Quy Nhon: Stadt mit Charme und schönem Strand

Am vietnamesischen Küstenort Quy Nhon fahren die meisten Touristen nur vorbei. Dabei hat die Stadt durchaus Einiges zu bieten – zum Beispiel alte Cham-Bauwerke und ein kleines Strand-Paradies.

 

Raliza Danailow und Choco sind gemeinsam für ein paar Monate durch Südostasien gereist. Vietnam erkundeten die beiden komplett mit dem Motorrad. Nachfolgend schildert Raliza uns ihre Eindrücke rund um die Stadt Quy Nhon.

 

Am Strand von Quy Nhon

Auf der Durchreise mit unserem Motorrad von Nha Trang Richtung Da Nang haben wir die Küstenstadt Quy Nhon entdeckt. Eigentlich war nur ein kurzer Zwischenstopp geplant, aber daraus wurden mehrere Tage.

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Da Quy Nhon touristisch noch recht unerschlossen ist, war es für uns ein richtig authentisches Erlebnis, den Ort und seine Umgebung zu entdecken.

Die Stadt ist mit rund 300.000 Einwohnern recht groß, die Straßen sind sehr breit und sauber sowie hübsch gestaltet. Und es gibt eine sehr schöne lange Strandpromenade.

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Rechts und links und hinter dir siehst du saftig grüne Berge und vor dir das Meer. Und keine Touristen! Wenn doch Touristen, dann eher Einheimische.

Einen Schlafplatz zu finden war trotzdem kein Problem. Auf der Hauptstraße vorne an der Promenade gibt es ein paar Hotels. Und wir haben ein wirklich tolles Zimmer mit Meerblick für nur 8 Dollar gefunden. Der Wahnsinn!

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Es gibt sogar eine Backpacker-Unterkunft – also ja, es gibt schon ein paar wenige westliche Touristen – mit dem Namen »Barbara’s Hostel«. Dort kannst du auch ganz gut essen – morgens, mittags und abends.

Darüber hinaus findest du überall kleine Essensstände mit typischen vietnamesischen Gerichten.

Quy Nhon ist eine vietnamesische Stadt, die sich noch nicht so an die Bedürfnisse der (westlichen) Touristen angepasst hat, wie das an manch anderem Ort der Fall ist. Dementsprechend lernst du hier ein etwas anderes Vietnam kennen.

 

Bei den Fischern am Hafen

In Quy Nhon kannst du den großen Hafen besuchen und dabei zusehen, wie jeden Morgen die Boote mit unzählig vielen Fischen zurückkehren.

Die Fischer und Arbeiter vor Ort sind äußerst freundlich und führen dich gerne ein bisschen rum. Eigentlich ist es fast schon ein wenig beängstigend zu sehen, wie viele Fische da jeden Tag aus dem Wasser genommen werden, aber so verdienen die Menschen nun mal ihren Lebensunterhalt.

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Die Cham-Türme

Ungefähr im Zentrum der Stadt, in einem kleinen Park, kannst du dir die Thap Doi Towers ansehen und so ein wenig antike Cham-Architektur kennenlernen. Sie sind ein Wahrzeichen einer einst hohen Kultur der Champas aus dem 11. und 12. Jahrhundert.

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Unsere Highlights waren allerdings einmal das kleine Fischerdorf drei Kilometer südlich von Quy Nhon sowie definitiv der Bai Xep Beach.

 

Zu Besuch im »Lepradorf«

Das kleine Fischerdorf erreichst du am besten mit einem Roller. Es geht lediglich einmal bergauf und wieder bergab.

Dort, wo heute das Dorf ist, wurde 1929 eine französische Kolonie gegründet und man fing, an Leprakranke Menschen zu behandeln. Seitdem trägt es auch die Bezeichnung »Lepradorf«, obwohl dort heute ein dermatologisches Krankenhaus steht. Allerdings wurde zum Gedenken an die vielen Leiden eine schöne Promenade angelegt. Dort gibt es auch eine Aussichtsplattform und einen Park mit lauter Statuen von Wissenschaftlern und Humanisten, die damals gegen die schwere Krankheit geholfen und geforscht haben.

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Bai Xep Beach – ein kleines Paradies

Zehn Kilometer südlich von Quy Nhon – auch am Besten mit dem Roller zu erreichen – findest du den Bai Xep Beach, der uns sehr überraschte.

Es handelt sich u meinen sehr sauberen Sandstrand. Eigentlich sind es sogar drei kleine aneinandergereihte Strände. Und dort gibt es in der Tat ein paar mehr Touristen, darunter viele Engländer und hauptsächlich Motorradreisende. Eine nette Unterkunft und Bar dort vor Ort trägt den schönen Namen „Life’s a Beach“. Wirklich traumhaft.

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Nachtrag

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass die Menschen in dieser Stadt und Umgebung ausgesprochen freundlich waren. Dadurch, dass dort selten ein Tourist gesehen wird, interessieren sie sich unglaublich für dich, kommen auf dich zu und versuchen, irgendwie mit dir zu kommunizieren.

Wir wurden von einem Restaurantbesitzer zu seiner privaten Abendrunde mit Freunden eingeladen, und obwohl niemand Englisch konnte, hatten wir einen der tollsten Abende auf unserer Reise, weil er eben so authentisch war. Wir haben zusammen gegessen, getrunken und gesungen. Am späteren Abend in einem Club wurden wir von drei Leuten angesprochen und auf Bier eingeladen und wir haben viel gelacht und getanzt. Und natürlich wollten alle immer ein Foto haben.

Wir waren zwar mit dem Motorrad in Vietnam unterwegs, aber du kannst Quy Nhon auch sehr gut mit dem Bus und mit dem Zug erreichen.

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 10. Dezember 2016. Zuletzt aktualisiert am 16. März 2017.

Kommentare1 Kommentar

  1. Lieber stefan-herzlichen dank für diese schöne erinnerung.bei uns wars damals (2007) schon wie beschrieben-herrlich!

    Aber auch nong khai hat uns gut gefallen:-)
    Liebe Grüsse und weiter so!
    Ldjjunterwegs (diesen sommer leider „nur“ in albanien/griechenland unterwegs ;-))

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