Khao Lak: Schnorcheltour zu den Similan Islands

Sie gelten als das Unterwasser-Highlight in Thailand. Die neun Inseln des Ko Similan Nationalparks locken Taucher und Schnorchler in Massen an. Die meisten kommen mit einer Tagestour von Khao Lak. Hier ist mein Erlebnisbericht.

 

Spätestens seit ich Anfang 2006 zum ersten Mal in Thailand war, sind mir die Similan Islands ein Begriff. Und sie waren für mich immer schon ein Mythos. Einer der Plätze, die ich gesehen haben muss und ein Paradies für Taucher. Mir war lange gar nicht klar, dass dort auch ein riesiger Schnorcheltourismus herrscht.

Nach meinen Ausflügen zur Insel Ko Tachai und den Surin Islands ist es bereits die dritte Tour rund um Khao Lak, auf die ich mich innerhalb einer Woche begebe.

Morgens um 8 Uhr kommt der Minibus und sammelt die Touristen an den verschiedenen Hotels ein. Ich habe die Tour bei Sea Star gebucht. Das ist ein riesiger Anbieter, der Urlauber unter anderem aus Khao Lak und Phuket mit duzenden Minibussen zu einem kleinen Hafen karrt. Dort erfolgt die Verteilung auf die Boote, die dann zu den vorgelagerten Inseln fahren.

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Gute Aussicht auf Similan Island Nummer 8.

Vorab steht jedoch die Registrierung an. Das Ganze ist eine Massenabfertigung, bei der sich lange Schlangen bilden. Immerhin stehen während der Wartezeit Toast, Gebäck und Getränke bereit.

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Anschließend erfolgt die Vergabe des Schnorchelequipments. Alles sieht gut aus und ist in verschiedenen Größen vorhanden. Ich selbst habe jedoch seit einigen Jahren meine eigenen Sachen immer mit dabei.

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Dann geht es endlich los.

 

Der erste Stopp: Insel Nummer 4

Nachdem wir mit dem Speedboat etwa eine Stunde über das Meer gebrettert sind, erreichen wir die Similan Islands. An der Stelle, an der wir stoppen, ankern überraschenderweise nur zwei weitere Boote. Mal wieder hüpfe ich als einer der Ersten ins Wasser und bin direkt beeindruckt von der guten Sicht. Einige größere Schwärme sind unterwegs. Dazu u.a. Kaiser-, Falter-, Drücker- und Igelfische. Auch meine Bekanntschaft von der Surin-Tour, die orientalische Süßlippe, sehe ich wieder.

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Mittagspause

Anschließend fahren wir weiter zu einem wenige hundert Meter entferntem Strand. In einem großen Restaurant wurde ein Buffet aufgebaut. Hier ist recht viel los, es hält sich aber noch im Rahmen. Auf der Insel kannst du übrigens übernachten. Eine ganze Reihe Bungalows und Zelte stehen dafür zur Verfügung.

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Der Strand der Insel ist schön, in der Mittagszeit jedoch mehr wie ein Bahnhof, nur das ständig Boote statt Züge ankommen, die Touristen für ihre Mittagspause ausspucken.

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Der zweite Stopp: Insel Nummer 8

Gut gesättigt steht der nächste Sprung in Wasser an. Leider nicht vor der vielgelobten Insel Nummer 9, dort seien heute zu viele Quallen. Stattdessen halten wir in einer kleinen Bucht auf der gegenüberliegenden Insel Nummer 8. Hier ist es weniger tief als am Morgen und es sind deutlich mehr Fische unterwegs. Dafür ist die Sicht nicht ganz so gut. Ein Tintenfisch kommt vorbei, dazu sehe ich Riffbarsche, Falter-, Wimpel-, Doktor- und Kaiserfische.

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Der dritte Stopp: Insel Nummer 8 (Land)

Zum Abschluss halten wir auf der anderen Seite der Insel. Theoretisch kannst du hier noch vom Strand schnorcheln. Das ist allerdings nicht so spektakulär und im Wasser treibt jede Menge Müll. Dass dort bei den gesalzen Preisen für die Touren niemand aufräumt, kann schon als Frechheit bezeichnet werden. Berge von Tüten und Dosen fische ich aus dem Meer.

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Was sich hingegen lohnt, ist der Aufstieg zu einem Aussichtspunkt. Der ist zwar zum Teil recht steil, jedoch auch für Ungeübte machbar. Das einzige Problem: Da die Flipflops am Hafen bei der Abfahrt eingesammelt wurden, musst du auf den Felsen über die sehr heißen Steine laufen. Ich hatte glücklicherweise meine Füßlinge vom Schnorcheln dabei.

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Oben belohnt dich ein wunderbarer Ausblick auf den Strand und die benachbarte Insel.

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Nach etwa anderthalb Stunden geht es zurück nach Khao Lak. Unterwegs entkommen wir so gerade einem schweren Gewitter. Glück gehabt.

 

Der Preis für die Tour zu den Similan Islands:

Alle Anbieter von Schnorcheltouren in Khao Lak haben die Similans im Programm. Die Preise unterscheiden sich kaum. In der Hochsaison werden rund 3.200 bis 3.500 Baht (ca. 72-78 Euro) fällig. In der Nebensaison musste ich lediglich 1.800 Baht (ca. 40 Euro) zahlen. Kinder erhalten fast immer eine Ermäßigung (30-40 %).

Im Betrag enthalten sind der Pick-up mit dem Minibus, die Speedboottour, das Schnorchel-Equipment (inkl. Flossen) und die Verpflegung für den ganzen Tag. Im Boot gibt es Obst und Softdrinks, auf der Insel ein All-You-Can-Eat-Buffet.

 

Fazit und Tipps:

Ich kann mir ungefähr ausmalen, was für ein Paradies die Similan Islands noch vor 10 bis 15 Jahren gewesen sein müssen. Vor dem Tsunami, vor der Korallen-Bleiche und vor dem Massentourismus. Heute ist Unterwasser sehr viel kaputt. Auch wenn sich die Natur langsam wieder erholt – die Zahl der Urlauber wird weiter steigen.

Du musst dich daher darauf einstellen, das Erlebnis Similans mit vielen anderen Menschen zu teilen. Beeindruckend ist es trotzdem. Eine so gute Sicht Unterwasser hatte ich in Thailand bisher noch nie, höchstens ansatzweise rund um Ko Lipe. Zudem sind hier sehr viele verschiedene Fischarten zu sehen. So könnte ich fast noch ein positives Fazit der Tour ziehen, allerdings war ich doch enttäuscht, dass es nur zwei richtige Schnorchelstopps gab.

Besonders schön sind die Strände auf den Inseln. Jedoch solltest du dir überlegen, im Nationalpark zu übernachten, um sie ohne Menschenmassen zu genießen. Dann kannst du auch das Unterwassererlebnis ausgiebig auskosten.

Ich rate davon ab, diese Tour in der Hochsaison zu machen. Wichtig: Von Mai bis November sind keine Touren möglich, da der Nationalpark schließt!

 

Hinweis: Hier findest du meine Berichte über die Schnorcheltour zur Insel Ko Tachai und Schnorcheln bei den Surin Islands. Zudem habe ich einen Schnorchel-Guide zu Touren und Anbietern rund um Khao Lak erstellt. Du kannst die Touren buchen, wenn du auf der Insel Koh Kho Khao wohnst.

 

Weitere Infos:

 

Weitere Bilder von den Similan Islands:

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Ende eines langen Tages.

 

Wie hat es dir bei den Similans gefallen?

 

 

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 26. Mai 2014. Zuletzt aktualisiert am 2. Mai 2015.

Kommentare1 Kommentar

  1. Hallo Stefan,
    wir waren 2013 auf den Similan Islands und können deine Erfahrungen nur bestätigen.
    Uns war es auf den Inseln auch zu voll, wobei die das Wasser und die Unterwesserwelt trotz der Schäden schon sehr schön war.
    Nun sind ja schon wieder ein paar Jahre vergangen, sodass dort vermutlich noch mehr los sien wird.

    Liebe Grüße
    Bibo & Tanja

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