Yogyakarta: Diese Tempel im Umland solltest du nicht verpassen

Rund um Yogyakarta gibt es neben der spektakulären Borobudur-Tempelanlage noch weitere sehenswerte Tempel, die du gut im Rahmen eines Tagesausflugs besichtigen kannst. Hier sind die wichtigsten Infos.

 

Im Zentrum der indonesischen Insel Jawa liegt die Stadt Yogyakarta. Die meisten Touristen kommen hierher, um sich das kolossale Tempelbauwerk Borobudur anzusehen, das seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Doch im Umkreis von rund 20 Kilometern um Yogyakarta gibt es noch einiges mehr zu sehen. Im Rahmen eines Tagesausflugs erfährst du viel über die indonesische Geschichte und die Kultur des Landes.

Es bietet sich besonders an, die östlich von Yogyakarta gelegene Prambanan-Tempelanlage und den Candi Ratu Boko zu besichtigen, da diese Bauwerke nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen und somit gut nacheinander erkundet werden können.

 

Die Prambanan Tempelanlage

Im Jahr 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, ist die Prambanan-Tempelanlage die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens und neben dem Borobudur-Tempel auch eines der beliebtesten Ausflugsziele von Yogyakarta.

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Prambanan wurde im 9. Jahrhundert erbaut und von einem Holländer 1733 wiederentdeckt. Nach der Restaurierungsphase ist er nun einer der schönsten hinduistischen Tempel in Indonesien.

Die Anlage besteht auf der ersten Ebene aus acht Tempeln, wobei der größte der drei Haupttempel rund 47 Meter hoch ist. In der zweiten Ebene befinden sich weitere 240 Tempel, die jedoch größtenteils zerstört sind.

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Kosten und Anreise

Die Eintrittskosten für die Prambanan-Tempelanlage belaufen sich auf ca. 171.000 IDR (ca 11,80 €/Stand: 11.2016)

Von Yogyakarta aus besteht die Möglichkeit, mit dem Bus, dem Taxi oder mit Uber zur Tempelanlage zu gelangen.

 

Eindrücke von meinem Tempelbesuch:

Angekommen am Parkplatz liefen wir entlang einer Allee in Richtung der Tempelanlage. Schon von Weiten konnten wir die imposanten Bauwerke sehen. Bereits der Anblick von der grünen Wiese neben der Allee ist ein erstes Fotomotiv.

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Vorbei am teilweise zerstörten Teil der Anlage gelangt man über eine kleine Treppe auf die erste Ebene der Anlage, auf der die drei Haupttempel stehen. Zum Zeitpunkt meines Besuches (Ende Oktober 2016) wurde einer der drei großen Haupttempel restauriert, weshalb ich nicht alles erkunden konnte. Es war jedoch auch interessant anzusehen, wie Restaurierungsarbeiten an einem so schönen Bauwerk ablaufen.

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Über schmale Treppen gelangten wir anschließend in das Innere der Tempel und konnten einen Blick auf die in Stein gemeißelten Götternachbilder werfen. Jedoch ist es im inneren ziemlich Dunkel, weshalb es hilfreich ist, eine Taschenlampe oder das Licht deines Handys zu benutzten.

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Allgemein ist der Tempel gut besucht und du triffst auf Schulklassen und Touristengruppen, die sich auf dem Gelände umsehen. Zwischen den Tempeln verteilt finden sich einige schöne, schattenspendende Bäume mit Parkbänken darunter, die besonders bei dem sehr warmen Wetter in Indonesien eine gute Möglichkeit bieten, eine kurze Pause zu machen.

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Candi Ratu Boku/Keraton Ratu Boku

Knapp drei Kilometer von der Prambanan-Tempelanlage entfernt liegt ein Palast, der nach lokalen Überlieferungen nach dem legendären König Prabu Boko benannt wurde.

Auf der 250.000 Quadratmeter großen Anlage befinden sich sowohl hinduistische als auch buddhistische Bauten. Nach Schätzungen der Archäologen wurde sie zwischen 760 und 780 nach Christus erbaut.

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Eindrücke von meinem Besuch:

Am Eingang der Anlage angekommen konnten wir bereits mit einem Blick hinab in Richtung Yogyakarta den Prambanan-Tempel entdecken.

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Nachdem wir den Eingangsbereich passiert hatten, ging es hinauf zum auf 196 Meter Höhe gelegenen Ratu Boko Tempel, der von den Einheimischen auch Keraton Ratu Boko genannt wird.

Zur linken Seite hast du einen faszinierenden Blick auf Yogyakarta und zur rechten Seite einen malerischen Park mit Sitzgelegenheiten in Pavillons.

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Nach einer Rechtskurve kamen wir zum Tor von Ratu Boko, das als typisches Motiv bei einem Besuch des Palastes für Erinnerungsfotos dient. Hier haben wir auch die meisten Besucher angetroffen.

Besonders eindrucksvoll soll der Anblick des Sonnenuntergangs mit dem Tor von Ratu Boko im Vordergrund sein, jedoch hatten wir an diesem Tag leider einen stark bewölkten Himmel und konnten von diesem Ereignis nichts mitbekommen. Wir haben die Zeit jedoch genutzt, um den Rest der riesigen Anlage erkundet.
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In der Nähe des Eingangs befindet sich übrigens ein Restaurant mit Terrassenbereich, von dem aus du einen bemerkenswerten Blick auf Yogyakarta hast.

 

 


Text & Fotos: Steffen Schmidts

 

 

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 3. Dezember 2016. Zuletzt aktualisiert am 5. Dezember 2016.

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