11 Tipps für Kampot und Umgebung

Das kleine Städtchen im Süden Kambodschas ist beliebt als Ausgangspunkt für Touren an die Küste und in den angrenzenden Nationalpark. Hier erfahrt ihr, was ihr machen könnt, sollt und vielleicht doch lieber lasst.

Mit knapp 50.000 Einwohnern kann man Kampot getrost als Kleinstadt bezeichnen. Dementsprechend leicht ist es, sich im Ort zu orientieren. Es gibt zwei Brücken, die den Teuk Chhou überqueren, die eine heißt New Bridge, die andere Old Bridge. Also leicht zu merken.

Die meisten Hotels, Bars und Restaurants befinden sich auf der Ostseite des Flusses. Dort würde ich mir eine Unterkunft suchen, wenn ihr abends etwas unternehmen wollt und nicht motorisiert seid.

Einige klassische Ausflugsziele habe ich nachfolgend zusammengestellt. Die meisten könnt ihr auf eigene Faust erkunden. Vieles davon lässt sich zudem als Tagesausflug gebündelt in euren Hotels buchen.

 

1.) Französisches Viertel und Riverfront

Im chinesisch geprägten Kampot sind noch die Spuren der französischen Kolonialzeit sichtbar. Auch wenn an den Gebäuden merklich der Zahn der Zeit nagt, bietet sich das französische Viertel für einen Spaziergang an. Von dort gelangt ihr dann schnell zum Ufer des Teuk Chhou. Die Atmosphäre am Fluss ist überaus entspannt und die Cafés eignen sich perfekt für eine Pause.

Kampot_Teuk_Chhou_7

kampot_fluss_2

Kampot_Teuk_Chhou

 

2.) Motorrad leihen

Die interessante Landschaft rund um Kampot lässt sich am besten mit einem Motorrad erkunden. Die Miete kostet nicht viel. Zudem ist das Verkehrsaufkommen überschaubar, so dass uns Europäern auf diesen asiatischen Straßen kein Nervenzusammenbruch droht.

kampot_landschaft_96

kampot_landschaft_91

kampot_landschaft_1

kampot_kinder_2

kampot_verkehr_3

 

3.) Ein Blick auf die Stromschnellen

Rund 10 Kilometer entfernt liegen die Teuk Chhou Stromschnellen. Diese sind – zumindest in der Trockenzeit – nicht so beeindruckend. Trotzdem hat man von den Hängebrücken einen schönen Ausblick. Am Ufer des Flusses lässt es sich gut picknicken.

 

kampot_haengebruecke_1

kampot_haengebruecke_5

kampot_haengebruecke_2

 

4.) Hinfahren, wo der Pfeffer wächst

Kampot ist bekannt für seinen erstklassigen Pfeffer. In der Nähe der Stadt gibt es einige Plantagen. Wer noch nie frischen Pfeffer gepflückt hat, kann das hier nachholen.

Kampot_pfefferplantage_1

Kampot_pfefferplantage_3

Kampot_pfefferplantage_2

 

5.) Höhlen besichtigen

In der Gegend rund um Kampot gibt es drei größere Höhlen, die für Besucher zugänglich sind. Gästehäuser bieten Touren hierhin an, oftmals verknüpft mit Ausflügen nach Kep.

kampot_hoehlen_1

kampot_hoehlen_2

 

6.) Relaxen im Utopia Restaurant

Wenige Kilometer von Kampot entfernt liegt Utopia. Dabei handelt es sich um ein Guesthouse. Auch wenn es euch dort für eine Übernachtung zu abgelegen ist, ein Abstecher mit dem Motorrad lohnt sich. Die bequemen Liegesessel auf der Holzterrasse am Fluss garantieren Entspannung pur. Und einen erstklassigen Ausblick.

Kampot_utopia_1

Blick von der Terrasse

kampot_utopia_2

 

7.) Bei der Salzgewinnung zuschauen

Vor den Toren der Stadt liegen Felder, auf denen Salz abgetragen wird. Welch anstrengende Arbeit dahinter steckt, könnt ihr euch hier einmal genauer ansehen.

kampot_salz_3

 

8.) Fahrt nach Kep

Der Badeort an der Grenze zu Vietnam ist bei Kambodschanern ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge. Früher standen hier vielen Villen, doch unter der Herrschaft der Roten Khmer wurden die meisten davon zerstört. Ein paar kann man sich heute noch ansehen.

seebad_kep_6

seebad_kep_8

seebad_kep_4

seebad_kep_7

seebad_kep_3

seebad_kep_2

Im Hintergrund die vietnamesische Insel Phu Quoc

 

9.) Fahrt zu den vorgelagerten Inseln

Einige kleine Inseln sind von Kep zu erreichen. Vor allem Koh Tonsay, die Kanincheninsel bzw. Rabbit Island, ist sehr beliebt. Zur größten Insel, Phu Quoc, ist leider noch keine Fahrt möglich. Sie gehört zum Staatsgebiet von Vietnam. Über eine Schiffsverbindung für Touristen wird seit Jahren immer mal wieder diskutiert, bislang ohne konkrete Ergebnisse.

rabbit_island_1

rabbit_island_3

Der Strand von Rabbit Island

 

10.) Sonnenuntergang am Teuk Chhou

Nach euren Ausflügen solltet ihr den Tag mit einem Bier am Flussufer ausklingen lassen. Mit Bildern von den Sonnenuntergängen könnt ihr Zuhause angeben.

Kampot_sonnenuntergang_97

Kampot_sonnenuntergang_7

Kampot_sonnenuntergang_91

Kampot_sonnenuntergang_96

 

11.) Kostenloser Kampot-Guide

Vor Ort gibt es in vielen Hotels und Bars den Kampot Survival Guide. Darin sind von Ausflugszielen über Unterkünfte bis hin zu Restauranttipps alle wichtigen Informationen zusammengetragen. Das Heft ist in der Regel kostenlos erhältlich. Auf der dazugehörigen Website kann der Kampot Survival-Guide – mit City-Map auf der Rückseite – heruntergeladen werden.

 

Was sonst noch wichtig ist:

Bokor-Nationalpark: Das Ende der Geisterstadt

Lange Jahre war der Bokor-Nationalpark eines der attraktivsten Ausflugsziele in der Region. Wanderfreunde kamen wegen der unberührten Natur und Tierwelt, viele Touristen aber vor allem wegen einer Geisterstadt mit einem verlassenen Kasino, einer alten Kirche und einem leerstehenden Hotel. In den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten die Franzosen hier einen luxuriösen Erholungspark errichtet. Sie mussten ihn aber in den 40er-Jahren aufgeben, als Japan während des 2. Weltkriegs in Kambodscha einmarschierte. Später war die Siedlung wieder bewohnt, wurde jedoch in den 70er-Jahren von den Roten Khmer übernommen, die sich hier 1979 schwere Auseinandersetzungen mit der vietnamesischen Armee lieferten.

Noch bis in die 90er-Jahre war der Bokor Hill ein letztes Rückzugsgebiet der Roten Khmer. Erst 1998 wurde der Park wieder komplett geöffnet. Die leerstehenden Gebäude inmitten der Natur hatten einen besonderen Charme, waren beliebtes Fotomotiv und – wegen des häufigen Nebels – die ideale Kulisse für einen Gruselfilm.

Bei meinem Aufenthalt in Kampot war die Straße zum Bokor Nationalpark gesperrt, weshalb ein Besuch nicht möglich war. Möglicherweise habe ich jedoch nicht viel verpasst. Denn bereits 2008 wurde das Gelände für 99 Jahre an die Sokimex-Gruppe verpachtet, die dort Hotels, Restaurants und einen Golfclub errichtet. Kommentare in Reiseforen berichten von massiven Eingriffen in Natur und Landschaft. Und auch die alte Geisterstadt wird saniert. Bilder hierzu gibt es auf der Seite Constructing Cambodia. Informiert euch also gut, wie der Stand der Dinge ist.

 

Nicht vor die Hunde gehen

Ebenfalls nicht verschweigen möchte ich, dass Kampot in einigen Gegenden ein massives Hundeproblem hat. Fast alle Familien dort besitzen (mindestens) einen vierbeinigen Freund und nachts sitzen die Tiere vor dem Haus. Je später es wird, desto lauter das Gebell. Der Kampot Survival Guide rät, in gleichmäßigem Schritt in der Mitte der Straße zu gehen und im Notfall imaginäre Steine zu schmeißen. Für mich wäre das nichts. Wir haben das Problem gelöst, indem wir mit einem Motorrad an den Hunden vorbei gebraust sind. Trotzdem nervig.

 

Fazit:

Beim Backpacking in Kambodscha lohnt sich Kampot für einen mehrtägigen Zwischenstopp. Nach anstrengenden Tagen in Siem Reap oder Phnom Penh könnt ihr hier etwas runterkommen, bevor es weiter zu den Stränden von Sihanoukville oder Koh Rong geht.

 

Weitere Bilder:

kampot_police

kampot_reisfelder

Kampot_sonnenuntergang_3

kampot_sportplatz_5

kampot_sportplatz_7

kampot_sportplatz_1

kampot_sportplatz_4

kampot_tempel_9

kampot_tempel_5

kampot_tempel_3

kampot_tempel_1

Kampot_Teuk_Chhou_91

kampot_verkehr_1

kampot_blumen

kampot_bus_1

kampot_fluss_3

kampot_hochzeit

kampot_landschaft_2

kampot_landschaft_3

kampot_landschaft_4

kampot_landschaft_5

kampot_landschaft_7

kampot_landschaft_92

kampot_landschaft_93

kampot_landschaft_95

seebad_kep_1

Seid ihr schon mal dort gewesen?

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

Hat dir der Artikel gefallen?
Dann abonniere jetzt meinen kostenlosen Newsletter! So erhältst du ab sofort regelmäßig nützliche Tipps und Infos zu den schönsten Zielen in Südostasien. Kein Spam!

Veröffentlicht von Stefan Diener am 9. August 2014. Zuletzt aktualisiert am 30. Mai 2016.

Kommentare (3)

  1. Hey Stefan,
    interessanter Einblick in den Ort! Bei den Bildern weiter unten musste ich schmunzeln: das eine Foto mit den Ringen erinnert mich an die Hauptstadt Phnom Penh, in der man das Olympiastadion besuchen kann. Natürlich ohne das in Kambodscha je die olympischen Spiele stattgefunden hätten. Irgendwie scheinen die Leute dort davon fasziniert zu sein 😉
    Beste Grüße, Kai

  2. hi Stefan
    Du schreibst Restaurants ,Bars und Hotels……

    Gibt es überhaupt eine Barscene in Kampot ?
    Ich denke mal ein Tagesausflug von Sihnoukville dürfte fürs erste reichen für einen Überblick.
    Dann am frühen Abend zurück

    Gruss Hans

    Lebe in Thailand
    War in Siem Reap und oft in Phnom Penh und Sihanoukville

    • Hallo Hans,

      es gibt schon einige nette Bars. Hier findest du einige davon:
      http://www.kampotsurvivalguide.com/#!bars-food–rooms/c1iyh

      Es gibt halt nicht so Straßen, in denen eine Bar neben der anderen ist, sondern alles ist ein wenig verteilt.

      Ich weiß nicht mit dem Tagesausflug. Das schöne an Kampot ist auch die Umgebung. Motorrad ausleihen und die Gegend erkunden. Oder Touren machen. Da bieten sich meiner Meinung nach zumindest zwei Übernachtungen an.

      Viele Grüße
      Stefan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Faszination Südostasien bei Facebookschliessen
oeffnen