Süd-Laos: 7 Gründe, warum du in Pakse einen Zwischenstopp von ein paar Tagen einlegen solltest

Viele Reisende nutzen die drittgrößte Stadt des Landes lediglich für einen kurzen Aufenthalt auf ihrem Weg zur thailändischen Grenze oder den 4.000 Inseln. Dabei haben Pakse und seine Umgebung einiges zu bieten. Hier die besten Tipps und Infos.

 

Zusammengetragen hat sie Steffi Schindler, die mit a daily travel mate einen tollen Reiseblog betreibt. Zudem findest du sie auf Facebook, Twitter, Instagram und Google+.

steffi_schindler

Nun übergebe ich das Wort an Steffi:

 


 

Bei der Frage, was du in Laos unbedingt sehen solltest, wird dir mit Sicherheit ein Besuch von Luang Prabang, der alten Königsstadt am Mekong, empfohlen. Gefolgt von einem Stopp in der wunderschönen Natur rund um Vang Vieng und der entspannten Hauptstadt Vientiane. Wenn du ein wenig mehr Zeit mitbringst, dann nimm an einem Trekking in Nord-Laos rund um Luang Nam Tha teil, und fahre unbedingt auf die 4.000 Inseln ganz im Süden des Landes.

Aber ein Aufenthalt in Pakse? Gleich für mehrere Tage? Daran denkst du wahrscheinlich gar nicht. Dabei solltest du die Stadt in Süd-Laos nicht nur als notwendigen Zwischenstopp für deine Weiterreise nach Thailand (Grenzübergang Chong Mek) oder zu den 4.000 Inseln sehen. Ich selbst habe drei Nächte hier verbracht.

Mündung Xedon_Mekong

Pakse ist die drittgrößte Stadt des Landes, Hauptstadt der Provinz Champasak und Handelsknotenpunkt bzw. das wichtigste Wirtschaftszentrum in Süd-Laos. Die Stadt liegt an der Mündung des Xe Don in den Mekong, der hier von der 1.380 Meter langen Lao-Nippon-Brücke überspannt wird.

Warum solltest du nun also nicht nur Zwischenstation in der Stadt machen, sondern ein paar Tage in Pakse einplanen? Hier meine sieben Gründe:

 

1. Pakse als Ausgangspunkt für eine Tour auf das Bolaven-Plateau

Das fruchtbare Bolaven-Plateau ist eine 1.200 Meter hohe Hochebene in Laos, vor allem bekannt aufgrund des dort angebauten Kaffees, Tees und Pfeffers.

Ein Besuch des Plateaus lohnt sich vor allem aufgrund der wunderschönen Landschaft und der zahlreichen malerischen Wasserfälle, die besonders nach der Regenzeit spektakulär sind. Auf dem Plateau selbst kannst du natürlich auch übernachten, falls du allerdings nicht so viel Zeit mitbringst, dann empfehle ich dir, eine Tagestour zu unternehmen.

Tad Nyang

Am einfachsten kommst du mit einem eigenen Moped voran. In Pakse gibt es zahlreiche Geschäfte, in denen du ein Moped mieten kannst – so bist du absolut flexibel. Du fährst auf der Route 13 aus der Stadt hinaus, bis sich die Straße gabelt. Die Route 13 geht ab hier nach Süden, du fährst auf der 16 weiter Richtung Paksong. Die Abzweigungen zu den Wasserfällen sind an der Straße ausgeschildert. Sobald du die Hauptstraße verlässt, ist die Straße unbefestigt, geht aber noch als befahrbar durch. Umsonst sind die Wasserfälle nicht. Habe also genügend Kleingeld für Eintritt und natürlich die obligatorischen Parkplatzgebühren dabei.

Die bekanntesten Wasserfälle sind der Tad Fane und der Tad Nyuang. Der Tad Fane gilt als der Höchste von Laos und ist ein Zwillingswasserfall. Bei dem Tad Nyuang handelt es sich ebenfalls um zwei Wasserfälle, die man von oben oder unten bewundern kann.

Tad Nyuang_Blick von oben

Tad Fane

Bolaven Plateau_Pakse

Fortbewegung rund um Pakse mit dem Moped

 

2. Ausgangspunkt für einen Besuch des Tempelbezirks Wat Phou

Ein Besuch des Wat Phou scheint schon fast ein kleiner Geheimtipp zu sein. Obwohl der zum Weltkulturerbe ernannte Tempelkomplex in jedem bekannten Reiseführer aufgelistet ist, hatten wir die gesamte Anlage fast für uns alleine.

Der Tempel ist ein Beispiel von klassischer Khmer-Architektur und gilt als Vorlage für Angkor Wat in Kambodscha. Ursprünglich wurde er dem Hindu-Gott Shiva gewidmet.

Blick vom Wat Phou Champasak

Der Wat Phou liegt ca. 45 km südlich von Pakse, das nächstgelegene Dorf heißt Champasak. Am besten erreichst du den Tempel mit einem Moped. Du überquerst die Lao-Nippon Brücke und fährst an der nächsten größeren (geteerten) Abzweigung links Richtung Champasak. Die Strecke ist fast bis zum Schluss ausgebaut, mittlerweile dürfte wahrscheinlich auch der letzte Abschnitt so gut wie fertig sein. Alternativ kannst du die Route 13 auf der Ostseite des Mekongs bis zur Abzweigung am Kilometer 30 Richtung Champasak East fahren. Am Mekong angekommen, nimmst du die „Fähre“ und legst die restliche Strecke auf der westlichen Seite zum Wat Phou zurück.

Wat Phou ChampasakII

Wat Phou ChampasakIII

Wat Phou Champasak

 

3. Der Wat Luang in Pakse

Der Wat Luang ist der größte Wat von Pakse. Auf seinem Gelände ist außerdem eine Mönchsschule untergebracht. Der Wat selbst liegt direkt am Xe Don unterhalb der französischen Brücke. Du kannst ganz gemütlich über das Gelände schlendern, die verzierten Betonsäulen, Holztüren und Wandgemälde betrachten und den Blick auf den Fluss genießen. Eine wunderbar entspannte Atmosphäre, die wir am frühen Nachmittag für uns alleine hatten.

Wat Luang_PakseIII

Wat Luang_Pakse

Wat Luang_PakseII

 

4. Die Lao-Nippon-Brücke

Gut, eine Brücke mag noch nicht Grund genug sein, eine Stadt zu besuchen, aber hier kannst du ein wenig authentisches Alltagsleben spüren. Die 2000 fertig gestellte Brücke ist 1.380 Meter lang und ist die Einzige über den Mekong, die sich komplett auf laotischem Boden befindet.

Neben zwei Fahrspuren gibt es auch zwei Fußwege. Diese scheinen ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen zu einer Runde Jogging oder einem Abendspaziergang in der Dämmerung zu sein. Einfach unter die Einheimischen mischen, über den Mekong schlendern und das weiche Licht der Dämmerung genießen.

Lao Nippon Brücke

Lao Nippon Brücke_Pakse

 

5. Eine Stadt, in der du gut mit Einheimischen ins Gespräch kommen kannst.

Am östlichen Ende der Road 11 gibt es direkt am Mekong viele Bars, die sich in den Abendstunden mit jungen Laoten und wenig Touristen füllen. Nachdem wir unser Getränk geordert hatten, wurden wir prompt angesprochen und auf ein Bier eingeladen. Ein interessanter Abend folgte. Aber Achtung: Die Laoten fahren nach dem Biergenuss anschließend noch mit dem Moped oder Auto. Also doppelt aufgepasst auf dem Heimweg.

Cheers_Pakse

 

 

6. Laotischen Kaffee im Café des Hotels Sisouk Residence schlürfen

Das Café des Hotels Sisouk verströmt eine gemütliche Atmosphäre mit Korbstühlen und vielen Pflanzen. Eine angenehme Abwechslung zu den sonst eher spartanisch eingerichteten Restaurants der Stadt. Die Karte bietet Kaffee in allen erdenklichen Variationen (auch eiskalt). Wenn du ein schattiges, gemütliches Plätzchen suchst, um im Reiseführer zu schmökern und deine Weiterreise zu planen, bist du hier genau richtig. Kaffee trinkend kannst du hier deinen Gedanken nachhängen und die Zeit vergessen.

 

7. Indisch essen gehen

Während deiner Reise durch Laos einen Zwischenstopp in Pakse einlegen, um Indisch zu essen? Gut, ich gebe zu, das klingt recht komisch und ist vielleicht kein „wirklicher“ Grund, aber das ist mir jetzt einfach mal egal. 😉 Nach zwei Wochen laotischem Essen kam das indische Restaurant auf der Road 13 South (Ecke Thannon Road 12) mit leckerem indischem Curry und göttlichem Mango-Lassi genau richtig. Der Chef ist ein symphatischer Inder, der auch gerne selbst hinter dem kleinen Stand vor dem Restaurant steht und seine schmackhaften Rooties zubereitet.

Wie hat es dir in Pakse gefallen? Hast du weitere Tipps?

MekongÜberquerung Wat Phou Champasak

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 15. Juni 2014. Zuletzt aktualisiert am 16. Juni 2014.

Kommentare (3)

  1. Die Umgebung von Pakse fand ich auch ganz wundervoll – tolle Tipps, liebe Steffi – so und nicht anders würde ich es auch empfehlen!

    Ein weiterer Tipp und ein Grund, warum ich auf jeden Fall noch mal nach Pakse möchte ich das Bistro Daolin! Die besten Shakes und die besten Gerichte der Stadt gibt es dort – außerdem lustigerweise auch das allerallerbeste rote Thai-Curry (sogar besser als in Thailand, muss ich zugeben!)! – Unbedingt dort vorbeischauen!!

  2. Ich fand Champasak super! Wat Phou ist echter Geheimtipp. Als ich dort war, gab es auf der ganzen Anlage nur gerade etwa zehn Touristen. Aber der Süden Laos wird ohnehin weniger besucht als der Norden, wo ja viele ohnehin in Vang Vieng hängen bleiben.

  3. Ich kann Steffi nur zustimmen. Kulinarisches Highlight des Bolaven Plateaus ist für mich der Kaffee, der (für mich zumindest) nach Schokolade schmeckt. Ein Laote sagte mir, das läge an der langen Röstung. Landschaftlich super schön finde ich die Region der 4000 Inseln, die von Pakse ganz schnell erreicht sind. Besonders Don Khon und Don Det sind zwei kleine Inseln, auf denen es sich ein paar Tage entspannt leben lässt.

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