Tipps für deine Reise nach Ubud

In Ubud erwarten dich Kunst und Kultur inmitten faszinierender Landschaft. Die kleine Stadt auf Bali ist zwar längst kein Geheimtipp mehr, wegen der vielen interessanten Sehenswürdigkeiten aber in jedem Fall einen Besuch wert.

Spätestens seit Julia Roberts Film “Eat, Pray, Love” kennt jeder Balis kulturelles und künstlerisches Zentrum Ubud. Genauer gesagt die nahgelegenen Reisterrassen von Tegalalang, die 2010 die Kulisse für die Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Romans von Elizabeth Gilbert bildeten.

Doch verirren sich nicht nur Aussteiger und Backpacker in die 30.000 Bewohner fassende Kleinstadt (28 Kilometer nördlich von Denpasar), sie ist mittlerweile ein beliebtes Ziel bei aller Art von Reisenden.

Doch was macht die Region um Ubud so besonders? Ganz einfach: hier findest du das ländliche Bali, kannst aber gleichzeitig alle touristischen Annehmlichkeiten wahrnehmen. Landschaftlich ist die Umgebung Ubuds wahnsinnig beeindruckend. Tropische Wälder, kleine Dörfer, Reisterrassen und Wasserfälle bieten eine große Abwechslung für tägliche Unternehmungen. Zudem ist das Städtchen ein Mekka für Kunstliebhaber und Kulturfreaks!

Wer auf Tempel, Musik, Holzschnitzarbeiten, Malerei oder Skulpturen steht, der ist hier absolut gut aufgehoben. Außerdem finden sich immer mehr Wellness-Fans und Yogis hier ein, um bei angenehmen Klima Seele, Geist und Körper zu vereinen und zu entspannen.

Auch Kulinariker kommen hier auf ihre Kosten. Restaurants und Warungs gibt es in allen Preiskategorien. Ubud ist eine wahre Oase für Veganer und Vegetarier. Organic, Healthy, Raw, Vegan, Super Food… nicht selten findet ihr solche Ausdrücke auf den Menüs der ansässigen Köche. Doch keine Angst, es ist für jeden was dabei.

Tipps für Ubud

Wer auf einem Tagesausflug in die Stadt kommt, wird vorwiegend die touristische Region im Zentrum der Stadt zu Gesicht bekommen. Eine Menge Shops, Reisebüros, Souvenirläden und Restaurants haben sich hier angesiedelt. Doch wenn du einen Blick hinter die Fassaden wirfst, wirst du sehen, dass Ubud viel mehr zu bieten hat. Die Stadt versprüht einen ganz besonderen Vibe. Daher empfehle ich, auf jeden Fall ein paar Tage hier zu verbringen, um mal etwas tiefer in die Szene einzutauchen und den einzigartigen Flair von Ubud aufzusaugen. Glaub mir, du wirst begeistert sein.

Unterkünfte

Viele der Budget-Unterkünfte befinden sich im Zentrum der Stadt bzw. in den kleinen Seitenstraßen. Wir haben in den Candra Asri Bungalows in der Jalan Hanoman übernachtet (hier anschauen bei Agoda oder booking.com). Dort findest du gemütliche saubere Zimmer mit einem kleinen Garten zu einem annehmbaren Preis (180.000 Rupiah = ca. 12 €) inkl. Frühstück.

Im direkten Umfeld befinden sich auch diverse Alternativen. Fast alle Gästehäuser verfügen über einen schönen Innenhof und einen kleinen Tempel. Willst du dir etwas mehr Luxus gönnen, wirst du besonders außerhalb des Zentrums Resorts finden, die direkten Blick in den Dschungel oder auf Reisefelder bieten – teilweise mit einem privaten Pool auf der Terrasse.

Du suchst eine andere Unterkunft? Dann schau mal hier:

Shops, Warungs und Spaß

Im Zentrum der Stadt gibt es einen verkehrsberuhigten Bereich in der Jalan Goutama, der am Abend teilweise für motorisierten Verkehr gesperrt ist. Hier findest du unzählige Restaurants, Wellness-Anbieter, Reisebüros und Souvenirshops, aber auch Eisdielen und einige Unterkünfte.

Tagsüber ist hier deutlich mehr los, daher bietet es sich an, hier den Abend zu verbringen. Es ist das touristische Zentrum der Innenstadt und Traveler aus aller Welt treffen sich hier.

Wer einheimische Küche zu sehr guten Preisen sucht, dem kann ich das Dewa Warung, das Warung Lokal und das Nessa Warung empfehlen. Hier gibt es super leckere Gerichte ab 15.000 Rupiah und das klassische Nasi Campur in der vegetarischen Variante ab ca. 25.000 Rupien.

Nasi, Nasi, Nasi! Die balinesische Küche

Nasi bedeutet übersetzt Reis und ist, wie in anderen südostasiatischen Ländern, Nahrungsmittel Nummer Eins! Typisch Bali ist allerdings Nasi Campur. Es bedeutet übersetzt so viel wie “Bunter Reis.” Wie der Name sagt, setzt sich das Gericht zusammen aus Reis (Nasi) und diversen Toppings. Das Schöne ist, dass du nie weisst, was du bekommst. Du bestellst lediglich Fleisch oder Vegetarisch. Ansonsten gibt es das, was gerade geerntet wurde.

Ubud Market

Wenn du die Jalan Goutama bis hin zur Jalan Raya Ubud am nördlichen Ende durchläufst und links abbiegst, befindet sich der Ubud Market auf der linken Seite, schräg gegenüber des Ubud Royal Palace. Er ist täglich geöffnet und bietet alles, was das Shopping-Herz begehrt! Shirts, Leinenhosen, Schnitzereien, Seidenschals, Körbe, Hüte, Holzstatuen, die sehr beliebten Rattan-Handtaschen oder Sarongs.

Die meisten der angebotenen Produkte werden in umliegenden Ortschaften handgefertigt. Der Markt befindet sich quasi im Zentrum der Produktionsstätten in Pengosekan, Tegallalang, Payangan oder Peliata. Dies wirst du schnell bemerken, wenn du eine Tour ins Umland Ubuds machst! Unzählige handwerkliche Betriebe reihen sich aneinander.

Wie überall in Südostasien ist das Verhandeln absolute Pflicht und wird von den Einheimischen sogar erwartet.

Saraswati Tempel

In der Hindu-Religion ist der Tempel die heilige Stätte. Ein besonders schönes Exemplar findest du direkt im Zentrum, unweit des Marktes. Etwas versteckt liegt er an der Jalan Raya Ubud. Vor dem Tempel befindet sich ein wunderschöner Teich mit Lotusblumen.

Ein kleiner Steg führt direkt zur heiligen Stätte, die im klassischen balinesischen Architekturstil gehalten ist. Hier herrscht eine sehr ruhige und gemütliche Atmosphäre, der ideale Platz, um im doch etwas hektischen Zentrum Ubuds mal kurz runter zu fahren.

Tegalalang Reisterrassen

Die Reisterrassen um Ubud sind weltweit bekannt und gehören zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Bali. Sie befinden sich ungefähr 10 Kilometer entfernt vom Zentrum Ubuds, sind jedoch sehr gut ausgeschildert. Wenn du auf der Jalan Raya Ubud in östlicher Richtung fährst, triffst du bald auf eine Kreuzung. Hier biegst du links ab und folgst der Straße bis du automatisch auf die Reisterrassen triffst.

Keine Angst, du wirst sie nicht verpassen, denn bereits von der Straße aus  sind sie zu sehen. Warum dieser Ort so populär ist, wird dir schnell bewusst werden, wenn du den traumhaften Ausblick auf das saftige Grün und die tolle Natur genießt.

Die Terrassen sind mehrstöckige Pflanzungen, daher verläuft sich auch an belebteren Tagen der Besucherstrom etwas. Jedoch empfehle ich, morgens früh anzureisen, da ist noch etwas weniger los. Die Terrassen sind kostenfrei zu besuchen, es wird lediglich an manchen Stellen eine Spende für die Instandhaltung der Wege erwartet.

An besonders exponierten Punkten findest du überdimensionale Schaukeln, die gerne als Fotomotiv dienen. Diese Bilder musst du allerdings bezahlen. Ansonsten macht es wahnsinnig Spaß, durch die Terrassen zu spazieren und sich einfach ein bisschen treiben zu lassen!

Außerdem befinden sich viele Kunsthandwerkläden auf der Straße zu den Reisfeldern. Es lohnt sich also auch mal anzuhalten und etwas zu stöbern.

Campuhan Ridge Walk

Der Campuhan Ridge Walk ist ein wunderschöner kurzer Wanderweg nahe des Stadtzentrums, der besonders früh am Morgen oder am Nachmittag traumhaft schön ist. Am besten folgst du der Jalan Raya Ubud in westlicher Richtung.

Lass den Markt links und den Saraswati-Tempel rechts liegen! Nach kurzer Zeit wirst du eine kleine Einfahrt mit dem Schild „Ibah Hotel“ sehen. Hier biegst du ab und hältst dich links. Die Straße fällt steil ab, auf der linken Seite kannst du gegebenenfalls deinen Roller abstellen. Folge nun dem Weg der rechts neben der kleinen Brücke abzweigt.

Ab hier geht es ca. zwei Kilometer bis zum Karsa Café, das wir als Endpunkt auserkoren hatten für unsere Wanderung! Dazwischen schlängelt sich der Pfad auf einem kleinen Bergrücken, der schöne Aussichten auf die umliegenden Wälder bietet. Im Karsa Café gibt es dann einen Pavillon auf einem Teich, der zur gemütlichen Rast einlädt.

Monkey Forrest

Der Affenpark Ubuds ist eine der bekanntesten Attraktionen der Stadt. Er befindet sich nahe des Zentrums, ist fußläufig erreichbar. Der Sacred Monkey Forrest ist nicht nur eine gern besuchte Sehenswürdigkeit, sondern auch in wichtiger religiöser Ort für die Balinesen.

Im Affenwald gibt es drei Tempel, die jedoch nicht für Touristen zugänglich sind. Bereits wenn du dich dem Park näherst, siehst du die ersten Makaken am Straßenrand sitzen. Die Kerlchen wissen genau, wo was zu holen ist. Sie sind an Menschen gewöhnt und haben ihre natürlich Scheu etwas abgelegt. Auf der Suche nach einzigartigen Souvenirs, stibitzen die Äffchen gerne mal Sonnenbrillen, Hüte oder jegliche Art von Essen. Verstau also am besten alles was dir lieb und wichtig ist in deinem Rucksack oder gib Überflüssiges am Eingang ab.

Danach kannst du dich getrost auf den Weg durch das fast 12 Hektar große Areal machen. So nah kommst Affen wahrscheinlich nicht mehr so schnell.

Die Reisterrassen von Jatiluwih

Eine tolle Alternative zu den Reisterrassen bei Tegalalang bietet Jatiluwih. Ganz unbekannt sind die weitläufigen Reisfelder nicht mehr, aber da sie etwas abgelegen liegen, sind sie trotzdem nicht überfüllt und traumhaft schön.

Jatiluwih liegt etwa 45km entfernt nordwestlich von Ubud und du brauchst ca. eineinhalb Stunden mit dem Roller. Du kannst aber auch problemlos an einer Tour teilnehmen oder dich von einem Fahrer oder Taxi dorthin bringen lassen. Die Terrassen liegen auf ca. 700 Meter Höhe und sind mittlerweile UNESCO-Weltkulturerbe. Bevor du in die Reisterrassen einfährst, zahlst du an einer Schranke 20.000 Rupien.

Danach führt eine schöne Straße hinauf bis zum Einstieg in den asphaltierten Weg durch die Felder. Hier arbeiten täglich noch viele Reisbauern, die nicht nur als Fotomotiv dienen, sondern tatsächlich authentisch ihre Arbeit verrichten.

Es gibt diverse schöne Aussichtspunkte und unzählige Spots, wo du tolle Fotos von der weitläufigen Landschaft schießen kanst. Im Hintergrund thront der Berg Gunung Batukau. Besonders imposant ist es hier bei Sonnenauf- oder –untergang.

Pura Besakih

Etwa eine Stunde nord-östlich von Ubud befindet sich die Mutter aller Hindutempel: der Pura Besakih! Er liegt sich am Westhang des Vulkans Gunung Agung auf einer Höhe von etwa 900 Metern. Der Pura Besakih ist größte Hindutempel der Insel und gleichwohl das größte hinduistische Heiligtum Indonesiens.

Die Tempel-Anlage ist bereits über 1.000 Jahre alt. Es sei kurz erwähnt, dass Bali eine Art Hindu-Enklave im hauptsächlich muslimischen Indonesien bildet. Das macht die Insel zu etwas ganz besonderem und den Pura Besakih zu einem wichtigen religiösen Bauwerk. Du kannst den Tempel alleine besichtigen oder aber einen der Guide engagieren. Keine Angst, du wirst sie schon finden, bzw. sie finden dich.

Der Eintrittspreis liegt bei 15.000 Indonesischen Rupien. Der Preis für eine Führung ist Verhandlungssache. In der Anlage finden täglich Zeremonien statt. Dann tragen weiß gekleidete Balinesen ihre Opfergaben über die zentrale Treppe zum Tempel hinauf und beten dort. Einige Bereiche des Tempels sind für Touristen nicht zugänglich.

Tegenungan Wasserfall

Der Tegenungan Wasserfall ist einer der bekannteren Wasserfälle Balis. Du erreichst ihn von Ubud innerhalb von knapp 20 Minuten. Früh morgens ist dort noch nicht so viel los. Wenn du die Treppen hinabgestiegen bist, kannst du dich im kühlen Wasser erfrischen. Wenn du dir auf dem Weg zum Wasserfall ein bisschen frisches Obst besorgst, kannst du hier gemütlich picknicken. Oberhalb des Wasserfalls gibt es einige Souvenirshops und kleine Warungs.

Fazit:

Ubud ist ein tolles Reiseziel im Herzen Balis. Es bietet alles was das Herz begehrt. Du kannst lecker essen, dich in den Spas verwöhnen lassen, Shoppen oder eine der vielen Attraktionen im traumhaften Umland besuchen. Es ist das kulturelle Zentrum der Insel der Götter und definitiv eine Reise wert!

Dir reichen die genannten Sehenswürdigkeiten noch nicht aus? Dann schau dir von Ubud aus die nahgelegenen Königsgräber Gunung Kawi an.

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