Hausmittel & Co.: Was hilft auf Reisen gegen Sonnenbrand?

Je nach Klima und Intensität der Sonne kann es schnell passieren, dass auch das gewissenhafteste Eincremen nicht ausreicht und du vom Sonnenbrand überrascht wirst. Damit dieser dich nicht gleich für mehrere Tage einschränkt, haben wir hier einige Tipps für dich, die dir bei der Linderung und Behandlung helfen können.

In einem unserer früheren Artikel haben wir einige Tipps für dich zusammengefasst, die dir dabei helfen, deine Südostasien-Reise möglichst ohne Sonnenbrand zu überstehen. Wenn du jedoch stattdessen auf dieser Seite hier angekommen bist, dürfte es für solche Ratschläge wohl schon zu spät sein. Deshalb folgen hier einige Tipps für den verbrannten Ernstfall.

Was hilft bei Sonnenbränden?

Ganz egal, ob man erfahrene Reisende oder Dermatologen um Rat fragt: Als wirksame Methode gegen einen Sonnenbrand wird immer die “K-T-C”-Regel empfohlen. Hinter den Abkürzungen verbergen sich sehr naheliegende Begriffe: Kühlen, Trinken, Cremen.

1. Kühlen

Der erste, offensichtlichste Schritt: raus aus der Sonne. Sonnenbrände entstehen zwar häufig erst bis zu sechs Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne, meistens machen sich erste kleinere Symptome (z. B. leichtes Jucken) aber schon frühzeitig bemerkbar.

Wenn du von der Sonne stark aufgeheizt bist, solltest du sicherheitshalber einige Zeit abwarten – anschließend helfen eine kühle Dusche und das Aufhalten in einem gekühlten Raum dabei, deiner gereizten Haut eine gewisse Grundabkühlung zu verschaffen. Je nachdem, welche Körperstellen genau betroffen sind, helfen auch ein nasses T-Shirt oder kühle Umschläge.

Ein wenig mehr Vorsicht ist jedoch geboten, wenn es an kältere Hilfsmittel geht: Coolpacks, Eiswürfel und Co. mögen im ersten Moment wie die bestmögliche Lösung wirken, sollten dabei aber immer in ein Handtuch oder dickes T-Shirt eingewickelt werden.

Da die “verbrannte” Haut sich selbst nicht mehr ausreichend gegen die Kälte schützen kann, steigt ohne Schutzschicht auch das Risiko für Erfrierungen, was letztendlich auch die Hautreizungen nur weiter verschlimmert.

2. Trinken

Kein Sommer-Ratgeber ohne den ständigen Hinweis darauf, genügend zu trinken. Im Fall eines Sonnenbrands ist dieser Tipp aber noch wichtiger als ohnehin schon: Der Körper hat einen höheren Flüssigkeits- und Mineralbedarf, da die erhöhte Temperatur der Haut zwangsläufig einen starken Wasserverlust auslöst.

Genügend Flüssigkeit (Wasser, kalter Tee, dünn gemischte Fruchtschorlen) zu liefern, unterstützt nicht nur die Hautregeneration selbst, sondern hilft gleichzeitig auch dabei, Kreislaufproblemen möglichst effektiv vorzubeugen.

Wichtig: Je nachdem, in welchem Land du dich gerade befindest, solltest du womöglich vorsichtig mit dem Leitungswasser sein.

3. Cremen

Natürlich geht ein Sonnenbrand bis zu einem gewissen Stadium mit der Zeit auch von selbst zurück – diesen Prozess mit Cremes, Gelen oder Lotionen zu unterstützen, hilft aber nicht nur dabei, Schmerzen und Juckreiz zu lindern, sondern kann auch dafür sorgen, dass erst gar keine Entzündung entsteht.

Welche Mittel hier am besten für die Reiseapotheke geeignet sind, hängt immer auch vom Stadium des Sonnenbrands ab. Wirkstoffe wie Dexpanthenol oder Panthenol fördern beispielsweise die Wundheilung – Hydrocortison-Cremes können hingegen zur Entzündungshemmung beitragen. Beides lässt sich auch rezeptfrei bei Online-Apotheken wie mycare.de bestellen. Ergänzend können die “klassischen” Schmerzmittel mit Ibuprofen oder Diclofenac dabei helfen, dass erst gar keine Entzündung entsteht.

Auch einige After-Sun-Produkte haben eine leicht entzündungshemmende Wirkung – bei der Auswahl solltest du aber vorsichtig sein. Das Problem: Viele der Produkte enthalten komedogene Stoffe (z. B. Öle, Fette, Silikone), die die Poren der Haut verstopfen können. Dadurch kommt es zum sogenannten “Okklusionseffekt”: Die Haut wird gewissermaßen versiegelt und es ist kein richtiger Feuchtigkeitsaustausch mehr möglich.

Häufig entstehen dadurch noch stärkere Reizungen und kleine Pusteln auf der bereits überempfindlichen Haut. Bei der Auswahl solltest du also darauf achten, dass die After-Sun-Produkte keine komedogenen Stoffe (auch keine Parfüm- oder Duftstoffe), keine Konservierungsstoffe (z. B. Triclosan) und auch keine anderen schädlichen Zusatzstoffe enthalten.

Welche Hausmittel helfen gegen Sonnenbrand?

Wie so oft gilt: Grundsätzlich spricht wenig dagegen, bestimmte Hausmittel auszuprobieren – du solltest nur keine zu große Wirkung erwarten. Insbesondere Quark- oder Joghurt-Umschläge können angenehm kühlen und sind dadurch so etwas wie eine “Akutlösung”.

Das Problem an der Hausmittel-Thematik: Im Internet häufen sich Tipps, bei denen beispielsweise Zitronensaft oder Apfelessig als regelrechte Wundermittel gegen Sonnenbrände angepriesen werden. Experten raten jedoch strikt davon ab: Auch wenn sie die Schmerzen lindern können, sind starke Hautreizungen bei diesen Mitteln keine Seltenheit – insbesondere dann, wenn die Haut bei stärkeren Sonnenbränden bereits “offen” ist.

Ganz grundsätzlich gilt: Sowohl der “K-T-C”-Ansatz als auch Hausmittel wie Quark haben natürlich ihre Grenzen. Stärkere Sonnenbrände sollten professionell behandelt werden. Einerseits, um stärkere Entzündungen richtig entgegenzuwirken. Andererseits, um möglichen Folgeschäden für die Haut vorzubeugen.

Frei verkäufliche Mittel und Medikamente wirken nur bis zu einem gewissen Grad – bei sehr starken Sonnenbränden sind häufig verschreibungspflichtige Cortison-Cremes oder Tabletten nötig.

Während Symptome wie starke Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle auf einen Sonnenstich bzw. Hitzeschlag hindeuten können, sind auch Blasen auf der Haut ein deutliches Warnzeichen: In diesem Fall solltest du dich dermatologisch beraten lassen. Durch die vielen Angebote aus der Tele-Medizin geht das mittlerweile zum Glück auch einfach von unterwegs – ganz egal, wo in Südostasien du dich gerade befindest.

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