.

Bist du Backpacker und suchst Gleichgesinnte, wirst du neben Bali auch auf Lombok und den Gili-Inseln glücklich sein. Dort gibt es viele Hostels und auch drumherum eine auf Rucksackreisende ausgelegte Infrastruktur. Die höchsten Zimmerpreise zahlst du im Durchschnitt auf Bali, generell variieren die Preise aber stark von Region zu Region, und natürlich auch nach Saison.

Tipps zur Hotelbuchung und Wahl des richtigen Zimmers findest du hier.

Inlandsflüge

Was das Umherreisen bzw. Inselhopping in Indonesien angeht, bist du (leider oder glücklicherweise) auf Inlandsflüge angewiesen, wenn du nicht zufällig sehr viel Zeit für Bootsfahrten mitgebracht hast. Auch die Einheimischen reisen nach Möglichkeit, wenn sie die Insel wechseln müssen, bevorzugt mit dem Flugzeug.

In einem so großen Inselstaat ist das Flugzeug die einfachste und vor allem schnellste Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Leider gab es in der Vergangenheit verhältnismäßig oft Zwischenfälle in der Luftfahrt Indonesiens, deshalb möchten wir gern ein paar Worte zum Aspekt Sicherheit verlieren.

Das Flugzeug zählt zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt. in Indonesien und überall sonst. Es gab im indonesischen Luftraum seit dem Jahr 2000 insgesamt 37 Zwischenfälle, davon waren natürlich nicht alle mit Personenschäden. Das ist als absolute Zahl nicht viel, im Verhältnis aber schon.

Dass diese Zahl zustande kommt, liegt an der mangelnden Regulierung der Luftfahrt durch den indonesischen Staat und die dadurch manchmal mangelhafte Wartung der Flugzeuge und schlechte Ausbildung der Piloten. Unter anderem deshalb standen einige indonesische Airlines lange auf der schwarzen Liste der Europäischen Kommission und durften somit in Europa gar nicht landen.

Doch es wird besser. Das ist kein Gefühl unsererseits, sondern ein Fakt. So hat die Europäische Kommission 2018 alle indonesischen Airlines von der schwarzen Liste gestrichen, begründet mit der enorm verbesserten Sicherheitslage. Als die sichersten Airlines gelten heute Garuda Indonesia und AirAsia. Auch die noch relativ junge Budget-Airline Citilink kommt bei Zertifizierungen gut weg.

Die meisten Zwischenfälle gab es in der Vergangenheit bei Lion Air zu verzeichnen (14 an der Zahl). Lion Air ist gleichzeitig auch die oft günstigste Airline. Wenn wir aber schon beim Thema Flugpreise angekommen sind: Auch alle anderen Verbindungen kosten meistens keine 50 € pro Strecke, manchmal sind sogar richtige Schnäppchen für unter 20 € zu finden.

Wir sprechen hier also von insgesamt sehr günstigen Preisen, sehr großer Auswahl und sehr reich bedienten Strecken. Preise vergleichen und Tickets buchen kannst du ganz einfach bei Skyscanner. Welche Airline du wählst, liegt ganz bei dir. Mach dir aber immer wieder bewusst: Gerade in Südostasien mit seinen oft schlechten Straßenverhältnissen und dem noch viel weniger regulierten Fährverkehr ist der Flieger ohne jeden Zweifel die sicherste Variante für die Weiterreise.

Zugtickets, Bustickets, Fährtickets buchen

Je nach Region stehen dir auch verschiedene Arten des öffentlichen Personennahverkehrs zur Verfügung. Eine beliebte Zugfahrt kannst du zum Beispiel auf Java unternehmen. Die Strecke Jakarta – Surabaya (ca. 10 Stunden) ist, besonders über Nacht, tatsächlich sehr komfortabel. In der ersten Klasse gibt es Liegesitze und Verpflegung.

Natürlich zählen auch Busse zu den gängigsten Fortbewegungsmitteln auf größeren Inseln. Diese sind mehr oder weniger komfortabel und auch mehr oder weniger gut in Schuss. Pannen kommen bei öffentlichen Linienbussen öfter vor. Etwas besser ausgestattet sind Überlandbusse.

Die Fahrten dauern oft lange, weil die Straßenverhältnisse nicht gut sind, und Abfahrtszeiten sind eher Empfehlungen – diese weichen oft bis zu 30 Minuten ab. Für engere oder noch unwegsame Straßen kommen „Bemos“, also Minibusse, zum Einsatz. Busfahrten sind bei aller Unbequemlichkeit aber immer auch kleine Abenteuer, auf denen du viele Eindrücke vom Land gewinnen kannst.

Zwischen Inseln verkehren auch immer Fähren – teils mit überraschend langer Fahrtdauer, die du vorher immer einmal checken solltest. Fährhäfen gibt es entlang jeder Küste an allen größeren Orten, da die viele Menschen sehr auf die Wassertransportwege angewiesen sind. An allen Fährhäfen gibt es auch entsprechende Tickets. Über Zeitpläne erkundigst du dich am besten vor Ort, da diese variieren und nirgends im Internet gesammelt zu finden sind. Die größte Fährgesellschaft Indonesiens ist übrigens Pelni.

Fährtickets und Bustickets kannst du zudem im Internet buchen – zum Beispiel bei 12go.

Auto oder Motorrad mieten

Besonders in touristischen Gebieten gibt es an jeder Ecke Roller zu mieten („scooter for rent“). Sich einen Roller zu mieten, garantiert maximale Flexibilität und Unabhängigkeit beim Herumfahren auf einer Insel. Die Preise variieren je nach Insel, liegen aber in etwa bei 70.000-80.000 IDR pro Tag (also weniger als 5 €). Bei der Miete solltest du ein paar Dinge beachten:

  • Lass dir immer den Versicherungsschein aushändigen, denn diesen wird der Polizist bei jeder Verkehrskontrolle sehen wollen.
  • Frage nach einem Helm oder bringe selbst einen mit.
  • Manche Vermieter verlangen einen Reisepass. Gebe diesen bitte nach Möglichkeit nicht aus der Hand! Bringe eine Kopie mit oder biete etwas anderes als Pfand an. Lässt der Vermieter sich nicht darauf ein, gehe zum Nächsten.
  • Prüfe den Roller vor der Abfahrt auf Schäden und fotografiere diese eventuell. So verhinderst du, dass diese dir hinterher zur Last gelegt werden.

Wenn du es dir zutraust, kannst du dir auch ein Auto mieten. Einen Mietwagen bekommst du bei den großen internationalen Autovermietungen wie Hertz, Sixt oder Europcar (und andere). Vergleichen kannst du die Preise unter anderem auf Check24. Miete bitte kein Auto bei einer Privatperson, das bringt mehr Risiko als Vorteil mit sich.

Natürlich brauchst du für die Miete eines Autos deinen internationalen Führerschein. Weiterhin empfehlen wir, die indonesische Sprache zumindest ein bisschen zu sprechen, denn bei Unfällen oder Verkehrskontrollen kannst du dich nicht immer auf Englisch verlassen. Ansonsten sind private Fahrer immer eine gute Alternative.

Übrigens: In Indonesien herrscht Linksverkehr.

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