Myanmar bewegt – aktiv durch das goldene Land

Reisen und dabei sportlich fit bleiben ist kein Widerspruch. Im Gegenteil: Mit etwas körperlichem Einsatz bieten sich dir völlig neue Möglichkeiten, Land und Leute näher kennenzulernen. Hier drei Tipps, wo dir das in Myanmar besonders gut gelingt.

 

Carina Stöwe ist laufend unterwegs. Ob wie im vergangenen Winter mal wieder in Südostasien, in Skandinavien oder quer durch Europa. Dabei findet sie immer eine Möglichkeit, ihren Lieblingsbeschäftigungen Reisen und Fitness nachzugehen und auf ihrem Blog TRAVEL RUN PLAY Tipps und Tricks zum sportlichen Reisen zu teilen.

Heute nimmt sie dich mit auf eine sportliche Reise durch Myanmar – aber keine Angst: alles auch machbar für Sportmuffel!

Die Reise gibt es auch exklusiv für Faszination Südostasien auf ihrem Youtube Kanal in Videoform zu sehen:

Nun übergebe ich das Wort an Carina:

 

3 Orte in Myanmar, die du sportlich erkunden kannst

 

Myanmar ist ohne Frage eines der exotischsten Länder in Südostasien. Mit etwa 135 verschiedenen Bevölkerungsgruppen ist die kulturelle Vielfalt des Landes einfach überwältigend.

Auch wenn der Tourismus gerade mit schnellen Schritten Einzug hält in dieses beeindruckende Land, in dem alles was glänzt, auch wirklich Gold ist, gibt es noch einige Orte, die der Ansturm gänzlich unbeeindruckt lässt und in denen du dich als Reisender plötzlich selbst ziemlich exotisch fühlst.

Und ob du es willst oder nicht, fällst du vor allem als sportlicher Reisender nicht nur in diesen abgelegeneren Gegenden, sondern auch in touristischen Zentren ziemlich auf. Denn warum um alles in der Welt sollte man bei 36 Grad Celsius freiwillig joggen, mehr als zum Einkaufen Rad fahren oder Berge besteigen, wenn nicht gerade eine Pagode auf dem Gipfel steht?

Aber gerade diese körperliche Ertüchtigung bringt dich den Einheimischen oft noch ein ganzes Stückchen näher! Wie und wo du am besten deine Sportschuhe gezückt hältst, erfährst Du hier!

 

Bezwingung des Mount Zwegabin bei Hpa-An

Selbst für diejenigen, die nicht auf den Berg steigen möchten, lohnt sich hier allein schon die Anfahrt: Der Weg zum Fuße des Berges ist gepflastert von Tausenden von Buddha-Statuen, fein ordentlich in unzähligen Reihen aneinandergereiht – der Lumbini Garden.

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Ich empfehle jedoch jedem, auch auf den Zwegabin (725 Meter) hinaufzusteigen, denn je höher du den durchweg mit Stufen präparierten Pfad erklimmst, desto imposanter wird der Anblick, der sich dir bietet. Die immer kleiner werdenden Buddhas liegen zu deinen Füßen, während du den Berg besteigst und die Schweißperlen deine Schläfe hinabrollen.

Sobald du die Pagode und das Kloster auf dem Gipfel erreichst, und du dich an die verspielte Affenbande, die sich dort oben tummelt, gewöhnt hast, kannst du endlich verschnaufen. Vergiss nicht, die Schuhe beim Betreten der heiligen Plattform abzustreifen und einen großen Schluck Wasser zu nehmen, bevor du die Aussicht genießt, denn sie wird dich von den Socken hauen und dir den Atem rauben: die Karstfelsen von Hpa-An erstrecken sich kilometerweit um den Berg herum. Ein Wahnsinns-Anblick, vor allem im Morgen- oder Abenddunst!

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Dort oben wirst du auf Mönche und Nonnen treffen, die den Halbschatten gerne mit dir teilen. Nicht viele Reisende nehmen den anstrengenden Aufstieg auf sich und so plaudern sie, sichtlich amüsiert und – Sprachbarriere hin oder her – nur allzu gern mit Händen und Füßen mit Dir!

Hinkommen: am besten mit dem Tuk-Tuk direkt von Hpa-An aus. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und kostet um die 3.000 Kyat (ca. 3 Dollar) pro Person.

Wichtig: Unbedingt mindestens 1,5 Liter Wasser mitnehmen – der circa anderthalbstündige Aufstieg wird heiß!

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Radeln, Weinverköstigung & Boot fahren – der perfekte Tag am Inle Lake

In Nyaung Shwe, dem Haupt-Touristen-Ort am Inle Lake kannst du dir fast überall für einen Euro ein Fahrrad ausleihen. Das Rad hat nur drei Gänge und ist etwas klapprig? Mach dir nichts draus – für die flachen Wege entlang des Sees reicht es!

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Wenn Du im Uhrzeigersinn startest, gelangst du schnell in die äußeren Bezirke des Örtchens, dorthin, wo die Einwohner wirklich leben. Steig ab und schieb dein Rad eine Weile, du wirst nicht lange alleine sein!

Anschließend kannst du weiter zu einem Weingut fahren. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. Nach deiner Ankunft besteht die Möglichkeit nicht unbedingt herausragenden, dafür aber interessanten burmesischen Wein zu probieren. Beeindruckend ist hier vor allem die Sicht auf den See und die Landschaft!

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Fahr anschließend weiter und halte dich bei der nächsten größeren Pagode (ca. 20 Minuten vom Weingut) rechts. Dort findest du einen Bootsanleger mit freundlichen Bootsmännern, die dich und dein Rad sicher über den See ans Westufer bringen!

Diese Tour über den See kann ich wirklich jedem empfehlen!

Die Erschöpfung vom Radfahren bei der Hitze, der Wind in deinen Haaren und die Sonne, die sich im Wasser reflektiert, während du einmal quer über den See fliegst, stellen jede reguläre Tagestour in den Schatten!

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Auf der anderen Seite des Sees kannst du dich dann in den heißen Quellen erholen, bevor es etwas holpriger zurück nach Nyaung Shwe geht.

Hinweise:
Fahrrad-Ausleihe: 1000 Kyat (ca. 1 Dollar) pro Tag
Weingut: 4 verschiedene Weine für 2000 Kyat
Bootstransfer: 2000 Kyat pro Person
Heiße Quellen: ca. 10 Dollar

 

Das Trekking-Paradies in Hsipaw

Ein- bis mehrtägige Wanderungen machst du am besten in Hsipaw im Nordosten Myanmars. Denn dort findest du nicht nur wundervoll wogende Landschaften, sondern auch fantastische, kleine Dörfer verschiedenster Ethnien, in denen du einen tiefgehenden Einblick in Myanmars kulturelle Vielfalt bekommst!

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Auf meiner Wanderung durch die Hügellandschaften habe ich mich mit meinem Trekking-Guide über so spannende Dinge wie Homosexualität und Politik in Myanmar unterhalten können. Je weiter du aus den größeren Städten hinaus kommt, desto gesprächiger sind die Leute, vor allem was das doch etwas heikle Thema Politik angeht. Zudem habe ich bei der Tour auch bei einer wahren Berühmtheit übernachten können: Ein Porträt der beeindruckenden Dame, die in diesen höheren Lagen grünen Tee selbst anbaut, erntet und verarbeitet, ist im aktuellen Lonely Planet Guide für Myanmar zu finden!

Eine solche Trekking-Tour kann ich nur jedem ans Herz legen!

Unterkunft & Trekking: Mr Charles Hotel

Preis Trekking: 20.000 Kyat für eine Zwei-Tageswanderung inkl. Übernachtung

Alle Preise sind von Dezember 2013. Die gesamten Kosten und Ausgaben meiner dreiwöchigen Reise durch Myanmar findest Du hier: Wie viel kostet Myanmar? Eine detaillierte Kostenaufstellung.

myanmar-trekking-hsipaw

 

Hast du weitere Tipps für Aktiv-Urlaub in Myanmar?

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 20. Juni 2014. Zuletzt aktualisiert am 20. Juni 2014.

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