Nong Khiaw: Bootsrennen auf dem Nam Ou

Wenn ich in fernen Ländern unterwegs bin, macht es mir große Freude, Sportveranstaltungen zu besuchen. Besonders das Beobachten der anderen Zuschauer ist dabei sehr spannend. So zum Beispiel beim Bootsrennen in Laos.

Jedes Jahr Mitte April findet die Veranstaltung, an der sich 19 umliegende Dörfer beteiligen, in Nong Khiaw statt. Der kleine Ort liegt am Ufer des Nam Ou-Flusses und eignet sich als Startpunkt für Trekking- oder Mountainbike-Touren. Zudem steigen hier viele Reisende, die in abgelegene Regionen wollen, vom Land- auf den Wasserweg um. Dementsprechend gibt es eine touristische Infrastruktur mit einigen Bungalow-Anlagen und Restaurants.

Trotz des anstehenden Bootrennens werden wir auf der Suche nach einer Unterkunft schnell fündig. Eine kleine Bambushütte ist für die nächsten Tage unser Zuhause. Der nette Besitzer gibt uns einen kurzen Überblick, was wir in den nächsten Tagen zu erwarten haben.

Der folgende Morgen beginnt bereits um sechs Uhr, denn am Vortag des Rennens ist traditionell ein großer Markt in Nong Khiaw. Verkauft werden in erster Linie Kleidung und Haushaltswaren, aber auch kulinarisch wird einiges geboten. Der westliche Magen erfreut sich bereits am Anblick von gebratenen Fledermäusen, frittierten Ratten und gegrillten Eichhörnchen. Wir bleiben dann doch lieber bei Fried Noodles.

Bootsrennen in Nong Khiaw

Der Tag des großen Rennens beginnt mit einem Frühstück am Baguette-Stand. Von der Brücke, die beide Seiten des Ortes miteinander verbindet, sehen wir bereits, wie die Boote aus den umliegenden Dörfern eintreffen. Viele an Bord haben Trikots an, und zwar nicht nur die Männer in den Wettkampfbooten, sondern auch die mitgereisten Familien und Freunde.

Wir begeben uns erstmal zum Ziel des Rennens. Dort gibt es am Ufer jede Menge Essens- und Getränke-Stände. Unter den Sonnenschirmen sitzen bereits die Laoten. Bier und Whisky fließen in Strömen. Dazu wird auch beim Essen ordentlich zugelangt. Auf dem benachbarten Schulgelände gibt es ein Karussell und Spiele für die Kleinen.

Vor dem Rennen werden lange Reden gehalten. Wir verstehen kein Wort, vermuten aber aufgrund der Mimik der Einheimischen, dass sie genauso langweilig wie bei vergleichbaren Events in Deutschland sind. Gott und der Welt wird für dieses und jenes gedankt, der Bessere mögen gewinnen, Fair Play auch im Sport und so weiter. Eine halbe Stunde später, die Sonne hat uns mittlerweile fast gebraten, geht es endlich los. Vom Reglement und Ablauf verstehen wir nichts, sehen aber einige interessante und sehr knappe Zieleinläufe.

Später begeben wir uns erneut zwischen die Stände. Es wird getanzt und gelacht und die Auswirkungen des Alkohols sind hier und da bereits deutlich sichtbar. Es ist einfach ein Volksfest, und das Rennen findet irgendwo am Rand statt. Wir setzen uns zwischen ein paar feiernde Laoten, lauschen Musik westlichen Ursprungs und trinken endlich auch unser erstes Bier.

Irgendwann ist das Rennen dann vorbei. Wer gewonnen hat, wissen wir nicht, und es kann uns auch niemand sagen. „Vermutlich wieder der Sieger vom letzten Jahr“, ist die konkreteste Antwort, die wir erhalten.

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