Yangon: Shwedagon – die schönste Pagode der Welt

Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein. Aber in der Kategorie Pagoden/Stupas lege ich mich fest: Die Nummer 1 steht in Myanmar.

Vielleicht eine kleine Information vorab: Auch wenn ich mir in Südostasien schon mehr Tempel und religiöse Bauwerke als Kirchen in Europa angesehen habe, ist Tempel-Hopping nun nicht gerade meine größte Leidenschaft. Meist lasse ich für einige Minuten die Gesamtatmosphäre auf mich wirken, atme den Duft der Räucherstäbchen und finde das für eine gewisse Zeit schön. Anschließend geht es dann aber recht schnell wieder weiter. Nur selten verliere ich mich in Details.

In Yangon ist es anders. Schon aus der Luft, beim Landeanflug auf die ehemalige Hauptstadt Myanmars, beeindruckt mich die glitzernde Anlage, die praktisch sämtliche Gebäude der Stadt überragt. Tagsüber spiegelt sich die Sonne auf der goldenen Pagode, abends sorgt die Beleuchtung dafür, dass sie weiterhin über allem strahlt.

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Von überall sichtbar: Die Shwedagon-Pagode

 

Welch ein Kontrast

Vielleicht wurde das Wort Gegensatz für Yangon erfunden. Hier schmutzige Fassaden und baufällige Wohnhäuser, dort Gold und Diamanten. Hier die Straßen, die nachts so dunkel sind, dass die Gefahr besteht, in ein Loch zu fallen, weil viele Gullis keine Deckel haben, dort Shwedagon im Scheinwerferlicht.

Darüber hinaus ist die Pagode ein guter Orientierungspunkt, denn sie ist fast von überall zu sehen. Immer wieder ergeben sich bei einer Fahrt durch die Stadt neue, interessante Anblicke.

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Aufzug statt Treppe

An der Anlage angekommen, führen vier überdachte Treppen auf die Plattform, auf der die Pagode steht. Wir müssen jedoch zu einem Touristen-Eingang. Hier werden der Eintritt bezahlt und die Schuhe abgegeben, bevor es mit einem Aufzug hinaufgeht.

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Überdachte Treppen führen hinauf.

Oben eröffnet sich dann eine neue Welt. Nie habe ich etwas Vergleichbares gesehen. Das wichtigste Heiligtum der Buddhisten in Myanmar wirkt wie eine Phantasiewelt. Es ist nicht nur die im Mittelpunkt stehende, komplett mit Gold überzogene Pagode. Auch die vielen Gebäude und Tempel drumherum sind an Schönheit kaum zu überbieten. Alle paar Meter gibt es etwas zu entdecken. Auf dem Boden sitzen betende Pilger, Gesang und der Duft von Räucherstäbchen liegen in der Luft. Überall bewegen sich Gruppen von Mönchen, manche alt und gebrechlich, andere noch im Kindesalter, von denen einige, im unbeobachteten Moment, fröhlich zu uns herüberwinken. Wir laufen langsam umher und genießen die Atmosphäre. Wie viel Zeit wir letztlich dort oben verbringen, weiß ich nicht.

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Gesamtkunstwerk

Ich habe mir jetzt erspart, alle unglaublichen Zahlen und Werte aufzuschreiben, die ich auch nur von Wikipedia oder aus Reiseführern kenne. Zum Beispiel wie viele Tonnen Gold, wie viele Diamanten und wie viele Quadratmeter Marmor hier verbaut wurden. Denn selbst wenn jeder einzelne Aspekt sicher einen Artikel wert wäre, das Faszinierende ist die Shwedagon Pagode als Gesamtkunstwerk. Sie eines der schönsten Ziele in Myanmar.

Vielleicht können euch die nachfolgenden Bilder zumindest einen Eindruck vermitteln. Und wenn es noch etwas dauert, bis ihr selbst mal hinkönnt, klickt doch mal auf AirPano. Dort gibt es sieben 360-Grad-Panoramen, die recht gut darstellen, was eigentlich nicht in Worte zu fassen ist.

 

Bilder der Shwedagon-Pagode:

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Die mit Diamanten besetzte Spitze

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Welches religiöse Bauwerk in Südostasien gefällt euch am besten?

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 20. November 2013. Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2016.

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