Gibbon Experience in Laos: Nervenkitzel und imposante Aussicht

Wenn du für deine Backpacking-Tour durch Laos noch das besondere Abenteuer suchst, bietet sich ein Abstecher von Huay Xai in den Dschungel an. Dort übernachtest du in Baumhäusern und schwebst an Zip-Lines durch die Baumkronen.

 

Seine Erlebnisse im Rahmen dieser außergewöhnlichen Tour schildert dir David Grütter. Ich habe ihn Anfang des Jahres auf einer Reise durch Indien kennengelernt. Mit www.reiseinspiration.ch hat er nun seinen eigenen Reiseblog gestartet. Du findest ihn auch auch auf Facebook.

Nun übergebe ich das Wort an David:

 

Nervenkitzel in den Baumwipfeln von Laos

Du möchtest wie ein Vogel durch die Baumkronen des Regenwalds segeln und dabei eine fantastische Aussicht auf eine einmalige Landschaft genießen? Und dich dann am Abend hoch über dem Dschungel-Boden zur Ruhe legen und den nächtlichen Urwaldgeräuschen lauschen? Dann bist du beim Gibbon Experience im Norden von Laos genau richtig.

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Waghalsige Fahrt über Schlammpisten

Die Abenteuerferien starten schon mit der Anreise. Denn wenn du von Thailand kommend in der nordlaotischen Stadt Huay Xai angelangt bist, ist es mit der Ruhe vorbei. Mit einem Jeep fährst du von hier in den Dschungel.

Bei mir war bereits diese Etappe ein Nervenkitzel. Denn nach einer regnerischen Nacht glich die Tour über die schlammigen Dschungelstraßen einer gewagten Schleuderfahrt, bei der ich mir nie sicher war, ob ich überhaupt ankommen werde. Vor allem für die Passagiere auf dem Dach des Fahrzeugs muss es sich noch hefiger angefühlt haben.

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Nach einigen Stunden Fahrt kommst du in einem verlassenen Dorf mitten im Regenwald an. Die Einzigen, die wir hier antrafen, waren Kinder, die mit Wasserbüffeln spielten. Denn die Eltern arbeiten tagsüber auf den umliegenden Feldern oder im Wald.

Vom Dorf geht es zu Fuß weiter. Enge, schlammige Pfade führen zum Startpunkt des Gibbon Experience.

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Nur fliegen ist schöner

Nach einigen Instruktionen und Sicherheitshinweisen startet das Erlebnis im vielleicht schönsten Seilpark der Welt. Fast unscheinbar dafür kilometerlang sind die Zip-Lines über dem Dschungel gespannt. Lautlos gleitest du über die grüne Hölle. Dabei schießt dir das Adrenalin durch den ganzen Körper. Du fühlst dich unglaublich! Mit großem Glück siehst du sogar Affen, die in den Baumkronen turnen.

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Nach 800 Metern sanftem Gleiten gilt es, kräftig die Bremsen zu drücken. Nur so verhinderst du einen schmerzhaften Zusammenstoß mit einem Urwaldriesen.

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Grenzenlose Freiheit

Einmal am anderen Ende angekommen, hast du Zeit, das Erlebnis zu verarbeiten. Es ist eine unglaubliche Art, den Regenwald zu erleben! Nach einem kurzen Fußmarsch bist du dann schon beim nächsten Seil. Wieder schwebst du über die grüne Landschaft und wirst dabei von exotischen Geräuschen, Rufen und Pfiffen begleitet. So geht es den ganzen Tag lang.

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Ich konnte davon kaum genug bekommen. Wenn Sport und Action süchtig machen können, ist das hier der beste Beweis dafür. Immer wieder möchte man einen neuen Abschnitt des Waldes sehen. Das Gefühl, hoch oben in der Luft zu schweben, ganz alleine und umgeben von schönster Natur, ist einfach kaum zu überbieten. Und wenn du nach einem erfüllten Tag deine letzte Fahrt machst, kommst du erst im echten Paradies an.

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Laute aber bezaubernde Nächte

Der Stopp im eigenen Baumhaus ist etwas Spezielles. 50 Meter über dem Boden befindet sich eine riesige Wohlfühloase, die mit allen Annehmlichkeiten ausgerüstet ist. Ein Highlight ist sicher die Dusche mit grandioser Aussicht. Auch auf der Baum-Toilette aus Keramik zu sitzen ist etwas Gewöhnungsbedürftiges. Doch dieses stille Örtchen, das durch Grillenzirpen und andere exotische Geräusche alles andere als still ist, gehört in der Kategorie „besondere Toilettenbesuche“ sicher zu den weltweiten Höhepunkten.

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Das Abendessen wird durch die einheimischen Guides natürlich über das Seil serviert. Exotische Früchte und andere laotische Leckerbissen sorgen für gute Stimmung. In der Dämmerung wird die Geräuschkulisse dann zum wahren Spektakel. Kreischende Affen, zirpende Insekten und andere undefinierbare Geräusche machen die Nacht zum Tag. Der funkelnde Sternenhimmel, der zwischen den Blättern durchscheint, ist eine schöne Zugabe. Da schläfst du auch trotz großer Urwaldspinnen über dem Bett ruhig und friedlich ein. Und genügend Schlaf ist auch nötig, denn am nächsten Tag geht das Abenteuer über dem Urwald wieder weiter!

 

Fazit Gibbon Experience:

Das Gibbon Experience ist ein Erlebnis, das in Südostasien seinesgleichen sucht! Es ist in zwei oder drei Nächten zu buchen. Weitere Informationen bekommst du auf der Veranstalter-Homepage.

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Hast du auch schon mal eine Zip-Line-Tour im Urwald gemacht? Wie sind deine Erfahrungen?

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 19. Oktober 2014. Zuletzt aktualisiert am 18. April 2017.

Kommentare (6)

  1. Hey!
    Danke für den Artikel und die schönen Fotos!

    Wir wollten diese Zip-Line Tour im Winter machen mussten aber aufgrund von Krankheit drauf verzichten… leider… Aber nächstes Mal wirds bestimmt was – freu mich jetzt schon!!

  2. Dein Artikel hat mir sehr gefallen, da bekommt man gleich Lust auf Urlaub.

  3. Danke für den schönen Bericht! Nach der tollen Zipline-Erfahrung in Costa Rica wollten wir bei unserem Laos-Besuch eigentlich auch zur Gibbon-Experience, haben aber aufgrund der Regenzeit dann doch darauf verzichtet. Zu welcher Jahreszeit warst Du denn dort, David?

    • ich war im Juli in Laos. Geht meistens auch gut in der Regenzeit. Wir haben super Erfahrungen gemacht.

  4. Hey klasse Beitrag. Was hast du denn für die Tour bezahlt?

  5. Cool! Sieht ja noch genauso aus wie 2007, als wir die Gibbon Experience gemacht haben. Ein einmaliges und unvergesslich geniales Erlebnis. Bin gedanklich beim Lesen gerade nochmals durch den Urwald gezippt.
    Merci für den Beitrag.
    Liebe Grüsse aus Raja Ampat,
    Reni

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