Zahlungsmittel Myanmar: Bargeld, Geld abheben, Kreditkarten

Gibt es in Myanmar Geldautomaten? Wie kann ich Geld abheben? Und welche Kreditkarte benötige ich im ehemaligen Burma. Antworten dazu findest du hier.

Bei deiner Reiseplanung solltest du das Thema Finanzen nicht vergessen. Hier findest du nun alle Infos, die du im Vorfeld benötigst. Das beinhaltet unter anderem, welche Kreditkarten gut funktionieren, wie du am besten Geld abhebst und was du zur Landeswährung wissen solltest.

 

Finanzguide Myanmar: Kostenlos Geld abheben, Kreditkarten und Zahlunsgmittel

  1. Die Währung in Myanmar
  2. Myanmar: Wechselkurs Kyat/Euro
  3. Myanmar: Wechselkurs Kyat/Schweizer Franken
  4. Zahlungsmittel in Myanmar
  5. Bargeld in Myanmar: Münzen und Scheine
  6. Geld wechseln: vor Ort in Myanmar oder bereits zuhause?
  7. Geld wechseln vor Ort – worauf muss ich achten?
  8. Geld abheben in Myanmar
  9. Welche Gebühren sind an Geldautomaten in Myanmar fällig?
  10. Bargeldloses Zahlen in Myanmar
  11. Die beste Kreditkarte in Myanmar
  12. Kreditkartenbetrug in Myanmar
  13. Geld nach Myanmar senden
  14. Weitere Tipps zu Geld in Myanmar

 

1.) Die Währung in Myanmar

Die Landeswährung in Myanmar heißt Kyat, ausgesprochen „Tschatt“. Die offizielle Abkürzung lautet MMK.

Der Kyat ist die einzige Währung des Landes. Seit dem 1. November 2015 ist der US-Dollar als Zahlungsmittel verboten, wird aber vereinzelt noch eingesetzt.

 

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2.) Myanmar: Wechselkurs Kyat/Euro

Für einen Euro bekommst du umgerechnet ca. 1.321 Kyat (Stand August 2016). Im Jahr davor schwankte der Kurs deutlich. So wanderte er vom Tiefststand von 1.090 Kyat auf einen Höchstwert von 1.482 Kyat für einen Euro. Ich würde dir empfehlen, dir eine Währungsrechner-App auf dein Smartphone zu laden. So bist Du immer up-to-date!

Hier findest du den aktuellen Wechselkurs.

 

3.) Myanmar: Wechselkurs Kyat/Schweizer Franken

Für einen Schweizer Franken bekommst du ca. 1.222 Kyat. (Stand August 2016). Auch hier schwankte der Kurs im Jahresverlauf. Der tiefste Punkt lag bei 1.028 und der höchste bei 1.374 Kyat pro Schweizer Franken.

Hier findest du den aktuellen Wechselkurs.

 

4.) Zahlungsmittel in Myanmar

Im alltäglich Leben in Myanmar wird hauptsächlich Bargeld verwendet. Zwar ist es in anderen Ländern sehr üblich mit US-Dollar zu bezahlen, aber in Myanmar ist das (offiziell) nicht mehr möglich.Seit dem 1. November 2015 ist der US-Dollar als Zahlungsmittel verboten. Hotels, Restaurants und alle weiteren Betriebe dürfen US-Dollar als Zahlungsmittel nicht mehr annehmen (was gelegentlich aber noch geschieht).

Stell dich daher darauf ein, während deines Aufenthalts in Myanmar ausnahmslos entweder mit der Landeswährung Kyat oder per Kreditkarte bezahlen. Letzteres wiederum ist relativ selten möglich. In den großen Städten und Ballungszentren kannst du vor allem größere Beträge vermehrt mit Kreditkarte bezahlen, in den ländlichen Regionen jedoch ist es meist unmöglich.

Von Reiseschecks solltest du im Grunde absehen. Zwar ist es möglich – allerdings oft nur mit sehr viel Aufwand und Drama verbunden. Die Zukunft entwickelt sich weg von dem Scheck hin zur Kreditkarte. So hat beispielsweise letztes Jahr American Express den Verkauf von Reiseschecks abgeschafft. Ich selbst benutze auch nie Reiseschecks.

Neben Kreditkarten können an einigen Automaten Maestro-Karten eingesetzt werden. V-Pay-Karten werden in Myanmar wie in ganz Südostasien nicht akzeptiert.

 

5.) Bargeld in Myanmar: Münzen und Scheine

Die Währung Kyat hat keine Münzen, sondern nur Scheine. Die meist genutzten Banknoten sind die 50, 100, 200, 500, 1000, 5000 und 10000 Kyat-Scheine. Wie bei vielen asiatischen Währungen empfiehlt es sich hier, in Tausendern zu rechnen. So entsprechen 1.000 Kyat in etwa 0,75 Euro.

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Noch vor wenigen Jahren musste man bei Myanmar-Reisen Bargeld für den gesamten Aufenthalt bei sich tragen.

 

6.) Geld wechseln: vor Ort in Myanmar oder bereits zuhause?

Bereits vorab Geld zu tauschen ist derzeit nicht möglich. Achte auch bei deiner Ausreise am ende des Urlaubs darauf, dass Du dein Geld wechselst. Denn nach Verlassen des Landes gilt das Gleiche – internationale Banken wechseln keine Kyat-Noten.

 

7.) Geld wechseln in Myanmar – worauf muss ich achten?

Heutzutage kannst du in den größeren Städten Geld umtauschen. Damit es für Myanmar-Reisende deutlich einfacher geworden. Noch bis vor ein paar Jahren, musstet du mitgebrachte US-Dollar nämlich auf dem Schwarzmarkt tauschen, um einen halbwegs passablen Wechselkurs zu erhalten. Und das war natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden.

Doch die Situation hat sich zum Glück verbessert. Vor allem in Touristenorten wie Yangon, Bagan, Mandalay oder am Inle-See gibt es ausreichend Wechselbuden, die einen halbwegs realistischen Kurs anbieten. Darüber hinaus kannst du auch Bargeld auch bei Banken umtauschen.

Weiterhin ist Myanmar jedoch sehr speziell, was die Qualität und Aufmachung der Scheine angeht: So darf keiner der Scheine geknickt oder verschmutzt sein.

Zudem ist der Wechselkurs abhängig vom Nennwert des Scheins. Je höher, desto besser wird dein Wechselkurs sein.

Der Schwarzmarkt floriert weiterhin in Yangon, allerdings mit der Gefahr, bein Umtausch betrogen zu werden.

Lade dir am besten einen Währungsrechner auf dein Smartphone, so kannst du den aktuellen Kurs besser beobachtent.

 

8.) Geld abheben in Myanmar

Vor allem in den Touristengebieten und großen Städten wurde in den letzten Jahren mit der Installation von Geldautomaten begonnen. Das war noch vor weniger als fünf Jahren ganz anders, da musstest du dein gesamtes Reisebudget in bar mitnehmen.

Die Automaten sind mit diversen Aufklebern gekennzeichnet – so kannst du ganz einfach sehen, bei welchem Automaten du mit Visa- bzw. Mastercard und bei welchem du mit deiner Maestro-Karte (EC-Karte) abheben kannst. Bankautomaten sind in Myanmar – wie fast überall in Asien – mit der Abkürzung ATM versehen. Sie stehen vor allem vor Banken, an Flughäfen sowie an einigen touristischen Highlights.

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Bank in Myanmar

 

Solltest du dein Bargeld mit deiner EC-Karte abheben wollen, solltest du vorher mit deiner Bank klären, ob sie für das außereuropäische Ausland freigeschalten ist. Und wenn du schon dabei bist, frage gleich nach dem täglichen bzw. wöchentlichen Limit für Abhebungen. So bleiben dir böse Überraschungen erspart. Außerdem schadet es nicht, wenn deine Bank über deinen Auslandsaufenthalt informiert ist und entsprechende Kontobewegungen richtig einschätzen kann.

Beachte, dass bei der Abhebung mit EC- und oder Kreditkarten Gebühren berechnet werden können. Sowohl von deiner Bank als auch dem Automatenbetreiber (mehr dazu im nächsten Punkt).

Wenn du einen Geldautomaten suchst, schau doch mal auf diesen Seiten vorbei:

 

Falls kein Automat aufzufinden ist, helfen oft große Hotels aus. Sie zahlen dir den gewünschten Betrag aus und belasten mit dieser Summe deine Kreditkarte. Was sehr simpel klingt, kann jedoch teuer werden. Denn oft wird dafür eine hohe Transaktionsgebühr von fünf bis zehn Prozent berechnet.

Tipp: Warte mit der Geldabhebung nicht so lange, bis du fast kein Geld mehr hast, sondern kümmere dich rechtzeitig um Nachschub.

Bei Reisen in ländliche Gegenden solltest du genügend Bargeld mitnehmen.

 

9.) Welche Gebühren sind an Geldautomaten in Myanmar fällig?

Wenn du mit deiner Karte im Ausland abhebst, entstehen schnell Kosten in Höhe von fünf bis zehn Euro oder sogar mehr. Dabei handelt es sich im Gebühren, die viele Banken berechnen, wenn du im außereuropäischen Ausland Bargeld abhebst. Meist sind das zwischen 1,5 und 3,5 Prozent des Gesamtbetrags.

Es gibt jedoch mittlerweile eine Reihe an Kreditkarten, mit denen du im Ausland kostenfrei abheben kannst. Doch neben dem, was deine Bank macht, kommen in Myanmar noch Kosten durch die einheimische Bank, die den Automaten betreibt, hinzu. Die Gebühr beträgt je nach Bank 5.000 und 6.500 Kyat pro Abhebung (3,80-4,50 Euro). Mit der richtigen Kreditkarte werden dir diese Kosten nach der Reise erstattet. Siehe dazu Punkt 11.

Bei den meisten Banken kannst du am Tag 300.000 Kyat abheben.

 

10.) Bargeldloses Zahlen in Myanmar

Bargeldloses Bezahlen ist in Myanmar eher unüblich. Gehobene Hotels oder Flüge können jedoch vermehrt mit Kreditkarte bezahlt werden, allerdings ist das landesweit definitiv nicht die Regel. Ich empfehle dir daher noch mal, in den großen Städten genug abzuheben, um nicht in ländlichen Gebieten plötzlich ohne Bargeld da zu stehen.

Beachte zudem, dass bei Kreditkarten-Zahlungen in einer anderen Währung bei den meisten Anbietern eine Gebühr anfällt (mind. 1,5 %).

 

11.) Die beste Kreditkarte in Myanmar

In Myanmar kannst du mit der richtigen Kreditkarte ordentlich Geld sparen oder besser gesagt: Gebühren vermeiden!

Für Abhebungen außerhalb Europas berechnen viele Banken Gebühren. Diese liegen meist zwischen 1,5 und 3 Prozent des abgehobenen Betrags. Es gibt jedoch genügend Angebote von Kreditinstituten, die darauf verzichten.

Ein weiterer Faktor sind die »Fremdgebühren«, die hauptsächlich in südostasiatischen Ländern berechnet werden (neben Myanmar u.a. auch in Thailand, Vietnam und Kambodscha). Dabei handelt es sich um Geld, dass sich der Geldautomatenbetreiber für seinen Service einsteckt. Diese Gebühr musst du beim Abgeben zustimmen, sonst bekommst du keine Geld. In Myanmar sind es etwa 3,75 – 4,00 Euro, die bei jeder Abhebung fällig werden. Das kommt schnell einiges zusammen.

Daher haben sich viele Südostasien-Reisende eine Reisekreditkarte zugelegt, bei der du diese Gebühren erstattet bekommst. Entsprechende Anbieter waren bis 2016 die comdirect Bank und die DKB. Doch nun haben beide diesen Service eingestellt.

Damit bleibt künftig nur noch die Santander Bank*, die dir bei ihrer 1plus Visakarte die Fremdgebühren der Banken in Myanmar erstattet. Damit ist die Santander-Karte sehr attraktiv, zumal auch die Bezahlung in Fremdwährung (zum Beispiel eine Hotelrechnung in Kyat oder ein Flugticket in thailändischen Baht) kostenfrei ist. Diese Kombination ist derzeit einzigartig.

Santander verlangt für die Karte auch keine Jahresgebühr und du bekommst zudem noch Rabatt beim Tanken.

Die Nachteile: Das Tageslimit zum Abheben liegt bei 300,- Euro pro Tag und falls du mal ins Minus rutschst, weil du das Konto nicht fristgerecht ausgleichen kannst, sind die Sollzinsen mit 13,16 % recht hoch.Trotzdem insgesamt ein super Angebot.

-> Du kannst die Karte hier beantragen.*

 

Um die Santander-Karte zu erhalten benötigst du ein festes Einkommen. Daher kann sie von Studierenden, Arbeitslosen oder Freelancern derzeit leider nicht genutzt werden.

Solltest du zu einer dieser Gruppen gehören, ist die folgende Lösung die meiner Meinung nach Kosten sparendste Option (an den Fremdgebühren kommst du jedoch in keinem Fall vorbei, es sei denn, du nimmst nur Bargeld mit, wovon ich abrate):

Das Girokonto der DKB* inklusive Visa-Card ist komplett kostenfrei. Für Abhebungen am Automaten wird dir weltweit nichts zusätzlich berechnet (lediglich die Fremdgebühren kommen hinzu). Per Video-Ident kannst du dich schnell anmelden, du benötigst keinen festen Kontoeingang, hast mit 6,9 % einen niedrigen Soll-Zins und bekommst im Gegenzug auch noch 0,7 % Guthabenzinsen.

-> Du kannst die Karte hier beantragen*.

 

Solltest du online Hotels, Flüge, Mietwagen etc. in Fremdwährung bezahlen willst (Kyat, Baht, …), sind dafür 1,75 Prozent Gebühren fällig. Falls du diese Kosten umgehen möchtest, hast du mit der payVip-Mastercard * (auch hier auf Sollzinsen achten) eine kostenfreie Option.

Das war jetzt alles ein wenig kompliziert? Ausführliche Informationen und weitere attraktive Anbieter findest du in meinem Artikel zur besten Kreditkarte für Südostasien.

 

12.) Kreditkartenbetrug in Myanmar

Trickbetrüger gibt es überall – auch in Myanmar. Wichtig ist, dass du für zwei Szenarien gefasst bist:

Zum einen solltest du deine Kreditkarte nie aus den Augen lassen. Sorge dafür, dass du immer dabei bist, wenn deine Karte eingelesen wird! Sollte das nicht möglich sein, bezahle lieber in bar.

Ein anderes Ärgernis sind getürkte Bankautomaten. Dort ist auf den eigentlichen Einfuhr-Schlitz noch ein zweites Gerät aufgesetzt, das deine Kartendaten einlesen soll. Normalerweise ist der Schlitz bündig zur Oberfläche – sieht der Automat anders aus, such dir lieber einen anderen.

Die beiden genannten Fälle von Kreditkartenbetrug kommen bisher in Myanmar kaum vor.

 

13.) Geld nach Myanmar senden

Kreditkarten und Bargeld verloren? In dieser misslichen Lage kannst du dir auch via Western Union Geld nach Myanmar senden lassen. Binnen Minuten können dir deine Familie oder deine Freunde Unterstützung senden. Du erhältst dafür eine Transaktionsnummer mit der du (gegen Vorlage deines Reisepasses) bei einer Filiale vor Ort das Geld abheben kannst. Die Gebühren betragen je nach Betrag 4 bis 5 Prozent.

Andere Möglichkeiten, um Geld zu senden, sind beispielsweise Moneygram und Azimo.

 

14.) Weitere Tipps rund ums Geld in Myanmar

Ein- oder Ausfuhr von Geld: Offiziell darfst du bis zu 10.000 US-Dollar mit nach Myanmar einführen. Alles darüber muss deklariert werden.

Doppelt hält besser: Nimm am besten zwei Kreditkarten von unterschiedlichen Banken mit! Falls ein Problem mit der einen Karte auftritt, bist Du mit der anderen auf Nummer sicher.

Wie sonst in Asien gilt auch in Myanmar: Stelle dich nicht zur Schau, trage keine teuren Wertgegenstände offensichtlich spazieren! Das lockt nur Diebe.

 


Fotos:

Bank in Myanmar von Lisa-Lisa / Shutterstock.com

Geld Myanmar von Shutterstock

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 9. August 2016. Zuletzt aktualisiert am 9. August 2016.

Kommentare1 Kommentar

  1. Hi Stefan,
    informativer Artikel, da ich nächsten Monat von Bangkok aus nach Mandalay fliegen werde.
    Leider werden die Konditionen bei der DKB AG – fast quartalsweise – schlechter und schlechter. Du hast in Deinem Artikel noch Guthabenzinsen von 0,7% stehen.
    Aktuell sind es 0,6% bis 100.000,00 EUR und 0,3% ab 100.000,01 EUR.
    Die nächste Verschlechterung ist schon angekündigt !
    Ab 1. Oktober sind es dann nur noch 0,4% bis 100.000,00 und 0,15% ab 100.000,01 EUR.
    Viele Grüße aus Bangkok
    Werner

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