Myanmar: 5 Reiseziele, die dich beeindrucken werden

Für ein paar Monate war Lara Möllring mit dem Rucksack in Südostasien unterwegs. Die ersten Wochen verbrachte sie in Myanmar. Heute stellt sie dir die Highlights ihrer Reise vor.

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Eindrucksvolles Myanmar

Myanmar, das ehemalige Burma oder auch Birma, wird das Land der tausend Pagoden genannt. Vor Ort merkst du, dass dies eine starke Untertreibung ist. Denn allein in Bagan stehen über 4.000 Stupas. Auf jeder Busreise oder Bootsfahrt und sogar aus dem Flugzeug erblickst du überall vergoldete Spitzen, weiße und backstein-farbene Tempel, meditierende Buddha-Bildnisse und Klöster. Sie stehen auf Bergen, in Höhlen, auf Arealen und mitten in Landschaften, die unbevölkert scheinen.

Als Reisender betrittst du ein Land der Extreme. An den Sehenswürdigkeiten stellst du auf einmal fest, dass du für die Einheimischen selbst eine Attraktion bist. Manche fragen schüchtern, ob sie sich mit dir fotografieren lassen dürfen. Sie drücken einem Mönch ein Smartphone in die Hand und anschließend werden mit jedem aus der Gruppe je zwei Fotos gemacht. Du kannst dir sicher sein, dass jemand die Bilder einige Minuten später auf Facebook liked und kommentiert.

Obwohl Myanmar ein sehr armes Land ist, das lange von der Welt so abgeschottet war, ist es kein rückständiges Land. Burmesen sind gastfreundlich, an Besuchern interessiert und technikbegeistert. In den besseren Fernbussen hängen Fernseher – größer als in manchen europäischen Wohnzimmern – doch in Hotels sind Computer noch immer eine Seltenheit. Alles Wichtige wird am Telefon geregelt. Wer versucht, Myanmar in ein Raster zu stecken, wird scheitern. Am besten reist du einfach selbst hin und lässt dich von den Eindrücken einnehmen.

Meine schönsten Erlebnisse

Eine Heißluftballon-Fahrt über Bagan

Vor rund 1.000 Jahren begannen die Könige von Bagan, immer mehr Stupas zu bauen. Damals war die Gegend noch komplett bevölkert, und neben den Bauwerken standen die Hütten der Einheimischen. In den folgenden zweieinhalb Jahrhunderten entstanden rund 4.000 Pagoden.

Heute sind die Häuser schon lange weg. Doch von den Stupas steht noch mehr als die Hälfte. Viele wurden restauriert. Bei einigen lässt sich nur erahnen, wie sie früher ausgesehen haben könnten. Das Ganze erinnert an eine Geisterstadt, von der nur die religiösen Überreste geblieben sind.

Tagsüber ist es in Bagan extrem heiß, nachts kühlen die Temperaturen so stark ab, dass du lange Kleidung benötigst. Das führt dazu, dass sich morgens Nebelschwaden zwischen die Pagoden schlängeln. Es bildet sich eine mystische Kulisse, die du dir am besten von oben aus einem Heißluftballon anschauen kann.

Mir sind zwei Anbieter für Fahrten über Bagan bekannt. Das sind Oriental Ballooning und Balloons over Bagan, bei denen wir eine Fahrt gebucht haben. Es ist zwar sehr teuer, aber das sind Ballon-Fahrten überall auf der Welt. Wir dachten uns, wo sollen wir das Geld investieren, wenn nicht hier? Um 5:30 Uhr morgens wurden wir vom Hotel abgeholt. Wir sahen den Sonnenaufgang hinter den von Nebenschwaden umgebenen Pagoden. Ein unvergessliches Erlebnis!

Die Höhlen von Hpa-An

Hpa-An ist eine Stadt im Südosten, die du zum Beispiel mit dem Bus aus Yangon, Bago oder Mawlamyine gut erreichen kannst.

Myanmar ist ein buddhistisch geprägtes Land. In den Höhlen befinden sich Buddha-Statuen, Stupas und Steinreliefs mit vielen kleinen Buddha-Bildern. Am besten hat mir die Ya Thae Pyan Höhle gefallen. Eine Felsöffnung im oberen Teil versorgt sie mit Sonnenlicht und strahlt auf den goldenen Stupa mitten auf dem Höhlen-Plateau herab.

Die Höhle bekommt aber nicht nur menschliche Besucher. Da der Fels bewachsen ist, turnen hier viele Affen um einen herum. Doch Achtung, sie wollen deine Kamera!

Es ist ein lustiger, kleiner Zirkus. Die Tiere springen auf Tuk Tuks, Autos, hangeln sich von Buddha-Statue zu Buddha-Statue und bringen gut Spaß in die Besichtigung.

Insgesamt habe ich an Hpa-An die schönsten Erinnerungen. Unser Hotel war etwas außerhalb der Stadt, wo keine Straßen, sondern rote Sandwege sind. Hier erlebst du das ursprüngliche Myanmar. Die Einwohner leben in Holzhäusern auf Stelzen und drehen sich immer verwirrt um, wenn sie ein westliches Gesicht erblicken. Es war ein ruhiger kleiner Ort am See, fernab von den Abgasen der Großstadt.

Bago

Nicht weit von Hpa-An liegt die kleine Stadt Bago. Sie bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten auf engstem Raum. Wir haben uns nicht alle davon angesehen, da wir nicht allzu viel Zeit mit Sightseeing verbringen wollten.

Einen Besuch wert sind vor allem die Klöster. Das bekannteste ist vermutlich das Kha Khat Wain Kyaung Kloster. Besonders zur Essenszeit gegen 11 Uhr vormittags kommen Touristen her, um den Mönchen bei der letzten Mahlzeit am Tag zuzusehen. Wir haben uns das nicht angeschaut, sondern sind ins Kloster gekommen, als niemand mehr da war.

Der Komplex ist lichtdurchflutet, weil die Gänge nur von Säulen gehalten werden. Diese sind gold, grün und rot bemalt. Das Kloster macht einen netten und entspannten Eindruck. Kleine Straßenhunde wimmeln um einen herum. Die Mönche sind freundlich und zurückhaltend gegenüber Besuchern.

Beeindruckend fand ich auch die Kyaung Pun Four Figures Pagode. Vier riesige Buddha-Statuen sitzen mitten in der Landschaft am Ende eines Weges. Davor weiden Kühe. Touristen haben wir hier weit und breit nicht gesehen.

Es gibt außerdem zwei sehr bekannte liegende Buddhas. Einer befindet sich in einer großen Halle, in der sich extrem viele Touristen tummeln. Hier gibt es eine Kamera-Gebühr und offiziell benötigst du ein Bago-Sightseeing-Ticket, das wir allerdings nicht hatten. Wir wussten gar nicht, dass man es für den liegenden Buddha benötigt. Das haben wir erst im Nachhinein erfahren. Kontrolliert wurden wir nämlich nicht.

Der andere Buddha liegt mitten in der Landschaft, und du musst gar nichts bezahlen. Die Verteilung war mir nicht klar. Denn der liegende Buddha in der Halle war in meinen Augen ziemlich uninteressant, während der hinter dem See an Schönheit kaum zu überbieten ist. Hier waren außer uns maximal vier andere Besucher.

Inle Lake

Stefan hat bereits einen ausführlichen Artikel über den Inle-See geschrieben. Ich auch. Auf einem Longtailboot kannst du dich einen halben Tag über das kühle Gewässer schippern lassen.

Der Inle Lake ist der zweitgrößte See in Myanmar und beherbergt 507 Dörfer. Wenn du noch nie Stelzenhäuser gesehen hast, besteht hier die beste Möglichkeit. Denn ohne geht es nicht. Wohnhäuser, Fabriken, Restaurants und selbst Pagoden stehen auf dem Wasser. Die Häuser sind durch Brücken miteinander verbunden. Die meisten Menschen haben ein Ruderboot. Im See waschen die Anwohner ihre Wäsche, gehen Fischen und bauen Nahrung sowie Lotus an. Diesen nutzen sie zur Produktion von Kleidung, die deutlich teurer ist als Seide.

International bekannt ist der Inle Lake für seine Einbeinruderer. Die jungen Männer stellen sich mit einem Bein ganz hinten auf ihr Boot. Sie klemmen ihr Ruder zwischen ihr anderes Bein und halten es mit einem Arm fest. Den anderen nutzen sie zum Fischen. Dieses unglaubliche Koordinationstalent hat mich total ins Staunen versetzt.

U-Bein-Brücke in Amarapura

Die längste Teakholzbrücke der Welt ist 1,2 km lang. Wer den Lonely Planet für Südostasien hat, sieht sie bereits auf dem Cover und weiß, warum dieser Ort einen Besuch wert ist. Die U-Bein-Brücke erlaubt einen Blick auf den schönsten Sonnenuntergang in Südostasien. Der Himmel färbt sich rot. Die Sonne spiegelt sich im Wasser. Die weißen und Teak-braunen Stelzen färben sich mattschwarz. Die Landschaft in der Ferne lässt sich durch einen Dunst erahnen.

Wer sich jedoch nur den Sonnenuntergang anschaut, verpasst das tägliche Treiben auf der Brücke. Sie wird von Anglern, Mönchen und natürlich den Einwohnern Amarapuras als Weg über den See genutzt. Hier halten Gelehrte und Mönche ein Schwätzchen. Unten bauen Farmer Gemüse an. Fischer stehen voll bekleidet im See und warten auf den Fang. Amarapura ist ein paar Kilometer südlich von Mandalay. Du erreichst die kleine Stadt mit dem Taxi, Fahrrad oder mit dem Bus.

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