Yogyakarta – Diese Tempel im Umland solltest du nicht verpassen

Yogyakarta – Diese Tempel im Umland solltest du nicht verpassen

Rund um Yogyakarta gibt es neben der spektakulären Borobudur-Tempelanlage noch weitere sehenswerte Tempel, die du gut im Rahmen eines Tagesausflugs besichtigen kannst. Hier sind die wichtigsten Infos.

Im Zentrum der indonesischen Insel Java liegt die Stadt Yogyakarta. Die meisten Touristen kommen hierher, um sich das kolossale Tempelbauwerk Borobudur anzusehen, das seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Doch im Umkreis von rund 20 Kilometern um Yogyakarta gibt es noch einiges mehr zu sehen. Im Rahmen eines Tagesausflugs erfährst du viel über die indonesische Geschichte und die Kultur des Landes.

Es bietet sich besonders an, die östlich von Yogyakarta gelegene Prambanan-Tempelanlage und den Candi Ratu Boko zu besichtigen, da diese Bauwerke nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen und somit gut nacheinander erkundet werden können.

Du möchtest nicht nur Yogyakarta, sondern auch weitere Gegenden Javas oder andere Inseln Indonesiens besuchen? Dann schau mal auf unserem Indonesien-Blog vorbei. Dort findest du jede Menge Tipps für deinen Urlaub.

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Yogyakarta –Das Wichtigste im Überblick

  • Anreise: Yogyakarta erreichst du per Flugzeug über den Yogyakarta International Airport (YIA) oder mit dem Zug von Städten wie Jakarta oder Surabaya. Der Bahnhof Tugu liegt zentral in der Stadt und ist ideal für Zugreisende.
  • Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit ist während der Trockenzeit von Mai bis Oktober, wenn das Wetter warm und regenfrei ist. Besonders in den frühen Morgenstunden ist es angenehm, um die Tempel zu besichtigen.
  • Budget:Yogyakarta ist eine Studentenstadt und bietet daher auch viele günstige Optionen – von Unterkünften bis zu Streetfood und Galerien.
  • Transport: Nutze Gojek oder Grab für günstige Fahrten oder miete dir ein Roller für mehr Flexibilität. Für Tagestouren kannst du auch private Fahrer buchen, die dich zu den Hauptattraktionen bringen.
  • Unterkunft: Das GAIA Cosmo Hotel ist eine tolle Wahl, denn es bietet helle, saubere und moderne Zimmer – teilweise mit Balkon und zu einem fairen Preis. Die gesamte Hotelanlage ist stilvoll eingerichtet mit einem Swimmingpool und einer Rooftopbar – Hotel ansehen bei Booking / Agoda.
  • Währung: Die Landeswährung ist die Indonesische Rupiah (IDR). Bargeld ist besonders in kleinen Geschäften und bei Straßenhändlern praktisch.
  • Das solltest du gesehen haben: Besuche die UNESCO-Welterbestätten Borobudur und Prambanan, erkunde den Sultanspalast (Kraton) und erlebe das künstlerische Flair in Malioboro.

Prambanan

Im Jahr 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, ist die Prambanan-Tempelanlage die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens und neben dem Borobudur-Tempel auch eines der beliebtesten Ausflugsziele von Yogyakarta.

Prambanan wurde im 9. Jahrhundert erbaut und von einem Holländer 1733 wiederentdeckt. Nach der Restaurierungsphase ist er nun einer der schönsten hinduistischen Tempel in Indonesien.

Die Anlage besteht auf der ersten Ebene aus acht Tempeln, wobei der größte der drei Haupttempel rund 47 Meter hoch ist. In der zweiten Ebene befinden sich weitere 240 Tempel, die jedoch größtenteils zerstört sind.

Kosten Tempelbesuch

Du kannst deine Tickets bereits vorab online oder vor Ort kaufen. Der Eintritt für Erwachsene kostet 400.000 IDR (etwa 23 Euro), Kinder zahlen 250.000 IDR (etwas mehr als 14 Euro). Nicht wundern, Indonesierinnen und Indonesier zahlen deutlich weniger. Aber schließlich steht dieses schöne Bauwerk ja auch in ihrem Land und außerdem verdienen sie viel weniger als westliche Touristen.

Wenn du deine Tickets direkt an der Tempelanlage kaufst, kannst du Glück haben und als Student oder Studentin einen vergünstigten Tarif erhalten. Nimm also deinen Studentenausweis und zeige ihn am Ticketschalter vor!

Wer mit dem Roller anreist, zahlt eine kleine Parkgebühr in Höhe von 25.000 IDR (etwa 1,50 Euro), Autos können für 50.000 IDR (etwa drei Euro) abgestellt werden.

Impressionen von meinem Tempelbesuch

Vorbei am teilweise zerstörten Teil der Anlage gelangt man über eine kleine Treppe auf die erste Ebene der Anlage, auf der die drei Haupttempel stehen. Zum Zeitpunkt meines Besuches (Ende Oktober 2016) wurde einer der drei großen Haupttempel restauriert, weshalb ich nicht alles erkunden konnte. Es war jedoch auch interessant anzusehen, wie Restaurierungsarbeiten an einem so schönen Bauwerk ablaufen.

Über schmale Treppen gelangten wir anschließend in das Innere der Tempel und konnten einen Blick auf die in Stein gemeißelten Götternachbilder werfen. Jedoch ist es im inneren ziemlich Dunkel, weshalb es hilfreich ist, eine Taschenlampe oder das Licht deines Handys zu benutzten.

Allgemein ist der Tempel gut besucht und du triffst auf Schulklassen und Touristengruppen, die sich auf dem Gelände umsehen. Zwischen den Tempeln verteilt finden sich einige schöne, schattenspendende Bäume mit Parkbänken darunter, die besonders bei dem sehr warmen Wetter in Indonesien eine gute Möglichkeit bieten, eine kurze Pause zu machen.

 

Candi Ratu Boku / Keraton Ratu Boku

Knapp drei Kilometer von der Prambanan-Tempelanlage entfernt liegt ein Palast, der nach lokalen Überlieferungen nach dem legendären König Prabu Boko benannt wurde. Auf der 250.000 Quadratmeter großen Anlage befinden sich sowohl hinduistische als auch buddhistische Bauten. Nach Schätzungen der Archäologen wurde sie zwischen 760 und 780 nach Christus erbaut.

Impressionen von meinem Besuch

Nachdem wir den Eingangsbereich passiert hatten, ging es hinauf zum auf 196 Meter Höhe gelegenen Ratu Boko Tempel, der von den Einheimischen auch Keraton Ratu Boko genannt wird. Zur linken Seite hast du einen faszinierenden Blick auf Yogyakarta und zur rechten Seite einen malerischen Park mit Sitzgelegenheiten in Pavillons.

Nach einer Rechtskurve kamen wir zum Tor von Ratu Boko, das als typisches Motiv bei einem Besuch des Palastes für Erinnerungsfotos dient. Hier haben wir auch die meisten Besucher angetroffen. Besonders eindrucksvoll soll der Anblick des Sonnenuntergangs mit dem Tor von Ratu Boko im Vordergrund sein, jedoch hatten wir an diesem Tag leider einen stark bewölkten Himmel und konnten von diesem Ereignis nichts mitbekommen. Wir haben die Zeit jedoch genutzt, um den Rest der riesigen Anlage erkundet.

In der Nähe des Eingangs befindet sich übrigens ein Restaurant mit Terrassenbereich, von dem aus du einen bemerkenswerten Blick auf Yogyakarta hast.

Text & Fotos: Steffen Schmidts

FAQ

Einfach auf die Fragen klicken, wir präsentieren dir schnelle Antworten.

  • Wo liegt Yogyakarta?
    • Yogyakarta liegt auf der Insel Java im Süden Indonesiens. Die Stadt ist ein bekanntes kulturelles Zentrum und ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Tempeln Borobudur und Prambanan.
  • Wie komme ich nach Yogyakarta?
    • Du kannst Yogyakarta bequem per Flugzeug über den Yogyakarta International Airport (YIA) erreichen. Alternativ bieten Züge und Busse eine gute Verbindung von anderen Städten auf Java, wie Jakarta oder Surabaya.
  • Was sind die wichtigsten Tempel rund um Yogyakarta?
    • Der Borobudur-Tempel, ein buddhistisches Meisterwerk, und der hinduistische Prambanan-Tempel gehören zu den Highlights. Beide Anlagen sind UNESCO-Welterbestätten und beeindrucken durch ihre Architektur und historische Bedeutung.
  • Welche weiteren Tempel gibt es in der Umgebung?
    • Neben Borobudur und Prambanan lohnt sich ein Besuch der weniger bekannten, aber ebenso beeindruckenden Tempel wie Ratu Boko, Candi Sewu und Candi Plaosan. Diese Anlagen sind oft weniger überlaufen und bieten eine ruhigere Atmosphäre.
  • Wann ist die beste Zeit, die Tempel zu besuchen?
    • Die beste Zeit ist früh morgens, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Tempel noch nicht überfüllt sind. Besonders der Sonnenaufgang in Borobudur ist ein unvergessliches Erlebnis.
  • Wohin kann ich von Yogyakarta aus weiterreisen?
    • Von Yogyakarta kannst du weiter nach Solo (Surakarta), Malang oder zum Vulkan Bromo reisen. Auch die Strände in Gunung Kidul oder Städte wie Bandung und Surabaya sind spannende Ziele.

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