Laos: Alle Infos zu Bargeld, Kreditkarten und (kostenlosem) Geld abheben im Überblick

In diesem Artikel findest du Antworten auf alle deine Fragen rund ums Bezahlen in Laos. Außerdem erhältst du Tipps, wie du vor Ort an Bargeld kommst und dabei Gebühren vermeiden kannst.

Es ist wichtig, dass Du dir vor deiner Abreise nach Laos ein paar Gedanken darüber machst, wie du unterwegs mit dem Thema Finanzen umgehen möchtest. Nachfolgend daher die wichtigsten Infos. Solltest du noch Fragen haben, ab damit in die Kommentare!

 

Finanzguide: Kreditkarten, Geld abheben und Bezahlen in Laos

 

1.) Die Währung in Laos

Die Landeswährung in Laos ist der Laotische Kip. Die Abkürzung für die Landeswährung lautet LAK.

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2.) Laos: Laotischer Kip /Euro

Für einen Euro erhältst du 8,989 LAK (Stand: November 2016). Im Jahr 2015 schwankte der Kurs zwischen 8.500 und 9.400 LAK für einen Euro. Lade dir am besten eine Währungsrechner-App auf dein Smartphone, dann bist du immer up to date.

 

3.) Laos: Wechselkurs Laotischer Kip/Schweizer Franken

Für einen Schweizer Franken erhältst du knapp 8.287 LAK. Auch hier gibt es Schwankungen. So bewegte sich der Wert 2015 zwischen 8.845 LAK und 7.900 LAK für einen Schweizer Franken.

 

4.) Zahlungsmittel in Laos

In Laos ist es üblich, neben der Landeswährung Kip auch mit US-Dollar zu bezahlen. Mancherorts werden auch thailändische Baht akzeptiert.

Zumindest der US-Dollar ist fast gleichberechtigt. Wenn man bedenkt, dass die größte Banknote (100.000 Kip) nur knapp 11 Euro wert ist, macht dies sicher Sinn. Zum Beispiel Hotelpreise werden daher meist nur in US-Dollar angegeben.

In Laos ist es üblich, fast alles mit Bargeld zu bezahlen. Außerhalb von gehobenen Hotels ist es eher schwer, Kreditkarten bzw. Bankkarten als Zahlungsmittel zu verwenden.

Bargeld hebst du am besten in den größeren Städten ab, dort findest du eigentlich immer Geldautomaten (mit der Bezeichnung »ATM«). Vorsicht jedoch in den ländlichen Gegenden: Dort gibt es in der Regel keine Automaten und du musst zum Abheben in die nächste größere Stadt fahren.

An den ATM kannst du oft nur kleine Summen abheben. Benötigst du einen größeren Betrag, solltest du früh genug damit anfangen, Geld zu ziehen.

Reiseschecks sind sehr selten geworden – daher gibt es keine Garantie, dass jede Bank einen solchen Scheck auch annehmen wird. Zudem sind die Gebühren relativ hoch. Ich selbst habe in Südostasien noch nie einen Reisescheck benutzt.

V-Pay-Karten werden in Südostasien übrigens nicht akzeptiert. Nutze stattdessen Kreditkarten (zum Beispiel VISA und Mastercard) oder EC-Karten mit MAESTRO-Symbol.

Beachte bitte zudem, dass außerhalb von Laos der Laotische Kip nicht zurück gewechselt werden kann!

 

5.) Bargeld in Laos: Münzen und Scheine

Es gibt Banknoten in folgenden Größen: 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5.000, 2.000, 1.000, 500, 100, 50, 20, 10, 5 und 1 Kip.

Früher wurden auch Münzen als Zahlungsmittel verwendet – heute sind diese nicht mehr im Umlauf. Gleiches gilt für Scheine mit kleinem Wert.

 

6.) Geld wechseln: in Laos oder bereits zuhause?

Es ist nicht möglich, vorab dein Geld in Kip umzutauschen. Du kannst dir allerdings im Vorfeld ein paar US-Dollar besorgen.

 

7.) Geld wechseln in Laos – worauf muss ich achten?

An den internationalen Flughäfen gibt es Geldautomaten und meist auch Wechselstuben (»Money Exchange«). Dort kannst du dich mit Bargeld eindecken, noch bevor du deine Reise startest. Bedenke aber bitte, dass der Umrechnungskurs am Flughafen oft schlechter ist als in der Stadt (das gilt für den Geldwechsel, nicht für die Automaten). Das Beste ist es daher, wenn du dir nur einen kleinen Betrag am Flughafen umtauschst und größere Summen dann in der Stadt wechselst. Es empfiehlt sich, die Wechselkurse der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Eine Währungsrechner-App auf dem Smartphone ist ebenfalls hilfreich, um ein Gefühl für die aktuellen Kurse zu bekommen!

Beim Tauschen erhältst du für Geldscheine mit einem hohen Wert meist einen besseren Kurs als bei kleinen Scheinen.

Aber Vorsicht, lass dich nicht auf Schlepper ein, die dich auf der Straße ansprechen und mit einem guten Kurs ködern. Das kann nur nach hinten losgehen.

 

8.) Geld abheben in Laos

In den größeren Städten (Luang Prabang, Vientiane, etc.) gibt es eine gute Auswahl an Geldautomaten. Beachte aber, dass das auf deiner Weiterreise in den ländlichen Gegenden nicht der Fall sein wird. ATM findest du beispielsweise in bzw. vor Banken, an Flughäfen oder größeren Einkaufszentren.

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Wenn du mit deiner EC-Karte abheben möchtest, achte darauf, dass auf dem Automaten oder dem Bildschirm ein Maestro-/Cirrus-Logo abgebildet ist. Außerdem ist es wichtig, dass deine Maestro-Karte für Abhebungen im außereuropäischen Ausland freigeschaltet ist. Wenn du diesbezüglich bei deiner Bank nachfragst, dann erkunde dich auch, wie hoch dein tägliches bzw. wöchentliches Limit für Abhebungen außerhalb der EU ist und setze dieses ggf. hoch!

Zudem ist es meist von Vorteil, wenn deine Bank über deinen Auslandsaufenthalt Bescheid weiß. So wird das Konto auch nicht so schnell wegen ungewohnter Geldbewegungen gesperrt.

Die meisten Touristen heben Bargeld mit einer Kreditkarte ab. Ob ein Automat dafür geeignet ist, erkennst du an den Symbolen wie Visa oder Mastercard, die auf dem Bankautomaten abgebildet sind. Informiere dich auch hier, wie hoch dein Limit ist.

Achtung: Die meisten Banken berechnen Gebühren für das Geldabheben in anderen Ländern. Erfahre mehr darüber im nächsten Punkt.

Außerdem gibt es pro Abhebung auch ein Limit am Bankautomaten. Dieses ist abhängig von der Bank – es bewegt sich in der Regel zwischen ein und zwei Millionen Kip pro Abhebung. Außerdem haben die Banken ein Tageslimit, das sich zwischen drei und acht Millionen bewegt.

Bedenke bitte, dass das Abhebungslimit am Automaten nichts mit dem möglichen Limit auf deiner Karte zu tun hat!

Wenn du einen Geldautomaten suchst, helfen dir vielleicht diese Seiten:

 

Falls kein Automat in der Nähe ist, bieten Hotels oft an, dass du dir dort Geld auszahlen lassen kann. Das Hotel belastet dann einfach deine Kreditkarte mit dem gewünschten Betrag. Aber Vorsicht – die Gebühren sind oft saftig und können bis zu 10 Prozent vom Abhebungsbetrag sein!

Manchmal kommt es auch vor, dass ein Geldautomat leer ist – vor allem vor und an Feiertagen. Warte daher mit der nächsten Abhebung nicht bis zum letzten Kip.

 

9.) Welche Gebühren sind an Geldautomaten in Laos fällig?

Die meisten Kreditkarten-Anbieter berechnen dir Gebühren, sobald außerhalb Europas Bargeld am Automaten abhebst. In der Regel sind das zwischen 1,5 und 3,5 Prozent des abgehobenen Betrags.

Zudem wird dir von den laotischen Banken eine Gebühr pro Transaktion berechnet (siehe Tabelle in Punkt 8). Diese musst du auch bezahlen, wenn du mit deiner Karte laut Werbung deiner Bank »weltweit kostenlos Geld abheben« kannst. Der Hinweis auf diese »Fremdgebühren« befindet sich im Kleingedruckten. Es gibt derzeit lediglich eine Kreditkarte, bei der du diese Kosten erstattet bekommst (siehe Punkt 11).

 

10.) Bargeldloses Zahlen in Laos

In einigen gehobenen Hotels, Restaurants, Geschäften und am Flughafen wird zur Zahlung häufig auch eine Kreditkarte akzeptiert.

VISA und Mastercard sind dabei die geläufigsten Anbieter in Laos.

Auch online kannst du Flugtickets, Hotels und zum Teil auch Ausflüge buchen und dann direkt per Kreditkarte bezahlen.

Aber auch in Laos gilt: Für Zahlungen in einer anderen Währung verlangen die meisten Kreditkartenanbieter Gebühren (meist zwischen 1,5 und 2 Prozent).

 

11.) Die beste Kreditkarte für Laos

Mit der richtigen Kreditkarte kannst du in Laos richtig Geld sparen. Als Erstes gilt es die Gebühren zu vermeiden, die viele Banken berechnen, wenn du im außereuropäischen Ausland Geld abhebt. Diese orientieren sich am abgehobenen Betrag (meist 1,5 bis 3 Prozent). Es gibt einige Kreditinstitute, die darauf verzichten, an die solltest du dich halten!

Neben den Gebühren deiner Bank kommen auch noch die Gebühren hinzu, die die laotische Bank veranschlagt. Die Gebühren werden leider jedes Mal fällig, wenn du Geld abhebst. Und das ist ja aufgrund des Limits manchmal mehrmals hintereinander nötig.

Diese »Fremdgebühren« werden hauptsächlich in südostasiatischen Ländern berechnet (u.a. auch in Thailand, Vietnam und Kambodscha).

Viele Reisende haben sich daher eine Reisekreditkarte zugelegt, mit der du diese Gebühren erstattet bekommst. Bis 2016 waren da als entsprechende Anbieter comdirect und die DKB zu nennen. Doch beide haben diesen Service nun eingestellt.

Als letzte verbliebene Bank erstattet dir die Santander bei ihrer 1plus Visakarte* die Fremdgebühren, die dir die laotischen Banken berechnen. Das ist ein ausgezeichneter Service. Zudem ist mit der Santander-Karte auch die Bezahlung in Fremdwährung (zum Beispiel eine Hotelrechnung in US-Dollar oder ein Flugticket in thailändischen Baht) kostenfrei. Diese Kombination ist einzigartig auf dem Markt.

Darüber hinaus verlangt Santander für die Karte keine Jahresgebühr und du erhältst auch noch Rabatt beim Tanken.

Die Nachteile: Du kannst maximal 300,- Euro pro Tag abheben, und wenn du mal ins Minus rutschst, weil du deine Karte nicht fristgerecht ausgleichen kannst, sind die Sollzinsen mit 13,16 % recht hoch.

Leider benötigst du für die Santander-Karte ein festes Einkommen. Studierende oder Freelancer können sie nicht nutzen. Sollte das bei dir der Fall sein, empfehle ich folgende Lösung (an den Fremdgebühren der laotischen Banken kommst du jedoch in keinem Fall vorbei, es sei denn, du nimmst nur Bargeld mit, wovon ich abrate):

Hol dir das kostenlose Girokonto der DKB*. Darin enthalten ist auch eine kostenfreie Visa-Card. Für Geldabhebungen wird dir seitens der DKB weltweit nichts zusätzlich berechnet (es kommen nur die Fremdgebühren hinzu). Du kannst dich schnell per Video-Ident anmelden, brauchst keinen festen Kontoeingang, hast mit 6,9 % einen niedrigen Soll-Zins und erhältst im Gegenzug auch noch 0,4 % Guthabenzinsen.

Falls du im Internet oder in Hotels in Fremdwährung bezahlen willst (Baht, Kip, etc.), werden dafür 1,75 Prozent Gebühren fällig. Wenn du diese Kosten umgehen möchtest, empfehle ich dir zusätzlich die payVip-Mastercard* (auch hier auf Sollzinsen achten).

Klingt alles ein wenig kompliziert? Mehr Infos dazu und weitere interessante Anbieter findest du in meinem Artikel zur besten Kreditkarte für Südostasien.

 

12.) Kreditkartenbetrug in Laos

Wie überall auf der Welt kann es auch in Laos vorkommen, dass Kreditkarten gestohlen oder gefälscht und dann verwendet werden. Es gibt zwei Szenarien, auf die du besonders achten solltest:

Achte darauf, dass du deine Karte immer im Blick hast, wenn du etwas bezahlst, damit sie nicht für andere Buchungen genutzt oder eine Kopie angefertigt werden kann. Wenn es dir nicht möglich ist, den Vorgang zu überwachen – z.B. in einem Restaurant – dann zahle lieber in bar. So gehst Du auf Nummer sicher.

Sei auch auf der Hut bzgl. manipulierter Geldautomaten. Dabei ist meist ein zweites Gerät auf dem Automaten angebracht, durch das deine Kartendaten eingelesen werden. Diese Falle ist zum Teil nur sehr schwer zu erkennen. Achte daher auf Folgendes: Normalerweise ist bei Automaten der Kartenschlitz bündig zur restlichen Oberfläche. Sei also misstrauisch, wenn da noch ein Kasten drauf ist, und suche dir in diesem Fall lieber einen anderen Automaten.

 

13.) Geld nach Laos senden

Ich hoffe nicht, dass es dir passiert, aber falls du deine Kreditkarten verlierst oder diese aus irgendeinem Grund gesperrt werden, können dir Freunde oder deine Familie im Notfall noch Geld senden. Einfach geht das beispielsweise mit Western Union – damit können ohne Anmeldung Beträge von bis zu 1.000 Euro transferiert werden. Für die Transaktion muss eine Gebühr bezahlt werden, die sich am Gesamtbetrag orientiert. Bei 1.000 Euro sind das etwa 40 bis 50 Euro.

Das Geld wird vom Konto des Senders abgebucht. In der Regel kann es vom Empfänger dann bereits nach ein paar Minuten abgeholt werden. Dazu musst du deinen Reisepass und die Transaktionsnummer, die dir der Sender mitgeteilt hat, vorlegen.

Alternativen zu Western Union sind u.a.  Moneygram und Azimo.

 

14.) Weitere Tipps zu Geld in Laos

Grundsätzlich sind Ein- und Ausfuhr der Landeswährung verboten. Außerdem müssen Beträge ab 10.000 US-Dollar deklariert werden.

Ich empfehle, zwei Kreditkarten von verschiedenen Banken mitzunehmen. So bist du abgesichert, falls es ein Problem mit einer Karte gibt.

Laos ist kein reiches Land und mancherorts gibt es Leute, die nicht unbedingt dein Bestes wollen.Daher gilt hier wie überall: Geld und teure Wertgegenstände nicht offensichtlich zur Schau stellen!

 


Fotos:

Geld Laos von Shutterstock

Geldautomat Laos von Lisa-Lisa / Shutterstock.com

 

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 10. November 2016. Zuletzt aktualisiert am 10. November 2016.

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