Koh Jum – Paradies der Ruhe

Zu den unbekannteren Inseln Thailands gehört Koh Jum. Wo die Insel liegt, wie du hinkommst und was dich dort erwartet, erfährst du hier.

»Koh Jum? Wo liegt das?«, werde ich häufig gefragt. Mittlerweile ist es ja eher selten, dass eine Insel weitestgehend unbekannt ist. Selbst als Koh Pu, wie sich der nördliche Teil der Insel nennt, haben das Eiland nur wenige auf dem Schirm.

Und das, obwohl der weltberühmte Nachbar Koh Phi Phi am Horizont thront – gerade mal zwei Stunden Fahrt mit dem Longtailboot entfernt.

 

Dabei ist es doch echt paradiesisch auf dem kleinen Koh Jum. Wenn du tatsächlich noch eine Insel suchst, auf der das aufregendste Tagesereignis das Herunterfallen deines Buches beim Lesen in der Hängematte ist, dann bist du auf Koh Jum richtig aufgehoben. Suchst du nach ausgelassenen Partys, wirst du hier lange und wahrscheinlich vergeblich suchen. Wenn sich nicht gerade in einer der Strandbars am Luboa Beach ein kleines Sit-in mit gemütlicher Gitarrenmusik entwickelt, ist diesbezüglich nicht viel los.

Suchst du aber einen weißen Strand, an dem du mittags deinen Fruchtshake in der Hängematte trinken und abends einen einzigartigen Sonnenuntergang bestaunen kannst, dann: Jackpot.

 

Lage der Insel Koh Jum

Die Insel liegt in der Andamanensee – und zwar südlich von Krabi und nördlich von Koh Lanta. Auch vom Festland auf der Ostseite fahren saisonal Fähren auf die Insel. Nordöstlich grenzt Koh Jum an Koh Sriboya und in westlicher Richtung kannst du schon die Umrisse von Koh Phi Phi am Horizont erkennen.

Dadurch ist die Insel von mehreren Seiten gut erreichbar. Von Krabi aus bist du in einer Stunde dort. Ebenso schnell geht die Überfahrt, wenn du aus südlicher Richtung von Koh Lanta aus anreisen möchtest. Bis zum Festland sind es gerade mal 30 Kilometer.

 

Koh Jum: Anreise und Orientierung

Dass Koh Jum noch nicht auf den ausgetretenen Pfaden liegt, zeigen alleine die Anreisemöglichkeiten. Willst du die Insel besuchen, musst du zuerst auf eine der Fähren, die zwischen Krabi und Koh Lanta verkehren. Vor der Westküste Koh Jums halten die großen Boote und du musst auf eines der bereits wartenden Longtailboote umsteigen. Diese bringen die Besucher zu den jeweiligen Stränden. An der Ostküste gibt es zwei große Strände, vor denen die Boote dich aufsammeln. Am südlichen Ende der Insel befindet sich der Golden Pearl Beach und am nördlichen Ende der Luboa Beach.

Hast du vorab eine der meist preisgünstigen Unterkünfte gebucht, wirst du zum jeweiligen Hotel gebracht. Solltest du noch keine Buchung haben, werden dir für den Transfer von der Fähre zur Insel 100 Baht berechnet. Bedenke, du solltest beim Umsteigen auf die kleinen Boote schon ungefähr wissen, welchen Strand du ansteuern möchtest. Davon hängt nämlich ab, welches der Longtailboote du besteigen musst.

 

Koh Yum: Was dich auf der Insel erwartet

Koh Jum gilt als eine der freundlichsten Inseln in Thailand. Der größte Teil der 1.000 Bewohner umfassenden Bevölkerung ist muslimisch. Sie verdienen sich ihr Täglich-Brot größtenteils mit dem Fischfang oder der Gummibaumzucht. Wer sich mal einen Roller oder ein Fahrrad schnappt, der wird nicht umher kommen, durch eine der unzähligen Plantagen zu düsen.

In Resorts und Gästehäusern arbeiten auch einige der Einheimischen. Die Zahl der Touristen, die hierher kommen, ist jedoch noch sehr überschaubar. Gerade dieser Faktor macht die kleine Krabbeninsel zu etwas Besonderem. Es gibt nicht viele Hotels oder Resorts. Das Preisniveau ist angenehm und die Menschen sind wahnsinnig liebenswert.

 

Was diesen Flecken Thailand so speziell macht, ist seine puristische Infrastruktur. Im Süden erhebt sich das kleine beschauliche Fischerdorf Baan Koh Jum. Neben einigen Souvenirläden hat der kleine Ort ein paar wenige familiengeführte Cafés und Restaurants, sowie einen kleinen Pier, an dem saisonal die Fähre vom Festland hält, zu bieten. Besonders zu empfehlen ist hier, wie auch auf dem Rest der Insel, der frische Fisch, der vor deinen Augen direkt zubereitet wird.

Das Dörfchen wirkt fast schon eingeschlafen, denn es ist wirklich nicht viel los dort. Neben einer Schule, einem kleinen Markt, einem Sportfeld und einigen wenigen Unterkünften, ist dort nicht viel zu finden. Aber genau das, macht den Charme der Insel aus. Ein morgendliches Frühstück und dabei ein wenig die Leute auf der kleinen Gasse beobachten, das ist doch ein schöner Start in den Tag, bevor du dich wieder anderen Aktivitäten widmest.

 

Unterwegs auf Koh Yum

Rollerst du gemütlich die asphaltierten Straßen Koh Jums Richtung Norden, lässt du den Andaman Beach und den Golden Pearl Beach links liegen. Wenn du eine schöne Unterkunft suchst, kann ich das Golden Pearl Beach Resort* empfehlen. Eine wirklich wunderschöne Anlage mit Bungalows in Preiskategorien von 300 und 2.000 Baht.
Wer sich abends doch gerne mal einen Cocktail gönnen oder einfach nur die Sonne hinter Koh Phi Phi am Horizont untergehen sehen möchte, der ist hier gut aufgehoben. Ganz gemütlich wird es abends an der Fuba, einer kleinen Cocktailbar am Strand des Resorts.

 

Stehst du auf Schnorcheln oder Kajak, kannst du dir an den Stränden das entsprechende Equipment leihen und die Korallen direkt vor dem Strand entdecken. Leider ist es durch den Tsunami zu einer erheblichen Zerstörung der Riffe gekommen. Aber es lohnt sich immer noch, sich im seichten, glasklaren Wasser umhertreiben zu lassen und ein bisschen was von der Unterwasserwelt zu erkunden.

 

Vorbei am Ao Si Beach, der von der Straße nicht einzusehen ist, erreichst du das Dörfchen Baan Ting Rai. Hier geht es links ab zum gleichnamigen Strand. Der Ort an sich liegt direkt an der einzigen Straße, die Nord- und Südteil der Insel miteinander verbindet. Willst du bis zum nördlichsten Strand, dem Luboa Beach, gelangen, wirst du schnell feststellen, dass irgendwo in der Mitte der Insel die asphaltierte Straße endet. Durch Gummibaumplantagen und pure Natur geht es auf holprigen Sand- und Steinpisten einmal um den höchsten Berg, dem Mount Pu, der sich 422 Meter über dem Rest der Insel erhebt.

 

Für die Sportlichen ist das sicherlich eine willkommene Abwechslung zum Relaxen am Strand. Der Ausblick auf die umliegenden Inseln, die dich erwartet, lohnt sich auf jeden Fall und dem einen oder anderen Affen läufst du auch mal über den Weg!

Umrundest du den Berg und folgst der Straße, gelangst du zum Luboa Beach. Dort gibt es einige gemütliche Unterkünfte. Du fühlst dich direkt ein bisschen in die Hippiezeit zurückversetzt. In den urigen Strandbars erwarten dich leckeres Essen und super Fruchtshakes. Ab und zu wird abends in gemütlicher Runde mit Gitarre und Mundharmonika gejamt.

 

Suchst du eine Unterkunft, kann ich auf die Luboa Hut oder die Sunset Beach Bungalows empfehlen. Tolle Bambushütten am Rande des Urwaldes gelegen.

 

Weitere Hotels und Resorts auf Koh Jum / Koh Pu

Einige Unterkünfte kannst du nur vor Ort oder über die Internetseiten der Hotels buchen. Es gibt jedoch auch schon eine gute Auswahl auf den bekannten Buchungsplattformen. Die größte Auswahl und die besten Angebote für Thailand haben in der Regel Agoda und Booking.

 

Zusammenfassung: Aktivitäten, die du auf Koh Yum machen kannst

 

1.) Chillen, Chillen und nochmal Chillen: Einfach mal die Seele baumeln lassen

 

2.) Seafood, fresh from the ocean: Direkt aus dem salzigen Wasser auf den Teller…Snapper, Tuna und was das Herz begehrt.

 

3.) Sundowner vom Feinsten: Wenn der rote Feuerball langsam hinterm Horizont verschwindet … unbezahlbar. Wer’s noch ein bisschen eindrucksvoller will, der paddelt mit dem Kajak in den Sonnenuntergang hinein.

 

4.) Reisen bildet, sagt man ja … In der Hängematte einfach mal gutes Buch zur Hand nehmen, ein kühles Bier dazu … that’slife

 

5.) Everybody goes snorkeling! Vielleicht nicht das schönste Tauchgebiet der Welt, aber beim Schnorcheln am Strand gibt es doch die eine oder andere Entdeckung zu machen.

 

6.) … und wer es romantisch mag: Laaaaange Strandspaziergänge … denn Strand gibt’s genug

 

7.) Up, up and away: Besteig den höchsten Berg der Insel und bestaunt den Ausblick über die Inseln in der Andamanensee…

 

Fazit Koh Yum

Wer dem hektischen Reisealltag ein paar Tage entfliehen möchte, der sollte ein paar Tage auf Koh Jum einplanen. Doch Vorsicht: die Gefahr, dort länger hängen zu bleiben ist groß. Furchtbar nette Menschen, tolle Unterkünfte, schöne Strände, Natur und jede Menge Ruhe.

Für uns war es der erste größere Urlaub mit Baby (5 Monate alt). Besonders was die Kinderfreundlichkeit angeht, setzen die Bewohner der kleinen Insel schon mal einen hohen Maßstab. Sehr beeindruckende Menschen und ich war sicherlich nicht zum letzten Mal dort.

 


Text und Fotos: Christoph Bauer

Auf diversen Reisen mit dem Rucksack durch Südostasien hat sich Christoph in Menschen, Kultur, Natur und natürlich in das asiatische Essen verliebt. Wenn er sich nicht gerade irgendwo zwischen Sri Lanka und Indonesien herumtreibt, lebt er an der Südlichen Weinstraße.

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 5. April 2017. Zuletzt aktualisiert am 17. Mai 2017.

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