Interview: Mit dem Rucksack durch Südostasien – von den 80ern bis heute – Teil 2

Es ist der Traum vieler Backpacker, einmal „Thailand früher“ zu besuchen. Im zweiten Teil des Interviews berichtet Heino Hassler unter anderem über Ko Samui in den 80er-Jahren, die Veränderungen und die Situation heute.

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Heino Hassler

Im ersten Teil des Interviews hatte Heino darüber berichtet, wie es möglich war, ohne Reiseführer und Internet Backpacking in Südostasien zu planen. Zudem schilderte er, wie die Verständigung vor Ort funktionierte, wie es mit Übernachtungen aussah und wie sich Backpacker gegenseitig mit wichtigen Informationen geholfen haben. Weiter geht es heute mit einem Blick auf die Hotspots im Wandel der Zeit. Und wir gehen der Frage nach, wo man denn heute noch hinfahren kann. Und los:

 

Vor allem die traumhaften Strände locken heute viele Besucher nach Südostasien. Wie war es damals ohne touristische Infrastruktur?

Auf dem Staatsgebiet von Thailand dürfte es langsam schwierig werden, noch Inseln zu finden, wo es einen akzeptablen Strand aber keinen Massentourismus gibt. Damals war an vielen Orten keinerlei Infrastruktur. Auch die Strände waren nicht immer gut erreichbar. Oft mussten wir uns ein Fahrrad mieten. Dann sind wir ein paar Stunden hingefahren und nach einem schönen Tag abends wieder heim. Auch mit den Inseln war das so eine Sache. Manchmal mussten wir jemanden fragen, ob er uns da mit dem Boot hinfährt. Das wurde dann auch mal teurer. Die Menschen dort konnten sich übriges nicht vorstellen, dass sich jemand freiwillig in die Sonne legt. Die tragen Pasten auf, um sich zu schützen und nicht braun oder dunkel zu werden. Und ihnen dann zu erklären, dass wir genau umgekehrt gepolt sind, das war nicht einfach.

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Fischernetze statt Liegestühle

 

Wenn Backpacker heute über „Thailand früher“ sprechen, ist immer wieder von den Fischerbooten die Rede, mit denen es damals zu den Traumstränden ging …

Ja, das war zu dieser Zeit ganz normal und oft die einzige Möglichkeit, überhaupt irgendwo hinzukommen. Selbst zu touristischen Zielen, wo es auch schon erste Unterkünfte gab, mussten wir mit den Versorgungsbooten fahren. Das war zum Teil mit langen Wartezeiten verbunden. Ich erinnere mich noch an Koh Chang. Demnächst soll da sogar eine Brücke hingebaut werden, aber früher war es so, dass noch nicht mal das Versorgungsboot ankern konnte. Es kamen kleine Beiboote, die uns aufgenommen haben.

Und ihr seid auch immer wieder abgeholt worden?

Wir waren natürlich schon so clever, dass wir erst bei der Rückfahrt bezahlten. Das war ein gutes Argument, uns nicht zu vergessen.

Heute gibt es Hotspots wie Koh Samui, Phi-Phi Island oder die philippinische Insel Boracay. Was ist dir von diesen Orten aus den ersten Jahren in Erinnerung geblieben?

Die angesprochenen Inseln waren natürlich nicht umsonst auch damals schon Hotspots. Die Strände dort sind einfach die schönsten. Wenn ich heute im Rückblick an Boracay denke, dann muss ich sagen, dass die Insel damals wirklich das Paradies auf Erden war. Es gab Hüten für acht Mark direkt am Strand. Außer ein paar Stunden mit dem Generator gab es keinen Strom, keine Autos und nur einen kleinen Weg in der Mitte. Man kann es sich nicht schöner vorstellen. Die anderen Backpacker waren so drauf wie man selbst. Abends in der Disco hat jeder eine Cassette abgegeben und der DJ hat das Beste daraus gemacht. Das war paradiesisch. Damals war ich bestimmt sieben- oder achtmal dort.

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Boracay – das Paradies auf Erden

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Wie sind deine Erinnerungen an Thailand?

Von allen Ländern haben sich die Hotspots in Thailand am schnellsten entwickelt. Mittlerweile verbringen jedes Jahr mehr als 500.000 Deutsche ihren Urlaub dort. Ich war 1983 das erste Mal auf Ko Samui. Damals gab es am Chaweng Beach nur drei kleine Anlagen mit jeweils etwa 10 Bungalows: das White House, den First Bungalow und das Munchies. Mehr gab es nicht. Nach dem Frühstück sind wir zwei Stunden am Meer entlang in eine Richtung gelaufen, und da war weit und breit niemand, keine Menschenseele. Heute ist da alles voll mit McDonalds und Burger King, das ist schon ein deutlicher Unterschied. Die Thais sind clevere und geschäftstüchtige Menschen. Mittlerweile leben solche Inseln komplett vom Tourismus. Damals gab es fast nur Fischer und Leute, die Kokosnüsse verarbeiteten. Aber auch bereits die Ersten, die sagten, hier könne man vielleicht ein paar Hütten anbieten oder ein Restaurant eröffnen. Natürlich gab es noch keine Speisekarte, sondern im Topf war nur das, was der Tag gerade hergab.

Das war damals sicher eine interessante und erlebnisreiche Zeit. Alles war neu und das Entdecken stand im Mittelpunkt des Reisens. Wie fühlst du dich heute, wenn du zu diesen Orten zurückkommst und den Wandel siehst? Fällt es dir manchmal schwer, das zu akzeptieren, oder findest du es auch irgendwie gut?

Wenn ich an meine Reisekontakte von damals zurückdenke, dann bin ich einer der wenigen, der das so akzeptiert. Die Welt bleibt nicht stehen. Das ist halt einfach so und das kann man nicht ändern. Es gibt Länder, die schlachten jedes touristische Ziel gnadenlos aus. Aber das machen die Thais eigentlich nicht. Außer Pattaya und ein bisschen auf Phuket kann ich mich nicht daran erinnern, dass Hochhäuser gebaut wurden. Es wird, abgesehen von Ausnahmen, immer versucht, die Hotelanlagen in die Landschaft zu integrieren. Natürlich gibt es überall Leute, die den Hals nicht vollkriegen.

Ich fahre heute noch gerne nach Ko Samui, auch wenn sich manches verlagert. Klar, nach Chaweng würde ich jetzt nicht mehr fahren, da hielte ich es nicht mehr aus. Aber es gibt sicher 18-Jährige, die sind heute noch im Green Mango, tanzen da bis morgens um 6 Uhr und finden alles klasse. Und das ist absolut in Ordnung so. Ich würde halt an andere Stellen gehen, die ehrlicherweise nicht so attraktive Strände haben, wo man aber trotzdem gut leben kann. Und wenn ich mal am Chaweng Beach baden möchte, fahre ich mit dem Moped hin. Das ist immer wieder ein Erlebnis. Aber dann ist es schön, wenn man abends wieder irgendwo hinkommt, wo alles noch relativ in Ordnung ist.

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Kaum zu glauben: Das Bild entstand am Chaweng Beach auf Ko Samui

 

Wie war damals der Kontakt zu den Einheimischen, gerade wenn ihr euch von den Städten wegbewegt habt?

Vor allem die Kinder und Jugendlichen waren immer sehr interessiert. Wir wurden zum Beispiel gefragt, ob sie uns mal anfassen dürfen, weil sie wissen wollten, wie sich weiße Haut anfühlt. Manchmal wurden wir auf längeren Busfahrten aufgefordert, ein Lied aus unserer Heimat zu singen. Da hatten wir viel Spaß.

Die älteren Menschen waren eher nicht aufdringlich und zurückhaltend, aber die befragten uns auch. Heute haben sich die Menschen an Gäste aus fernen Ländern gewöhnt. Man muss schon in die abgeschiedenen Landesteile der Staaten reisen, die gerade erst am Anfang stehen, um so etwas noch zu erleben.

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ATI-ATAHAN Fest in Kalibo/Panay

 

Hat dir das Reisen damals besser gefallen oder war es einfach nur anders?

Das ist schwierig zu beantworten. Du müsstest jetzt eigentlich jemanden fragen, der heute so alt ist, wie ich es damals war. Denn wenn du älter wirst, bist du auch froh über die eine oder andere Annehmlichkeit. Ich denke zum Beispiel an Bus- und Bootsfahrten, auf denen ich neun Stunden lang nur 15 Zentimeter Beinfreiheit hatte. Damit würde ich mir jetzt schon schwerer tun als früher.

Auch die Boote waren nur für die kleineren und schmaleren Einheimischen ausgelegt, und nicht für den großen Farang. Bequeme Reisen waren daher eher selten, das ist nun nicht mehr der Fall. Aber natürlich war es damals aufregender und ein größeres Abenteuer. Heute weiß ich mit fast hundertprozentiger Sicherheit, wann ich am Zielort ankommen werde. Das war früher nicht so.

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Was hat sich noch gewandelt?

Unser Flug damals von Deutschland nach Bali kostete 1.900 Mark. Das war zu dieser Zeit mehr Geld als heute 1.900 Euro. Mittlerweile kannst du für 600 Euro nach Bangkok fliegen und dann günstig weiter. Das ist schon ein Unterschied.
Dafür kosteten natürlich die Unterkünfte und das Leben früher nichts, alles war spottbillig. Durch den Massentourismus sind die Preise in den Ländern stark angestiegen. Allerdings hat sich auch der Komfort deutlich verändert. Jedoch muss man sich fragen, ob es wirklich sinnvoll war, den guten alten Bambusmattenbungalow abzuschaffen. Der war durch die vielen Ritzen und Fugen gut belüftet. Heute werden Betonhütten hingestellt und mit Holz versehen, damit die Leute denken, es wäre Naturmaterial. Aber das geht dann nicht mehr ohne Klimaanlage, weil sich der Beton aufheizt und es viel zu warm wird. Aus Sicht der Betreiber wird natürlich argumentiert, dass der Bambusmattenbungalow in drei bis fünf Jahren am Ende ist, während der Betonbau mindestens 20 Jahre hält.

Ich weiß, dass du immer auf der Suche nach neuen Zielen bist? Wo willst du noch hin?

Aus beruflichen Gründen konnte ich meist nur in der Zeit von Dezember bis Ende Februar Urlaub machen. Dadurch haben mich die klimatischen Begebenheiten etwas eingeschränkt. Klar kann man auch in der Regenzeit nach Sulawesi fahren, aber das würde ich nicht empfehlen, weil Straßen dann nicht passierbar sind. Wenn ich mal in Pension gehe, werde ich sicher die Ziele angehen, für die sich meine bisherige Reisezeit nicht so gut geeignet hat.

Ich versuche immer, möglichst viele neue Dinge zu entdecken. Was mich sehr begeistert hat, und wo ich nach meinem Besuch in den 80ern unbedingt noch einmal hin möchte, ist Burma. In den Jahren danach ist ständig wieder etwas dazwischen gekommen. Und jetzt wird das Land gerade von Touristen überrannt.

Was mir auch sehr gut gefällt ist Laos. Das ist ein Reiseziel, wo die Leute natürlich sind. Hier wird man noch als Mensch und nicht als Gelddruckmaschine gesehen. Da reise ich immer wieder hin. Und auch sonst gibt es viele schöne Orte, die man sich anschauen kann.
Mit dem Motorrad würde ich gerne mal eine große Südostasientour machen. Das geht ja mittlerweile. Früher gab es oft nur ein oder zwei Grenzstationen, an denen Touristen überhaupt passieren konnten. Das war dann oft mit Schwierigkeiten verbunden und die Einreise wurde verweigert. Heute ist alles etwas lockerer.
Früher bin ich schon mal mit einer geliehen Enfield in Süd-Indien herumgefahren. Das war toll. Indien, gerade den Norden, will ich mir auch noch ansehen.

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Die Chocolate Hills auf den Philippinen

 

Was sind deine Lieblingsziele nach 33 Südostasien-Reisen?

Ko Lipe ist immer noch Traum. Leider ist die Insel zu klein für den Touristenansturm, und es wurden schon viele Sünden begangen. Aber vom Strand her ist das ein Highlight und der Fisch ist immer noch fangfrisch und nicht aus der Tiefkühlung, wie an vielen der vorher besprochenen Locations. Das Gleiche gilt für Boracay. Ich war in im Januar zum ersten Mal nach 16 Jahren wieder dort. Der Beach ist immer noch wunderschön, nur die ganzen 5-Sterne-Hotelanlagen und Fastfood Läden muss man ausblenden.

Was mir persönlich gut gefällt ist Phu Quoc in Vietnam. Auch dort ist alles schon etwas kommerzialisiert worden, aber es ist noch genügend Platz. Man darf sich nicht nur auf den Hauptstrand konzentrieren. Mit dem Motorrad kommt man leicht auch zu anderen schönen Stränden.
Empfehlen kann ich auch Palawan und die vorgelagerten Inseln vor Port Barton. Toll sind natürlich auch die 4000 Islands auf dem Mekong in Süd-Laos.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Der Hauptweg auf Boracay in den 80ern

Wie bewertet ihr den Wandel? Träumt ihr von früher oder ist es ok, wie es heute ist?

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 18. Juli 2013. Zuletzt aktualisiert am 19. Oktober 2015.

Kommentare (11)

  1. Wir etwas jüngere Generation von Reisenden werden wohl das gleiche erleben, vielleicht an anderen Orten. Ich war oft in China (hab dort auch mehrere Jahre gelebt) und finde es faszinierend wie sich beispielsweise Peking in den 13 Jahren, in denen ich die Stadt kenne, gewandelt hat. Teilweise zum Guten, teilweise auch nicht. Aber ich finde es unglaublich interessant, den Wandel mitzuerleben. Das muss nicht unbedingt mit dem Tourismus zusammenhängen.

  2. Hi Stefan,

    bin eben erst auf diese großartige Interview-Serie gestoßen – Spitzenarbeit und sehr interessant. Vielen Dank dafür!

    Beste Grüße aus Cebu

    John

    • Hallo John,

      vielen Dank.
      Boracay muss damals wirklich das Paradies auf Erden gewesen sein.

      Viele Grüße
      Stefan

      • Boracay war das beste island weltweit

  3. Hallo Stefan,
    tolles Interview.Bin selber seit 1986 in Asien unterwegs, vornehmlich Thailand. Habe beim lesen wieder die Bilder von damals im kopf gehabt.Fahre immer noch nach Thailand, jetzt mit Familie und habe mich mit dem Wandel arangiert. Wie Heino schon sagte, wenn man älter wird, geniesst man auch die Annehmlichkeuiten.
    Danke nochmal für das Interview.

    Grüße aus Wolfsburg

    Norbert

  4. Whaaaaaaat?! Kaum zu glauben, wenn ich die Strandpromenade von Boracay damals und heute vergleiche…

    Aber wie Oli schon geschrieben hat: Auch wir werden in 10-20 Jahren sicher von Orten erzählen, die damals noch unberührt waren bzw. einfach nur der starken Wandel miterleben.

    Sehr cooler Artikel Heino & Stefan! Habe ich vorher irgendwie übersehen

    Viele Grüße aus Lombok
    Marcel

  5. Spannendes Interview! Ich war Anfang der 90er zum ersten Mal auf Koh Samui und jetzt gerade wieder dort. Die Veränderung ist in diesem Zeitraum schon krass. Aber wenn man die Bilder aus den 80ern hier sieht, kann man es kaum glauben. Mir ist es heute auf Koh Samui schon etwas zu touristisch, gerade in Chaweng oder Lamai. Auch die Preise sind extrem hoch. Annehmlichkeiten sind da, aber das Backpackerfeeling nicht mehr. Schön ist die Insel dennoch, keine Frage.

  6. ihr verarscht die leute hier das ist unglaublich-es zeugt davon das noch nie einer von euch eine Reise gemacht hat . Ihr redet von thailand und dem touri-ort boracay, nur boracay liegt in den Philippinen. Und sagt jetz bitte nicht ((falls dieser negativ-txt überhaupt veröffentlicht wird=-))ja das wußtet ihr oder war so beabsichtigt. Diese Website ist einfach nur zum Versuch des Geldmachens auf die schnelle erstellt worden-ansonsten hättet ihr wenigstens einmal gewußt, daß boracay ein touriort in den Phillippinren ist.

    • Ich habe ein Weilchen überlegt, ob ich einen anonymen Kommentar in diesem Ton überhaupt freischalten soll. Wahrscheinlich werde ich ihn bald auch wieder löschen, eine Antwort sollst du aber trotzdem bekommen.

      1.) Diese Seite wird nur von mir alleine erstellt. Ich weiß daher nicht, wen du mit »ihr« meinst.
      2.) Selbstverständlich ist mir klar, dass Boracay auf den Philippinen liegt. Dort habe ich 2011 schließlich zehn sehr schöne Tage am White Sand Beach verbracht.
      3.) Das Interview trägt den Titel »Mit dem Rucksack durch Südostasien« und beschränkt sich nicht nur auf Thailand. Im Text geht es ja auch um Ziele in Vietnam, Indonesien etc.
      4.) In der Tat kann es etwas verwirrend klingen, da in einer Passage erst von Thailand die Rede ist, dann Hotspots wie Ko Samui und Boracay genannt werden, und es dann wieder um Thailand geht. Wer sich in Südostasien nicht auskennt, könnte dann vielleicht wirklich auf den Gedanken kommen, Boracay läge in Thailand. Das könnte ich für Neulinge sicher noch mal präziser benennen. Manchmal wird man halt »betriebsblind«, jedoch kein Grund hier von »Verarsche« zu reden.

  7. Guter Bericht,

    gebt mal old boracay in facebook ein, und entscheidet selbst ob es damals besser oder schlechter war.

    Meine Meinung ist damals war es ein Paradies. Egal wo in Süd Ostasien !

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