Hsipaw – von einer spannenden Eisenbahnfahrt und der legendären Mrs. Popcorn

Der Ort Hsipaw im Norden Myanmars bietet einige interessante Sehenswürdigkeiten. Das Highlight ist jedoch eine Bahnfahrt zum Goteik-Viadukt. Die alte Eisenbahnbrücke wird auch heute noch genutzt und die Ausblicke aus schwindelerregender Höhe sind ein Erlebnis. Hier findest du Tipps, Infos und Fotos.

 

Nach einer Trekkingtour und ein paar Tagen am Inle See führte uns die Reise in den nördlichen Shan-Staat, genau genommen in den kleinen Ort Hsipaw.

So gesehen hätte es eine direkte Busverbindung vom Inle See nach Hsipaw gegeben, da diese jedoch nur nachts angeboten wird und die Straßenverhältnisse ziemlich schlecht sind, entschieden wir uns für ein Sammeltaxi über Mandalay.

 

Dort haben wir eine Nacht im Hotel geschlafen und sind dann am nächsten Tag mit einem öffentlichen Bus nach Hsipaw gefahren. Diese Variante hat zwar weder Zeit noch Geld gespart, war aber eindeutig entspannter und zudem hatten wir die Möglichkeit, tagsüber zu reisen und konnten somit während der Fahrt viele schöne Eindrücke von Land und Leuten gewinnen.

 

Hspiaw: Sehenswürdigkeiten im Ort und der Umgebung

Hsipaw ist ein ruhiger und überschaubarer Ort und somit perfekt für ein paar gemütliche Tage in der Natur. Geschlafen haben wir im »Lily – The Home«, eine sehr zu empfehlende Unterkunft.

 

Lily ist eine fantastische Gastgeberin, die Zimmer sind sauber und über die Unterkunft lassen sich Trekkingtouren in die Umgebung organisieren. Sehr beliebt sind hier Ausflüge zu den Wasserfällen, den heißen Quellen und den abgelegeneren Shan-Dörfern in der Umgebung.

Da unser Bedarf an körperlicher Anstrengung noch von der Trekking-Tour von Kalaw zum Inle See gedeckt war, haben wir uns hier nur Fahrräder ausgeliehen und sind damit ein bisschen durch die Gegend gefahren.

Im Norden des Ortes gibt es ein kleines Pagodenfeld, ein Kloster mit einer Buddhastatue aus Bambus und natürlich den Garten von Mrs. Popcorn.

 

Die Frau heißt eigentlich Kim Min Te und ist pensionierte Englischlehrerin. Nachdem sie in Rente gegangen ist und zudem nach und nach immer mehr Touristen nach Hsipaw kamen, hat sie ihren Garten zu einem gemütlichen kleinen Restaurant umgestaltet und bietet hier nun – je nach Saison und Verfügbarkeit – frische Getränke und Gerichte aus eigenem biologischen Anbau an. Alles super-lecker – ein Besuch bei Mrs. Popcorn ist quasi ein Muss in Hsipaw!

 

Ansonsten gibt es tagsüber einen kleinen Markt in Hsipaw und entlang des Flusses einige nette Restaurants mit gemütlichen Gärten und Blick auf das Wasser. Wer Lust hat, abends etwas schöner Essen zu gehen, dem kann ich das »Club Terrace 2« empfehlen – mit schöner Veranda direkt am Flussufer und fantastischem Essen.

 

Eisenbahn-Romantik: das Goteik-Viadukt

Und nun zu dem eigentlichen Grund, weshalb wir überhaupt bis nach Hsipaw gefahren sind: Dabei handelt es sich um die Eisenbahnstrecke zwischen Hsipaw und Pyin U Lwin und den berühmt-berüchtigten Goteik-Viadukt (auch Gokteik geschrieben).

Von den Amerikanern erbaut und 1901 eröffnet kannst du bis heute mit der Eisenbahn über die 111 Meter hohe und 800 Meter lange Brücke fahren. Das Ticket zwischen diesen beiden Orten kostet 7 USD in der Upper Class und dauert ca. sechs Stunden. Nervenkitzel und Aufregung gibt es kostenfrei dazu.

Die Schienen sowie die Züge sind uralt und eigentlich grenzt es fast schon an ein Wunder, dass der Zug diese Strecke überhaupt noch schafft. Er fährt zwar langsam, aber trotzdem wackelt und kracht es jede Sekunde.

 

Und dann dieser Moment, wenn du in die Nähe des Viadukts kommst und der Zug abbremst, um im Schritttempo über die Brücke zu fahren. Ein unbeschreibliches Gefühl aus Angst und Spannung – Bauchkribbeln garantiert! Und auch, wenn wir in diesen sechs Stunden wirklich viel gelacht haben, muss ich gestehen, dass ich erleichtert war, als wir endlich wieder aussteigen dürften.

Du kannst auch weitere sieben Stunden bis nach Mandalay durchfahren, wir entschieden uns aber für ein Tuk Tuk ab Pyin U Lwin, das die Strecke in knapp zwei Stunden schafft, was eindeutig entspannter ist.

 


 

Text & Bilder: Sandra Gruber

Sandra ist mit dem Rucksack auf dem Rücken fast zwei Jahre lang durch Südostasien gereist. Sie interessiert sich vor allem für die Menschen in den jeweiligen Ländern und hat eine Vorliebe für Indonesien. Wenn sie nicht gerade wieder unterwegs ist, lebt und arbeitet sie in München.

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 6. Februar 2017. Zuletzt aktualisiert am 6. Februar 2017.

Kommentare1 Kommentar

  1. Das hört und liest sich ja traumhaft! Da bekommt man direkt Lust, den Rucksack zu packen und selbst loszuziehen. Ich glaube auch, dass Myanmar jetzt noch ein Land ist das im Gegensatz zu etwa Thailand noch nicht so von Touristen überlaufen ist.

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