Mrauk U: Warum du die lange Anreise in den Nordosten Myanmars wagen solltest

In der alten Königsstadt Mrauk U erwarten dich beeindruckende Tempel und Pagoden, die wegen der zeitintensiven Anreise bisher kaum von Touristen besucht werden. Hier findest du Infos zu Sehenswürdigkeiten und jede Menge nützliche Reisetipps.

 

Nadine und André haben ihrem Fernweh nachgegeben, ihre Jobs und  Wohnungen gekündigt und reisen nun gemeinsam mit dem Rucksack durch die Welt. Dabei haben sie zuletzt viel Zeit in Südostasien verbracht. Besonders gut hat es ihnen in Myanmar gefallen. Ein besonderes Highlight, die alte Königsstadt Mrauk U, stellen sie in diesem Artikel vor. Wenn du mehr über die beiden und ihre Reise erfahren möchtest, dann schau doch mal auf ihrem Blog Weltenbummler.guide vorbei. Zudem findest du Nadine und André auch auf Facebook  und Instagram.

 

Mrauk U: die besten Sehenswürdigkeiten

 

Myanmar ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr. Das Land hat in der zurückliegenden Zeit jede Menge für den Tourismus getan. Es wurden vielerorts zuverlässige Busverbindungen geschaffen und Hotels gebaut. In Mrauk U fühlt es sich jedoch noch so an, als wäre die Zeit hier stehen geblieben.

Mrauk-U liegt im Rakhine-Staat an der Grenze zu Bangladesch, besitzt den Charme einer alten, fast vergessenen Tempelstadt und gehört zu den schönsten Zielen in Myanmar. Wer noch das frühere Myanmar sehen möchte, dem empfehlen wir den Besuch der alten Königsstadt, denn hier hat sich das Leben der Burmesen in vielen Jahren kaum verändert. Bisher verirren sich nur wenige Touristen hierher.

Neben zwei größeren Hotelkomplexen gibt es noch ein paar kleine Gasthäuser zur Übernachtung in dem eher spärlich bebauten Dorf. Das Zentrum bildet der Palast, von dem nur noch einige Mauerreste übrig sind. Der damalige Glanz der einst reichen Königsstadt lässt sich nicht einmal mehr erahnen. Entlang einer staubigen Straße im Zentrum befinden sich einige kleine Holzhäuser, in denen Getränke, Obst und Gemüse sowie verpackte Lebensmittel verkauft werden.

Mrauk U, Myanmar

Frisches Gemüse vom Markt

Mrauk U, Myanmar

Mrauk U, Myanmar

 

Die Menschen leben in dürftig gebauten Bambus- oder Holzhütten, waschen ihre Wäsche im Fluss, trocknen sie anschließend auf dem Felsen und die Kinder spielen auf verstaubten Straßen und Wegen. Trotz der eher armen Lebensumstände sind die Menschen hier sehr freundlich und freuen sich über jedes fremde Lächeln, das ihnen begegnet.

Mrauk U, Myanmar

Hier trocknet die Wäsche

Mrauk U, Myanmar

Mrauk U, Myanmar

 

Geschichte von Mrauk U

Ruhig, einsam und friedlich im Dunst der heißen Sonne gelegen, ragen die dunklen Pagoden aus der trockenen und staubigen Landschaft. Im Jahre 1430 wurde Mrauk-U aufgrund seiner perfekten strategischen Lage zwischen Bergen und Flüssen von König Min Saw Mon gegründet. Das Königreich betrieb regen Handel mit Inwa (Shaanstaat im damaligen Birma) sowie Indien und exportierte seine Waren sogar bis nach Europa, Persien und in arabische Länder. Neben Reis und Baumwolle wurden Elfenbein und in der Umgebung abgebaute Rubine gehandelt.

Zur Blütezeit des Rakhine-Königreiches im 16. Jahrhundert war es durch seinen Reichtum und seine Rohstoffe in aller Munde. Zu dieser Zeit hatte das Königreich 120.000 Einwohner und damit so viele wie London zur damaligen Zeit. Durch diesen Ruhm wuchs jedoch auch die Anzahl der Feinde. So musste sich das Rakhine-Königreich einiger Angriffe von Birma erwehren. Im Jahre 1785 fiel dann schließlich die Hauptstadt Mrauk-U nach einem Angriff des burmesischen Königs Bodawpaya.

Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt dann von den Engländern besetzt und bekam den Titel der Hauptstadt aberkannt. Seitdem interessierte sich keiner mehr für die Bevölkerung und das Gebiet, ein schleichender Verfall setzte ein. Die einst glorreiche Königstadt ist heute nicht mehr als ein kleines Dorf. Die sehr armen Menschen müssen bis heute hart arbeiten, um ihr Leben zu bestreiten.

 

Die Tempelanlagen von Mrauk U

Die Tempelanlagen in Mrauk U sind nicht so alt und zahlreich wie im wesentlich touristischeren Bagan, dennoch besitzt das alte Rakhine-Königreich über 100 Tempel, die sich von der Bauart und dem Baumaterial von denen in Bagan abheben.
Während die Tempel in Mrauk U aus Sandstein gebaut wurden, verwendeten die Erbauer von Bagan eher Ziegelsteine. Damit wirken die Tempel und Pagoden in Mrauk U härter, dunkler, älter und geheimnisvoller.

Die meisten Reiseführer und Reiseblogs empfehlen einen Aufenthalt von zwei Tagen in Mrauk U. Wir sind jedoch der Meinung, dass man die schönsten Tempel bequem innerhalb eines Tages mit dem Fahrrad erkunden kann. Es werden natürlich auch organisierte Bustouren in den Hotels und Gasthäusern angeboten. Willst du aber den (kleineren) Gruppen von Touristen aus dem Weg gehen, einen flexiblen Zeitplan haben und Geld sparen, dann kannst du gern die von uns im Folgenden vorgeschlagene Fahrradtour abfahren.

Link zur Karte

 

Der Sonnenaufgang bei den Tempeln von Mrauk U

Am besten leihst du dir ein Fahrrad am Vorabend, denn je nachdem, wo du wohnst, kannst du das Fahrrad schon vorher gebrauchen und morgens auch früh los.

Den besten Spot für den Sonnenaufgang findest du unserer Meinung nach in der Nähe des Royal Guesthouse. Von dort, etwa 200 Meter in Richtung Zentrum, erreichst du vor der Bücke und dem Fahrradverleih auf der rechten Seite einen Treppenaufgang. Die Treppe führt auf einen kleinen Hügel, auf dem sich drei dunkle Chedis befinden. Von diesen Chedis aus bietet sich ein herrlicher Blick über die Landschaft. Leider haben wir es nicht geschafft, so früh aufzustehen, daher können wir euch nur die Landschaftsbilder ohne den Sonnenaufgang zeigen.

Mrauk U, Myanmar

Die drei dunklen Chedis

Mrauk U, Myanmar

 

Sakya-Man-Aung-Pagode

Etwa ein Kilometer nordöstlich des Zentrums von Mrauk U (alter Königspalast) befindet sich die Sakya-Man-Aung-Pagode. Ein goldenes Tor ziert den Eingang zum lotusblütenförmigen Grundriss der Pagode. Die Pagode selbst mit ihrer goldenen Spitze ragt 33 Meter in die Höhe. Ein Fliesenweg umrundet den Stupa, sodass du diesen von allen Seiten bewundern kannst.

Sakya-Man-Aung-Pagode in Mrauk U, Myanmar

Die Sakya-Man-Aung-Pagode

Sakya-Man-Aung-Pagode in Mrauk U, Myanmar

 

Koe-Thaung-Pagode

Der wohl schönste und auch größte Tempel in Mrauk U befindet sich etwa 1,8 Kilometer östlich der Sakya-Man-Aung-Pagode. Die Koe-Thaung-Pagode liegt etwas abseits und umschlossen von großen Feldern. Schon von weitem siehst du die Pagode, die eher einer Festung ähnelt. Gewaltig und massiv steht sie mitten im Niemandsland. Die Koe-Thaung-Pagode wurde zwischen 1554 und 1556 erbaut. Der Hauptstupa in der Mitte wird umgeben von unzähligen kleinen Stupas, die stufenförmig angeordnet sind. Es war unglaublich vor diesem mächtigen Bauwerk in der kahlen Landschaft zu stehen.

Die dortige Ruhe und Abgeschiedenheit erweckte in uns ein Gefühl, als ob wir gerade die Ersten wären, die diese Pagode entdeckt haben. Als wir diese dann betraten und uns durch die düsteren Tunnel und Gänge bewegten, war es wie in einem Indiana-Jones-Film auf der Suche nach einem Schatz. Wir waren uns sicher, dieses Bauwerk hätte eine würdige Kulisse für einen solchen Film abgegeben.

Koe Thaung bedeutet übersetzt Tempel der 90.000 Bilder. Damit sind die unzähligen Buddha-Abbildungen in den düsteren Gängen gemeint, die quadratisch um den Hauptstupa angeordnet sind. Das schwarze Gestein vermittelt dabei eine mystische und geheimnisvolle Atmosphäre.

Koe-Thaung-Pagode in Mrauk U, Myanmar

In der Koe-Thaung-Pagode

Koe-Thaung-Pagode in Mrauk U, Myanmar

 

Shwe-Taung-Pagode

Etwa 2,3 Kilometer von der Koe-Thaung-Pagode geht es vorbei an weiteren buddhistischen Tempel wie dem Peisi Taung, dem Phra Ouk und der Mong Khong Shwe Du Pagode, die alle nicht so interessant waren, hin zu einer wunderschönen Aussicht von der Shwe-Taung-Pagode.

Der goldene Stupa befindet sich auf einem Hügel unweit des Klosters Shwe Taung Kyaung Taik. Reiseführer wie zum Beispiel der Lonely Planet empfehlen hier den Sonnenaufgang anzuschauen. Die Aussicht stimmt schon einmal, doch leider sind die meisten anderen Pagoden einfach zu weit weg, um diese dann im aufgehenden Sonnenlicht richtig zu erkennen. Außerdem ist die Pagode früh am Morgen schlechter zu erreichen. Wir empfehlen dir daher, den von uns vorgeschlagenen Hügel zum Sonnenaufgang zu wählen.

Shwe-Taung-Pagode in Mrauk U, Myanmar

Shwe-Taung-Pagode in Mrauk U, Myanmar

Shwe-Taung-Pagode in Mrauk U, Myanmar

Die Shwe-Taung-Pagode

 

Der Tempelkomplex im Norden von Mrauk U

Die Shittaung Paya

Nach dem späten Mittagessen im Dorf kannst du dann die berühmtesten Tempel von Mrauk U anschauen. Die wichtigsten Tempel befinden sich in einem Komplex nördlich des Zentrums von Mrauk U.

Die Shittaung Paya ist dabei wohl das wichtigste buddhistische Bauwerk. Der Tempel ist auch bekannt unter dem Namen „Schrein der 80.000 Bilder“. Diese befinden sich im Inneren des Tempels. In den Zwischengängen der Außenmauern sind viele Buddha-Statuen zu sehen, die jeweils Abschnitte seines Lebens darstellen. Der Hauptstupa wird von 26 weiteren kleinen Stupas kreisförmig umgeben. In jeder dieser Stupas befindet sich ein kleiner Altar.

Die Shittaung Paya in Mrauk U, Myanmar

Die Shittaung Paya

Die Shittaung Paya in Mrauk U, Myanmar

Die Shittaung Paya in Mrauk U, Myanmar

 

Andaw-Tempel und die Yadanabon-Pagode

Gleich neben der Shittaung Paya befinden sich der Andaw-Tempel und die Yadanabon-Pagode. Der Andaw-Tempel wurde auf einer achteckigen Plattform errichtet. Der Hauptstupa wird von 16 weiteren Stupas umgeben. In diesem Tempel soll ein Zahnrelikt Buddhas aufbewahrt werden.

Die Yadanabon-Pagode wird von 24 weiteren kleinen Stupas umgeben. Sie wurde im 2. Weltkrieg durch eine Bombe teilweise zerstört und geplündert. Mittlerweile ist die Tempelanlage wieder komplett renoviert und restauriert.

Andaw-Tempel und Yadanabon-Pagode, Myanmar

Andaw-Tempel und Yadanabon-Pagode, Myanmar

Andaw-Tempel und Yadanabon-Pagode, Myanmar

 

Der Htukkant-Thein-Tempel

Der Tempel Htukkant Thein (auch Dukkantthein) wurde 1571 errichtet und befindet sich nur einen Steinwurf entfernt von der Shittaung Paya. Steinskulpturen im Inneren des Tempels geben einen Einblick in das damalige Leben am Königshof. Der Tempel besitzt ebenfalls ca. 140 Buddha-Statuen, die die Wände des Tempels verzieren.

 

Htukkant Thein in Mrauk U, Myanmar

Der Htukkant Thein

Htukkant Thein in Mrauk U, Myanmar

 

Die Lay-Myet-Hna-Pagode

Etwa 50 Meter westlich des Htukkant-Thein-Tempels befindet sich die Lay-Myet-Hna-Pagode. Diese wurde 1430 als eine der Ersten in Mrauk U errichtet. Auf einem quadratischen Umriss befindet sich die achteckige Pagode, zur der in jede Himmelsrichtung ein Eingang existiert. In den kleinen Eingangsräumen befindet sich jeweils eine Buddha-Statue. Wenn du dort am späten Nachmittag bist, scheint die Sonne in einen Eingang. Dies ergibt eine wirklich schöne Atmosphäre.

Lay-Myet-Hna-Pagode in Mrauk U, Myanmar

Die Lay-Myet-Hna-Pagode

Lay-Myet-Hna-Pagode in Mrauk U, Myanmar

 

Weitere Tempel im nördlichen Komplex

Im Tempel-Komplex nördlich des Zentrums existieren noch weitere Tempel. Wenn du dich nach der Ratanabon-Pagode links hältst, gelangst du zu einem kleinen Feldweg. Fährst du diesen dann entlang, so passierst du die Pagoden Laung Ban Byauk und Htuparon. Der Feldweg endet dann an der früheren buddhistischen Bibliothek Pitaka Taik, in der einst heilige buddhistische Schriften aufbewahrt wurden. Das 1591 erbaute Gebäude ist zum Schutz überdacht. Das damalige verzierte Bauwerk lässt sich leider nur noch erahnen. Ein Besuch ist also nicht unbedingt Pflicht.

Weitere Tempel in Mrauk U, Myanmar

Weitere Tempel in Mrauk U, Myanmar

 

Der Sonnenuntergang in Mrauk U

Am Ende unserer Radtour durch die mystischen Tempel von Mrauk U wollten wir uns nur noch einen geeigneten Spot für den Sonnenuntergang suchen. Im Lonely Planet wird dafür die Hari Daung Paya empfohlen. Sie befindet sich nur einige hundert Meter vom nördlichen Tempelkomplex entfernt. Eine lange weiße Treppe führt zu einer goldenen Pagode auf einem Hügel.

Mrauk U, Myanmar

Mrauk U, Myanmar

Mrauk U, Myanmar

 

Der Ausblick von hier ist zwar ganz schön, aber da können wir euch wiederum einen viel besseren Spot empfehlen. Wir haben nämlich einen Einheimischen gefragt, der seine eigenen Postkarten verkaufte. Dort sahen wir ein wirklich tolles Bild von einem Sonnenuntergang. Auf die Frage, wo er denn dieses Bild aufgenommen hätte, antwortete er: »Discovery View Point«. Diesen Punkt findest du in der Offline-Karten-App Maps.Me eingezeichnet. Der Spot liegt östlich des vorher beschriebenen Tempelkomplexes, nördlich des Zentrums (Shittaung Paya, Htukkant Thein etc.) und ist etwa 700 Meter vom Htukkant-Thein-Tempel entfernt.

Fahr einfach vom Htukkant-Thein-Tempel den Hügel nach oben vorbei am Andaw-Tempel in Richtung Rantana-Manaung-Pagode. Du wirst dann ein Hinweisschild mit der Aufschrift »Discovery View Point« sehen. Dort befindet sich der Aufstieg.

Als wir um kurz nach 17 Uhr dort waren, begann es gerade neblig zu werden und die mystische Stimmung war nun perfekt. Ganz wie auf den bekannten Bildern von Mrauk U. Leider war der Nebel kein Nebel, sondern Rauch, der durch die Verbrennung von Holz und teilweise Müll entstand. Der Anblick war jedoch atemberaubend, auch wenn unser Wissen über den Nebel den Anblick gar nicht mehr so mysteriös erschienen ließ. Nach diesem tollen Anblick endete unsere Tour mit der Rückfahrt in unser Guesthouse.

Discovery View Point in Mrauk, Myanmar

Der Sonnenuntergang vom Discovery View Point

Discovery View Point in Mrauk, Myanmar

Discovery View Point in Mrauk, Myanmar

 

Wetter und Reisezeit Mrauk U

Die Regenzeit im Sommer fällt im Rakhine-Staat etwas heftiger aus, als in anderen Teilen von Myanmar, dafür sind die Winter umso trockener. Als beste Reisezeit empfehlen wir somit die Wintermonate von Oktober bis Februar, da zu dieser Zeit die Temperaturen relativ angenehm sind. Von März bis Mai herrscht ein heißes Klima. Die hohen Tagestemperaturen sind für das Sightseeing in Mrauk U eher nicht zu empfehlen. In der Zeit von Juni bis September ist in dem Gebiet die Regenzeit. Zwar erstrahlt die Landschaft dann wahrscheinlich in einem saftigen Grün, jedoch ist während dieser Zeit mit heftigen Regenfällen zu rechnen, die mehrere Stunden andauern können.

 

Die Anreise nach Mrauk U

Die Regierung des Landes hat auf den mangelnden Tourismus im Rakhine-Staat und speziell in Mrauk U bereits reagiert und die beschwerliche Anreise ein klein wenig erleichtert. Bis vor einiger Zeit konntest du Mrauk U als Tourist nur erreichen, wenn du mit dem Flugzeug nach Sittwe geflogen. Am darauffolgenden Morgen musstet du mit dem Boot etwa drei bis vier Stunden den Fluss Kalanda flussaufwärts fahren. Die Anreise ist aber bis heute sehr preisintensiv, da der Flug etwa 100 Euro kostet.

Mittlerweile fahren aber auch Reisebusse von Yangon direkt in das kleine Dorf Mrauk U (ca. 14 Stunden/20 USD). Auch von Mandalay gibt es heute schon Direktbusse (über Magwe) nach Mrauk U (ca. 21 Sunden/25 USD).

Möchtest du vom Inle Lake oder Bagan aus nach Mrauk U anreisen, musst du zuerst nach Magwe fahren (von Bagan 4 Stunden, vom Inle Lake 12 Stunden.), um dann in den Direktbus Mandalay – Mrauk U einzusteigen. In Magwe würden wir euch keine Übernachtung empfehlen, denn entgegen anderer Reiseberichte gibt es in Magwe unserer Meinung nach wirklich nichts zu sehen.

 

Hotels und Unterkünfte in Mrauk U

Wir haben in Mrauk U im Royal City Guesthouse übernachtet. In dieser Low-budget-Unterkunft für 20 USD pro Doppelzimmer war das Frühstück inklusive. Die Zimmer waren relativ gut, sodass wir dieses Guesthouse gern weiterempfehlen. Zu seinen Vorteilen gehört auch die gute Lage, denn von dort hast du es nicht so weit zu dem von uns beschriebenen Geheimtipp für den Sonnenaufgang.

Solltest du aber eher eine gehobenere Unterkunft haben wollen, dann kommt für dich nur das Mrauk U Princes Resort in Frage. In diesem Resort können wir auch das Restaurant wärmstens empfehlen. Für ca. 10 Euro bekommt man ein leckeres Essen in einem schönen Ambiente serviert. Etwas weniger toll, dennoch mit gutem Standard ist das Vesali Resort. Für alle, die ein Hotel der „Mittelklasse“ suchen, ist dieses Resort sicherlich die erste Wahl.

 

Weitere Tipps für Mrauk U

  • Für den Besuch der Tempelanlagen in Mrauk U musst du eine Touristengebühr für die archäologische Zone entrichten (5.000 Kyat), die für die Renovierung und den Erhalt der Tempel verwendet wird.
  • Im Rakhine-Staat kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen politischen und religiösen Gruppen. Beachte daher die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes.
  • In Myanmar kannst du alles in USD Dollar bezahlen, erhältst aber dann dein Wechselgeld in Kyat.
  • Du benötigst ein Visa (28 Tage), dass du vor deiner Einreise in Myanmar online beantragen musst.
  • Für die Besichtigung der Tempel ist es empfehlenswert die kostenlose offline Karte der App Maps.Me herunterladen. Diese zeigt dir zuverlässig den Weg von einer Pagode zur nächsten.
  • Die Tempel und Pagoden in Myanmar haben manchmal unterschiedliche Namen, die sich aber in fast allen Fällen ähneln. Meist werden sie zusammen und manchmal getrennt mit einem Leerzeichen geschrieben.

 

Fazit zu den Tempeln von Mrauk-U:

Die Tempel von Mrauk U zu erkunden und dabei das wirkliche Leben der Burmesen fernab vom Tourismus kennenzulernen waren Erfahrungen, die wir nicht missen wollen.

Die beschwerliche Anreise ist dabei jedoch nicht zu vernachlässigen. Für all diejenigen, die genügend Zeit mitgebracht haben, ist Mrauk U ein Muss, zumal es im Osten auch einige der schönsten Strände von Myanmar (z.B. Ngapali Beach) zu sehen gibt. Diejenigen, die einen engen Reiseplan haben, sollten aufgrund der schwierigen und zeitintensiven Anreise auf Mrauk U eher verzichten.

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

Hat dir der Artikel gefallen?
Dann abonniere jetzt meinen kostenlosen Newsletter! So erhältst du ab sofort regelmäßig nützliche Tipps und Infos zu den schönsten Zielen in Südostasien. Kein Spam!

Veröffentlicht von Stefan Diener am 27. November 2017. Zuletzt aktualisiert am 27. November 2017.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Faszination Südostasien bei Facebookschliessen
oeffnen