Dong Van Karst Geopark: Traumhafte Motorradroute im Norden Vietnams

Im Grenzgebiet zu China erwartet dich eine atemberaubende Berglandschaft. Der Dong Van Karst Geopark ist ein echtes Highlight abseits der Standardrouten. Hier alle Infos.

 

Raliza Danailow und Choco sind gemeinsam für ein paar Monate durch Südostasien gereist. Vietnam erkundeten die beiden komplett mit dem Motorrad. Nachfolgend schildert Raliza uns ihre Eindrücke vom Dong Van Karst Plateau.

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Dong Van: Mit dem Motorrad durch das Karstplateau

Vietnam mit dem Motorrad zu erleben ist das Beste, was dir passieren kann. Das Gefühl von unbeschreiblicher Freiheit und die Nähe zum Land und zu den Menschen, dieses Gefühl bekommst du leider nicht in einem Reisebus.

Wir haben mit unserer kleinen Baby-Honda Win CC 110 einen Nordloop von Hanoi aus über den Westen bis ganz hoch in den Norden gemacht. Der Dong Van Karst Geopark liegt an der chinesischen Grenze auf ca. 1.100 Metern im nördlichsten Teil Vietnams.

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Ausblicke und Begegnungen

Die Straßen hier sind sehr gut ausgebaut und du kannst ohne Probleme fahren. Je weiter du in den Park reinfährst, desto kahler wird es, landschaftlich und menschlich. Dafür bekommst du eine ganz andere, außergewöhnliche Landschaft zu sehen. Und auch die Bergvölker hier sind anders als im Rest des Landes.

 

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Hier ragen zunächst gigantische Karststeinberge aus dem Boden und hinter diesen Bergen erscheint auf einmal eine unbeschreibliche Natur mit senffarbener Erde und grauen spitzen Bergzipfeln, so wie du sie vielleicht von Bildern aus Vietnam kennst.

Diese Hügel ragen vielfach gestaffelt wie Zuckerhüte aus der Erde. Unbeschreiblich toll! So etwas habe ich noch nie gesehen. Für mich war es der Höhepunkt auf meiner dreimonatigen Reise durch ganz Vietnam!

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Überall, wo du hinguckst, kannst du es kaum glauben, dass es da einen Weg gibt, den man langfahren kann – in Vietnam ist tatsächlich alles möglich!

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Das Leben für die Menschen dort vor Ort ist sicher um einiges schwieriger, denn der Anbau hier ist nicht einfach. Man sieht die Menschen auf den Hängen arbeiten, wobei sie ihr Leben riskieren, denn ein falscher Schritt und sie fallen in die Tiefe. Außerdem ist es überall sehr steinig und nirgendswo sieht man große freie Flächen zum Anbauen.

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Sondergenehmigung benötigt

Um den Dong Van Karst Geopark zu durchfahren, benötigst du eine polizeiliche Durchreisegenehmigung. Diese kostet ca. 10 bis 25 US-Dollar. Sie wird verlangt, sobald du im Dorf Dong Van ankommst und dort übernachten möchtest.

Aufgrund meiner Erfahrung empfehle ich, zwei Tage Zeit für diesen Park zu nehmen. Nach einem Besuch in Sapa kannst du beispielsweise über Lao Cai nach Ha Giang an einem Tag fahren. Oder von Hanoi aus direkt nach Ha Giang. Dort kannst du dir dann einen Roller ausleihen, oder ein Auto oder eine Tour organisieren. Dann fährst du an einem Tag bis nach Dong Van und übernachtest dort. Zum Beispiel im Xuan Thu Hotel bei Mr. Hung, das ist zwar sehr einfach, aber vollkommen in Ordnung.

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Auf dem Weg nach Ha Giang

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Am nächsten Tag kannst du in den nördlichsten Zipfel des Parks fahren, wo es einen Aussichtsturm gibt, von wo aus du rüber nach China gucken kannst.

Von dort hast du dann die Möglichkeit, zurück nach Ha Giang zu fahren. Oder aber, meine Empfehlung, du fährst weiter Richtung Meo Vac! Auch eine super Strecke mit atemberaubender Landschaft. Riesige Karstberge, die in die Luft ragen. Und du siehst dort viele Menschen, die auf der Straße laufen und arbeiten! Wirklich einfach nur beeindruckend! Du wirst es nicht bereuen.

 

Weiterreise

Von hier aus könntest du weiterfahren bis nach Cao Bang, um dir dann am nächsten Tag die Ho-Chi-Minh Höhle anzugucken und den gigantischen Wasserfall an der chinesischen Grenze! Das ist – nach den Iguazu-Wasserfällen in Argentinien – der zweitschönste Wasserfall, den ich je gesehen habe!

Dong Van Karst: Weitere Bilder

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 25. September 2016. Zuletzt aktualisiert am 16. März 2017.

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