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Backpacking in Südostasien: Mit leichtem Gepäck ins Abenteuer

Der Traum von Südostasien wartet! Doch bevor der Packstress überhandnimmt: Lass den Perfektionismus zu Hause. Erfahre, warum weniger Gepäck mehr ist und wie du dein Abenteuer völlig entspannt genießt.

In der drückend heißen Luft liegt der Geruch von gebratenen Gerichten und frischem Zitronengras. Roller knattern hupend durch die engen Gassen. Straßenverkäufer preisen ihre Waren an. Willkommen in Südostasien!

Es ist laut, heiß und chaotisch. Gleichzeitig kann es aber auch einsam, ruhig und absolut spirituell sein. Südostasien hat viele Facetten. Wenn du zum ersten Mal mit dem Rucksack nach Thailand, Vietnam oder Indonesien reist, wirst du mit Sicherheit einige Fehler machen.

Beispielsweise könntest du zu viel einpacken. Das ist verständlich, denn man möchte ja nichts Wichtiges vergessen. Dabei liegt das Geheimnis einer unbeschwerten Reise genau im Gegenteil. Weniger ist tatsächlich mehr. Wir zeigen dir, was du sonst noch alles beachten solltest.

Warum das leichte Reisen vorteilhafter ist

Bei mehr als 30 Grad im Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit fängt man schnell an zu schwitzen. Bereits nach zwei Schritten rinnt dir der Schweiß den Rücken hinunter. Stell dir jetzt vor, du stehst an einem staubigen Busbahnhof in Kambodscha. Auf deinem Rücken begleitet dich ein 20-Kilo-Monster. Das geht deutlich besser.

Ein leichter Rucksack verändert beim Backpacking wirklich alles. Du bist weitaus flexibler und auch wendiger unterwegs. Du kannst auch mal eben schnell zur ablegenden Fähre rennen oder das Schwitzen vermeiden. Ebenso quetschst du dich problemlos in einen überfüllten Bus.

Zehn bis maximal zwölf Kilo reichen völlig aus. Mehr brauchst du nicht. Außerdem sparst du dir das nervige Warten am Gepäckband nach dem Flug. Viele Rucksäcke bis zu einer Größe von 40 Litern gelten bei den meisten Airlines nämlich als Handgepäck. Das gibt dir noch mehr Freiheit und schont deine Reisekasse.

Was alles wirklich in den Rucksack muss

Vergiss den Föhn! Lass auch deine drei dicken Lieblingsjeans direkt im Schrank. Beim Backpacking sind Funktionalität, leichte Materialien und eine clevere Kombination der Kleidung wichtig.

Atmungsaktive Kleidung als Allrounder

Normale Baumwolle trocknet bei tropischem Wetter extrem langsam. Wenn du schwitzt, klebt sie feucht am Körper und ein schnelles Trocknen ist nicht zu erwarten. Setze stattdessen auf Leinen, Viskose oder leichte Merinowolle. Letztere ist ein echtes Wunder, denn selbst nach drei Tagen in der Sonne riecht sie kaum nach Schweiß.

Packe ausreichend Kleidung für etwa eine Woche ein. Mehr nicht. Wäschereien findest du in Asien wirklich an jeder Straßenecke. Für wenige Euro wird deine Kleidung gewaschen, getrocknet und sogar zusammengefaltet.

Wenn du dir auch die Tempel anschauen möchtest, achte darauf, dass dein Outfit Knie und Schultern bedeckt. Ohne angemessene Kleidung kommst du in Asien in keinen einzigen Tempel. Ein leichter Sarong ist hierfür ideal.

In der Regenzeit sollte auch eine dünne Regenjacke im Gepäck sein. Der Monsunregen kommt oft plötzlich und kann auch mal mehrere Tage anhalten. Als Schuhe reichen ein Paar bequeme Sneaker oder Flipflops.

Dokumente und Geld

Dein Reisepass ist der wichtigste Wertgegenstand auf Reisen. Achte deshalb unbedingt darauf, dass er vor der Abreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Wenn du ihn unterwegs verlierst, wird es sehr anstrengend. Mache daher zwingend Fotos von ihm und allen wichtigen Dokumenten. Lade sie sicher in einen Cloud-Speicher hoch. So hast du im Notfall immer und überall Kopien griffbereit.

In manchen Teilen Asiens ist Bargeld noch immer König. Verteile deine Kreditkarten und dein Geld daher schlau an verschiedenen Orten. Ein bisschen was ins Portemonnaie. Etwas Bargeld solltest du im Rucksack verstecken. Zwei Kreditkarten von unterschiedlichen Banken sind Pflicht, für den Fall, dass eine deiner Karten mal von einem Geldautomaten nicht akzeptiert wird.

Die Reiseapotheke für den Notfall

Pack Paracetamol, Pflaster und etwas gegen starke Magenbeschwerden in deine Reiseapotheke. Kohletabletten sind sehr hilfreich, falls das leckere Streetfood doch einmal Durchfall verursacht. Aber denke daran: Auch in Bangkok, Bali oder Hanoi gibt es hervorragende Apotheken.

Oft bekommst du Standardmedikamente dort sogar deutlich günstiger als daheim. Ein gutes Mückenspray solltest du sowieso am besten direkt vor Ort kaufen. Die lokalen Mittel mit hohem DEET-Anteil wirken gegen die tropischen Mücken meist besser als sanfte Sprays aus Europa.

So bleibst du in Südostasien vernetzt

Ohne Smartphone geht heute auf Reisen kaum noch etwas. Google Maps, Apps zur Hostel-Buchung, Übersetzer-Apps für Speisekarten und die Grab-App sind deine täglichen Begleiter. Deshalb brauchst du unbedingt verlässliches Internet.

Grenzenloses Internet ohne Plastik-SIM

Lade dir einfach vorab einen digitalen Datentarif herunter. Wenn du mit einer eSIM Asien reist, hast du direkt nach der Landung volles Netz. Du aktivierst das Profil in deinen Handy-Einstellungen, das Flugzeug landet, du schaltest den Flugmodus aus und bist sofort online.

Gerade bei unübersichtlichen Grenzübergängen auf dem Landweg, etwa zwischen Vietnam und Kambodscha, spart das unfassbar viel Zeit und Nerven. Die örtlichen SIM-Verkäufer kosten dich hingegen weitaus mehr Energie und Geld.

Ein Smartphone zeigt eine eSIM Karte auf dem Display
eSIMs sind für Touristen oftmals die bessere Alternative zur klassischen SIM-Karte

Powerbank und Adapter

Dein Akku wird garantiert irgendwann schlappmachen. Im schlimmsten Fall bist du dann mitten im Nirgendwo und bist auf dein Handy angewiesen. Eine kompakte Powerbank mit 10.000 mAh kann dir in einer solchen Situation den Tag retten. Sie lädt dein Smartphone problemlos zwei- bis dreimal vollständig auf.

Größere Modelle sind oft viel zu schwer. Denke auch an einen universellen Reiseadapter. Die Steckdosen auf den Philippinen oder in Malaysia sehen anders aus als in Thailand. Am besten ist ein kompaktes Modell mit mehreren zusätzlichen USB-Ausgängen.

Fazit: Ein paar letzte Worte vor dem Abflug

Perfektionismus hat beim Backpacking nichts zu suchen. Du wirst Dinge vergessen, und das ist ganz normal. Du wirst Dinge einpacken, die du am Ende nie benutzt, und auch das gehört einfach dazu.

Mach dir nicht allzu viel Stress. Südostasien ist eine sehr entspannte Region. Die Menschen sind herzlich und hilfsbereit. Falls dir etwas fehlt, kannst du es dir ganz entspannt auf dem nächsten Nachtmarkt oder in einer der riesigen Shopping-Malls kaufen, sofern du in größeren Städten unterwegs bist.

Genieße jeden Moment, auch wenn es einmal schwieriger werden sollte. Ein solches Abenteuer kommt so schnell nicht wieder, und du wirst diese Zeit deines Lebens ganz bestimmt niemals vergessen.

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