Das echte Thailand für wenig Geld: 6 günstige Provinzen abseits des Massentourismus
Überfüllte Strände und hohe Preise? Es geht auch anders! Wir zeigen dir 6 wunderschöne thailändische Provinzen, in denen du das Land noch ganz authentisch und für wenig Geld erleben kannst – von unberührten Inseln im Süden bis hin zu malerischen Berglandschaften im Norden.
Jedes Jahr steuern die meisten Thailand-Reisenden dieselben Ziele an. Wir geben zu, dass auch wir unsere Favoriten haben. Das sind Orte, an die wir immer wieder gerne zurückkehren und weiterempfehlen. Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass viele der beliebten Touristenhotspots in der Hochsaison inzwischen wahnsinnig überlaufen und auch teuer sind.
Dabei gibt es in Thailand immer noch Geheimtipps und Regionen, in denen du kaum anderen Touristen begegnest. Hier kannst du den ursprünglichen Alltag erleben und eine Seite des Landes entdecken, die du auf Instagram & Co. selten siehst. Ein riesiger Vorteil sind die Preise: Oft zahlst du für Unterkunft, Essen und Ausflüge nur einen Bruchteil dessen, was in den touristischen Hochburgen üblich ist.
In diesem Artikel zeigen wir dir, warum sich ein Abstecher abseits der thailändischen Hotspots so lohnt. Wir verraten dir, worauf du dich bei Transport, Internet und medizinischer Versorgung einstellen solltest und wie du diese Punkte ganz entspannt angehst – auch ohne Social Media. Außerdem stellen wir dir sieben Regionen vor, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen und gerade deshalb eine Reise nach Thailand wert sind.
Warum sich Thailand abseits der Hotspots lohnt
Bangkok, Chiang Mai, Phuket, Koh Samui oder Krabi – das sind die Orte, die einem zuerst einfallen, wenn man an Thailand denkt. Entscheidest du dich gegen diese Orte, weil sie dir zu überlaufen und zu teuer sind, stehst du vor der Frage, wohin du stattdessen reisen könntest. Zum Glück hat Thailand weit mehr zu bieten als die immer gleichen Postkartenmotive. Es lohnt sich, einige dieser Ziele genauer unter die Lupe zu nehmen.
Authentisches Thailand statt Tourismus-Bubble
Abseits der Hotspots erlebst du echten Alltag statt einer touristischen Parallelwelt. Du besuchst Märkte, auf denen vor allem Einheimische einkaufen, statt Souvenirs „Made in China“. Restaurants ohne mehrsprachige Speisekarte, dafür mit Gerichten, die wirklich zur Region gehören. Weniger Neonschilder, keine Pingpong-Shows und kein aufgesetztes Bühnenbild für Touristen – dich erwartet das echte Thailand.
Platz und Ruhe statt Trubel
Wenn du die beliebten Inseln und Strände meidest, kannst du dich auf Ruhe freuen. Keine überfüllten Aussichtspunkte, an denen du dich für ein Foto anstellen musst – und wenn, dann teilst du sie höchstens mit thailändischen Touristen. Tempel sind Orte der Ruhe und Einkehr und keine Kulisse für Selfies. Auch auf ewig lange Wartezeiten kannst du verzichten. Dazu gibt es Strände ohne Beachbars und Feuershows, aber dafür mit ganz viel Platz. Hier musst du garantiert nicht morgens um 6 Uhr aufstehen, um dir eine Liege zu reservieren!
Günstiger reisen
In touristischen Zentren sind die Preise für Unterkünfte, Essen und Ausflüge oft an das internationale Preisniveau angepasst. Ein einfaches Gericht kostet dort schnell das Dreifache dessen, was Einheimische zahlen. In den weniger bereisten Regionen sieht das anders aus: Dort zahlst du meist die Preise, die auch für Thais gelten. Das merkst du bei jeder Mahlzeit, jeder Übernachtung und jedem Ausflug.
Hinzu kommt, dass das allgemeine Preisniveau abseits der Großstädte und bekannten Inseln ohnehin niedriger ist. Selbst wenn du wolltest, findest du oft gar nicht die Möglichkeiten, viel Geld auszugeben. Anstelle eines Matcha-Lattes für 150 Baht oder einer Cocktailbar mit Meerblick gibt es einen Streetfood-Stand und ein einfaches Guesthouse. Am Ende gibst du weniger aus – nicht, weil du bewusst sparst, sondern weil sich das Angebot ganz automatisch dem lokalen Niveau anpasst.
Lokale Wirtschaft stärken
Wenn dir nachhaltiges Reisen wichtig ist, solltest du darauf achten, dass möglichst viel von deinem Geld im Land bleibt. Das ist in den Touristenhochburgen jedoch nicht immer einfach, denn es gibt zahlreiche internationale Ketten, sowohl beim Essen als auch bei den Unterkünften. Ein Teil der Einnahmen fließt ins Ausland ab und bleibt nicht in Thailand.
Anders sieht es aus, wenn du familiengeführte Unterkünfte wählst, auf regionalen Märkten einkaufst und in kleinen Restaurants isst. Wenn du abseits der ausgetretenen Touristenpfade reist, dann sind diese viel einfacher zu finden als internationale Ketten und Resorts mit ausländischen Besitzern.
Besonders wichtig: Feilsche dabei nicht um jeden Baht! Was für dich nur wenige Cent sind, kann für die Menschen vor Ort einen echten Unterschied machen. So kommt dein Reisebudget auch wirklich dort an, wo es gebraucht wird.
Gut vorbereitet zu Thailands Geheimtipps
Abseits der Touristenhotspots zeigt sich Thailand von seiner ursprünglichen Seite. Hier läuft das Leben in einem eigenen Rhythmus, der vom Alltag der Menschen vor Ort und nicht vom Tourismus geprägt ist. Das ist einer der großen Vorteile. Wenn du die Hotspots ignorierst, bringt das aber auch die eine oder andere Herausforderung mit sich.
Es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest, bevor du dich auf den Weg machst. So weißt du genau, worauf du dich einstellst, und kannst die Region ganz entspannt genießen.
Transport
Zwischen den bekannten Reisezielen gibt es oft direkte Verbindungen, die im Land mit dem Bus, der Bahn oder dem Flieger reibungslos funktionieren. Abseits davon sind die Wege meist länger und du musst manchmal mehrere Etappen zurücklegen, um ans Ziel zu kommen.
Inlandsflüge sind für weite Strecken immer noch die schnellste Option. Thailand verfügt über ein dichtes Flughafennetz mit sechs großen und 28 regionalen Flughäfen, von denen sich viele fernab der Hotspots befinden.
Zudem sind Nachtzüge eine bequeme und günstige Alternative für längere Strecken. Von Bangkok aus fahren Schlafwagenzüge unter anderem nach Chiang Mai, Ubon Ratchathani, Nong Khai und Hat Yai. Wer bis an die Grenze zu Malaysia möchte, kann sogar bis Sungai Kolok durchfahren, was die längste Strecke im Netz ist. Ein riesiger Vorteil: Du sparst dir eine Übernachtung!
Für das höchste Maß an Flexibilität lohnt sich ein Mietwagen. Damit erreichst du auch Orte, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich zu erreichen sind, und bist unabhängig von Fahrplänen. In größeren Städten und an den Flughäfen findest du internationale und lokale Autovermietungen.
Wichtig: Du brauchst einen internationalen Führerschein.
Auf vielen der größeren Inseln musst du bereits auf bequeme Optionen wie Grab verzichten. Stattdessen gibt es vielerorts die beliebten Songthaews: umgebaute Pick-ups mit zwei Sitzbänken, die als Sammeltaxis fungieren. Sie fahren in den meisten Städten und Regionen auf mehr oder weniger festen Routen und sind eine günstige Alternative für kurze Strecken.
Zudem kannst du auch Tuk-Tuks nutzen, die sich für kurze Distanzen eignen. Je nach Ort oder Insel handelt es sich dabei um ein Motorrad mit Beiwagen, das auch Saleng genannt wird. Der Preis wird in der Regel vorher ausgehandelt.
Tipp unserer Autorin: Wenn ich mir nicht sicher bin, was für eine Strecke angemessen ist, frage ich meistens vorher bei meiner Unterkunft nach, sodass ich, wenn nötig, entsprechend verhandeln kann.
In vielen Regionen findest du außerdem Motorbike-Taxis, erkennbar an den nummerierten Westen der Fahrer. Wenn du selbst fahren möchtest, kannst du dir natürlich fast überall einen Roller leihen. Auch hier musst du auf den entsprechenden Führerschein und eine ordentliche Versicherung achten.
Internet, Kommunikation und Sprache
Abgelegen heißt heute zum Glück nicht mehr automatisch offline. In den meisten Regionen Thailands bekommst du auch fernab der Hotspots eine stabile Mobilfunkverbindung; ob du das willst, ist eine andere Frage. Willst du dich nicht aufs WLAN verlassen, dann holst du dir am besten eine lokale SIM-Karte oder eine eSIM, sodass du unterwegs erreichbar bleibst. Du kannst vorher einsehen, welches Netzwerk wo am besten ist.
Für die Verständigung vor Ort reicht Internet allein nicht. Du wirst merken, dass die Menschen weniger Englisch sprechen, je weiter du dich von den touristischen Zentren entfernst. Was hilft, ist, deine eigenen Thai-Kenntnisse aufzufrischen, eine gute Übersetzungs-App und etwas Geduld und Humor, sodass du dich auch ohne gemeinsame Sprache verständigen kannst.
Medizinische Versorgung
In den großen Touristenorten gibt es internationale Privatkliniken mit englischsprachigem Personal. Abseits davon sieht die medizinische Versorgung anders aus. Die Kliniken sind kleiner und nicht überall wird Englisch gesprochen. Auf deutschsprachiges Personal musst du ganz verzichten.
Für kleinere Beschwerden reicht das völlig aus, bei größeren gesundheitlichen Anliegen solltest du jedoch wissen, wo die nächste größere Klinik liegt. Unverzichtbar ist auch eine gute Reiseversicherung wie die der HanseMerkur, die im Ernstfall deinen Rücktransport oder die Überführung nach Bangkok etc. übernimmt.
Verweilen statt eilen
Wenn du in kurzer Zeit viele Orte abhaken willst, musst du dich darauf einstellen, einen großen Teil der Reise im Transit zu verbringen. Das kostet in der Regel Zeit, Nerven und Geld. Wenn du ständig weiterziehst, packst du abends schon wieder die Koffer und hast kaum Zeit, an einem Ort wirklich anzukommen, geschweige denn, ihn kennenzulernen.
Wenn du dir stattdessen an weniger Orten mehr Zeit nimmst, sparst du dir Transfers und kannst eine Region wirklich kennenlernen. Du entdeckst Ecken, die auf keiner Karte verzeichnet sind, findest dein Lieblingscafé und kommst mit den Menschen vor Ort ins Gespräch, statt nur durchzureisen. Auch der Rhythmus der Reise verändert sich. Anstatt jeden Tag neu zu planen, kannst du dich einfach treiben lassen.
Gleichzeitig bleibt mehr von deinem Reisebudget vor Ort, statt in Fahrtkosten zu verpuffen. Restaurants, Unterkünfte und kleine Anbieter profitieren von Gästen, die länger bleiben, statt nur eine Nacht zu buchen und weiterzuziehen. So reist du auch nachhaltiger.
Rundreisen voller Geheimtipps
Wenn du nicht alles selbst organisieren möchtest, bist du bei uns genau richtig. Bei uns auf Faszination Südostasien findest du Thailand-Rundreisen, die dich auch in weniger bekannte Regionen bringen. Dabei musst du dich um Transport, Unterkunft oder Logistik nicht selbst kümmern.
Wir können die Touren individuell auf deine Wünsche zuschneiden und dir natürlich auch Vorschläge machen, wenn du noch gar nicht genau weißt, was du dir wünschst. So bekommst du genau die Regionen und Erlebnisse, die zu dir passen. Das Praktische dabei: Abgelegenere Ziele, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur umständlich zu erreichen sind, lassen sich problemlos in die Reise einbauen. Wir kümmern uns um die Planung und deine Transfers, sodass du dich ganz auf Land und Leute konzentrieren kannst!
6 Orte in Thailand abseits der Hotspots
Haben wir dich überzeugt, Phuket und Koh Phangan auf deiner nächsten Thailandreise ausnahmsweise mal zu ignorieren? Dann bleibt jetzt nur noch eine Frage: Wohin soll die Reise stattdessen gehen? Wir stellen dir sieben Orte und Regionen vor, die sich abseits der ausgetretenen Pfade befinden und trotzdem gut erreichbar sind. Jede davon hat ihren eigenen Charakter – von ruhigen Seen über Bergdörfer bis zu einsamen Inseln.
Trang: Essen, südthailändisches Stadtleben & Andamanen-Inseln zum fairen Preis
Trang ist die kulinarische Überraschung des Südens, denn hier treffen chinesische, malaysische und thailändische Küche aufeinander. Und dazu Preise, die du an der Andamanenküste sonst kaum findest. Neben Essen gibt es hier fantastische Ausflugsziele wie die Tham-Le-Khao-Kob-Höhle, den Thung Khai Botanical Garden mit Skywalk und den Aussichtspunkt am Wat Khao Phra Yod. Alle befinden sich in einem Umkreis von einer Autostunde.
Zudem ist Trang der ruhigere Ausgangspunkt für die Inseln der südlichen Andamanensee. Anstatt von Krabi oder Koh Lanta aus zu starten, erreichst du von Trang aus Inseln wie Koh Mook oder Koh Lipe zu einem Bruchteil der sonst üblichen Fährpreise – und das ganz ohne den Trubel der bekannteren Ablegehäfen.
So kommst du nach Trang: Es gibt einen eigenen Flughafen und einen Bahnhof mit Verbindungen von/nach Bangkok sowie einen Hafen für die Weiterfahrt zu den Inseln.
Nakhon Si Thammarat: einsame Strände, rosa Delfine & der Khao Luang Nationalpark
Nakhon Si Thammarat liegt an der Golfküste und ist eine ruhigere Alternative zu den Inseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao. Anstelle von Inseltrubel erwarten dich hier einsame Strände und kaum erschlossener Tourismus. In der Stadt selbst lohnt sich ein Besuch der bedeutenden Tempelanlage Wat Phra Mahathat Woramahawihan. Es handelt sich um einen der ältesten buddhistischen Tempel Thailands mit einem 74 Meter hohen Chedi sowie 173 kleineren Chedis im Innenhof. Sehenswert ist auch der ungewöhnliche Wat Chedi Ai Khai, auch „Hühnertempel“ genannt.
Etwas außerhalb der Stadt liegt der Khao-Luang-Nationalpark mit dem zweithöchsten Berg Thailands, beeindruckenden Kalksteinklippen, Wasserfällen und einer artenreichen Tierwelt. Besonders beliebt ist das nahe Khanom. Bei einer frühmorgendlichen Bootstour kannst du mit etwas Glück seltene rosa Delfine sehen, die im Golf von Thailand leben. Wenn du dich für Landwirtschaft und Kulinarik interessierst, findest du in der Region außerdem malerische Reisfelder und mit Khao Song Dung eine lokale Spezialität, die es nur hier gibt.
So kommst du nach Nakhon Si Thammarat: Die Stadt hat einen eigenen Flughafen mit Direktflügen von Bangkok und Chiang Mai. Alternativ erreichst du sie mit dem Nachtbus oder Nachtzug von Bangkok. Vor Ort kommst du am besten mit einem Mietwagen von A nach B.
Phatthalung: Reisfelder, Thale Noi See & ländliches Südthailand
Phatthalung ist die naturbelassene Alternative zu einem reinen Strandurlaub rund um Krabi. Auf einer rund zweistündigen Bootsfahrt über den Thale Noi See, den größten Binnensee Thailands, entdeckst du Lotusfelder, Schilfgräser und mehr als 180 Vogelarten. Am besten startest du die Tour noch vor Sonnenaufgang, wenn die Vogelwelt am aktivsten ist.
Auf dem Weg dorthin lohnt sich ein Stopp am Tham-Sumano-Höhlentempel mit seinen beeindruckenden Stalagmiten und Stalaktiten sowie am Khao-Khram-Wasserfall, wo du dich abkühlen kannst. Nicht weit vom See entfernt liegt das historische Häuserensemble Wang Chao Muang aus der Zeit der früheren Provinzherrscher. Es ist teils aus Holz auf Stelzen, teils ebenerdig aus Stein gebaut. In einem gemeinschaftlichen Handwerkszentrum kannst du zusehen, wie Dorfbewohner aus dem lokalen Schilf Krajood traditionelle Produkte herstellen und verkaufen.
So kommst du nach Phatthalung: Entweder fährst du von Krabi aus mit dem Minibus (die Fahrt dauert etwa drei Stunden) oder du fährst mit dem Mietwagen.
Ranong: heiße Quellen, Regenwald & Inselidylle auf Koh Phayam
Die Stadt Ranong liegt an der Grenze zu Myanmar und ist der Ausgangspunkt für die vorgelagerte Insel Koh Phayam. Sie ist eine ruhige Alternative zu den bekannteren Andamaneninseln wie Phuket oder Koh Lanta. Auf Koh Phayam gibt es keine großen Hotelanlagen, da hier nicht höher als zwei Stockwerke gebaut werden darf. Dafür erwarten dich autofreie Strände wie der Aow Yai Beach, entspanntes Inselleben und viel unberührte Natur mit Kautschukwäldern und Dschungel.
In der Stadt Ranong selbst lohnt sich ein Besuch im Raksawarin Public Park. Dort sprudeln natürliche heiße Quellen mit bis zu 65 °C aus dem Boden. Sie sind frei von Schwefel und laut offizieller Angabe die einzigen dieser Art in Thailand. Ranong ist zudem von dichtem Regenwald umgeben, unter anderem im Namtok-Ngao-Nationalpark. Das hat der Provinz ihren Ruf als eine der grünsten Regionen Thailands eingebracht.
Ranong ist neben Khao Lak und Phuket außerdem einer der Abfahrtshäfen für mehrtägige Tauchsafaris zu den Similan- und Surin-Inseln.
So kommst du nach Ranong: Es gibt einen eigenen Flughafen sowie Busverbindungen von größeren Touristenorten wie Bangkok, Phuket oder Krabi.
Nan: Tempel und Berge – die ruhige Alternative zu Chiang Mai
Nan gilt als das neue Pai und somit als ruhige Alternative zu Chiang Mai und Chiang Rai. Die Provinz war viele Jahrhunderte lang unabhängig und nur locker mit dem benachbarten Laos verbunden, bevor sie im Jahr 1932 endgültig zu einer siamesischen Provinz wurde. Diese eigenständige Geschichte spiegelt sich bis heute in der Architektur der Altstadt wider.
Dort warten mehrere sehenswerte Tempel. Im Wat Phumin sind die berühmten Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Sie sind besonders für eine eindrucksvolle Szene mit einem flüsternden Paar bekannt. Außerdem gibt es dort eine ungewöhnliche Buddhastatue, die in alle vier Himmelsrichtungen blickt. Der Wat Chang Kham beeindruckt mit seinem goldenen Chedi, der von 24 Elefanten getragen wird. Er beherbergt zudem die größte buddhistische Bibliothek Thailands. Vom Wat Phra That Khao Noi aus hast du am späten Nachmittag einen beeindruckenden Blick über die Stadt.
Nan ist von Bergketten, Flusstälern und den farbenfrohen Bergvölkern der gleichnamigen Provinz an der Grenze zu Laos umgeben. Das hiesige Kunsthandwerk und die beliebten Klebreisgerichte gelten inzwischen auch in Bangkok als trendig.
So kommst du nach Nan: Du erreichst Nan mit dem Bus von Bangkok aus. Vor Ort kommst du allerdings nicht wirklich gut ohne Mietwagen oder Motorrad herum.
Sakon Nakhon: Seen, Phu-Phan-Landschaft & Indigo-Handwerk
Sakon Nakhon liegt im Isan, der Nordostregion Thailands, und gilt als eine der am wenigsten entdeckten Regionen des Landes. Die Stadt liegt direkt am Nong Han Lake, dem größten natürlichen See dieser Region, und ist von den Hügeln des Phu-Phan-Gebirges umgeben. Rund um den See laden Parks und Wanderwege zu ruhigen Spaziergängen ein, während in den Wäldern und Bergen des Phu-Phan-Nationalparks noch echte Wildnis wartet.
Kulturell ist die Provinz vor allem für ihr traditionelles Indigo-Handwerk bekannt. Die mit der einheimischen Indigopflanze „Kram” gefärbten Stoffe gelten als Ursprung der thailändischen Indigo-Mode und werden bis heute in der Region von Hand gefertigt. Sehenswert sind außerdem der Wat Phra That Choeng Chum, ein bedeutender Wallfahrtsort mit einem markanten Chedi, sowie das jährliche Wachsschloss-Festival zum Ende der buddhistischen Fastenzeit, das meist im Oktober stattfindet. Dabei werden kunstvolle Wachsskulpturen durch die Straßen getragen.
So kommst du nach Sakon Nakhon: Es gibt einen eigenen Flughafen mit Verbindungen nach Bangkok. Vor Ort kannst du dich mit Songthaews, Tuk-Tuks oder einem gemieteten Roller bzw. Auto fortbewegen.