Ein Tag im Khao Yai Nationalpark

Der älteste Nationalpark Thailands liegt im Nordosten Bangkoks und ist innerhalb weniger Stunden zu erreichen. Dort erwarten dich grüne Natur, schöne Wasserfälle und interessante Begegnungen mit der Tier- und Pflanzenwelt. Hier findest du einen Reisebericht zum Khao Yai Nationalpark.

 

Leserin Raliza Danailow, gebürtig aus Halle an der Saale, lebte zuletzt sieben Jahre in Córdoba (Argentinien). Nun erfüllt sie sich einen Traum und reist gemeinsam mit ihrem Freund Choco für ein paar Monate durch Südostasien. Von Bangkok aus besuchte sie den Khao Yai Nationalpark. Nachfolgend schildert sie uns ihre Eindrücke:

 


 

Reisebericht: Khao Yai Nationalpark

 

Erst wussten wir nicht, wie wir den Park am Besten besuchen sollen. In Bangkok hatte man uns gesagt, dass wir auf jeden Fall einen Guide benötigen und daher am Besten eine organisierte Tour buchen.

Da wir aber alles gerne auf eigene Faust erleben, entschieden wir uns dagegen, und liehen uns vor Ort einen Roller (300 Baht/ca. 6 Euro). Selbst rumzufahren war die beste Entscheidung und dank asphaltierter Straßen nicht schwer.

Der Eintrittspreis in den Khao Yai Nationalpark beträgt 400 Baht (ca. 10 Euro). Eine Investition, die sich lohnt, denn dort ist es wirklich traumhaft schön. Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt. Es gibt dort einige kleine Flüsse, eine tolle Flora und Fauna sowie überall wunderschöne Schmetterlinge.

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Zudem haben wir viele Affen gesehen sowie zwei schöne Wasserfälle besucht. Um zu einem davon zu gelangen, ist eine zwei- bis dreistündige Trekking-Tour nötig. Das ging auch ohne Guide und war das Beste am ganzen Tag. Wir waren völlig alleine in der Natur, haben keine anderen Touristen gesehen und waren der Wildnis also tatsächlich ausgeliefert.

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Der Weg war jedoch ziemlich gut erkennbar, wir haben uns nicht einmal verlaufen. Unterwegs beobachteten wir wieder Affen in den Bäumen. Das Spannendste war allerdings, dass wir ein Krokodil sahen, das sich am Ufer sonnte.

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Nach etwa zweieinhalb Stunden kamen wir am Wasserfall an. Dieser ist wirklich schön!

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Nach Einbruch der Dunkelheit kannst du im Park noch an einer Nachtsafari teilnehmen. Das Geld dafür haben wir uns gespart und sind einfach noch etwas länger geblieben. Auf unserer eigenen Nachtsafari haben wir dann Rehe und Hirsche ganz aus der Nähe gesehen, das war aufregend.

Im Khao Yai Nationalpark gibt es Elefanten, die du wohl am ehesten am Abend siehst. Uns sind leider keine begegnet. Allerdings wurde uns auch gesagt, dass diese Tiere hier etwas crazy sind, und es vielleicht besser sei, nicht auf sie zu treffen. Tatsächlich lasen wir ein bis zwei Wochen später in der Zeitung, dass im Park eine Person von einer Elefantenhorde bedrängt wurde. Ihr ist zum Glück nichts passiert, aber es sah schon beängstigend aus!

 

Fazit zum Khao Yai Nationalpark

Der Besuch des Khao Yai Nationalparks war echt super. Es ist definitiv einer dieser Orte, an die ich nochmal gerne zurückkommen würde.

 

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Anreise zum Khao Yai Nationalpark:

Von Bangkok aus sind wir vier Stunden mit dem Zug nach Pak Chong gefahren (Dritte-Klasse-Ticket, ca. zwei Euro). Das war ein cooles Erlebnis. Unterwegs wurden in der Bahn Heuschrecken als Snacks angeboten – und von den Einheimischen tatsächlich gekauft!

 

Übernachtung Khao Yai Nationalpark:

Wir entschieden uns, direkt in Pak Chong zu übernachten. Von dort brauchst du rund 40 Minuten bis zum Nationalpark, aber der Weg ist supereinfach. Du musst eigentlich immer nur dieselbe Straße entlang, und der Park ist ausgeschildert.

Wir haben uns ein Zimmer in einem sehr einfachen Hotel direkt an der Straße genommen (300 Baht). Pak Chong selbst ist nicht wirklich schön, abends gibt es da einen kleinen Nachtmarkt, mehr als diese Attraktion jedoch nicht.

Du kannst auch näher am Park übernachten. Auf dem Weg dorthin befinden sich entlang der Straße die meisten Unterkünfte, diese waren jedoch mindestens acht Kilometer von der Stadt entfernt. Die Preise für Unterkunft und Verpflegung sind dort um einiges teurer. Zudem ist es dann schwerer, eine Tour auf eigene Faust zu organisieren.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, im Nationalpark zu übernachten. Und zwar in Zelten, die du dir ausleihen oder selbst mitbringen kannst. Sogar Isomatten und Schlafsäcke sind erhältlich. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir das gemacht.

Die Campingfläche ist allerdings nicht mitten im Dschungel, sondern eher in einem nett angelegten Park mit einer schönen großen Wiese. Drumherum spielten die Affen, also irgendwie echt aufregend.

 

Mehr Inspiration?

Hier findest du mehr zu Nationalparks in Thailand.

 

Weitere Bilder vom Khao Yai Nationalpark:

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Khao_yai_Nationalpark_warnung_Krokodil

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 21. Januar 2016. Zuletzt aktualisiert am 21. Januar 2016.

Kommentare1 Kommentar

  1. VOr 2 Wochen war ich auch im Khao Yai Nationalpark. Ich kann komplett zustimmen, dass die Natur dort wirklich beeindruckend ist. Man kann auch mehrere Tage im Park verbringen und stets etwas Neues entdecken.

    Ich finde nur, dass die Straßen doch relativ steil und manchmal in schlechtem Zustand sind. Mit dem Motorroller dort entlang zu fahren halte ich für gefährlich.

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