Siem Reap und Angkor: die beste Ausflüge und Touren

Wegen der Tempel von Angkor ist Siem Reap das beliebteste Reiseziel in Kambodscha. Vor Ort kannst du einiges unternehmen. Hier findest du einen Überblick über die besten Touren, Aktivitäten und Ausflüge.

 

Viele Touristen kommen nur für zwei Nächte nach Siem Reap, schauen sich an einem Tag die schönsten Tempel von Angkor an und fahren dann weiter. Doch die Liste interessanter Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten ist lang, so dass es sich durchaus lohnt, länger zu bleiben. Auch wegen der Ziele abseits der Standardrouten.

 

Siem Reap/Angkor: Touren und Ausflüge

1.) Angkor Wat Touren

2.) Ausflüge in die Umgebung

3.) Siem Reap und Angkor: Besondere Erlebnisse

 

1.) Angkor-Wat-Touren

Siem Reap ist idealer Ausgangsort für einen Besuch der bekannten Tempel von Angkor, denn dort befinden sich die meisten Unterkünfte (hier meine Hoteltipps für Siem Reap), viele Bars und Restaurants und es sind nur wenige Minuten Fahrt bis zu den ersten Tempeln.

Du solltest für den Besuch der Anlage genügend Zeit einplanen, da das Gelände sehr groß ist und es eine Menge zu entdecken gibt. Neben dem Haupttempel Angkor Wat gibt es viele weitere schöne Tempel, die du dir anschauen kannst, wie zum Beispiel Ta Prohm oder Bayon.

 

Angkor Wat: Klassische Tempel-Tour

In jedem Hotel in Siem Reap wird dir eine Tempel-Rundfahrt angeboten. Und darüber hinaus steht auch jeder Tuk-Tuk-Fahrer dafür bereit. Wenn du vor Ort bist, wird es nicht lange dauern, bis du angesprochen wirst. Danach ist gute Handeln gefragt.

Darüber hinaus kannst du die Touren aber auch bei verschiedenen Anbietern vorab buchen. Die Ausflüge finden dann entweder privat oder in Kleingruppen statt. Darüber hinaus gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, zum Beispiel die Beförderung mit einem Jeep oder einem Tuk-Tuk. Und du hast auch die Möglichkeit, beim Sonnenaufgang oder beim Sonnenuntergang dabei zu sein.

Angebotsauswahl:

 

 

Angkor Wat: Fahrradtour

Wenn du die UNESCO-Weltkulturerbestätte ein wenig individueller besuchen möchtest, kannst du dies auch im Rahmen einer Fahrradtour machen. Da das Gelände sehr groß ist, musst du einschätzen, wie fit du mit dem Fahrrad bei den heißen Temperaturen bist und ob du dir die Tour zutraust. In der Regel werden etwa 25-30 Kilometer gefahren, allerdings ist die Gegend dort recht flach. Hier werden beispielsweise Touren angeboten:

Du kannst dich jedenfalls mit deinem eigenen fahrbaren Untersatz viel flexibler auf dem Tempelgelände bewegen und auch bei kleinen versteckten Tempeln anhalten, die nur wenige Touristen zu sehen bekommen. Du kannst vor Ort ein Fahrrad/ein Mountainbike mieten oder an Touren in kleinen Gruppen teilnehmen. Für Frühaufsteher gibt es das Ganze auch zum Sonnenaufgang*.


 

Das besondere Erlebnis: Angkor-Wat-Rundflug mit dem Helikopter oder Heißluftballon

Wenn du dir ein ganz besonderes Angkor-Wat-Erlebnis bescheren möchtest und das entsprechende Budget hast, kannst du dir die Tempelanlage auch aus der Luft während eines Hubschrauber-Rundflugs* anschauen.

Die Tempelruinen wirken aus dieser Perspektive noch einmal ganz anders, als wenn du sie am Boden besichtigst. Auch wird die Größe der gesamten Anlage aus der Vogelperspektive noch einmal ganz anders deutlich. Du kannst bei guter Sicht auch den naheliegenden Tonle Sap See sehen.

Als dauerhafte und kostengünstige Einrichtung gibt es einen Heißluftballon, der immer an der selben Stelle bleibt und wie ein Aufzug zwischen dem Boden und 200 Meter Höhe pendelt. Von oben hast du ebenfalls eine tolle Aussicht, die du etwa 10 Minuten genießen kannst, bevor es wieder hinuntergeht (hier ansehen*).

Fahrten mit dem Ballon wie aus Bagan bekannt gibt es über Angkor noch nicht regelmäßig.

 

2.) Ausflüge in die Umgebung

Auch im Umland kannst du einiges unternehmen:

 

Ausflug zum Banteay Srei Tempel

Eine gute Stunde von Siem Reap entfernt befindet sich der rosafarbene Tempel Banteay Srei mit einer aufwendig geschnitzten und gut erhaltenen Sandsteinstruktur. Die hier abgebildeten detaillierten Reliefs gelten als die feinsten in ganz Kambodscha.
Eine Fahrt dorthin wird als Tages-Tour* angeboten, in deren Rahmen einige weitere sehenswerte Tempel besichtigt werden.


 

Der größte See Südostasien: Fahrt auf dem Tonle Sap zu einem schwimmenden Dorf

Ein weiterer beliebter Ausflug ist eine Fahrt auf dem Tonle Sap, dem größten See Südostasiens. Unterwegs erfährst du mehr über die Kultur der Region und kannst zudem auch eine Menge über das lokale Gewerbe lernen. In der Regel werden Fisch- und Krokodilfarmen besichtigt. Zudem gibt es Einblicke in den Alltag der Dorfbewohner. Interessant sind die auf dem Wasser gebauten Häuser sowie die schwimmende Schule. Angeboten werden zahlreiche Touren, zum Beispiel 4 Stunden am Vormittag* oder zum Sonnenuntergang*.

Wer bereits an einer Tour im Mekong Delta teilgenommen hat, muss die Tour nicht unbedingt machen. Ansonsten ist die Tour eine nette Erfahrung.

 

Lokale Dörfer in der Umgebung mit Jeep oder Fahrrad erkunden

In einem alten amerikanischen Militärjeep* hast du die Möglichkeit, die Gegend rund um Siem Reap und das Leben der lokalen Bevölkerung kennenzulernen. Dazu gehört auch der Besuch einer Schule für Mönche und eine Fahrt auf dem Tonle Sap zu einem schwimmenden Dorf.

Die Tour gibt es auch als günstigere Variante mit dem Fahrrad* und ohne Jeep.

 

Ausflug zum Mount Kulen

Wenn du mehr über den Ursprung des Khmer-Reiches erfahren möchtest, kannst du an einem spannenden Ausflug zum Berg Kulen*, einem isolierten Bergmassiv im Svay Leu District, teilnehmen.

Der Nationalpark gilt als der Geburtsort des antiken Khmer-Reiches im 9. Jahrhundert und du kannst hier eine Menge zur Geschichte dieser Zeit erfahren. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören verschiedene Ruinen und auch das Steinrelief von Linga in einem Sandsteinflussbett.

Außerdem erwarten dich die Steindarstellung des Hindu-Gottes Vishnu sowie mehrere Pagoden und in der Regel der Besuch eines Wasserfalls, in dem du auch baden kannst.

Bei dieser Tour ist zudem der die Anfahrt durch sehr schöne Landschaften mit Reisfeldern und abgelegenen Dörfern ein schönes Erlebnis.


 

Siem Reap: Fahrrad- oder Motorradtour zu Dörfern und Märkten

Du kannst das Umland der Stadt auch sehr gut mit dem Fahrrad* oder Motorrad (3-Stunden-Tour* / 6-Stunden-Tour*) erkunden. Die Fahrt geht durch eine Landschaft mit sehr schöner Natur und kleinen Dörfern, in denen du das Treiben der einheimischen Bevölkerung beobachten kannst. Du kannst eine Menge über das lokale Leben, die Kultur und den Anbau von lokalen Erzeugnissen, wie z. B. Reis, in dieser Region erfahren und an verschiedenen Märkten und Pagoden anhalten.

 

Übernachtung in einem Dorf

Eine besondere Erfahrung ist die Übernachtung in einem Dorf* in der Umgebung. Fernab der Touristenmassen im Zentrum Siem Reaps kannst du dort Einheimische und ihr alltägliches Leben kennenlernen und für eine begrenzte Zeit daran teilnehmen.

Dabei bekommst du Einblicke, wie sie ihre lokalen Erzeugnisse in den Dörfern und auf den Feldern anbauen, wie diese geerntet und anschließend für lokale Gerichte zubereitet werden.

Meist sind auch der Besuch einer Schule sowie die Teilnahme am Unterricht möglich.

Abends steht dann noch ein Austausch mit Dorfbewohnern, zum Beispiel bei einem gemütlichen Lagerfeuer, auf dem Programm.

 

3.) Siem Reap und Angkor: Besondere Erlebnisse

Hier eine Auswahl:

Kambodschanischer Kochkurs

Wenn du nach deiner Rückkehr aus Kambodscha einige der dort typischen Gerichte nachkochen möchtest, kannst du vor Ort einen Kochkurs* machen und lernen, wie du die einheimischen Zutaten und Gewürze richtig einsetzt.

Meist beinhalten diese Kurse auch noch den gemeinsamen Einkauf der benötigten Lebensmittel auf einem lokalen Markt.


 

Show im Phare Circus

Wenn du etwas Besonderes erleben und dabei noch eine gemeinnützige Organisation unterstützen möchtest, solltest du in eine der Vorstellungen des Phare Circus* gehen. In einer beeindruckenden Show vereinen Künstler aus Battambang im Theater, Musik, Tanz und Akrobatik.

Die Organisation wurde im Jahr 1994 von acht ehemaligen Flüchtlingen und Künstlern gegründet. Sie unterstützen mit ihrem Verein kambodschanischer Künstler.

 

Apsara Tanz-Show

Ein gern besuchtes Highlight in der Region ist eine Aufführung des Apsara-Tanzes. dabei handelt es sich um einen traditionellen kambodschanischen Tanz. Apsaras sind in der Mythologie halb menschliche, halb göttliche Frauen. Abbildungen finden sich an vielen Tempelwänden in Angkor. Der kunstvolle Tanz geht auf den Königshof in Angkor zurück.
Oftmals wird heute im Rahmen der Aufführung auch ein Abendessen in Form eines landestypischen Gerichts angeboten.

 

Töpferkurs

Du kannst in Siem Reap an einem Töpferkurs* mit einem einheimischen Künstler teilnehmen und deine eigene, im traditionellen Stil dekorierte Tonschüssel herstellen. Dabei erfährst du einiges über die Geschichte des Töpferhandwerks in der Region.

Du bekommst Schritt für Schritt erklärt, wie du deine eigene Schüssel herstellen kannst. Am Ende kannst du diese dann ganz individuell mit verschiedenen lokalen Werkzeugen dekorieren und zum Beispiel traditionelle Ornamente einarbeiten. Über Nacht wird deine Schüssel dann im Ofen gebrannt, so dass du sie am nächsten Tag mitnehmen kannst.

 

Foto-Tour und Workshop

Rund um Angkor gibt es unzählige tolle Foto-Motive, warum also nicht dort einen Foto-Kurs* machen? Ein professioneller Fotograf begleitet dich zu interessanten Orten und erklärt dir, was du machen musst, um noch mehr aus deinen Bildern rauszuholen. Als Kulisse für schöne Motive bietet sich neben der Tempel zum Beispiel der Tonle Sap an. Aber auch in Siem Reap selbst gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die du besuchen kannst.

Themen sind zum Beispiel, wie du das besondere Licht zum Sonnenaufgang nutzen oder das Optimale aus dem Sonnenuntergang rausholen kannst. Im Anschluss hast du außerdem die Möglichkeit, an einem weiteren Kurs zur Nachbearbeitung deiner Fotos teilzunehmen.

 

Wer hat weitere Tipps für Ausflüge und Touren rund um Siem Reap/Angkot?

 


Fotos:

Fahrradfahrer, Heißluftballon, Banteay Srei Tempel, Wasserfall, Gemüse und Fotograph von Shutterstock.com
Apsara-Tänzer von Zzvet / Shutterstock.com

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 5. Dezember 2017.

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