Mirissa Beach: tolle Sonnenuntergänge an Sri Lankas Südküste

Der Mirissa Beach gehört zu den schönsten und beliebtesten Stränden in Sri Lanka. Hier findest du Infos zu Unterkünften, Restaurants und zur Anreise sowie jede Menge Fotos.

 

Einer der Hauptgründe für viele Reisende, nach Sri Lanka zu kommen, sind die wunderschönen Strände dort.  Diese gibt es nicht nur in großer Anzahl, sie sind auch sehr vielseitig, was ihre Optik, mögliche Aktivitäten und die touristische Infrastruktur angeht. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Eine Option, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut, ist die Bucht von Mirissa. Der Ort liegt an der Südküste Sri Lankas, nur etwa 12 Kilometer westlich der Stadt Matara, und gehört zu den schönsten Zielen in Sri Lanka.

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Das erwartet dich am Mirissa Beach

Der Strand in Mirissa hat mir optisch direkt gefallen. Leider bleibt natürlich nicht unbemerkt, dass er sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Teile des Strandes sind gepflastert von Werbeplakaten für Whale-Watching-Touren oder Surfkurse und natürlich von Liegestühlen.

Das empfinde ich immer als störend, weil es dem Strand die Natürlichkeit nimmt. Die gute Nachricht ist aber, das noch nicht der gesamte Stand betroffen ist. Du findest dort immer noch viele unberührte Flecken. Wer sich hier niederlässt und seinen Blick aufs Meer richtet, kann sich fast wie im Paradies fühlen.

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Eine Besonderheit in Mirissa ist, dass es sozusagen einen Haupt- und einen Nebenstrand gibt, getrennt durch einen spitzen Zipfel Land mit einer kleinen vorgelagerten Insel und einigen Felsen.

Der Nebenstrand ist durch einen kleinen Fußweg, direkt vom Hauptstrand aus zu erreichen. Man braucht nur wenige Minuten und es empfiehlt sich auf jeden Fall, da der kleinere, deutlich weniger besuchte Nebenstrand in jedem Fall der natürlichere und vielleicht sogar der schönere der beiden Strände ist.

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Sehr unterschiedlich war außerdem das Badeerlebnis an den beiden Strandabschnitten. Während es am Hauptstrand lange Zeit sehr flach ins Wasser geht, fällt es am kleineren Strand schon nach wenigen Metern stark ab.

Dafür sind die Wellen am Hauptstrand richtige Brecher (zumindest im Oktober) – im wahrsten Sinne des Wortes – die einem gerne mal den Boden unter den Füßen wegziehen. Obwohl ich mich als eine sichere Schwimmerin bezeichnen würde, war mir hier beim Baden nicht ganz wohl. Lediglich im wirklich flachen Bereich habe ich mich besser gefühlt, auch wenn die Wellen selbst dort eine enorme Kraft hatten.

Am kleinen Strand sind die Wellen dagegen erst direkt am Strandanfang gebrochen. Ein Stück weiter draußen, wo man baden konnte, waren es deshalb eher Schaukelwellen, in denen ich mich deutlich wohler gefühlt habe. Dafür war das Wasser leider extrem trüb und es gab viele Algen und andere Pflanzen, wohingegen das Wasser am Hauptstrand klar war. Insgesamt hat also jeder der Strände seine Vor- und Nachteile. Für welchen Strand du dich auch entscheidest: Bloß nicht den wunderschönen Sonnenuntergang verpassen!

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Anreise nach Mirissa

Am einfachsten ist es sicherlich, mit dem Bus anzureisen, da die viel befahrene Küstenstraße durch Mirissa führt. Da viele Busse zwischen Colombo und Matara verkehren, ist es kein Problem, einen Bus zu finden.

Wer unterwegs zusteigt, sollte allerdings damit rechnen, dass die Fahrzeuge voll sein können und es keine Sitzplätze mehr gibt. Alternativ bieten sich auch Busse an, die nur Teile der Strecke befahren.

Prinzipiell gilt: Wer vor dem Einsteigen den Busbegleiter/Fahrkartenverkäufer fragt, der bei jedem Bus dabei ist, befindet sich auf der sicheren Seite. Oft geben diese sogar Auskunft darüber, welcher Bus der richtige ist, sollte es nicht ihrer sein.

Wer von weiter östlich als Matara anreist, zum Beispiel aus Tangalle, kann sich ebenfalls an Busse nach Colombo halten oder auch nach Galle. Alternativ kannst du natürlich in Matara umsteigen.

Eine Anreise mit dem Zug ist ebenfalls möglich. Allerdings besitzt Mirissa nur einen kleinen Bahnhof ein Stück weit im Landesinneren, an dem nur wenige Züge halten. Eine gute Alternative bietet der größere Bahnhof im nur wenige Kilometer entfernten Weligama. Von hier aus kann es dann mit dem Tuk-Tuk weiter gehen.

Wer sich über die Abfahrtzeiten von Zügen informieren möchte, kann die Website der sri-lankischen Bahn nutzen, die auf Englisch verfügbar ist.

Hier finden sich verschiedenste Informationen rund um den Bahnverkehr und unter Train Schedule findest du eine Suchmaske für Züge auf bestimmten Strecken, auch mit der Option nach einer bestimmten Uhrzeit zu suchen.

Wer lieber komfortabler unterwegs ist und einen größeren Spielraum im Budget hat, kann in Sri Lanka einen privaten Fahrer buchen, der einen zu jedem beliebigen Ziel fährt.

 

Mirissa: Hotels und Unterkünfte

Wir hatten keinerlei Schwierigkeiten, eine Unterkunft in Mirissa zu finden. Im Gegenteil: Mirissa war wahrscheinlich sogar von allen Zielen am Strand das mit der größten Auswahl an günstigen Unterkünften. Erwähnen sollte ich natürlich, dass wir in der Nebensaison unterwegs waren.

Wir buchen unsere Unterkunft in der Regel über Booking.com*, meist einen Tag im Voraus. Für Mirissa haben wir uns für eine Unterkunft entschieden, die hervorragend bewertet war und trotzdem unschlagbar billig (insgesamt auf der ganzen Reise die zweitgünstigste Unterkunft).

Einziger offensichtlicher Nachteil war die Entfernung zum Strand von ca. zehn Minuten. Wir haben allgemein niedrige Ansprüche an unsere Unterkunft, aber ehrlich gesagt hatten wir bei diesem Preis unsere Erwartungen noch weiter heruntergeschraubt, wurden dann aber total überzeugt. Das Chinuka Guest* würde ich allen Reisenden empfehlen, die mit einfachen Unterkünften zufrieden sind und sich aufgrund eines kleinen Budgets besonders über ein gutes Preis-Leistungsverhältnis freuen.

Die größten Pluspunkte der sehr neuen Unterkunft sind auf jeden Fall die überaus netten Besitzer und die idyllische Umgebung. Ist die Entfernung zum Strand zwar ein Nachteil, so ist dafür die Lage an sich, inmitten der Natur umgeben von Bananenstauden, ein wahrer Traum.

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Wir haben für ein Zimmer mit Ventilator und eigenem Bad im Oktober 7 Euro bezahlt. Es ist davon auszugehen, dass die Preise in der Hochsaison entsprechend teurer sind.

Generell sollte es in Mirissa aber keine Schwierigkeit sein, für jeden Anspruch und jede Preisklasse eine Unterkunft zu finden. Ob klein und günstig, mit Homestay Charakter und eher ein Stück ins Landesinnere gelegen oder ein höherpreisiges Hotel mit Pool und Halbpension direkt am Strand: Alles ist vertreten.

 

Bars und Restaurants in Mirissa

Einige Bars und Restaurants befinden sich direkt am Strand und können auch entweder von dort oder von der Straßenseite aus betreten werden. In der Nebensaison waren sie nicht alle in Betrieb. Es gab dennoch ein ausreichendes Angebot für die Menge an Touristen, in aller Regel mit Meerblick und zum Großteil sogar mit Sitzplätzen direkt auf dem Strand. Besonders häufig vertreten sind Seafood-Restaurants.

Eine Option zum Essen, die wir ausprobiert haben, ist das Our World. Ich würde es eingeschränkt weiterempfehlen. Das Ambiente war sehr einfach und rustikal, der Service trotz weniger Gäste langsam. Dafür waren die Preise für die Lage am Strand überraschend niedrig und das Essen geschmacklich in Ordnung. Super war die Guacamole mit Toast, die ein herzhaftes Frühstück oder auch ein leckeres Mittagessen abgibt.

Entlang der Hauptstraße und in abzweigenden Seitenstraßen gibt es weitere vielfältige Optionen an Restaurants. Eine Adresse für überzeugende und noch dazu recht günstige Rotis ist der Dewmini Rotishop. Lediglich die Lage ist ein Nachteil, da er etwas versteckt im Inland liegt und nicht so leicht zu finden ist. Dafür sitzt du recht gemütlich und die hohe Gästeanzahl trotz Nebensaison spricht für sich.

Ein Tipp für alle, die sich nach etwas Abwechslung zur sri-lankischen Küche sehnen, aber nicht auf Pizza oder Pasta zurückgreifen wollen, ist das Sushi Café Little Tuna. Es ist ebenfalls im Inland gelegen und über zwei verschiedene Wege zu erreichen (einer davon beinhaltet eine kleine Brücke). Das Restaurant ist offen, die Tische stehen zum Teil in einem Garten und die Atmosphäre dort ist wirklich angenehm entspannt. Viel entscheidender aber noch: das Sushi war eine Wucht! Ich esse keinen Fisch und habe mich deshalb nur an den vegetarischen Sorten probiert, diese waren aber kreativ, frisch (die Zutaten kommen direkt aus der Region) und absolut lecker. Die Preise waren für das durchschnittliche Niveau in Sri Lanka recht hoch, im Vergleich zu deutschen Preisen waren sie aber immer noch günstig.

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Text und Fotos: Sophie Sperlich

Sophie verbringt die meiste Zeit des Jahres mit ihrem Studium in Lüneburg. Seitdem sie im Rahmen eines Schüleraustauschs ein Jahr in Taiwan gelebt hat, zieht es sie nach Asien. In den Semesterferien packt sie deshalb ihren Rucksack, um ihrem Fernweh nachzugehen. Immer mit dabei ist ihr Freund alias persönlicher Foto- und Videograf.

 


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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 14. November 2016. Zuletzt aktualisiert am 18. Oktober 2017.

Kommentare (2)

  1. Sri Lanka ist zwar traumschön, gehört aber zu Südasien und nicht zu Südostasien.

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