Bali: die Reisterrassen bei Ubud

Die Tegalalang-Reisterrassen nahe Ubud gehören zu den landschaftlich schönsten Zielen auf Bali. Ein Spaziergang durch die sattgrünen Reisefelder ist ein Highlight, das du so schnell nicht vergessen wirst. Hier findest du Infos zur Anreise und zur Besichtigung.

Im Laufe der Jahre und nach so vielen Reisen bin ich etwas vorsichtiger bei der Verwendung von Superlativen geworden. Aber die Tegalalang-Reisterrassen (auch Tegalallang geschrieben) nahe Ubud sind einer der schönsten Orte, an denen ich bisher gewesen bin. Aber sieh selbst:

Ubud: Tegalalang-Reisterrassen

Ein typisches Bild, das einem in den Sinn kommt, wenn man an Bali denkt, sind wohl die saftig grünen Reisterrassen, die auf der ganzen Insel zu finden sind.

Am bekanntesten sind hierbei die Reisterrassen von Tegalalang. Sie gehören zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Bali. Dieser Ort, etwas nördlich von Ubud gelegenen, ist ein Magnet für viele Touristen und bereits nach einer rund 20-minütigen Fahrt erreichbar.

Schon von der Hauptstraße aus kannst du in Tegalalang die Reisterrassen bestaunen. Am besten kommst du früh morgens hierher, um den Menschenmassen zu entgehen, die sich ab dem Vormittag an den Aussichtspunkten tummeln.

Hintergrund: Reisterrassen auf Bali

Die Reisterrassen werden von den Balinesen in Handarbeit an den Hängen des hügeligen Landes angebaut. Teilweise können noch nicht einmal Nutztiere zum Pflügen der Felder eingesetzt werden, da die einzelnen Stufen der Reisterrassen zu schmal und zu steil sind. In größeren Feldern auf ebenerem Untergrund werden hingegen auch Traktoren eingesetzt, die die Arbeit erleichtern.

Mauern und Dämme stützen die Felder. Geflutet werden diese über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, das sein Wasser aus Quellen und Bächen bezieht. Bepflanzt werden die Felder, indem kleine Reispflanzen einzeln per Hand in die gefluteten Reisbecken gesetzt werden. Die Bepflanzung geschieht in Reih und Glied und ist sehr interessant zu beobachten. Bereits nach ca. drei Monaten kann der Reis von Hand geerntet werden. Anschließend wird er in der Sonne getrocknet.

Sobald der Reis trocken genug ist, werden die Ähren gedroschen, um die Reiskörner zu lösen.

Aufgrund der unterschiedlichen Wachstumsphasen sehen die Reisterrassen immer unterschiedlich aus. Ist ein Feld gerade unbepflanzt, kannst du in den glatten Wasserflächen tolle Spiegelungen des Himmels sehen. Sind die Felder bepflanzt und der Reis bereits ein Stück gewachsen, erscheint die Landschaft in einer saftig-grünen Farbe – beides sind sehr schöne Fotomotive!

Die nährstoffreichen Vulkanböden Balis bieten optimale Bedingungen für das Reis-Wachstum, sodass jährlich ca. drei Reisernten möglich sind. Daher ist Reis eines der Grundnahrungsmittel auf Bali und sichert vielen Familien den Lebensunterhalt.

Um die balinesische Fruchtbarkeitsgöttin Dewi Sri zu ehren, werden an den Rändern der Reisfelder Schreine aufgestellt, an denen kleine Opfergaben zu finden sind. Dies sollen den Balinesen eine sichere und gute Ernte sichern. Dewi Sri wird daher auch als Reisgöttin bezeichnet.

Tegalalang-Reisterrassen: Eintrittspreis

Den Abhang nahe der Hauptstraße kannst du kostenfrei betreten. Schon von hier kannst du schöne Fotos machen.

Es lohnt sich jedoch sehr, den Berg hinunter zu gehen und auf der anderen Seite wieder hinaufzusteigen. Dann kannst du zwischen den Reisfeldern herumspazieren und dir alles aus nächster Nähe ansehen. Und dabei oft auch die Ruhe genießen, denn viele Reisegruppen halten nur kurz oben an der Straße. Die Besitzer der Grundstücke haben unterwegs allerdings zwei oder Kontrollpunkte aufgebaut. Sie erwarten, dass du eine Kleinigkeit spendest, weil sie die Wege instand halten, was meines Erachtens in Ordnung ist.

Wenn du die in den Reisterrassen arbeitenden Reisbauern bei ihrer Arbeit fotografierst, solltest du dich anschließend ebenfalls mit einem kleinen Trinkgeld bedanken.

Bei meinem Besuch konnte ich nicht feststellen, dass jemand für das Parken Geld bezahlen musste. Andere Reisende berichteten hingegen von einer kleinen Parkgebühr (2.000-5.000 IDR). Ich freue mich diesbezüglich über Rückmeldungen, wie es dir ergangen ist.
Du kannst die Reisterrassen natürlich auch im Rahmen von geführten Touren besuchen. Ich selbst war an diesem Tag mit Erlebe Fernreisen unterwegs und habe im Rahmen meines Tagesausflugs auch die Königsgräber Gunung Kawi, den Monkey Forest und ein typisches Dorf in der Region besucht.

Tegalalang-Reisterrassen: Aussichtspunkte und Restaurants

Ich kann nur empfehlen, dass du dir etwas Zeit für die Besichtigung der Reisterrassen nimmst. Es lohnt sich, auch auf der anderen Seite den Berg hinauf zu gehen. Auf jeder Stufe, hinter jeder Kurve bieten sich dir neue, fantastische Anblicke.

Allerdings hast du bereits von der Straße aus einen sehr guten Blick. Du musst einfach nur zwischen zwischen den Restaurants hindurchgehen und den Ausblick genießen.

Nach deinem Rundgang würde ich noch für ein Getränk in eines des Restaurants gehen. Nach der schweißtreibenden Kletterpartie ist das in jedem Fall eine gute Erholung. Und dabei kannst du das Gesamtbild noch mal auf dich wirken lassen.

Besonders schön fand ich das Ambiente und die Aussicht im Lumbung Sari Warung. Aus Ubud kommend ist das eines der letzten Restaurants an der Hauptstraße mit Blick auf die Reisfelder.

Tegalalang-Reisterrassen: Video

Hier ein schönes Video, aufgenommen mit einer Drohne, dass die atemberaubende Landschaft aus der Luft zeigt:

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Hinweis: Ich wurde von Erlebe Fernreisen zu diesem Ausflug eingeladen. Auf meine Berichterstattung wurde kein Einfluss genommen.

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