Allein als Frau in Indien unterwegs – So reist du sicher und entspannt
Als Frau alleine nach Indien? Hier findest du praktische Reisetipps, Sicherheitshinweise und persönliche Empfehlungen für deinen Solotrip.
Inhaltsverzeichnis
- Indien allein als Frau – Das Wichtigste im Überblick
- Warum ist Indien ein tolles Reiseland für alleinreisende Frauen?
- Wie sicher ist Indien?
- Regeln und Gesetze in Indien
- So sparst du beim Alleinreisen in Indien
- Übernachten als Frau
- Essen in Indien
- Ausgehen und Feiern
- Aktivitäten für Frauen in Indien
- Wellness, Ayurveda & Yoga
- Wie lerne ich andere Reisende kennen?
- Kleidung & Shopping in Indien
- Sex & Gesundheit
- So kommst du von A nach B
Für viele Frauen ist eine Solo-Reise nach Indien unvorstellbar, für andere ist sie ein absoluter Traum. Indien ist ohne Frage eine ganz besondere Erfahrung und manchmal bringt das Frausein ein paar zusätzliche Herausforderungen mit sich.
Aber Indien ist eine Reise wert – auch, wenn du sie allein antrittst. In diesem Artikel geben wir dir Tipps für eine fantastische Reise durch Indien, bei der du auch als alleinreisende Frau eine tolle Zeit haben wirst. Du erhältst Empfehlungen für deine Reiseplanung, Informationen zur Sicherheitslage und Tipps, wie du unterwegs sparst.
Indien allein als Frau – Das Wichtigste im Überblick
- Da sich die Sicherheitslage je nach Region deutlich unterscheidet, lohnt sich eine sorgfältige Recherche vor der Reise.
- Durch konservative Kleidung kannst du kulturelle Gepflogenheiten respektieren und unerwünschte Aufmerksamkeit reduzieren.
- Nutze möglichst seriöse Unterkünfte, buche Transfers im Voraus und teile deinen Standort nicht in Echtzeit auf Social Media.
- Frauenabteile in Zügen und U-Bahnen sowie organisierte Touren können das Reisen angenehmer und sicherer machen.
- Indien ist ein günstiges Reiseziel, in dem Hostels, Homestays und lokale Verkehrsmittel das Budget schonen.
- Kochkurse und Touren mit lokalen Reiseleiterinnen bieten authentische Einblicke in Kultur und Alltag von Frauen.
- Eine indische SIM-Karte oder eSIM ist ein wichtiger Bestandteil der Reiseausstattung, damit du jederzeit erreichbar bist und im Notfall Hilfe organisieren kannst.
Warum ist Indien ein tolles Reiseland für alleinreisende Frauen?
Entgegen vieler Behauptungen sind wir der Meinung, dass Indien für alleinreisende Frauen durchaus ein gutes Reiseland ist. Das Land ist wahnsinnig vielseitig und hat weitaus mehr zu bieten als Menschenmengen, Lärm und Verschmutzung. Moderne Städte wie Bengaluru und progressive Bundesstaaten wie Kerala treffen auf Mythen, alte Kulturen und eine jahrtausendealte Geschichte.
Indien ist bunt, pulsierend und für viele oft überwältigend. Aber das Land hat auch viele Orte von unglaublicher natürlicher Schönheit und Ruhe zu bieten. Zudem kommen viele nach Indien, um durch Yoga und Meditation Gelassenheit zu finden oder sich mit ayurvedischen Anwendungen etwas Gutes zu tun. Kurz: Indien ist ein tolles Reiseziel für Alleinreisende – auch für Frauen!
Im Gegensatz zu einigen anderen asiatischen Ländern erwartet dich im ganzen Land ein gut ausgebautes Verkehrsnetz, das das Reisen enorm erleichtert. Zudem gibt es wahnsinnig leckeres Essen, das so vielseitig wie das ganze Land ist und lange nicht „nur scharf“. Bewundere Tempel, Kirchen und Moscheen, alte Pracht und moderne Wahrzeichen und entdecke ein Land, das im Jetzt lebt und gleichzeitig in Traditionen verankert ist. Dazu kommen Shopping, Wellness und Nationalparks, in denen Tiger in freier Wildbahn leben.
Wie sicher ist Indien?
IStatistisch gesehen gilt Indien immer noch als unsicheres Reiseland, insbesondere für Frauen – sowohl Touristinnen als auch Inderinnen. Der Global Peace Index setzt das Land nur auf Platz 115 von 163 Ländern, wenn es um das Thema Sicherheitgeht. Dieser Index vergibt Punkte sowohl für qualitative und quantitative Indikatoren, die die Sicherheit betreffen.
Ein weiterer interessanter Indikator ist der Women Peace and Security Index des „Georgetown Institute for Women, Peace and Security“. Dieser reiht Indien auf Platz 131 von 177 Ländern ein. Besonders schlecht schneidet Indien dabei beim sogenannten „Son Bias“, also dem Verhältnis zwischen der Geburtenzahl von Jungen und Mädchen, ab. Inzwischen gibt es in Indien jedoch neue strenge Gesetze, die die Geschlechterbestimmung vor der Geburt unter Strafe stellen. Es ist nicht nur in Indien selbst verboten, sondern auch für Inderinnen, die dafür ins Ausland reisen.
Bei all diesen Indikatoren musst du noch bedenken, dass der GPI und der Women, Peace and Security Index überwiegend das Leben und die Erfahrungen von Inderinnen betreffen. Als Touristin musst du dir um vieles eher keine Sorgen machen, was die Situation im Land natürlich trotzdem leider nicht besser macht.
In puncto Sicherheit gibt es zwischen den einzelnen indischen Städten und Staaten große Unterschiede. Der National Annual Report & Index on Women’s Safety (NARI 2025) nennt Mumbai, Bhubaneshwar und Gangtok als die sichersten und Delhi, Kalkutta sowie Jaipur als die unsichersten Städte Indiens. Kerala hingegen gilt als progressiver Vorreiter, was Frauenrechte im ganzen Land betrifft.
Während sich leider immer noch 40 % der indischen Frauen auf der Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht sicher fühlen, wird inzwischen zum Glück im ganzen Land einiges getan, um das zu ändern.
Regeln und Gesetze in Indien
Im Notfall solltest du natürlich auch in Indien die Polizei anrufen. In vielen Städten und Regionen, wie beispielsweise Delhi, Agra, Varanasi, Goa, Rajasthan und Kerala, gibt es sogar eine spezielle Touristenpolizei. Für allgemeine Notrufe wählst du die 112, für die Polizei die 100.
Alternativ ist deine eigene Landesvertretung in Indien die erste Anlaufstelle, wenn du ein ernsthaftes Problem hast. Das gilt, wenn dein Pass weg ist, du einen schweren Unfall hattest oder festgenommen wurdest. In der Hauptstadt Neu-Delhi stehen die deutsche, die österreichische und die schweizerische Botschaft. Zusätzlich findest du verschiedene Konsulate aller drei Länder in Bengaluru, Chennai, Kalkutta und Mumbai. Österreich hat dazu noch eine Vertretung in Goa und Hyderabad, Deutschland ein Konsulat in Trivandrum, Kerala.
Während du nicht allen Problemen aus dem Weg gehen kannst, kannst du schon mal viel Ärger vermeiden, wenn du dich an einige Regeln und Gesetze hältst.
Drogen & Alkohol
In Indien drohen dir strenge Strafen, wenn du mit Drogen erwischt wirst. Die einzige Ausnahme ist das sogenannte Bhang, das aus den Blättern und Samen von Cannabis gewonnen wird. Es ist jedoch nur in bestimmten Bundesstaaten und von lizenzierten Händlern legal erhältlich. Zudem ist der Besitz von E-Zigaretten seit 2019 im ganzen Land verboten.
In den verschiedenen indischen Bundesstaaten herrschen unterschiedliche Gesetze. Das gilt sowohl für das Essen als auch für den Alkohol. Die Bundesstaaten regeln den Alkoholverkauf und -konsum nämlich selbst. Je nach Staat liegt das Mindestalter für den Konsum und Kauf zwischen 18 und 25 Jahren. In einigen Staaten ist Alkohol nur für medizinische Zwecke erlaubt. Je nach Reiseroute solltest du dich vorher darüber informieren, was wo legal ist. Gerade als Frau solltest du, mit oder ohne Alkohol, immer gut auf dein Getränk aufpassen. Leider ist es in Indien nicht unüblich, dass Getränke mit Drogen oder K.-o.-Tropfen versetzt werden.
Nacktheit
In Indien ist es nicht nur verpönt, sondern auch verboten, in der Öffentlichkeit nackt zu sein. Es gibt keine FKK-Strände oder Ähnliches und du solltest das Risiko keinesfalls eingehen. Es ist nicht nur despektierlich, sondern du kannst richtig Ärger mit der Polizei bekommen.
Eine Ausnahme: Mönche einiger besonderer Sekten laufen nackt herum. Allerdings wird Nacktheit hier aus religiösen Gründen geduldet und gilt nicht für die Öffentlichkeit.
Religion
Es lohnt sich, beim Thema Religion ein bisschen genauer hinzugucken. Indien zeichnet sich durch eine beeindruckende religiöse Vielfalt aus und die verschiedenen Religionen koexistieren inzwischen meist überwiegend friedlich miteinander. Das Land ist die Heimat des Hinduismus, Islams, Sikhismus, Buddhismus, Jainismus und Christentums. Je nachdem, in welcher Region du dich befindest, wirst du ganz unterschiedliche religiöse Gepflogenheiten antreffen.
Unabhängig von der Religion ist Indien jedoch ein konservativ geprägtes Land. Ausnahmen sind touristische Hochburgen wie Goa oder bestimmte Stadtviertel in Mumbai, wo es lockerer zugeht. Beim Besuch von Tempeln, Moscheen, Gurudwaras oder anderen religiösen Stätten gilt vor allem: Mehr ist mehr, was die Kleiderwahl betrifft. Du musst dich nicht vollständig verhüllen, aber es ist grundsätzlich eine gute Idee, Schultern und Knie bedeckt zu halten und auf freizügige Outfits zu verzichten.
In hinduistischen Tempeln wirst du oft gebeten, deine Schuhe auszuziehen. Manchmal ist der Zutritt zum inneren Heiligtum nur für Gläubige erlaubt.
In Moscheen sollten Frauen ein Kopftuch dabei haben, ihre Schultern und Beine bedecken und die Gebetszeiten respektieren.
In den Gurudwaras, den Gotteshäusern der Sikhs, musst du Kopf und Schultern bedecken und die Schuhe ausziehen. Einige, wie der große Gurdwara Bangla Sahib Tempel in Delhi, haben sogar ein eigenes Informationszentrum für Touristen. Dort wird dir freundlich erklärt, was Sikhismus bedeutet und wie du dich als Besucher verhältst. Im Inneren erwarten dich oft eine warme Atmosphäre und ein kostenloses Gemeinschaftsessen, das sogenannte Langar.
In vielen hinduistischen Tempeln gilt die Regel, dass Frauen während ihrer Menstruation keinen Zutritt haben. Wie in einigen anderen Kulturen wird Blut auch hier als rituell unrein betrachtet. Die Handhabung dieser Regel variiert je nach Tempel stark – von strikter Kontrolle bis hin zum stillschweigenden Vertrauen darauf, dass sich alle daran halten.
Zahlreiche Feste und Rituale prägen zudem den Alltag in Indien. Je nach Reisezeit und Region triffst du auf geschlossene Läden, Prozessionen und gesperrte Straßen, wenn du Diwali, Holi, Eid, Durga Puja oder Pongal erlebst. Das kann mitunter unpraktisch sein, bietet dir aber gleichzeitig die einmalige Gelegenheit, Indien von seiner lebendigsten Seite zu erleben.
Tipp unserer Autorin Annika: Wenn du als Frau alleine reist, solltest du zu größeren Festen ein bisschen aufpassen. Allein an Holi durch die Straßen zu ziehen, ist meistens keine gute Idee. Oft fährst du besser, wenn du dich hier einer privaten Feier oder einer Gruppentour anschließt.
Während des Ramadans ist in muslimisch geprägten Regionen wie Teilen von Kerala, Uttar Pradesh oder Hyderabad etwas Zurückhaltung gefragt. Mit reduzierten Öffnungszeiten in Geschäften und Restaurants ist zu rechnen und es gilt als unhöflich, vor fastenden Personen offen zu essen, zu trinken oder zu rauchen.
Fotografie
Indien ist ein äußerst fotogenes Land, in dem du an jeder Ecke faszinierende Motive findest. Allerdings gibt es ein paar offizielle und inoffizielle Regeln zu beachten.
So darfst du als Ausländer in Indien beispielsweise keine Drohnen fliegen. Street Photography ist dagegen eigentlich überall erlaubt und du wirst viele Einwohner finden, die gerne für dich posieren. Wie in den meisten Ländern solltest du dabei achtsam sein. Frag um Erlaubnis, wenn du ein Foto von jemandem machen möchtest, und fotografiere keine Kinder ohne die Einwilligung der Eltern. Gerade bei Frauen und Personen in schutzbedürftigen Situationen ist Zurückhaltung geboten.
In heiligen Stätten und Tempeln ist Fotografieren in der Regel erlaubt und du wirst viele indische Gläubige sehen, die Zeremonien mit ihrem Handy filmen. Allerdings solltest du auf Hinweisschilder achten, denn oft ist das Blitzen beispielsweise verboten.
Tipp unserer Autorin Annika: Als blonde Frau werde ich in Indien ständig angesprochen und um ein Foto gebeten. Meine eigene Regel lautet: Wenn mich Männer fragen, bin ich meistens zurückhaltend und sage nett, aber bestimmt nein. Wenn mich hingegen Frauen, Kinder oder Familien fragen, mache ich immer gerne mit. Letztendlich musst du für dich selbst entscheiden, womit du dich wohlfühlst.
Geführte Fototouren durch Indien
Wenn du dir nicht sicher bist, wo sich die schönsten Ecken befinden und was sich gut fotografieren lässt, kannst du in vielen indischen Städten an Fototouren teilnehmen. Diese sind auch ideal, wenn du gerne vor der Kamera stehst und ein paar schöne Erinnerungsfotos von dir haben möchtest. Die Touren sind perfekt für Alleinreisende, denn oft übernimmt der Tourguide die Rolle des Fotografen.
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So sparst du beim Alleinreisen in Indien
Die Kosten schrecken viele vom Alleinreisen ab. Indien ist jedoch ein sehr günstiges Reiseland und perfekt dafür geeignet, auf eigene Faust entdeckt zu werden. Hier ein paar bewährte Tipps, wie du Geld sparen kannst:
- Flüge nach Indien sind im Vergleich zu anderen Reisezielen wie Bangkok immer noch relativ günstig, insbesondere wenn du mit Air India fliegst oder dir ein Zwischenstopp nichts ausmacht.
- Einzeltickets sind oft günstiger als mehrere Tickets in einer Suche. Als Alleinreisende lohnt es sich, gezielt nach Einzeltarifen zu suchen, die bei Gruppensuchen (auch schon bei zwei Personen) häufig gar nicht angezeigt werden.
- Indien hat selten einen Einzelzimmerzuschlag, und in fast allen Regionen findest du günstige Gästehäuser, Homestays oder Hostelbetten zu sehr fairen Preisen.
- Hostels sind nicht nur günstig, sondern auch der einfachste Weg, andere Reisende kennenzulernen. Perfekt, um sich danach vielleicht einen Transfer zu teilen oder einen gemeinsamen Ausflug zu organisieren.
- Viele Touren verlangen einen Einzelaufschlag oder haben eine Mindestteilnehmerzahl. Wenn dir Plattformen wie GetYourGuide oder Viator zu teuer sind, lohnt sich eine direkte Anfrage beim Anbieter. Oft kannst du als Einzelperson einfach zu einer bestehenden Gruppe stoßen – zum regulären Preis.
Übernachten als Frau
Ein spezielles Hotelangebot für Frauen gibt es in Indien kaum. Unterkünfte, die Frauen gehören und von ihnen geführt werden, sind noch sehr selten. Eine Ausnahme ist das tolle Taj Wellington Mews in Chennai.
Tipps unserer Autorin:
- In den meisten Hostels in Indien gibt es eigene Frauenschlafsäle. Bei Hostelworld kannst du sogar nach „female-only dorm“ filtern, wenn das für dich wichtig ist.
- Wir lesen mir immer genau die Bewertungen von anderen Reisenden durch, bevor wir ein Hotel buchen. Bei Booking.com kannst du zum Beispiel sehen, wer die Bewertung geschrieben hat und woher die Person kommt. So kann ich mich bei der Recherche besonders auf die Meinungen von anderen alleinreisenden Frauen konzentrieren.
- Gerade in indischen Städten versuche ich immer anzukommen, wenn es noch hell ist. Geht das nicht, lasse ich mir eine Abholung vom Hotel organisieren und mir vorher die WhatsApp-Nummer einer Kontaktperson geben.
- Eine indische SIM-Karte oder eSIM, um unterwegs mobil zu sein, ist essentiell. So kannst du im Notfall Hilfe rufen.
- Besonders gute Erfahrungen habe ich mit Zostel in Jaisalmer und Jaipur Haveli gemacht. Beide Unterkünfte haben meine Abholung vom Bahnhof beziehungsweise Flughafen organisiert und mich persönlich in Empfang genommen.
- Während es schön ist, andere Leute kennenzulernen, verhalte ich mich in Indien eher zurückhaltend. Ich erzähle fremden Männern eigentlich nie, wo ich übernachte oder gebe meine Zimmernummer bekannt. Während ich keinen falschen Ring trage, habe ich schon den ein oder anderen fiktiven Ehemann erfunden, der im Hotel auf mich wartet.
- Diese Zurückhaltung gilt übrigens auch für Social Media. Ich teile keine Orte in Echtzeit, sondern erst nachdem ich weitergereist bin.
Essen in Indien
In Indien ist das Kochen überwiegend Frauensache und findet hinter geschlossenen Türen statt. Die meisten Restaurants hingegen werden von Männern geleitet. Es gibt allerdings einige namhafte Ausnahmen, die wir dir empfehlen wollen.
Garima Arora ist eine Pionierin der indischen Küche, lebt aber schon seit einer Weile in Bangkok, wo sie das Gaa erst zu einem, dann zu zwei Michelin-Sternen geführt hat. Inzwischen hat sie zudem zwei Ableger ihres Restaurants BANNG in Gurugram und Mumbai eröffnet, in denen es leckere Thai-Küche gibt.
BANNG in Gurugram auf Google Maps ansehen
BANNG in Mumbai auf Google Maps ansehen
In Goa gibt es Edible Archives von Anumitra Ghosh Dastidar. Wenn du Lust auf Italienisch hast, dann solltest du Diva von Köchin Ritu Dalmi in Delhi besuchen. Ein weiteres spannendes Projekt ist OMO: Soul Food Community in Gurgaon. Es wird von Köchin Vanshika Bhatia und von Unternehmerin Deepika Sethi geführt, während sich Grace Muivah von der Firma Ngarum um den besten Kaffee kümmert.
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Köchin Amninder Sandhu ist bekannt für ihr indisches Slowcooking. Probieren kannst du das im Kikli in Delhi und im Palaash Restaurant im Resort Tipai Wildlife Luxuries bei Nagpur. Weitere kulinarische Highlights gibt es von Megha Kohli im Mezza Mambo in Delhi und Pendulo, wo eine spannende Mischung aus indischen und mexikanischen Gerichten serviert wird. Willst du fantastische tibetische Küche probieren, musst du zu The Blue Poppy in Kalkutta, wo Doma Wang die besten Momos zaubert.
Palaash Restaurant auf Google Maps ansehen
Mezza Mambo auf Google Maps ansehen
Pendulo auf Google Maps ansehen
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Und für alle, die es gerne süß mögen, gibt es Le15 Patisserie in Mumbai. Hier kümmert sich Pooja Dhingra, die indische Königin der Macarons, um verführerisches Süßes.
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Tipp unserer Autorin Annika: Mein liebstes Cafe in Jaipur ist Agora, geführt von Vartika, einer regionalen Künstlerin.
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Streetfood-Touren und Kochkurse in Indien
Zudem gibt es in ganz Indien natürlich tolle Streetfood-Touren und Kochkurse, die oft von Frauen geleitet werden. Meistens kannst du nicht auswählen, wer dein Guide ist. Bei With Locals kannst du jedoch eine private Foodtour mit Mumai-Kennerin Juliana buchen.
Streetfood-Tour in Mumbai ansehen
Bombay Express Mumbai Food Tour ansehen
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Vegetarische Food-Tour in Mumbai ansehen
Indischer Kochkurs in Mumbai ansehen
Chandni Chowk Delhi Food Tour ansehen
Stadtrundfahrt mit Streetfood Tour ansehen
Indischer Kochkurs in Neu-Delhi ansehen
Abendliche Streetfood-Tour in Jaipur ansehen
Ausgehen und Feiern
Während in einigen Staaten Alkohol komplett verboten ist und das Nachtleben dementsprechend zahm ist, kannst du in den größeren Städten richtig gut feiern. Wenn du keine Lust hast oder ein bisschen Bammel, alleine auszugehen, dann gibt es einige Aktivitäten wie Pub Crawls und Ähnliches. Dabei lernst du andere Reisende kennen und hast zudem einen Einheimischen an deiner Seite.
Basarbesuch in Andheri West ansehen
Private Tour – Delhi bei Nacht ansehen
Abendliche Führung mit einer Reiseleiterin
Aktivitäten für Frauen in Indien
zahlreiche geführte Touren und Aktivitäten, die du buchen kannst. Das ist oft angenehmer, da du auf diese Weise andere Reisende kennenlernst und einen fachkundigen Guide an deiner Seite hast.
Zwar gibt es noch nicht viele weibliche Reiseleiter, doch das Angebot von Frauen für Frauen wird immer größer. Hier findest du einige Aktivitäten, bei denen du von einer Inderin begleitet wirst und einen Einblick in das Leben der Frauen vor Ort erhältst. Zudem gibt es einige speziell auf Frauen zugeschnittene Angebote.
Delhi
Tour durch die Altstadt von Delhi mit einer Reiseleiterin
Private Stadtführung durch Alt- und Neu-Delhi mit einer Reiseleiterin
Shopping mit einer weiblichen Expertin – Hochzeitskleidung & Bollywood-Glamour-
Hochzeitskultur in Delhi: Rituale, Kleidung & Märkte
Shopping Tour in Delhi mit einer weiblichen Expertin
Jaipur
Jaipur Tour für Alleinreisende mit einer Reiseleiterin
Jaipur Stadtrundfahrt einer von Frauen gefahrenen E-Rikscha
Lerne Bollywood Tänze in Jaipur
Tipp unserer Autorin Annika: Wenn du Jaipur mal aus einer anderen Perspektive kennenlernen willst, empfehle ich dir eine Tour mit Shristi. Sie erzählt dir viel vom Leben und der Geschichte Jaipurs – aus Sicht der Frauen. Zudem kann sie dir wahnsinnig gute Shopping-Tipps in der Stadt geben!
Mumbai
Private Mumbai-Stadtrundfahrt für Frauen
Dharavi Slum Tour in Mumbai geführt von einer Bewohnerin
Touren in anderen Städten
Private Tour durch Chennai mit einer Reiseleiterin
Taj Mahal, Agra Tour mit Reiseleiterin
Jaisalmer: Wüstensafari und Dorftour mit weiblicher Tourguide
Tipp unserer Autorin Annika: Wenn du nach Udaipur fährst, solltest du unbedingt eine Tour mit Nishtha von Wisdom Walks buchen. Ich habe ihre Tour schon zweimal gemacht und jedes Mal tolle Einblicke in das Leben der Frauen in Udaipur bekommen. Sie organisiert auch Einkaufstouren auf die Basare und Kunstkurse.
Wellness, Ayurveda & Yoga
Indien ist ein Paradies für Liebhaber von Wellness und ist zudem das Zuhause von Yoga und Ayurveda. Besondere Wellness Angebote für Frauen findest du in meisten Ayurveda-Resorts in Kerala. Zudem gibt es eigene Women’s Health Retreats im Atmantan Wellness Centre Pune sowie dem Ananda in the Himalayas in Rishikesh.
Übersicht vieler Yogaretreats für Frauen in Indien.
Tipp unserer Autorin Annika: Perfekt für Alleinreisende, die sich komplett verwöhnen lassen oder echte gesundheitliche Probleme behandeln lassen wollen ist das Somatheeram in Kerala. Es handelt sich dabei um eins der besten Ayurveda-Resorts und -kliniken im Land.
Wie lerne ich andere Reisende kennen?
Wenn du genug vom Solotrip hast und unterwegs Anschluss finden möchtest, bietet Indien dafür jede Menge Möglichkeiten. Gruppentouren und -aktivitäten sind ein idealer Einstieg. Ob Kochkurs, Tempelführung, Yoga-Retreat oder Surftrip – du weißt sofort, dass du mit den anderen Teilnehmern mindestens eine Leidenschaft teilst.
In Städten wie Delhi, Mumbai, Jaipur oder Goa gibt es zudem eine lebendige Hostel-Szene mit Gemeinschaftsräumen, Rooftop-Bars und eigenen Veranstaltungen. Da viele Inder:innen ebenfalls gerne in Hostels übernachten, sind diese perfekt, um spontan ins Gespräch zu kommen und den nächsten Tag gemeinsam zu planen.
Wenn du schon vor der Reise Kontakte knüpfen möchtest, wirst du online schnell fündig. In zahlreichen Facebook-Gruppen tauschen sich Reisende und Einheimische aus, teilen Tipps und verabreden sich für gemeinsame Ausflüge.
The WOW Club — Women on Wanderlust
Solo Women Trips — Group Tours
Kleidung & Shopping in Indien
Wenn du dich außerhalb der touristischen Zentren in Delhi, Mumbai und Bangalore aufhältst, empfiehlt es sich, konservativ gekleidet zu sein. Das gilt besonders in ländlichen Regionen und Kleinstädten. Du musst dich nicht verschleiern, aber es sind lockere, längere Hosen oder Röcke bis zum Knie sowie Oberteile, die die Schultern bedecken und nicht zu tief ausgeschnitten sind, angebracht.
Da in vielen religiösen Orten eine Kopfbedeckung Pflicht ist, ist ein leichtes Tuch im Rucksack immer eine gute Idee.
Am besten kleidest du dich wie eine Einheimische: Ein Salwar Kameez, also eine lange Tunika mit weiter Hose, ist bequem, praktisch und überall akzeptiert. Eine Alternative ist ein Kurta (lange Tunika) über einer normalen Hose. Beides bekommst du günstig auf jedem lokalen Markt.
Wenn du in Goa am Strand im Bikini unterwegs bist, solltest du dir spätestens beim Verlassen des Strandbereichs etwas überziehen. In vielen anderen Orten wirst du sehen, dass Inderinnen am Strand überwiegend längere Kleidung tragen. Entscheide selbst, worin du dich wohlfühlst. Wenn du jedoch als einzige im Bikini herumläufst, musst du mit einigen Blicken rechnen.
Zum Shoppen bieten sich die großen Städte an, in denen du in modernen Einkaufszentren internationale Marken wie Zara, H&M und Uniqlo findest. Wenn du indische Labels entdecken möchtest, schau dir Fabindia (Naturstoffe und traditionelle Handweberei), W for Woman (modern-indischer Stil), Biba (klassische Kurtas) und Anokhi (Blockprint-Stoffe aus Jaipur) an.
Wenn du Stoffe oder eine Schneiderei suchst, lohnt sich ein Besuch auf dem lokalen Stoffmarkt, denn in Indien ist die Maßschneiderei überraschend günstig und weit verbreitet.
Sex & Gesundheit
Nicht nur Reisende, sondern auch Inderinnen machen sich zurecht Sorgen um ihre Sicherheit, insbesondere was sexuelle Gewalt, reproduktive Rechte und Frauenrechte im Allgemeinen angeht. Das sogenannte „eve-teasing“, das sexuelle Übergriffe aller Art sowie Catcalling umfasst, ist schon seit einigen Jahren illegal. Im Jahr 2013 wurden schärfere Gesetze verabschiedet, die Frauen dabei unterstützen sollen, „Eve-Teasing“ aller Art anzuzeigen und Täter zu bestrafen.
Ein guter Ratgeber ist die Organisation Pink Legal, die Frauen in Indien legal unterstützt. Auf der Webseite findest du viele Themen wie sexuelle Gewalt, Vergewaltigung und Frauenrechte beziehungsweise wie du einen Polizeibericht abgibst.
Wenn dir etwas passiert, solltest du, wenn möglich, laut werden (die Scham muss die Seite wechseln) und dir Unterstützung und Hilfe bei älteren Frauen suchen.
Verhütung
In größeren Städten und Touristengebieten kannst du Kondome eigentlich überall kaufen. Sie sind in Apotheken, Supermärkten, auf Online-Plattformen und in Münzautomaten erhältlich.
Für die Pille und die Pille danach benötigst du offiziell ein ärztliches Rezept, in der Praxis bekommst du sie jedoch oft auch ohne. Eine gute Anlaufstelle ist die Online-Apotheke Apollo Pharmacy. Beide sind um einiges günstiger, als du es vielleicht von zu Hause gewöhnt bist.
In Indien sind Abtreibungen bis zur 20. Schwangerschaftswoche problemlos möglich. Auch danach sind sie unter bestimmten Umständen erlaubt. Leider verlangen einige Ärzte und Kliniken immer noch die Einwilligung des Ehemanns oder der Eltern, obwohl das gegen das Gesetz verstößt.
Menstruationsartikel
Am einfachsten ist es, Binden in Indien zu bekommen, da diese von den meisten Menstruierenden verwendet werden. Tampons gibt es zwar in Apotheken in größeren Städten oder online, allerdings sind sie aufgrund einer Steuer von 18 % um einiges teurer als Binden. Am besten sorgst du vor und nimmst genügend Vorrat von zu Hause mit.
Periodenunterwäsche oder eine Menstruationstasse sind zwar umweltfreundlich, aber nicht immer ganz praktisch, wenn du unterwegs bist und keine Möglichkeit hast, sie zu waschen.
So kommst du von A nach B
Indien ist gut vernetzt, sodass du viele Möglichkeiten hast, von einer Stadt in die nächste zu kommen. Dabei findet das Land inzwischen auch immer mehr Wege, Frauen sichere Möglichkeiten zu bieten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
So gehörte IndiGo beispielsweise zu den ersten Fluggesellschaften, die es Frauen ermöglichten, gezielt einen Platz neben anderen Frauen auszuwählen.
Wahrscheinlich wirst du die meisten Wege aber mit dem Zug zurücklegen, denn Zugfahren in Indien gehört einfach zu einer Indienreise dazu! Das Netz der IRCTC ist eines der größten Streckennetze der Welt und in puncto Digitalisierung schon ziemlich weit, gerade im Vergleich zur Deutschen Bahn. Außerdem kommst du mit den indischen Zügen gefühlt überall hin.
Einige Züge haben eigene Abteile nur für Frauen. Zudem gibt es eine Quote an Tickets speziell für Frauen, wenn du über die Webseite der IRCTC oder über RedBus buchst. Allerdings bist du bei deiner Zugauswahl stark eingeschränkt, wenn du ein Ticket der Frauenquote möchtest oder ein entsprechendes Abteil, denn es gibt sie nicht in allen Zügen beziehungsweise sind die Plätze begrenzt. Bei der Buchung musst du ohnehin dein Geschlecht angeben. Es heißt, das System der IRCTC versuche, Frauen nebeneinander zu setzen.
Tipps unserer Autorin:
- Ich habe mich nie um ein besonderes Frauenabteil bemüht. Stattdessen wähle ich immer einen Wagen mit Klimaanlage im Großraumabteil (also nicht Erste Klasse, denn dabei handelt es sich um ein privates Abteil). Bei Nachtfahrten buche ich immer ein Bett oben.
- Reise in Indien am besten mit kleinem Gepäck, sodass du deine Siebensachen gut alleine managen kannst. Wichtig bei Zugfahrten ist eine Handtasche oder ein kleiner Rucksack mit all deinen wichtigen Dokumenten und Gegenständen, den du stets bei dir trägst.
- In den besseren Zugklassen hast du meistens die Wahl zwischen einer Hocktoilette und einer Toilette im „Western Style“. Auch wenn es etwas Übung in einem fahrenden Zug bedarf, ist erstere aus hygienischen Gründen meine Wahl. Nimm dir auf jeden Fall dein eigenes Klopapier und Desinfektionstücher oder -spray mit.
- Während luftige Overalls eine schöne Outfit-Idee sind, ist wohl kein Kleidungsstück für einen indischen Zug ungeeigneter. Vermeide zudem weite und bauschige Hosen!
- Indische Bahnhöfe sind gefühlt immer voll, auch früh am Morgen oder mitten in der Nacht. Hier gilt es, gut auf deine Sachen aufzupassen.
- Hast du Probleme oder fühlst dich unwohl? Dann gibt es an den meisten einen sogenannten Station Master, an den du dich wenden kannst.
Busfahren ist in Indien so eine Sache. Zwar bringen dich Busse überall dorthin, wo keine Züge mehr fahren, wir würden dir jedoch raten, zumindest lange Fahrten über Nacht zu vermeiden. Oft kommen zu den ohnehin nicht so guten Straßenverhältnissen noch übermüdete Fahrer hinzu. Wenn du eine Busfahrt nicht vermeiden kannst, solltest du wie im Zug dafür sorgen, dass du nachts einen einzelnen Sitz bzw. ein Bett oben im Bus wählst.
Auf der Seite RedBus kannst du bei einigen Bussen Plätze speziell für Frauen auswählen. In den staatlichen Bussen sind 25 % aller Plätze exklusiv für Frauen reserviert und diese befinden sich meistens direkt hinter dem Fahrer.
Auch in den Städten selbst gibt es inzwischen immer mehr Angebote exklusiv für Frauen. So findest du in den Metros von Delhi, Mumbai, Hyderabad und Bengaluru eigene Frauenabteile in knalligem Pink (natürlich!), die Männer zumindest während der Rushhour nicht betreten dürfen. In der Metro von Kalkutta gibt es spezielle Sitze für Frauen.
Zudem führte das indische Ministry of Road Transport and Highways im Jahr 2025 die Regel ein, dass du in Zukunft über Apps wie Uber und Ola eine Fahrerin auswählen kannst. Diese Regelung ist noch nicht in Kraft getreten, soll aber in Zukunft umgesetzt werden.
Tipp unserer Autorin Annika: Kommst du an einem Bahnhof oder Flughafen an, wirst du meistens von Rikscha- und Taxifahrern umschwärmt – manchmal sogar noch am Gleis. Oft musst du sehr bestimmt „Nein“ sagen. Entweder bitte ich meine Unterkunft, mir einen Fahrer zu schicken, buche ein Ola-Taxi oder wähle den Fahrer, der am wenigsten drängelt.