Die besten Touren von Bukittinggi: das Harau Valley und der Maninjau See

Wer es in den Westen von Sumatra geschafft hat, der sollte sich zwei Highlights dort auf gar keinen Fall entgehen lassen: das Harau Valley und den Maninjau See. Hier alle Infos.

 

Die beiden malerischen Orte geben interessante Einblicke in das ländliche Leben auf Sumatra. Am besten sind sie von der Stadt Bukittinggi aus zu erreichen, es ist jedoch auch von Padang aus möglich.

Die Fahrt in Tal und/oder zum See ist ein Abenteuer und ein schönes Erlebnis für sich. Es lohnt sich daher, vor Ort einen fahrbaren Untersatz zu mieten. Wir haben beide Sehenswürdigkeiten in einem mehrtägigen Roller-Trip miteinander verbunden.

 

Aber natürlich kannst du auch in Bukittinggi übernachten und Tagesausflüge zu beiden Zielen machen oder nur eines davon besuchen.

Wer keine Lust auf eine längere Rollerfahrt hat, wird in Bukittinggi sicherlich auch einen privaten Transport im Auto organisieren können. Viele Unterkünfte in Bukittinggi können helfen, solche Ausflüge als geführte Tagestouren zu organisieren.

Tipp: Wer zu zweit auf einem Roller unterwegs ist, sollte versuchen, einen Teil des Gepäcks in einer Unterkunft in Bukittinggi zu lassen.

 

Traumhafte Landschaft: das Harau Valley

 

Anreise zum Harau Valley

Von Bukittinggi sind es etwa 50 Kilometer bis ins Harau Valley. Wir haben für die Strecke bei einer gemütlichen Fahrt etwa zwei Stunden benötigt.

 

Aktivitäten: Was du im Harau Valley erleben kannst

Am besten schwingst du dich einfach auf einen Roller und düst los. Sehenswert ist hier in erster Linie das Valley selbst. Die Landschaft ist atemberaubend schön. Grüne Reisfelder so weit das Auge reicht und links und recht steile Felswände. Es gibt nicht sehr viele Straßen, du kannst dich daher nicht großartig verirren. Einige enden allerdings irgendwann in einem Trampelpfad, der mit einem Roller schwer zu befahren ist.

 

Verschiedene Wasserfälle laden ein zu einem kleinen Stopp. Die meisten haben sogar Becken, in denen geschwommen werden kann. Häufig gibt es dort kleine Läden, die Getränke und Snacks an Besucher verkaufen. Alternativ kannst du über die Unterkunft auch eine Tour buchen, zum Beispiel eine Wanderung durch die Reisfelder.

 

Ein Highlight sind in jedem Fall auch die tierischen Bewohner des Valleys. Wir hatten das große Glück, direkt in den Bäumen an der Hauptstraße auf eine Siamang-Familie (gehören zu den Gibbons) zu treffen.

 

Wir konnten die Tiere schon von weitem hören und sie dann tatsächlich auch aus nächster Nähe beobachten. Es lohnt sich also auf jeden Fall, hier die Augen und Ohren offen zu halten.

Hier findest du ein Video von der Tour zum Harau Valley.

 

Hotels/Unterkünfte im Harau Valley

Im Valley gibt es mehrere einfache Homestays. Wie vielerorts in Sumatra sind fast keine Unterkünfte online zu finden. Durch Empfehlung im Reiseführer sehr bekannt geworden ist das Abdi Homestay. Diese Unterkunft kann ich absolut weiterempfehlen.

Die Lage ist malerisch und die kleinen Hütten sind einfach, aber sehr liebevoll gestaltet. Rundherum befinden sich Obstbäume, Reisfelder und im Hintergrund direkt die Steilwand mit einem Wasserfall. Das Frühstück ist inklusive und nach Vereinbarung gibt es mittags und abends leckere, hausgemachte Mahlzeiten. Da die Unterkunft recht bekannt ist, lohnt es sich (je nach Saison), vorab per Telefon zu reservieren (Nummer: +62 85263781842, Stand 2017).

Online verfügbar sind derzeit nur das Zico Homestay* und das Roemah Abdoe*.

 

Wunderschöner Maninjau See

Anreise zum Maninjau See

Von Bukittingi aus zum See sind es etwa 35 Kilometer. Als Fahrzeit solltest du trotzdem rund anderthalb Stunden einplanen, denn die Straße zum See ist zum Teil nicht die beste. Außerdem besteht das letzte Stück des Weges runter zum See, der in einem Tal liegt, aus 44 Haarnadelkurven. Eine Herausforderung, die nicht unterschätzt werden sollte. Da man durch die engen Kurven häufig in den Gegenverkehr kommt, solltest du durch Hupen auf dich aufmerksam machen.

 

Aktivitäten: Was du am Maninjau See erleben kannst

Eine Tour um den See ist meiner Meinung nach ein Muss. Die Strecke ist einfach zu fahren und bequem an einem Vormittag inklusive Pausen zu schaffen. Unterwegs gibt es zahlreiche, wunderschöne Aussichten und einen spannenden Einblick in das lokale Leben.

 

Ebenfalls empfehlenswert ist die Tour zu einem kleinen Wasserfall. Der etwa halbstündige Fußmarsch durch den Wald ist nicht ganz ohne, da er zum Teil über sehr rutschige Steine verläuft. Davon abgesehen ist es aber ein schöner Weg, größtenteils durch unberührte Natur und mit einem netten Wasserfall als Ziel.

 

Der Wasserfall ist leider nicht ausgeschildert. Um zum richtigen Startpunkt zu kommen, fragst du am besten an der Hauptstraße nach, an welcher Stelle du abbiegen musst.

Alle Aktivitäten am See startest du am besten direkt morgens. Denn mit einer hohen Wahrscheinlichkeit regnet es am Nachmittag. Auf Grund der besonderen Lage des Sees sammeln sich dort nachmittags immer die Wolken direkt über dem Wasser und gegen 16 Uhr beginnen die starken Schauer.

 

Hier findest du ein Video von der Tour zum Maninjau See.

 

Hotels und Unterkünfte am Maninjau See

Hier gibt es verschiedene, überwiegend einfache Unterkünfte. Die meisten liegen direkt im Ort, in den du nach dem Meistern der 44 Kurven bei der Anreise gelangst. Es sollte kein Problem sein, hier spontan eine Unterkunft zu finden.

Es gibt auch ein paar Unterkünfte online:

 

Text und Fotos: Sophie Sperlich

Sophie verbringt die meiste Zeit des Jahres mit ihrem Studium in Lüneburg. Seitdem sie im Rahmen eines Schüleraustauschs ein Jahr in Taiwan gelebt hat, zieht es sie nach Asien. In den Semesterferien packt sie deshalb ihren Rucksack, um ihrem Fernweh nachzugehen. Immer mit dabei ist ihr Freund alias persönlicher Foto- und Videograf. Gemeinsam betreiben die beiden einen youtube-Kanal mit Reisevideos.

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

Veröffentlicht von Stefan Diener am 26. Juni 2018. Zuletzt aktualisiert am 26. Juni 2018.

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