7 nützliche Tipps für deinen Spontanurlaub in Singapur

Du fliegst kurzfristig nach Singapur und benötigst nun ganz schnell alles Wissenswerte zum Thema Reiseplanung? Hier findest du alles, was du vor Reiseantritt wissen solltest.

 

Singapur ist zwar der flächenmäßig kleinste Staat Südostasiens, aber zugleich eine dynamische und ausgesprochen spannende Metropole. Tipps für einen spontanen Trip in den Insel- und Stadtstaat bekommst du im folgenden Beitrag.

 

Spontanbesuch Singapur – das solltest du wissen!

  1. Singapur: Hinweise zur Einreise
  2. Medizinische Vorsorge für Singapur
  3. Money, Money, Money: Bezahlen in Singapur
  4. Packliste für Singapur
  5. Das solltest du dir in Singapur ansehen
  6. Verhaltenstipps für Singapur
  7. Essen in Singapur

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1.) Singapur: Hinweise zur Einreise

Egal, wie spontan du normalerweise bist: Bei einer Reise in ein Land Südostasiens gibt es dennoch einiges zu beachten und vorzubereiten. Zunächst brauchst du dafür einen Reisepass, denn eine Einreise mit dem Personalausweis ist nicht möglich. Dieser muss – falls noch nicht vorhanden – rechtzeitig beantragt werden. Ein normaler Reisepass hat jedoch eine Bearbeitungszeit von vier bis sechs Wochen. Kurzfristig kann er nicht ausgestellt werden. Als kurzentschlossener Urlauber hast du dennoch zwei Möglichkeiten:

  • Express-Reisepass: Hier beträgt die Ausstellungsdauer in der Regel 72 Stunden oder drei Arbeitstage. Die Kosten sind dafür aber deutlich höher als beim normalen Reisepass.
  • Vorläufiger Reisepass: Kann der Express-Reisepass ebenfalls nicht fristgerecht ausgestellt werden, ist es möglich, einen vorläufigen Reisepass zu beantragen, der meistens sofort erstellt und mitgenommen werden kann.

Zum Zeitpunkt der Einreise sollte der Pass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Deutsche, Österreicher und Schweizer dürfen bis zu 90 Tage im Land bleiben. Sie erhalten bei der Einreise einen Einreisestempel. Seit dem 20. April werden an der Passkontrolle außerdem bei jeder Ein- und Ausreise Fingerabdrücke digital eingescannt. Allerdings wird das bisher noch nicht konsequent umgesetzt.

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2.) Medizinische Vorsorge für Singapur

Die medizinische Versorgung in Singapur ist hervorragend. Es gibt sehr gute Ärzte und Kliniken. Trotzdem ist vorab ein wenig gesundheitliche Vorsorge zu treffen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt für Singapur eine Reiseimpfung gegen Hepatitis A. Bei einem Langzeitaufenthalt ist ggf. auch ein Schutz gegen Hepatitis B und Typhus ratsam. Zudem sollten die Standardimpfungen aufgefrischt bzw. vervollständigt werden.

Vor Ort ist eine ganztägige Anwendung von Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche zu empfehlen, um eine Infektion mit Denguefieber oder dem Zika-Virus zu vermeiden.

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3.) Money, Money, Money: Bezahlen in Singapur

Die offizielle Währung in dem Stadtstaat ist der Singapur Dollar. Ein Singapur Dollar entspricht derzeit 0,65 Euro. Scheine gibt es zu 1, 2, 5, 10, 25, 50, 100, 1.000 und sogar zu 10.000 Singapur-Dollar. Letztgenannter ist der wertvollste Geldschein der Welt.

Wenn du dich relativ kurzfristig zu einem Urlaub in Singapur entscheidest und es nicht mehr schaffst, vorher Geld umzutauschen, ist das kein Problem. Und es ist auch nicht nötig, denn in Singapur lässt sich das Geld fast überall umtauschen – sowohl bei Banken als auch in Wechselstuben. Zudem ist Geld abheben an Automaten einfach und unkompliziert.

Falls du es entspannter findest, bargeldlos zu bezahlen, bieten sich dir mehrere Möglichkeiten:

  • Reiseschecks: Traveller Schecks können in Singapur bequem in Banken eingetauscht werden, der Kurs ist allerdings etwas schlechter als beim Bartausch. Zudem werden die Schecks nicht überall akzeptiert. Reiseschecks sind daher nicht zu empfehlen. Sie sind ein Zahlungsmittel aus dem letzten Jahrtausend.
  • Bankkarten: In Singapur und Asien allgemein ist die Bezahlung mit Kreditkarten viel verbreiteter als hierzulande. Allerdings fallen bei der Bezahlung bei den meisten Anbietern zusätzliche Gebühren an. Wie du diese vermeiden kannst, erfährst du in meinem Artikel zur besten Kreditkarte für Südostasien.
  • Mobile Payment: Während u.a. die Deutschen diesem neuen Trend noch skeptisch gegenüberstehen, werden die mobilen Bezahlsysteme in Asien bereits genutzt.
    Gerade das letzte Beispiel ist ein Trend, der sich immer mehr durchsetzen wird und etliche bequeme Vorteile bereithält, gerade während eines Urlaubs: Es wird kein Platz für Geld oder Kreditkarten im Portemonnaie benötigt, Gelddiebstähle sind folglich ebenfalls nicht möglich.
    Bei einem Smartphone-Diebstahl können dagegen keine Abbuchungen erfolgen, weil das Bezahlsystem über eine PIN geschützt ist. Darüber hinaus müssen sich spontane Touristen in Zukunft unter Umständen keine Gedanken mehr über Fremdwährungen machen: Mobile Bezahlsysteme könnten schon bald Kryptowährungen wie Bitcoin verwenden, die weltweit und dezentral verwendbar sind.

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4.) Packliste für Singapur

Wenn die Reise ziemlich kurzfristig gebucht wurde, bleibt auch nicht viel Zeit für das Packen deines Rucksacks oder Koffers. Bei der Reisevorbereitung hilft dir daher meine Packliste.

Ein Vorteil bei der Reiseplanung: Durch die Nähe zum Äquator ist das Klima im Stadtstaat das ganze Jahr über tropisch-heiß. Du musst bei deinen Anziehsachen folglich nicht für alle Eventualitäten planen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 30 und 35 Grad, nachts kühlt es sich bis auf 25 Grad ab. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei bis zu 84 Prozent.

Ins Gepäck gehören vor allem die folgenden Dinge:

  • Leichte Baumwollkleidung: Diese ist aufgrund der hohen Temperaturen am praktischsten, weil sie deinen Körper locker umfließt.
  • Langärmelige Oberteile: Aufgrund der vielen Klimaanlagen in U-Bahn, Shopping-Malls etc. empfiehlt es sich, ein paar langärmelige Hemden und Blusen oder ein Halstuch mitzunehmen.
  • Sonnenschutz: Auch eine Kopfbedeckung, Sonnebrille und Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor solltest du immer dabei haben.

Wetter-Tipp: Wenn du Lust auf einen Urlaub in der Löwenstadt hast und auch gegen eine spontane Reise nichts einzuwenden hast, solltest du noch im September oder Oktober hinfliegen. Denn in den Monaten November bis Januar kann es während des Monsuns häufig zu Regenfällen kommen.

 

5.) Das solltest du dir in Singapur ansehen

Doch jetzt genug von Papierkram und Organisation: Bist du erst einmal in Singapur angekommen, gibt es viel zu erleben. Wenn du dich noch nicht selbst um dein Sightseeing-Programm gekümmert hast, findest du hier Tipps für drei Tage in Singapur. Besonders beeindruckend in der Löwenstadt sind die folgenden Sehenswürdigkeiten:

  • Marina Bay Sands: Der höchste Pool der Welt
    Das Luxus-Hotel Marina Sands Bay ist schon aufgrund seiner futuristischen Bauweise ein echter Hingucker. Darüber hinaus wurde es aufgrund des 143 Meter langen Infinity-Pools, der sich oben auf dem Dach der drei Türme des Hotels befindet, zu einem der Wahrzeichen der Stadt. Vom 55. Stockwerk und 190 Metern aus können Gäste so einen schönen Ausblick über die Stadt genießen.
  • Gardens by the Bay: Futuristische und grüne Oase
    Gardens by the Bay ist ein futuristisch gestalteter Park mit zwölf künstlichen Supertrees und ist sowohl am Tag als auch bei Dunkelheit sehenswert. Denn abends erstrahlen die Riesen-Bäume in einer mit Musik untermalten Lichtershow. Tagsüber können dagegen Gärten aus aller Welt bewundert werden – egal, ob Chinesisch, Englisch oder kunstvolle Bambusgärten.
  • Singapore Flyer: „I believe I can fly“
    In der Marina Bay befindet sich auch das Riesenrad Singapore Flyer. In einer Höhe von bis zu 165 Metern kannst du über die Stadt schweben und in den gläsernen, klimatisierten Kabinen die Stadt von oben bewundern. Besonders schön ist das rund um den Sonnenuntergang, oder abends, wenn zahllose Lichter die Stadt erleuchten.

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6.) Verhaltenstipps für Singapur

Singapur ist eine der sichersten Städte weltweit und die Kriminalitätsrate ist niedrig. Darüber hinaus ist das sauberere Straßenbild der Millionenmetropole auffällig.

Mögliche wurde dies durch einige strenge Regeln, die unter Umständen auch für Touristen gewöhnungsbedürftig sind. Eine Reihe von Delikten wird deutlich konsequenter verfolgt und härter bestraft, als es Europäer gewohnt sind. Zum Beispiel:

  • Unangemessenes bzw. unsittliches Verhalten von Männern gegenüber Frauen wird nicht toleriert und ist strafbar. Dies muss vor allem in Bars, Diskos und Lokalen beachtet werden.
  • Die Einfuhr, der Besitz und der Konsum von Drogen sind streng verboten. Hier sind hohe Strafen möglich (bis hin zur Todesstrafe), zudem wird in Singapur schon bei geringeren Mengen Drogenhandel unterstellt, als in vielen europäischen Ländern.
  • Auch die Einfuhr und der Handel von Kaugummis sind in Singapur untersagt. Selbst der Erwerb von Kaugummis ist nicht möglich: Hierfür wird in der Löwenstadt ein ärztliches Rezept benötigt.
  • Durch die unterschiedliche kulturelle Prägung sind homosexuelle Handlungen zwischen Männern in Singapur nach wie vor strafbar, eine entsprechende Orientierung sollte daher nicht öffentlich gezeigt werden.
  • Singapur ist eine sehr saubere und disziplinierte Stadt. Müll einfach wegzuwerfen, Fast Food in öffentlichen Verkehrsmitteln zu konsumieren oder in der Nähe öffentlicher Einrichtungen zu rauchen, ist daher nicht gestattet.
  • Auch auf das Beachten der Schilder wird großen Wert gelegt. Ein Missachten wird ebenfalls mit einer Geldstrafe geahndet.

Darüber hinaus solltest du weitere Verhaltensregeln beachten. Trinkgelder sind beispielsweise in Singapur nicht üblich, da meistens im Preis schon eine Service-Gebühr von zehn Prozent enthalten ist. Händeschütteln ist bei der Begrüßung ebenfalls unüblich, besser ist es, einfach zu lächeln und zu nicken.

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7.) Essen in Singapur

Das Preisniveau im Stadtstaat liegt über dem anderer südostasiatischer Staaten. Was du jedoch auch hier kannst: Unglaublich gut und günstig essen. Dafür begibst du dich am besten auf einen der vielen Märkte. Dort findest du eine riesige Auswahl an preiswerten Gerichten. Zu empfehlen sind zum Beispiel Lau Pa Sat, der Maxwell Hawker Centre oder das Tekka Centre in Little India. Auch die Chinatown Foodstreet solltest du mal testen.

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Fotos:

Mobile Payment vom Shutterstock

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 16. September 2016. Zuletzt aktualisiert am 16. September 2016.

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