Busfahren in Laos: Alle Infos zu Routen und Tickets

Durch Laos mit dem Bus zu reisen ist noch ein richtiges, aber oft unumgängliches Abenteuer. Und Busfahren ist meistens die beste und günstigste Möglichkeit, um durchs Land zu kommen. Wir verraten dir alles, was du für eine Busreise in Laos wissen musst.

Busse fahren quer durch Laos. Von Vientiane gibt es viele Busse, die dich in die größeren und beliebten Städte wie Luang Prabang, Pakse und Vang Vieng bringen. Dort angekommen kannst du in kleine, lokale Busse umsteigen, die dich in andere Regionen des Landes und bis an die Grenzen zu den Nachbarstaaten bringen.

Das Bussystem ist für Reisende leider nicht immer leicht zu durchschauen. Oft winkst du einfach einem vorbeifahrenden Bus, der dann am Straßenrand für dich anhält. Zum Glück existieren mittlerweile auch einige Online-Plattformen, über die du Fahrkarten für die beliebtesten Routen kaufen kannst. Wie das funktioniert und was du sonst noch beim Busfahren in Laos beachten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Busfahren in Laos – die verschiedenen Busse

In Laos gibt es sowohl staatliche Busse als auch private Busunternehmen. Letztere werden meistens von Touristen genutzt und bringen dich von Vientiane in die beliebtesten Städte der Reisenden. In der Regel operieren sie mit größeren VIP-Bussen oder Minivans.

Die staatlichen Busunternehmen können allerdings ebenfalls hilfreich sein. Denn sie bringen dich auch in entlegenere Regionen und sogar bis an die Grenzen des Landes. Diese Busse verkehren je nach Bedarf und leider gibt es keinen konkreten Fahrplan. Du stellst dich einfach an die Straße und winkst dir ein Fahrzeug heran, dass dich mitnimmt, wenn noch Platz ist. Das machte das Busfahren zu einem echten Abenteuer und eine feste Planung so gut wie unmöglich.

Minivan

Diese Busse werden für Touristen eingesetzt und fahren kleine Ortschaften an. Je nach Fahrzeugtyp haben 10-15 Reisende Platz. Oft kann es dabei ganz schön eng werden. Manche Minivans orientieren sich an einem Fahrplan. Viele Busse fahren aber erst ab, wenn alle Reihen besetzt sind.

Die wenigsten Minivans sind pünktlich. Denn unterwegs werden oft noch einige Umwege eingelegt, um zu tanken, ein Paket abzugeben oder abzuholen und andere Passagiere abzusetzen. Letzteres kannst du dir zu einem Vorteil machen und den Fahrer informieren, wenn du nicht erst an der offiziellen Haltestelle aussteigen willst.

VIP-Bus

Auf manchen Strecken werden sogenannte VIP-Busse eingesetzt. Teilweise ist bei der Buchung nicht ersichtlich, ob du in einem VIP-Bus oder mit einem Minivan unterwegs sein wirst. Versuche dir, einen Platz weiter vorne zu ergattern, denn hinten im Bus kann es besonders holprig werden.

Oft lassen sich die Lehnen zwar ein wenig nach hinten klappen, doch das kann auch schnell für dich zum Problem werden, wenn sich die Person vor dir nach hinten lehnt. Geräumig sind die Busse trotz des Zusatzes “VIP” nämlich nicht.

Sleeper-Bus

Dann gibt es noch sogenannte Sleeper-Busse für längere Strecken. Diese Doppeldeckerbusse haben links und rechts vom Gang jeweils zwei übereinanderliegende Pritschen. Diese Pritschen sind mit Decken und Kissen ausgestattet, aber weder sonderlich breit noch sonderlich lang.

Problematisch kann es werden, wenn du alleine reist, denn die Pritschen sind in der Regel für zwei Personen gedacht. So kann es passieren, dass du dir mit einem Fremden das Bett teilen musst. Wer darauf verständlicherweise keine Lust hat, muss zwei Tickets kaufen. Alternativ würde ich so eine Fahrt nur empfehlen, wenn du mit jemandem reist, den du kennst. Außerdem ist fraglich, wie viel Schlaf du auf den holprigen Straßen von Laos wirklich bekommst.

Semi-Sleeper-Bus

Es gibt auch noch die sogenannten Semi-Sleeper-Busse, die meistens auf langen Strecken, zum Beispiel nach Vietnam, zum Einsatz kommen. Sie sind mit Einzelsitzen ausgestattet, die eine merkwürdige Mischung zwischen Liege und regulärem Sitz darstellen. Ein Semi-Sleeper eben, der an einen Zahnarztstuhl erinnert. Bequem ist das auf die Dauer leider nicht unbedingt.

Wie sicher ist das Busfahren in Laos?

Sind die Busse in Laos sicher? Eine ehrliche Antwort auf diese Frage lautet leider nur: naja. Fahrer, die zu schnell fahren und schlechte Strassenverhältnisse machen das Busfahren in Laos zu einer kleinen Herausforderung. Wenn möglich, vermeide Fahrten über Nacht oder in der Monsunzeit. Starke Regenfälle sorgen von Mai bis November oft für Überschwemmungen und machen die ohnehin schon schlecht ausgebauten Straßen manchmal unbefahrbar. Auf jeden Fall lohnt es sich, auf den Wetterbericht zu gucken.

 Auch wenn keine offizielle Anschnallpflicht besteht, solltest du dich natürlich trotzdem anschnallen, wenn es Sicherheitsgurte gibt. Denn unterwegs kann es schon mal heftig von links nach rechts schaukeln.

Einige Touristen berichten von Betrügereien am Busbahnhof. Dabei wird versucht, dir ein neues, oft teureres Ticket anzudrehen, auch wenn du schon ein Ticket besitzt. Uns wurde auch mitgeteilt , dass einige Busfahrer versuchen, ein Trinkgeld zu erpressen, um dich an der richtigen Bushaltestelle und nicht schon vorher abzusetzen. Solche Betrugsversuche sind natürlich ärgerlich, aber zum Glück kosten sie dich oft nicht mehr als ein paar Dollar und einige Nerven.

Busfahren in Laos – Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen?

In der Regel darfst du ein Gepäckstück und ein Handgepäckstück mitnehmen. Aber gerade, wenn du mit einem Minivan fährst, kann es sinnvoll sein, einen zweiten Platz für dein Gepäck zu kaufen. Sonst kann es passieren, dass dein Rucksack die komplette Fahrt auf deinem Schoß verbringen muss. Manchmal wird das Gepäck auch einfach aufs Dach verladen. Ob es dein Koffer oder dein Rucksack dann unversehrt ans Ziel schafft, wird leider nicht garantiert. Versuche also idealerweise, klein zu packen.

 Sorge auch dafür, dass alle Gepäckstücke gut verschlossen sind und behalte deine Wertsachen immer bei dir.

Was kosten Bustickets in Laos?

Auch wenn dir häufig Touristenpreise berechnet werden oder du dem ein oder anderen Betrug unterliegst, ist das Busfahren in Laos immer noch wahnsinnig günstig. Die Fahrten kosten oft nur halb so viel wie eine Zugfahrt und sind somit auch noch einmal deutlich günstiger als eine Reise mit dem Flugzeug.

 Lies dir in Ruhe verschiedene Bewertungen der Busunternehmen durch und entscheide dich besser nicht für die billigste Variante, denn es kostet dich eh nur ein paar Dollar mehr.

 Übrigens, an der Grenze zu Thailand, Kambodscha und Vietnam musst du oft ein paar Dollar bezahlen, um ausreisen zu können beziehungsweise die Grenze zu passieren.

Wann und wo kann ich Tickets kaufen?

Am besten holst du dein Ticket bei einem der vielen kleinen Reisebüros im Land oder bietest deine Unterkunft um Hilfe. Das kostet wahrscheinlich ein bisschen mehr, beinhaltet aber oft auch den Transfer von deiner Unterkunft zur Bushaltestelle.

 Lass dir die Visitenkarte oder eine Kontaktnummer geben, damit du die Person, bei der du gebucht hast mit, im Notfall erreichen kannst, um die Legitimität deiner Fahrkarte zu bestätigen.

Ansonsten kannst du deine Fahrkarte auch vorher am Busbahnhof kaufen. Ein Ticketkauf vorab kann gerade an Feiertagen wie dem Lao Neujahr im April sehr sinnvoll sein, denn dann sind die Busse schnell ausgebucht. Wenn du weißt, wo du hin musst, dann kannst du dir den Weg zum Busbahnhof sparen und wie die Laoten einfach auf den Bus am Straßenrand warten. Deine Fahrkarte erhältst du in diesem Fall direkt vom Fahrer.

Auf welchen Online-Plattformen erhalte ich Busfahrtickets für Laos?

Portale wie 12Go, Baolau und Bookaway bieten Tickets für die beliebtesten Busrouten in Laos an. Das ist praktisch, denn du kannst nicht nur Fahrzeiten und Preise vergleichen, sondern auch die verschiedenen Anbieter einsehen. Auch Bewertungen kannst du auf diesen Plattformen finden, was dir hilft, letztendlich das beste Busunternehmen für deine Fahrt auszuwählen.

 Bei einer Onlinebuchung kannst du deine Fahrkarte ganz einfach mit deiner internationalen Kreditkarte oder per PayPal bezahlen. Klar, diese Plattformen berechnen eine Bearbeitungsgebühr, aber diese fällt bei den ohnehin schon günstigen Buspreisen in Laos nicht wirklich ins Gewicht.v

Die beliebtesten Busrouten in Laos

Es gibt zwar noch nicht sehr viele Busse in Laos, aber das Netzwerk erstreckt sich doch über das gesamte Land. Von Vientiane kommst du in alle größeren Städte und kannst von dort aus Verbindungen in kleinere Orte und bis an die Grenzen buchen.

Wer Kosten sparen will, kann von Laos auch nach Thailand, Kambodscha, Vietnam und bis nach China mit dem Bus fahren. Ganz wichtig dabei ist, dass du sicherstellen solltest, dass du das entsprechende Visum schon besitzt oder es auch wirklich an der Grenze kaufen kannst.

Wo fahren die Busse in Laos ab?

In den größeren Städten gibt es in der Regel gut organisierte und ausgebaute Busbahnhöfe und auch viele kleinere Orte ziehen nach und haben Busstationen errichtet. In Vientiane findest du sogar gleich drei Busbahnhöfe, den Central Bus Terminal, den Northern Bus Terminal und den Southern Bus Terminal. Von hier aus kannst du das Inland erkunden oder ins Ausland fahren.

Wichtig ist nicht nur, dass du weißt, wo dein Bus abfährt, sondern auch, wo du ankommst, wenn du eine Rückreise an einen bekannten Ort antrittst. In Laos passiert es nämlich nicht selten, dass du an einem anderen Busbahnhof ankommst und nicht wieder an dem Ort landest, an dem du Tage zuvor auch abgefahren bist.

Weitere Tipps zum Busfahren in Laos

  • Egal, ob dein Bus eine Toilette hat oder nicht, wir raten dir, Klopapier und Desinfektionsmittel für die Hände mitzunehmen. Außerdem berichten einige Reisende, dass gerade auf längeren Strecken in der Nacht nicht immer an einer Raststätte angehalten wird. Ab und zu findet die Toilettenpause auch einfach am Straßenrand statt. Da ist es praktisch, wenn du eine kleine Taschenlampe dabei hast.
  • Fährst du in Laos mit dem Bus, solltest du dir immer wieder sagen, dass der Weg ja bekanntlich das Ziel ist. Denn Pünktlichkeit gehört hier nicht zum Standard. Die Busse warten mit der Abfahrt oft, bis sie voll beladen sind, nehmen unterwegs Passagiere mit und auch die schlechten Verkehrsstraßen tragen zu Verspätungen bei. Verlässlichkeit ist hier nicht oberstes Gebot, denn ab und zu kommen die Busse auch zu früh an, was problematisch sein kann, wenn es zu früh am Morgen ist und Unterkünfte und Cafés noch verschlossen sind.
  • Zeitweise werden Busse kurzfristig gecancelt. Sei flexibel mit deinen Plänen und plane dir besser einen zeitlichen Puffer ein, wenn du zum Beispiel nach deiner Busfahrt einen internationalen Flug erreichen musst.
  • Die Klimaanlage funktioniert wie so oft in südostasiatischen Bussen mal viel zu gut oder gar nicht. Pack dir auf jeden Fall etwas Warmes ein, falls die AC mal wieder zeigen will, was sie kann.
  • Wenn dir in Fahrzeugen schnell schlecht wird, solltest du vor deiner Reise unbedingt ein Medikament gegen Reiseübelkeit einnehmen. Gerade die größeren Bussen bringen ihre Passagiere gerne ganz schön ins Schwanken und die oft rasante Fahrweise macht das wackelige Erlebnis noch schlimmer.
  • In der Regel musst du in den Langstreckenbussen deine Schuhe ausziehen. Pack dir auf jeden Fall Schlappen oder dicke Socken ein, wenn du auf die Toilette gehst.
  • Einige Busse preisen ihr W-LAN an, was dann aber normalerweise etwas kostet. Ob wir uns darauf verlassen würden, dass es funktioniert? Eher nicht! Besser du holst dir zu Beginn deiner Reise eine SIM-Karte für Laos.
  • Auch wenn einige Busse über Stecker am Platz verfügen, pack dir lieber eine aufgeladene Powerbank für dein Handy ein.
  • Hühnchen am Spieß ist ein beliebter laotischer Snack im Bus. Wir raten dir, besser auf andere Snacks zurückzugreifen.

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