Busuanga und Coron Island: Traumziele im Norden Palawans

Kleine Strände in malerischen Buchten, versteckte Seen und Lagunen sowie ein Paradies für Wrack-Taucher. Das alles erwartet dich auf den philippinischen Nachbarinseln Busuanga und Coron. Hier findest du Tipps zu den besten Sehenswürdigkeiten und zur Anreise.

Reisetipps für Coron Island und Busuanga

Coron Town auf Busuanga ist das touristische Zentrum im Norden Palawans. Und wer glaubt, in der Inselhauptstadt gehe es ruhig und beschaulich zu, der hat sich getäuscht. Die Hupkonzerte und Auspuffgeräusche suchen ihresgleichen.

Wer hier Urlaub macht, kommt sicher nicht für einen reinen Strandurlaub hierher. Angezogen werden hauptsächlich Taucher und abenteuerlustige Backpacker. Auf der gerade mal 890 km² großen Insel Busuanga sowie dem benachbarten Coron Island gibt es Einiges zu sehen und zu erleben.

Die Stadt selber ist in einer halben Stunde erkundet. Es gibt ein paar gemütliche Eckkneipen und viele Lädchen, in denen du alles findest, was du brauchst oder eben auch nicht.

Mit dem Schiff geht es zur Coron Island

Anfahrt Strand Coron Island

Die Inselwelt vor Busuanga

Blick auf die Inselwelt vor Busuanga

Die Stadt ist innerhalb weniger Stunden erkundet

Coron Town

 

Was du auf Coron machen kannst

Die meisten Unternehmungen finden über oder unter Wasser statt. Mit Booten kannst du rund um Coron Town versteckte Seen, Lagunen und unbewohnte Inseln auf verschiedenen Touren entdecken. Die Preise sind überall ähnlich und alle Touren finden ganztägig statt.

Rund um Coron Town kannst du versteckte Seen und Lagunen entdecken

Coron Island: Versteckte Lagune

Rund um Coron Town kannst du versteckte Seen und Lagunen entdecken

 

Island Hopping

Wer nicht so viel Zeit hat, sollte sich direkt für die Highlights-of-Coron-Tour entscheiden, dort wirst du alle wichtigen Punkte an einem Tag besuchen – unter anderem Coral Garden, Kayangan Lake und die Twin Lagoon.

Start ist 8:00 Uhr am Reisebüro, wo du gebucht hast. Von dort wirst du mit dem Tricycle zum Hafen gebracht und einem Boot zugeteilt. Gegen 16:30 Uhr bist du zurück im Hafen. Ein Mittagessen am einsamen Strand und die Eintrittsgelder sind im Preis meist bereits enthalten. Schnorchelausrüstung und Wasserschuhe sind zu empfehlen, wer kein eigenes Equipment hat, kann dieses gegen eine geringe Gebühr mieten.

Auf der Tour hast du sogar die seltene Möglichkeit als Nichttaucher ein Wrack zu sehen. Das Skeleton Wrack ist noch sehr gut erhalten und beginnt direkt unter der Wasseroberfläche.

Mein absolutes Highlight war der Ausblick auf die Inselwelt auf dem Weg zum Kayangan Lake.

Die Inselwelt auf dem Weg zum Kayangan Lake

Aussicht auf dem Weg zum Kayangan Lake

Die beeindruckende Inselwelt auf dem Weg zum Kayangan Lake

 

Auf dem Festland reicht ein Tag völlig aus, um das zu sehen, was du gesehen haben solltest. Mit dem Moped kannst du morgens in ca. 20 Minuten zu den heißen Quellen in Makinit fahren. Diese bestehen aus drei terrassenförmigen Becken, die mit heißem Vulkanwasser gefüllt sind und zum Entspannen einladen.

Mit neuer Kraft geht’s dann auf die Bergtour, naja, vielleicht auch eher auf die »Hügeltour« zum Mt. Tapyas. Nach ca. 700 Stufen hast du den Gipfel erreicht und wirst mit einer tollen Aussicht auf die Stadt und die Umgebung belohnt.

In der Ferne besticht der Mount Tapayas

Coron Town mit Mount Tapyas

 

Unter Wasser

 

Wracktauchen

Die Coron Bay gehört zu den besten Wracktauchplätzen weltweit. Bei einem Luftangriff der Amerikaner im 2. Weltkrieg ist eine ganze Flotte japanischer Kriegs- und Transportschiffe vor der Küste versenkt worden. Zehn davon sind sehr gut erhalten und können betaucht werden. Anfänger und Fortgeschrittene kommen gleichermaßen auf Ihre Kosten. In Tiefen zwischen 1 und 45 Metern kannst du durch oder um die schön bewachsenen Wracks tauchen.

Die Karte zeigt die verschiedenen Wracktauchplätze

Einer der besten Wracktauchplätzen weltweit

Coron Bay: Japanisches Schiffswrack „Olympia Maru“

Das japanische Schiffswrack "Olympia Maru"

Das japanische Schiffswrack "Olympia Maru"

 

Barracuda Lake

Ein etwas anderes Erlebnis ist ein Tauchgang im Barracuda Lake. Mit voller Tauchausrüstung ist als erstes Klettern angesagt. Nach 5-10 Minuten Treppen rauf und runter wird die Anstrengung direkt mit dem Blick über den See und die umliegenden Kalksteinwände belohnt. Die Besonderheit des Barracuda Lakes besteht in den verschiedenen Sprungschichten, Salz und Süßwasser treffen abwechselnd aufeinander.

Die ersten 4 Meter sind 25 Grad warmes Frischwasser, dies ist für diese Region üblich. Doch schon ein paar Meter tiefer denkst du, dass dein Tauchcomputer defekt ist. Die Temperatur klettert schnell auf bis zu 40 Grad und du wirst dich wie ein Ei fühlen, das gerade gekocht werden soll. Der Boden besteht aus Schlamm und verlockt durchaus den ein oder anderen dazu, einfach darin abzutauchen.

Eine nette Abwechslung ist ein Tauchgang im Barracuda Lake

Tauchgang im Barracuda Lake

 

Fortbewegung in Coron Town

Hauptfortbewegungsmittel ist das Tricycle. Wer die hügelige Stadt nicht zu Fuß entdecken möchte, wird für gerade mal 10 Pesos innerhalb der Stadt chauffiert, für 20 Pesos geht’s in die umliegenden Hotels.

 

Coron: Geldautomaten

In den letzten Jahren hat sich viel getan, trotzdem ist es wichtig, dass du mit genügend Bargeldreserven anreist. Es gibt zwar inzwischen vier Geldautomaten (ATM), ich würde mich aber nicht auf die Funktionstüchtigkeit verlassen.

Hier findest du Tipps rund ums Geld abheben auf den Philippinen. Dort erfährst du auch, wie du mit der Wahl der richtigen Kreditkarte Geld sparen kannst.

 

Anreise nach Coron:

Nach Coron kommst du am besten mit dem Flugzeug – von Cebu oder Manila fliegen Cebu Pacific und PAL Express nonstop. Am kleinen Flughafen warten Minibusse, die dich für wenig Geld in die Stadt bringen.

Coron Island: Anreise mit dem Flugzeug

Coron Island: Anreise mit dem Flugzeug

 

Wer Kosten vermeiden möchte und hart im Nehmen ist, kann auch einmal die Woche die Fähre von Manila nehmen. Die Fahrtzeit beträgt 15 bis 21 Stunden.

Gut kombinieren lässt sich deine Reise nach Coron mit einem Besuch des beliebten Küstenorts El Nido. Es gibt täglich eine Fährverbindung in beide Richtungen. Die Schnellfähre benötigt drei bis vier Stunden und die normale Fähre fünf bis acht Stunden.

Mit der Fähre erreicht man den Küstenort El Nido

Fähre zwischen Coron und El Nido

 

Unterwegs bekommst du auch ein kleines Mittagessen gereicht. Abhängig ist die Fahrzeit vom Wetter. Bei starkem Seegang kann es vorkommen, dass gar nichts fährt.

Tickets sind quasi in jedem Laden und Gästehaus sowie am Hafen erhältlich. Da sich die Preise und Abfahrtszeiten ständig ändern, solltest du dich direkt vor Ort erkundigen. Am besten kaufst du dein Ticket im Voraus, damit es dir nicht wie vielen anderen Urlaubern geht, die bereits die Erfahrung machen mussten, dass die Tickets bisweilen schnell ausverkauft sind.

 

Coron: Hotels und Unterkünfte:

Mit den Übernachtungsmöglichkeiten in Coron ist das so eine Sache: Suchst du ein bisschen Ruhe außerhalb der Stadt? Oder eine Insel mit angeschlossener Tauchbasis? Oder das günstige Hostelzimmer im lauten Stadtzentrum?

All diese Optionen gibt es zwar, jedoch teilweise zu völlig überzogenen Preisen. Ich habe in der Hauptsaison die Erfahrung gemacht, dass du nehmen musst, was übrig bleibt. Willst du gut und günstig wohnen, solltest du definitiv ein bis zwei Wochen im Voraus buchen und eine der für die Philippinen empfehlenswerten Buchungsplattformen wie Agoda (hier die Übersicht für Coron und Busuanga*) oder Booking.com (hier die Übersicht für Coron und Busuaga*) nutzen.

Sehr empfehlenswert ist das KokosNuss Resort (ansehen bei Agoda* / Booking*) etwas abseits des Zentrums. Die individuellen Zimmer sind verhältnismäßig günstig. In der schönen Gartenanlage gibt es außerdem noch ein Restaurant mit langsamer Bedienung aber überdurchschnittlich gutem Essen, sogar deutsche Spezialitäten sind auf der Speisekarte zu finden.

 

Fazit Coron und Busuanga:

Jedes Jahr kommen mehr Touristen nach Coron und die Rede ist immer wieder von großen neuen Hotelkomplexen. Wenn du dieses Fleckchen Erde also noch so naturbelassen sehen möchtest, solltest du dich bald auf den Weg machen.

Noch findet man hier verlassene Strände

Der Strand von Coron Island

Der Strand von Coron Island

 

Video von Coron

Falls du noch mehr sehen möchtest, schau dir das Video von Coron an:

 

Text: Denise Roscher

Denise liebt es, mit wenig Gepäck im Rucksack zu reisen und dabei die Sonne und das einfache Leben zu genießen. 2009 hat sie Südostasien für sich entdeckt. Wenn sie nicht gerade irgendwo in der Welt unterwegs ist, lebt und arbeitet sie in Düsseldorf.

 

 


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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 28. April 2017. Zuletzt aktualisiert am 28. April 2017.

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