Schätze des Isaan: Die Natur in Ubon Ratchathani

Die östlichste Provinz Thailands bietet einige interessante Sehenswürdigkeiten wie den Sam Phan Bok, den Zweifarben-Fluss oder den Pha Taem Nationalpark. Hier findest du die wichtigsten Infos.

Die Provinz Ubon Ratchathani teilt eine Grenze mit Laos und Kambodscha und liegt weit abgelegen von den Stränden Thailands . Die sehenswerte Natur in »Ubon« – die Region wird aufgrund der vielen Wälder auch »Smaragddreieick« genannt – macht eine Reise hierhin trotzdem lohnenswert. Wer sowieso auf dem Weg nach Laos ist – bis nach Pakse ist es nicht mehr weit – kann hier einen Zwischenstopp einlegen.

Georg Schubert bereist schon seit vielen Jahren Ziele in Thailand. Dabei zieht es ihn immer wieder in den Isaan, wo er abseits der Touristenrouten auf Entdeckungstour geht. Über seine Erlebnisse, interessante Orte und Themen wie Handwerkskunst und Seidenweberdörfer bloggt er seit einiger Zeit auch auf der eigenen Internetseite. Im nachfolgenden Beitrag stellt er dir einige lohnenswerte Ziele vor.

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Sehenswürdigkeiten in der Provinz Ubon

 

Es gibt in der Provinz Ubon Ratchathani viel zu sehen. So können unter anderem im Pha Taem Nationalpark tolle Aussichten und Wasserfälle genossen werden. Außerdem bietet der Zweifarben-Fluss ein einzigartiges Naturschauspiel. Das Highlight der Region sind wohl aber die Sam Phan Bok, die auch als Grand Canyon Thailands bezeichnet werden.

 

 

All diese Sehenswürdigkeiten sind relativ abgelegen von den typischen Touristenpfaden, deswegen wirst du hier kaum auf andere ausländische Touristen treffen.

Die beste Reisezeit ist die Regenzeit von Juli bis Oktober. Dann haben die Flüsse viel Wasser und die Wasserfälle sind am beeindruckendsten.

Zu anderen Jahreszeiten kannst du dir den Nationalpark Pha Taem sparen, da die Wasserfälle dann kaum sehenswert sind. Andernfalls konzentrierst du dich am besten nur auf die Sam Phan Bok und den Zweifarben-Fluss.

 

1.) Sam Phan Bok: Der Grand Canyon Thailands

Mit Sicherheit eines der absoluten Highlights der Provinz Ubon und des ganzen Nordosten Thailands sind die Sam Phan Bok (zu deutsch: die 3.000 Löcher), auch bekannt als der Grand Canyon Thailands.

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Die weiten Schluchten und unzähligen Löcher, die die Sam Phan Bok ausmachen, entstehen durch das Wasser des Mekongs, das sich durch den Stein frisst. Vor allem in der Trockenzeit sind viele dieser Stellen zu sehen.

In einigen der tieferen Löcher bilden sich sogar kleine Seen mit Fischen und Krabben.

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Auf den Anhöhen um die Sam Phan Bok hast du eine wunderbare Aussicht auf das Naturschauspiel, den Mekong und die Berge von Laos.

Auch bei der Erkundung der Schluchtenlandschaft kannst du schöne Ausblicke und Fotomotive entdecken.

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Des Weiteren kannst du mit einem der Boote am Fluss für 500 Baht (kurze Tour) oder 1.000 Baht (lange Tour) zu weiteren Aussichtspunkten und Naturschauspielen fahren. Der Preis gilt für das gesamte Boot, das 8-10 Personen Platz bietet. Es ist somit möglich, die Kosten mit anderen Interessenten zu teilen.

Die Schluchten und Felsen des Geländes sind frei begehbar. Dabei gibt es einige ungefährliche Wege, aber auch abenteuerliche Passagen, die dich zu unwegsameren Punkten in der Schluchtenlandschaft führen.

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Die Gegend liegt etwa 100 Kilometer von Ubon Stadt und 60 Kilometer von Khong Chiam entfernt (nahe der Grenze zu Laos). Entsprechend aufwendig gestaltet sich die Anreise. Am besten gelingt sie mit einem Mietwagen oder einem gecharterten Taxi.

Mit Eintrittskosten musst du hier nicht rechnen. Es gibt nur eine Parkplatzgebühr von 20 Baht.

 

2.) Pha Team Nationalpark

Der Pha Taem Nationalpark ist der östlichste Park Thailands. Dort kannst du tolle Aussichten auf den Mekong und das laotische Grenzgebiet genießen, dich an Wasserfällen erholen oder durch Blumenfelder schlendern. Zudem besteht die Möglichkeit, 3.000 Jahre alte Wandmalereien zu betrachten.

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Am Besucherzentrum des Pha Taem Nationalpark findest du den Pha Taem Cliff Aussichtspunkt, wo du den frühesten Sonnenauf- und Sonnenuntergang in Thailand erleben kannst.

Nahe des Besucherzentrums beginnt ein abenteuerlicher Wanderweg, der dich zu den Wandmalereien und einigen Aussichtspunkten führt. Der Pfad verläuft an Klippen und Felshängen entlang. Er ist zwar gut ausgebaut, jedoch geht von herunterstürzenden Steinen eine gewisse Gefahr aus.

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Die Sehenswürdigkeiten des Nationalparks Pha Taem sind weit verteilt im Grenzgebiet zu Laos. An den Zufahrten zu den Attraktionen befinden sich Checkpoints, an denen du deine Tickets kaufen und vorzeigen musst.

Die Wasserfälle des Pha Taem Nationalparks sind nur saisonal von Juli bis Dezember mit Wasser gefüllt. In den anderen Monaten sind sie nicht mehr als ein Rinnsal. Die Anfahrtswege zu diesen Wasserfällen sind dann meist gesperrt, da die Parkwächter die Checkpoints nicht besetzen oder ein Nickerchen in der Wachthütte halten (ich konnte den Wächter nicht aufwecken).

Nur sehr wenige Besucher machen den weiten Weg in diesen abgelegenen Nationalpark. Bei meinem Aufenthalt dort habe ich nur einige Thais gesehen, jedoch keine anderen ausländischen Touristen.

Ticketpreise: 400/200 Baht für Ausländer (40/20 Baht für Thais)

Öffnungszeiten: täglich bei Sonnenlicht

Die Ticketpreise empfinde ich als sehr hoch, deswegen lohnt sich ein Ausflug zum Pha Taem Nationalpark wirklich nur dann, wenn die Wasserfälle gefüllt sind und die Blumenfelder blühen. Also zwischen Juli und Oktober/November. Dann kannst du alle Sehenswürdigkeiten des Nationalparks am besten bestaunen. Des Weiteren sollten zu dieser Zeit auch die Checkpoints an den Anfahrtswegen besetzt sein, was die Anreise zu den Attraktionen erst ermöglicht.

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3.) Zweifarben-Fluss

An der Grenze von Laos und Thailand treffen zwei große Flüsse aufeinander. Der Moon (auch: Mun) fließt hier in den Mekong.

Dabei siehst du das Braun des trüben Mekongs und das blau-grün des Moon ineinander übergehen.

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Deswegen heißt die Stelle Zweifarben-Fluss oder auf Thai: Mae Nam Song Si.

Auf dem Gelände des Tempels Khong Chiam kannst du das Schauspiel beobachten. Von dort aus hast du ebenso eine gute Sicht auf das Umland der beiden Flüsse und die Berge in Laos.

Es werden hier keine Eintrittskosten fällig.

Den Tempel und die Umgebung des Zweifarben-Flusses besuchen nur wenig von Touristen. Die Atmosphäre ist angenehm ruhig.

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Anreise und Unterbringung

Die vorgestellten Sehenswürdigkeiten liegen alle im äußersten Südosten des Isaan an der Grenze Thailands zu Laos. Da die Attraktionen über ein etwa 100 km großes Gebiet verteilt sind und es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, ist ein eigenes Gefährt für die Erkundung der Gegend unerlässlich.

Am besten leihst du dir ein Motorrad in Khong Chiam. Die Stadt liegt direkt in der Region und dort findest du einige kleinere Hotels. Du kannst dir auch ein Auto in Ubon Stadt mieten und von hier aus zu den genannten Orten aufbrechen.

Mit etwas Eile schaffst du es, alle Attraktionen an einem Tag zu besuchen. Ich würde allerdings zwei Tage Reisezeit empfehlen, um die Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen zu können.

 

 

 

 

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 3. August 2016. Zuletzt aktualisiert am 5. August 2016.

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